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Sidney Lumet: Eine Karriere in Bildern

Sonntag, 10. April 2011

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Der amerikanische Regisseur, der im Alter von 86 Jahren verstarb, drehte mehr als 40 Filme - darunter „Die zwölf Geschworenen“, „Hundstage“, „Serpico“ und „Network“ -, die mehr als 40 Oscar-Nominierungen einheimsen konnten

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„Die zwölf Geschworenen“, Lumets erster Film, kam 1957 in die Kinos und erhielt 3 Oscarnominierungen. In den Hauptrollen brillierten Henry Fonda und Lee J. Cobb.

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Katharine Hepburn spielte die Hauptrolle in „Long Day´s Journey Into Night“ (1962) nach dem Theaterstück von Eugene O´Neill. Der Film wurde für einen Oscar nominiert.

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Rod Steiger lieferte in „Der Pfandleiher“ (1965) eine der besten Leistungen seiner Karriere ab und wurde dafür zu Recht für den Oscar nominiert.

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Der Dokumentarfilm „King: A Filmed Record … Montgomery to Memphis“ (1970) wurde für einen Oscar nominiert.

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Al Pacino und Cornelia Sharpe spielten Hauptrollen in „Serpico“ (1973), dem auf einer wahren Geschichte beruhenden Polizeithriller, der für zwei Oscars nominiert wurde.

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Ingrid Bergman gewann den Oscar als Beste Nebendarstellerin in Lumets „Mord im Orient Express“ (1974), der mit Stars gespickten Verfilmung des Agatha-Christie-Klassikers.

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„Hundstage“ wurde 1975 mit Al Pacino in der Hauptrolle gedreht. Der Film wurde für insgesamt 6 Oscars nominiert, konnte die begehrte Auszeichnung jedoch lediglich in der Kategorie Bestes Originaldrehbuch (Frank Pierson) gewinnen.

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Peter Finch in „Network“ (1976). Das Drama wurde für 10 Oscars nominiert und konnte vier Statuetten einheimsen, darunter eine für Peter Finch, der posthum als Bester Hauptdarsteller ausgezeichnet wurde.

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„Equus – Blinde Pferde“(1977) mit Richard Burton und Peter Firth in den Hauptrollen wurde für drei Oscars nominiert.

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Diana Ross (in der Mitte) als Dorothy, Michael Jackson (rechts) als Vogelscheuche und Nipsey Russell (links) als Blechmann während der Dreharbeiten für „The Wiz“. Das 1978 entstandene Musical erhielt vier Oscarnominierungen.

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„Prince of the City – Die Herren der Stadt“ (1981) mit Treat Williams (hier mit Ron Karabatsos zu sehen) wurde für einen Oscar nominiert.

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Paul Newman in „The Verdict“ (1982). Das Gerichtssaaldrama wurde für fünf Oscars nominiert.

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Jeff Bridges und Jane Fonda spielten die Hauptrollen in „Der Morgen danach“ (1986). Der Thriller konnte eine Oscarnominierung einheimsen.

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Der leider viel zu früh verstorbene Jungstar River Phoenix spielte die Hauptrolle in „Die Flucht ins Ungewisse“ (1988). Das Drama erhielt zwei Oscarnominierungen.

• Sidney Lumet, amerikanischer Regisseur und Produzent, geboren am 25. Juni 1924; gestorben am 9. April 2011

Farley Granger 1925 - 2011

Mittwoch, 30. März 2011

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„You've been trying to get rid of me long enough.
Now I'll go you one better!"

- Guy Haines, “Strangers On A Train”

[„Sie haben lange genug versucht, mich loszuwerden. Jetzt werde ich noch eins draufsetzen.“]

Eizabeth Taylors größte Filmrollen - Ein Rückblick

Donnerstag, 24. März 2011

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Gestern verstarb mit Elizabeth Taylor die letzte große Diva des alten Hollywood. Obwohl ihr Privatleben sicherlich sehr fesselnd ist, wurde sie doch durch ihre Karriere vor der Kamera zum Star. Eine Best-of-Liste wäre in ihrem Fall sehr lang – von der gebrochenen Verführerin in „Suddenly Last Summer“ („Plötzlich im letzten Sommer“) über die unwiderstehliche Naive in „The Last Time I Saw Paris“ („Damals in Paris“) bis hin zur rauflustigen Katerina in „Taming of the Shrew“ („Der Widerspenstigen Zähmung“) und zu Maggie Simpson. Doch kein Überblick über Liz Taylors Karriere wäre vollständig ohne die Erwähnung ihrer folgenden darstellerischen Glanzleistungen:

National Velvet (Kleines Mädchen, großes Herz), 1944

Elizabeth Taylor war erst zwölf, als sie die Herzen in aller Welt mit ihrer Darstellung einer beherzten kleinen Reiterin im Sturm eroberte – trotz des starken britischen Akzents.

