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Eizabeth Taylors größte Filmrollen - Ein Rückblick

Donnerstag, 24. März 2011

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Gestern verstarb mit Elizabeth Taylor die letzte große Diva des alten Hollywood. Obwohl ihr Privatleben sicherlich sehr fesselnd ist, wurde sie doch durch ihre Karriere vor der Kamera zum Star. Eine Best-of-Liste wäre in ihrem Fall sehr lang – von der gebrochenen Verführerin in „Suddenly Last Summer“ („Plötzlich im letzten Sommer“) über die unwiderstehliche Naive in „The Last Time I Saw Paris“ („Damals in Paris“) bis hin zur rauflustigen Katerina in „Taming of the Shrew“ („Der Widerspenstigen Zähmung“) und zu Maggie Simpson. Doch kein Überblick über Liz Taylors Karriere wäre vollständig ohne die Erwähnung ihrer folgenden darstellerischen Glanzleistungen:

National Velvet (Kleines Mädchen, großes Herz), 1944

Elizabeth Taylor war erst zwölf, als sie die Herzen in aller Welt mit ihrer Darstellung einer beherzten kleinen Reiterin im Sturm eroberte – trotz des starken britischen Akzents.

A Place in the Sun (Ein Platz an der Sonne), 1951

Als ultimative Traumfrau erringt Taylor das Herz von Montgomery Clift. Es kommt zurr Tragödie.

Cat on a Hot Tin Roof (Die Katze auf dem heißen Blechdach), 1958

Sexuelle Frustration sah nie erregender aus als in dieser klassischen Verfilmung des Dramas von Tennesse Williams. Für die meisten Leute ist und bleibt Taylor die ultimative Maggie Pollitt.

Butterfield 8 (Telefon Butterfield 8), 1960

Taylor gewann ihren ersten Oscar für ihre Darstellung eines „Partymädchen“, das in einer von Männern dominierten Welt nach ihren eigenen Regeln lebt.

Cleopatra, 1963

Das wahrhaft Interessante an diesem epischsten aller Epen ereignete sich abseits der Leinwand: die Taylor-Burton-Romanze, die zu tausend Schlagzeilen Anlass gab.

Who´s Afraid of Virginia Woolf? (Wer hat Angst vor Virginia Woolf?), 1966

Taylor erhielt überschwängliches Kritikerlob – und ihren zweiten Oscar - für ihre Darstellung einer Hälfte der ultimativen zerrütteten Ehe.

• Elizabeth Rosemond Taylor, Schauspielerin, geboren am 27. Februar 1932; gestorben am 23. März 2011

Elizabeth Taylor: Ein Leben in Bildern

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Zehn Photos, die einen der größten Filmstars der 50-e und 60-er Jahre in der Blüte ihres Lebens, aber auch in späteren Jahren zeigen, als sie sich trotz schwerer gesundheitlicher Probleme für verschiedene Anliegen (Kampf gegen AIDS, etc.) engagierte

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Die in Hampstead, Nord-London geborene Elizabeth Taylor übersiedelte schon als Kind nach Hollywood, wo sie im zarten Alter von neun Jahren ihr Spielfilmdebüt gab. Mit Filmen wie „Lassie Come Home“ („Heimweh“), „National Velvet“ („Kleines Mädchen, großes Herz“) und „Little Women“ („Kleine tapfere Jo“) wurde sie zum gefeierten Star.

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Taylor blieb in der Folge der Absturz, den die meisten Kinderstars erleben, erspart. Zu Beginn der 1960-er Jahre war sie der höchstbezahlte Star Hollywoods („Wenn jemand dumm genug ist, mir 1 Million Dollar zu zahlen, damit ich einen Film mache, „ sagte sie, „dann bin ich nicht so dumm, das abzulehnen“). Obendrein gewann sie Oscars in der Kategorie „Beste Hauptdarstellerin“ für ihre Rollen in „Butterfield 8“ („Telefon Butterfield 8“) und „Who´s Afraid of Virginia Woolf?“ („Wer hat Angst vor Virginia Woolf?“).

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Abseits der Kameras heiratete sie acht Mal (darunter zweimal denselben Mann – Richard Burton). Ihr erster Ehemann war der amerikanische Hotelerbe Conrad „Nicky“ Hilton. Es sollte für immer sein, doch die beiden ließen sich nach nicht einmal einem Jahr scheiden.

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Sie verband eine leidenschaftliche, lange währende Freundschaft mit Montgomery Clift, dem todgeweihten, gepeinigten Aushängeschild der Method School of Acting, mit dem sie erstmals bei „A Place in the Sun“ („Ein Platz an der Sonne“) zusammenarbeitete. Ihrer Meinung nach war Clift „der Schönste auf der Welt und mit Sicherheit einer ihrer besten Schauspieler.“

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Taylor verließ ihren vierten Ehemann Eddie Fisher (den sie Debbie Reynolds ausgespannt hatte), nachdem sie während der Dreharbeiten zu „Cleopatra“ eine Affäre mit Richard Burton angefangen hatte. „Ich kann mich kaum an Cleopatra erinnern“, sagte sie später. „Es passierten damals viele andere Dinge in meinem Leben.“ Ihre Beziehung war liebevoll, aber stürmisch. Sie waren zuerst von 1964 bis 1974 und dann noch einmal zwischen 1975 und 1976 verheiratet.

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In den 1980-er Jahren nahm sie immer weniger Filmrollen an. Nach dem Tod ihres Freundes Rock Hudson half sie bei der Gründung der American Foundation for Aids Research und rief später die Elizabeth Taylor Aids Foundation ins Leben.