A Place in the Sun (Ein Platz an der Sonne), 1951

Als ultimative Traumfrau erringt Taylor das Herz von Montgomery Clift. Es kommt zurr Tragödie.

Cat on a Hot Tin Roof (Die Katze auf dem heißen Blechdach), 1958

Sexuelle Frustration sah nie erregender aus als in dieser klassischen Verfilmung des Dramas von Tennesse Williams. Für die meisten Leute ist und bleibt Taylor die ultimative Maggie Pollitt.

Butterfield 8 (Telefon Butterfield 8), 1960

Taylor gewann ihren ersten Oscar für ihre Darstellung eines „Partymädchen“, das in einer von Männern dominierten Welt nach ihren eigenen Regeln lebt.

Cleopatra, 1963

Das wahrhaft Interessante an diesem epischsten aller Epen ereignete sich abseits der Leinwand: die Taylor-Burton-Romanze, die zu tausend Schlagzeilen Anlass gab.

Who´s Afraid of Virginia Woolf? (Wer hat Angst vor Virginia Woolf?), 1966

Taylor erhielt überschwängliches Kritikerlob – und ihren zweiten Oscar - für ihre Darstellung einer Hälfte der ultimativen zerrütteten Ehe.

• Elizabeth Rosemond Taylor, Schauspielerin, geboren am 27. Februar 1932; gestorben am 23. März 2011

Elizabeth Taylor: Ein Leben in Bildern

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Zehn Photos, die einen der größten Filmstars der 50-e und 60-er Jahre in der Blüte ihres Lebens, aber auch in späteren Jahren zeigen, als sie sich trotz schwerer gesundheitlicher Probleme für verschiedene Anliegen (Kampf gegen AIDS, etc.) engagierte

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Die in Hampstead, Nord-London geborene Elizabeth Taylor übersiedelte schon als Kind nach Hollywood, wo sie im zarten Alter von neun Jahren ihr Spielfilmdebüt gab. Mit Filmen wie „Lassie Come Home“ („Heimweh“), „National Velvet“ („Kleines Mädchen, großes Herz“) und „Little Women“ („Kleine tapfere Jo“) wurde sie zum gefeierten Star.

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Taylor blieb in der Folge der Absturz, den die meisten Kinderstars erleben, erspart. Zu Beginn der 1960-er Jahre war sie der höchstbezahlte Star Hollywoods („Wenn jemand dumm genug ist, mir 1 Million Dollar zu zahlen, damit ich einen Film mache, „ sagte sie, „dann bin ich nicht so dumm, das abzulehnen“). Obendrein gewann sie Oscars in der Kategorie „Beste Hauptdarstellerin“ für ihre Rollen in „Butterfield 8“ („Telefon Butterfield 8“) und „Who´s Afraid of Virginia Woolf?“ („Wer hat Angst vor Virginia Woolf?“).

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Abseits der Kameras heiratete sie acht Mal (darunter zweimal denselben Mann – Richard Burton). Ihr erster Ehemann war der amerikanische Hotelerbe Conrad „Nicky“ Hilton. Es sollte für immer sein, doch die beiden ließen sich nach nicht einmal einem Jahr scheiden.

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Sie verband eine leidenschaftliche, lange währende Freundschaft mit Montgomery Clift, dem todgeweihten, gepeinigten Aushängeschild der Method School of Acting, mit dem sie erstmals bei „A Place in the Sun“ („Ein Platz an der Sonne“) zusammenarbeitete. Ihrer Meinung nach war Clift „der Schönste auf der Welt und mit Sicherheit einer ihrer besten Schauspieler.“

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Taylor verließ ihren vierten Ehemann Eddie Fisher (den sie Debbie Reynolds ausgespannt hatte), nachdem sie während der Dreharbeiten zu „Cleopatra“ eine Affäre mit Richard Burton angefangen hatte. „Ich kann mich kaum an Cleopatra erinnern“, sagte sie später. „Es passierten damals viele andere Dinge in meinem Leben.“ Ihre Beziehung war liebevoll, aber stürmisch. Sie waren zuerst von 1964 bis 1974 und dann noch einmal zwischen 1975 und 1976 verheiratet.

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In den 1980-er Jahren nahm sie immer weniger Filmrollen an. Nach dem Tod ihres Freundes Rock Hudson half sie bei der Gründung der American Foundation for Aids Research und rief später die Elizabeth Taylor Aids Foundation ins Leben.

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2005 zählte sie zu den glühendsten Verteidigerinnen und Unterstützerinnen von Michael Jackson, als er wegen des Verdachtes des Kindesmissbrauchs vor Gericht stand. Taylors Urteil: „Ich denke, er ist einer der anständigsten Menschen auf Erden und, nach meiner Einschätzung, der wahre König von Pop, Rock und Soul.“

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Eine der letzten großen Rollen hatte Liz Taylor, als sie in 1992 einen Gastauftritt in der Serie The Simpsons hatte und der bis dahin stummen Maggie in der Episode „Lisa´s First Word“ ihre Stimme lieh. Sie musste ihren Text („Daddy“) mehrmals aufnehmen, ehe die Produzenten zufrieden waren.

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Ihre mannigfaltigen gesundheitlichen Probleme lieferten der Klatschpresse reichlich Stoff. Sie hatte mit Krebs, Lungenentzündung und Herzproblemen zu kämpfen. Sie brach sich fünf Mal die Wirbelsäule und bekam auf beiden Seiten Hüftprothesen eingesetzt. In späteren Jahren war sie aufgrund fortgeschrittener Osteoporose an den Rollstuhl gefesselt.

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Elizabeth Taylor verstarb am 23. März 2011.

Michael Gough 1917-2011

Freitag, 18. März 2011

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„How ironic. Another day and I would have completed my tunnel.“ [„Wie ironisch. Noch ein Tag und ich hätte meinen Tunnel fertig gehabt.“]
                                                                - Dr Paul Flammond, Top Secret!

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Batman wird sich jetzt wohl einen neuen Butler suchen müssen…

Jane Russells Karriere in Bildern

Donnerstag, 3. März 2011

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Jane Russell, die Hollywood-Sirene der 1940-er und 1950-er Jahre, verstarb vor kurzem im Alter von 89 Jahren. Hier sind einige kurze Blicke auf die Höhepnkte ihrer Karriere, zu denen unter anderem „Geächtet“ und „Blondinen bevorzugt“ zählten

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Jane Russell steht im Badeanzug auf einigen Felsen am Strand von Kalifornien. (1942)

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Russell unterhält amerikanische Truppen und wird von ihnen gefeiert. (1942)

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Ein Publicity-Photo für den Film „The Outlaw“ („Geächtet“), der 1943 gedreht wurde, aber nach Problemen mit der Zensur erst 1946 in die Kinos kam. Dass er überhaupt von einem breiten Publikum gesehen werden konnte, war nicht zuletzt einer Aufsehen erregenden Werbekampagne von Howard Hughes, dem Regisseur des Streifens, zu verdanken.

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Jane Russell mit ihrem ersten Ehemann, dem American-Football-Spieler Bob Waterfield von den Cleveland Rams, beim Training der Rams.

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Russell posiert für die Künstlerin Zoë Mozert, die eine Kreidezeichnung für ihr berühmt-berüchtigtes Poster für „The Outlaw” anfertigt.

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Eine Werbeanzeige für „The Outlaw“, die 1946 in einer Zeitung in Los Angeles erschien. Hughes wurde vorgeworfen, mit seiner Werbekampagne für den Film die Regeln des Anstandes und des guten Geschmacks zu verletzen.

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Russell spielte 1948 mit Bob Hope in „The Paleface“ („Sein Engel mit den zwei Pistolen“).

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Ein Publicity-Photo aus dem Jahre 1950.

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Russell mit Hope und Bing Crosby während einer Probe für Hopes NBC-Radioshow. (Los Angeles, 1950)

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Russell mit Robert Mitchum in „His Kind of Woman“ („Ein Satansweib“) aus dem Jahre 1951.

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Russell frischt während einer Pause während der Publicity-Aufnahmen für „Gentlemen Prefer Blondes“ („Blondinen bevorzugt“) ihr Make-up auf. Neben ihr sitzt Marilyn Monroe und trinkt eine Cola. (1953)

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Russell, Charles Coburn und Monroe, „Gentlemen Prefer Blondes” (1953)

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Jane Russell umringt von einer riesigen Menschenmenge. (1954)

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Russell während A Special Tribute to Howard Hughes. (1977)

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Russell bei der 80. Oscarpreisverleihung im Jahre 2008.