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2005 zählte sie zu den glühendsten Verteidigerinnen und Unterstützerinnen von Michael Jackson, als er wegen des Verdachtes des Kindesmissbrauchs vor Gericht stand. Taylors Urteil: „Ich denke, er ist einer der anständigsten Menschen auf Erden und, nach meiner Einschätzung, der wahre König von Pop, Rock und Soul.“

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Eine der letzten großen Rollen hatte Liz Taylor, als sie in 1992 einen Gastauftritt in der Serie The Simpsons hatte und der bis dahin stummen Maggie in der Episode „Lisa´s First Word“ ihre Stimme lieh. Sie musste ihren Text („Daddy“) mehrmals aufnehmen, ehe die Produzenten zufrieden waren.

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Ihre mannigfaltigen gesundheitlichen Probleme lieferten der Klatschpresse reichlich Stoff. Sie hatte mit Krebs, Lungenentzündung und Herzproblemen zu kämpfen. Sie brach sich fünf Mal die Wirbelsäule und bekam auf beiden Seiten Hüftprothesen eingesetzt. In späteren Jahren war sie aufgrund fortgeschrittener Osteoporose an den Rollstuhl gefesselt.

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Elizabeth Taylor verstarb am 23. März 2011.

Ist Angelina Jolie die neue Elizabeth Taylor oder die neue Audrey Hepburn?

Mittwoch, 29. Dezember 2010

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… so oder so, sie muss endlich anfangen, bessere Filme zu machen als The Tourist

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Ich bin mir nicht sicher: Versucht Angelina Jolie, Audrey Hepburn oder doch lieber Elizabeth Taylor zu sein? Es gibt einige eigenartige Parallelen zwischen Jolie - abgesehen von ihrem pseudo-englischen Akzent in „The Tourist“ – und ihren beiden Vorgängerinnen in der Welt der Paparazzi, der andauernden genauen Beobachtung und der Mühen, die der Umstand, der bekannteste schöne Filmstar der Welt zu sein, mit sich bringt.

Gleich Taylor ist sie mit dem attraktivsten männlichen Superstar seiner Generation verheiratet, obwohl Brangelina nicht einmal ansatzweise so ein Spektakel bieten, an die Teufelei wie Taylor und Burton mit ihrer geradezu teuflischen von Alkohol und Poesie bestimmten Hassliebe. Gleich Hepburn ist sie die entfremdete Tochter eines rechtsradikalen Verrückten: Audreys Hitler verehrender Vater stürzte sich in den 1930-er Jahren kopfüber in die British Union of Fascists, während Jolies Vater Jon Voight schon vor Jahren über den rechten Rand der Erde gesegelt ist.

Jolie hat fast so viele schlechte Filme gedreht wie Taylor; das Problem ist nur, dass sie nicht annähernd so viele gute gemacht hat. Ihre besten Arbeiten vermögen kaum Taylors am wenigsten interessanten Filmen das Wasser zu reichen, geschweige denn ihren Triumphen. „Girl, Interrupted“ ist nicht „Ein Platz an der Sonne“, „Foxfire“ ist nicht „Vater der Braut“ oder „Kleines Mädchen, großes Herz“; und „The Changeling – Der fremde Sohn“ ist nicht „Die Katze auf dem heißen Blechdach“, auch wenn Angelina noch so beharrlich pantomimisch die Schlagsahne von ihren Schnurrhaaren lecken mag. Doch immerhin ist Jolie für eine Neuverfilmung von „Cleopatra“ im Gespräch, ein Projekt, das Erinnerungen an das schwülstige und sklerotische Epos von 1963 wachruft, das 20th Century Fox beinahe in den Ruin getrieben und Elizabeth Taylor um ein Haar das Leben gekostet hätte.

Unterdessen wirkt „The Tourist“ - für den Jolie mit Johnny Depp vor der Kamera stand, obwohl zwischen den beiden nicht die geringste Chemie spürbar ist – auf viele wie „Ein Herz und eine Krone“ gekreuzt mit „Charade“ plus Gondeln, doch beide Hepburn-Klassiker sind um einiges aufgeweckter und spritziger als das anämische Jolie-Depp-Vehikel. Letzteres wirkt wie ein Produkt, das entwickelt wurde, um die Aktie Jolie auf hohem Kurs zu halten, genau wie schon zuvor „Wanted“ und „Mr. und Mrs. Smith“ – übertrieben auf sie zugeschnittenes Skript, nachgiebiger jüngerer Regisseur, Nietzsche-artige Superfrau Angie im Mittelpunkt -, während sie im richtigen Leben große Statements zu Bosnien abgibt (viel Glück beim Wettstreit mit „A Serbian Film“!) und sich ihrer gänzlich ehrenhaften Arbeit für das UNHCR widmet, die Taylors Aids-Kampagnen oder Saint Audreys großartigem Engagement für UNICEF nicht unähnlich ist, nur das Audrey nie aussah, als wäre sie auf einer Art Waisensafari. Jolies Filme sind für ihre Karriere das, was die Innenpolitik für diejenige Nixons war: Inhaltsloses Mahlgut für die alltägliche politische/Multiplex-Mühle, das ihm/ihr freie Hand gibt für große Gesten auf der „erwachsenen“ Weltbühne.

Doch ein Filmstar zu sein, erfordert etwas mehr als das: nämlich Filme, die wert sind, gesehen zu werden. Sobald Jolie ihr Äquvalent von „Funny Face“ („Ein süßer Fratz“), „Giganten“, „Plötzlich im letzten Sommer“ oder „Zwei auf gleichem Weg“ gedreht hat, bin ich als erster bereit, ihr diesen Status zuzugestehen.

Zurzeit steht sie jedoch kurz davor, sich ins filmische Abseits zu manövrieren.