* Jane Russell (Ernestine Jane Geraldine Russell), amerikanische Schauspielerin, geboren am 21. Juni 1921, verstorben am 28. Jänner 2011

Jane Russell, der Star aus Blondinen bevorzugt, im Alter von 89 Jahren verstorben

Dienstag, 1. März 2011

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Die Hollywood-Sirene wurde mit Howard Hughes´ Film „Geächtet“ („The Outlaw“) über Nacht berühmt

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Jane Russell, die Hollywood-Sirene der 1940-er und 1950-er Jahre, die neben Marilyn Monroe in „Blondinen bevorzugt“ („Gentlemen Prefer Blondes“) spielte, verstarb gestern im Alter von 89 Jahren. Ihrer Schwiegertochter Etta Waterfield zufolge erlag sie in ihrem Haus in Santa Maria, Kalifornien einer Atemwegserkrankung.

Russell wurde 1943 über Nacht berühmt, nachdem Howard Hughes, der exzentrische Milliardär, sie entdeckt und ihr die weibliche Hauptrolle in seinem kontroversen Western „Geächtet“ übertragen hatte. Der Film wurde berühmt und berüchtigt, weil die Zensur Anstoß an Russells Dekollete nahm und verhinderte, dass er groß in die Kinos kam. Webeplakate für den Streifen zeigten die Schauspielerin ausgestreckt auf einem Heuballen liegend. Der zweideutige Spruch dazu lautete: „How'd you like to tussle with Russell?“ (etwa: „Würden Sie sich gerne mit Russell balgen?“)

„Ja, Howard Hughes entwarf einen BH für mich. Oder er versuchte es zumindest. Und zwar einen dieser BHs mit nahtlosen Schalen, wie es sie heute gibt. Er war seiner Zeit voraus. Aber ich trug ihn in ‚The Outlaw’ nicht. Und das erfuhr er nie. Er hätte mir nie die Kleider ausgezogen, um nachzusehen…“, sagte Russell.

Der Film war bestimmend für eine Filmkarriere, die ganz auf ihre Figur und ihr Talent für die leichte Komödie baute. Russell trat in Dutzenden Filmen und Theaterproduktionen auf und veröffentlichte 1985 eine Autobiographie mit dem Titel „My Path and Detours“ („Mein Weg und meine Umwege“). Ihre größten Filmhits waren „Sein Engel mit den zwei Pistolen“ („The Paleface“) und „Blondinen bevorzugt“.

Nach den 1960-er Jahren drehte sie nur noch eine Handvoll Filme, blieb aber sehr aktiv in ihrer Kirchengemeinde, in Wohltätigkeitsorganisationen und einer lokalen Gesangsgruppe.

Erst vor wenigen Wochen ging es mit ihrer Gesundheit bergab, erzählte ihre Schwiegertochter Associated Press. „Sie sagte immer ‚Ich werde im Sattel sterben, ich werde nicht zu Hause sitzen und eine alte Frau werden.’“, sagte Waterfield. „Und genau das tat sie auch, sie starb im Sattel.“

Jane Russell wurde am 21. Juni 1921 in Bemidji, Minnesota als Ernestine Jane Geraldine Russell geboren. Ihre Mutter war Laienpredigerin. Russell führte schon sehr früh ein wildes Leben und gestand illegale Abtreibungen sowie Alkoholprobleme ein. Inm späteren Leben war sie eine überzeugte Republikanerin und Anführerin der Hollywood Christian Group.

„Heute bin ich eine abstinente, kleinliche, politisch rechts stehende, engstirnige, konservative christliche Fanatikerin, aber ich bin keine Rassistin“, sagte sie einmal. Gefragt, was sie von den heutigen liberalen Stars wie George Clooney und Sean Penn halte, meinte sie nur: „Ich denke, die sind nicht ganz gesund.“

Aufgrund ihrer Abtreibungen konnte sie keine Kinder mehr bekommen und entschloss sich, ein Kind zu adoptieren, was mit erheblichen Problemen verbunden war, weshalb sie die World Adoption International Agency gründete. Russell hinterlässt drei Kinder, sechs Enkelkinder und zehn Urenkel.

* Jane Russell (Ernestine Jane Geraldine Russell), amerikanische Schauspielerin, geboren am 21. Juni 1921, verstorben am 28. Jänner 2011

R.I.P. Tura Satana, Kult-Busenwunder und wunderschöne Action-Heldin

Montag, 7. Februar 2011

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Tura Satana, die wohlproportionierte Schauspielerin, exotische Tänzerin und Martial-Arts-Expertin, die vor allem für ihre Rollen in Russ Meyers Kultklassiker „Faster Pussycat! Kill! Kill!“ und dem Grindhouse-Science-Fiction-Film „Astro Zombies“ verstarb letzten Freitag an Herzversagen. Miss Santana war berühmt für ihren wie für Burlesque geschaffenen Körper – der ihr viele Verehrer einbrachte, darunter auch Elvis Presley, der für eine Nacht ihr Liebhaber war – und für ihre Vorliebe, auf der Leinwand tödliche Verführerinnen darzustellen. Ihrer Managerin Siouxhan Perry zufolge wurde Tura Satana 72 Jahre alt.

Maria Schneider R.I.P.

Freitag, 4. Februar 2011

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Maria Schneider

1952 - 2011

Sie wurde mit „Der letzte Tango in Paris“ weltbekannt und ging an diesem Ruhm zugrunde.

John Barry: Zehn der besten Stücke des jüngst verstorbenen Genies der Filmmusik (Ein Nachruf)

Mittwoch, 2. Februar 2011

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Bei der Oscar-Verleihung wird man ganz speziell des größten Musikers, der je in Hollywood gearbeitet hat, gedenken müssen. John Barry ging am Sonntag von uns und komponiert jetzt vermutlich im Himmel Fanfaren und andere herrliche Stücke. Er wurde 77 Jahre alt.

John Barry, ein munterer Geselle, der seine Kindheit und Jugend in Yorkshire und Lancashire verbrachte, hauchte im Laufe seiner langen Karriere mit seiner Musik so manchem Film Leben ein, gewann fünf Oscars und wurde für seine Leistungen von der englischen Königin mit dem OBE (Oder of the British Empire) ausgezeichnet. Ganz nebenbei übertraf er so ziemlich alle, die je eine Note für den Film komponierten. Zusammen mit Lalo Schifrin, John Williams und Ennio Morricone war er einer der wenigen, denen es gelang, auch über den Kreis der Filmliebhaber hinaus bekannt zu werden.

Berühmt sind vor allem seine Kompositionen für eine ganze Reihe von Bond-Filmen, aber auch seine Musiken für „Der mit dem Wolf tanzt“, „Midnight Cowboy“, „Die Tiefe“ und „Jenseits von Afrika“. Viele seiner Melodien werden noch lange weiterleben, weshalb es nur angebracht erscheint, uns mit seiner eigenen Musik von ihm zu verabschieden.

Ehe er eine Karriere als Komponist von Filmmusiken startete, feierte Barry mit seiner Beat-Jazz-Band The John Barry Seven Erfolge in den Popcharts.

Sein Ohr für eingängige Popmelodien sowie seine Jazz-Wurzeln sorgten dafür, dass seine Soundtracks mit ihren großartigen Themen und eingängigen, vom Beat vorwärts getragenen Stücken die meisten anderen überragten.

Mit ihm ist einer der talentiertesten Musiker der Gegenwart von uns gegangen.

Zu seinem Andenken hier zehn seiner besten Stücke:

Midnight Cowboy

Meiner bescheidenen Meinung nach ist „Midnight Cowboy“ John Barrys beste Filmmusik. Obwohl er wohl für alle Zeiten mit Bond assoziiert werden wird, zeigt gerade das Thema aus „Midnight Cowboy“ die ganze Bandbreite seiner Fähigkeiten. Diese Verbeugung vor dem Westen mit der einsamen, bittersüßen Mundharmonika verbunden mit einer der üppigsten und am wunderbarsten arrangierten orchestralen Begleitungen der Filmgeschichte ist wirklich kaum zu übertreffen.

Beat Girl (Hauptthema)

Der 60-er-Jahre-Exploitation-Film „Beat Girl“ wurde gedreht, um mit dem Beatnik-Phänomen groß abzukassieren. Gar kein Problem, denn seine Neigung, Stimmungen zu kreieren, und seine Vorliebe für Jazz machten Barry zum perfekten Mann, die Musik für eine Gruppe ausgeflippter junger Menschen zu komponieren.

Thema für „Die 2“ („The Persuaders“)

Ein weiteres klassisches Thema, diesmal für die Kult-Fernsehserie „Die 2“. Ein galoppierendes, geheimnisvolles Stück Musik wurde geschaffen, um der Serie mehr Spannung und vor allem Klasse zu verleihen.

Goldfinger

Vermutlich Barrys berühmtestes Werk. Goldfinger hätte durchaus von ihm selbst handeln können, denn er war ohne Zweifel der Mann mit dem Midas-Touch, wenn es darum ging, großartige Musik zu schaffen. Mehr braucht man dazu eigentlich nicht zu sagen. Hören Sie selbst…

Frei geboren – Königin der Wildnis

Gemeinsam mit Don Black (Text) schuf Barry möglicherweise den Soundtrack für die freie Natur und den Abenteuergeist schlechthin. Barry wurde für diese Filmmusik mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet.

Game of Death

Eine von Barrys weniger beliebten Filmmusiken, vor allem weil der Film selbst nur ein allzu offensichtlicher und unbedachter Versuch war, am Tod von Bruce Lee zu verdienen. Aber das macht Barrys Musik nicht schlechter. „Game of Death“ zeigt ihn von seiner pompösen Seite. Er schuf ein dramatisches Stück Musik angefüllt mit schwellenden Streicherklängen, ungestümen Bläsern und Synthesizern. Eines seiner besten Themen.

James Bond Thema

Es gab viel Streit und Spekulationen um Barrys Beteiligung am Entstehungsprozess des James-Bond-Themas – stammt es von ihm? Schmückte er Monty Normans Blechbläsermelodie nur (sehr gekonnt) aus? Wie dem auch sei, Barrys Mitwirkung kann und darf nicht unterschätzt werden, denn dies ist eines der berühmtesten Themen der Welt. Ein Argument für Barrys Beitrag ist…

Bee´s Knees

„Bee´s Knees“ wird oft als Werk angeführt, das deutlich zeigt, wie groß Barrys Einfluss auf die Entstehung des Bond-Themas gewesen sein muss. Viele Ideen, die in diesem tollen kleinen Beat-Track vorkommen, finden sich im Bond-Thema wieder, während Monty Normans Filmmusik für „Dr. No“, vom Thema einmal abgesehen, völlig anders klingt. Barrys Anteil an dem Stück machte es so unverwechselbar und magisch, daran kann kein Zweifel bestehen.

John Dunbar Thema (aus „Der mit dem Wolf tanzt“)

Kevin Costner und „Der mit dem Wolf tanzt“ mögen zwar nicht allen gefallen, aber die in diesem Film enthaltene Musik gehört mit zum Besten, das John Barry hervorbrachte.

We Have All The Time In The World

Womit sonst könnte man aufhören? Wir werden Dich vermissen, John!

• John Barry (Jonathan Barry Prendergast), Komponist und Songwriter, geboren am 3. November 1933; gestorben am 30. Jänner 2011

Susannah York - Ein Leben in Clips

Montag, 17. Januar 2011

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Susannah York, britischer Filmstar der 1960-er Jahre, verstarb vorgestern im Alter von 72 Jahren. Ein Rückblick auf ihre Karriere

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Susannah Yolande Fletcher kam 1939 im Londoner Stadtteil Chelsea zur Welt. Nachdem sie ihre Kindheit und Jugend größtenteils in Schottland zugebracht und an der Royal Academy of Dramatic Art studiert hatte, spielte 1960 sie in dem Highland-Armeedrama „Tunes of Glory“ („Einst ein Held“) ihre erste größere Filmrolle und im folgenden Jahr in Lewis Gilberts „The Greengage Summer“, ihre erste Hauptrolle, ein britisches Mädchen, das während des Urlaubs in Frankreich die Liebe und die Sexualität entdeckt. Ihre Assoziation mit freizügigen Themen setzte sich in „Freud“ fort, wo sie neben Montgomery Clift zu sehen war. Ihre Karriere erhielt durch den oscarprämierten Film „Tom Jones“ (1963), in dem York die einzig wahre Liebe von Albert Finneys Tom spielte, weiteren Aufschwung. Obwohl ihre Sophie weniger unzüchtig war als der Rest des Films, hatte sie viel Spaß, wie man im Trailer sehen kann.

Yorks Karriere florierte während der gesamten 60-er Jahre mit Rollen in „Sands of the Kalahari“ („Die Verdammten der Kalahari“), den Spionageabenteuern „Kaleidoscope“ („Der Gentleman-Zinker“) und „Sebastian“ („Der mysteriöse Mr. Sebastian“) sowie als Sir Thomas Mores Tochter in „A Man for All Seasons“ („Ein Mann zu jeder Jahreszeit“) im Jahre 1966. (Das war übrigens auch das Jahr, in dem sie die Geschichte von „Jackanory“ im Fernsehen erzählte und so ihre spätere Karriere als Kinderbuchautorin quasi vorwegnahm.) Ein Höhepunkt ihrer Karriere war „The Killing of Sister George“ („Das Doppelleben der Sister George“), Robert Aldrichs schwarze Komödie aus dem Jahre 1968, in der Beryl Reid das heilige Monster der leichten Unterhaltung spielte und York ihre Geliebte namens Childie spielte. Der folgende Clip zeigt den Moment, in dem Georges Macht über Childie zu schwinden beginnt.

Darauf folgten Rollen in viel Aufmerksamkeit erregenden Produktionen wie „Oh! What a Lovely War“ und „Battle of Britain“ („Luftschlacht um England“). York ließ die 1960-er Jahre mit einer Oscar-Nominierung und einer BAFTA-Auszeichung für ihre Rolle in Sydney Pollacks Tanzmarathondrama „They Shoot Horses, Don´t They?“ („Nur Pferden gibt man den Gnadenschuß“) ausklingen. Yorks Alice war eine angehende Schauspielerin und Rivalin von Jane Fondas Gloria. In der folgenden Szene nimmt die Erschöpfung der Teilnehmer tödliche Ausmaße an, worunter Alices Psyche sehr zu leiden hat.

York übernahm die Hauptrolle in einer TV-Verfilmung von „Jane Eyre“, was ihr eine Emmy-Nominierung einbrachte, und war dann neben Elizabeth Taylor in „Zee and Co.“ („X, Y und Zee“) in einer Rolle zu sehen, die ziemlich stark an Childie in „Sister George“ erinnerte. Außerdem wirkte sie in einer Adaption von kurt Vonneguts „Happy Birthday, Wanda June“ (1971) mit. Für ihre Rolle in Robert Altmans „Images“ („Spiegelbilder“) - sie spielte in dem Streifen eine Kinderbuchautorin, die mit den Folgen eines Nervenzusammenbruches fertig werden muss – wurde sie in Cannes mit dem Darstellerpreis ausgezeichnet. In der folgenden Szene harmoniert ihre Darstellung perfekt mit der Unheimlichkeit des Sounddesigns und der verstörenden Effekte.

Sie war neben Glenda Jackson in der Filmversion von Jean Genets „The Maids“ („Die Zofen“) zu sehen, einem weiteren Psychodrama um Identität und sexuelle Verdrängung – mit Sicherheit ein Projekt, das wenig dazu beitrug, ihre Aussichten im Mainstream-Kino zu verbessern. Hier sehen wir die beiden großartigen Darstellerinnen beim Spiel, wobei York gerade die Rolle der Hausherrin übernommen hat.

Gegen Ende der 1970-er Jahre wandte sich York – trotz ihrer Cameo-Auftritte als Supermans kryptonische Mutter – mehr und mehr der Bühne und dem Fernsehen zu und machte sich daran, eine Familie zu gründen. 1980 schrieb sie das Drehbuch für „Falling In Love Again“ („Midlife Crisis“), nachdem sie das Theaterstück inszeniert hatte, und in den 1990-er Jahren feierte sie auf der Bühne Erfolge, unter anderem mit der Royal Shakespeare Company (etwa in „The Merry Wives of Windsor“ und als Gertrude in „Hamlet“).

In jüngerer Vergangenheit spielte sie wiederkehrende Rollen in den Fernsehserien „Casualty“ und „Holby City“. Sie hatte eine erfüllte, nuancierte und immer berührende Karriere.

• Susannah York (Susannah Yolande Fletcher), Schausspielerin, gebornn am 9. Jänner 1939; gestorben am 15. Jänner 2011

„Bullitt“-Regisseur Peter Yates stirbt im Alter von 82 Jahren

Dienstag, 11. Januar 2011

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Der britische Regisseur von „Holiday für dich und mich“, „Vier irre Typen“ und dem Steve-McQueen-Klassiker „Bullitt“ verstarb nach langer schwerer Krankheit

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Peter Yates, der viermal für den Oscar nominierte britische Regisseur von „Bullitt“, „Vier irre Typen“ und „Ein ungleiches Paar“ verstarb nach langer Krankheit am 9. Jänner in London. Er wurde 82 Jahre alt.

Yates, ein Absolvent der Royal Academy of Dramatic Art, dessen erster Film als Regisseur das leichtgewichtige Cliff Richard and the Shadows-Vehikel „Summer Holiday“ („Holiday für dich und mich“) war, machte sich mit dem actionreichen Kriminalthriller „Robbery“ („Millionen-Raub“) aus dem Jahre 1967, einer Dramatisierung des großen Eisenbahnraubs, einen Namen. Hollywood rief und Yates´ erster amerikanischer Film, der Klassiker „Bullitt“ (1968), wartete gleich mit der ersten Autoverfolgungsjagd modernen Stils auf, wobei sich Steve McQueen, der Star des Films, während der langen Sequenz, in der sein Ford Mustang durch die Straßen von San Francisco rast und nur so um die Kurven schleudert, zumeist selbst am Steuer saß.

Die erste Oscar-Nominierung erhielt Yates 1979 für „Breaking Away“ („Vier irre Typen“), eine Geschichte über das Erwachsenwerden. Die Komödie über vier Teenager aus der Arbeiterklasse, die sich mit Studenten der lokalen Universität in einem Radrennen messen, wurde für insgesamt fünf Academy Awards nominiert, darunter für „Beste Regie“ und „Bester Film“, gewann jedoch lediglich einen für das Drehbuch. Vier Jahre später erhielt Yates´ Film „The Dresser“ („Ein ungleiches Paar“), eine Adaption des gleichnamigen Theaterstücks von Ronald Harwood über den persönlichen Assistenten eines alternden Schauspielers, neuerlich fünf Oscar-Nominierungen – darunter wieder in den Kategorien „Beste Regie“ und „Bester Film“.

Nach dem Erfolg von „Bullitt“ drehte Yates 1969 das schlecht aufgenommene romantische Drama „John and Mary“ mit Dustin Hoffman und Mia Farrow. Danach kehrte er mit „Murphy´s War“ („Das Wiegenlied der Verdammten“) wieder ins Actionfach zurück. In diesem Film aus dem Jahre 1971 spielte Peter O´Toole einen rachsüchtigen Matrosen der irischen Handelsmarine, der sich entschließt, ganz alleine die für den Tod seiner Schiffkameraden verantwortliche Besatzung eines deutschen U-Boote auszuschalten.

Zu Yates´ weiteren Filmen gehören „The Hot Rock“ („Vier schräge Vögel“), „For Pete´s Sake“ („Bei mir liegst du richtig“), „The Deep“ („Die Tiefe“), „Eyewitness“ („Der Augenzeuge“), „Krull“, „Eleni“, „Suspect“, „The House on Carroll Street“, „Year of the Comet“ („Das Jahr des Kometen“) und „Curtain Call“ („Untermieter aus dem Jenseits“).

• Peter James Yates, Filmregisseur und Produzent, geboren am 24. Juli 1929; gestorben am 9. Jänner 2011

Pete Postlethwaite 1946 - 2011

Dienstag, 4. Januar 2011

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„The Rex just fed, so he won't be hunting for a while.“

- Roland Tembo, „The Lost World: Jurassic Park“

(„Der Rex hat gerade gefressen. Deshalb wird er eine Weile nicht jagen.“)

Blake Edwards: Ein Leben in Clips

Sonntag, 19. Dezember 2010

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Blake Edwards, der Regisseur der „Rosaroter Panther“-Filme, verstarb im Alter von 88 Jahren. Ein Rückblick auf seine Karriere unter Einbeziehung von Videoclips

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Nicht viele angehende Drehbuchautoren schaffen es, die Massen so zu verstören, dass sie damit am nächsten Tag auf die Titelseite der New York Times kommen, aber genau das passierte, als Blake Edwards von Orson Welles persönlich ausgewählt wurde, um an dessen berühmt-berüchtigten Hörspiel „War Of The Worlds“ („Krieg der Welten“) aus dem Jahre 1938 mitzuarbeiten.

Doch erst das Fernsehen versetzte Edwards in die Lage, nach und nach einen eigenen unverkennbaren Stils zu entwickeln. Die NBC-Serie „Peter Gunn“ aus den späten 1950-er Jahren, die als Reaktion auf Mike Hammer, Sam Spade und unzählige andere Noir-Privatdetektive geschaffen wurde, sollte mehr oder weniger zur Geburtsstätte von Edwards´ Stil werden.

Raffiniert, wo seine Kollegen grob, und elegant, wo sie schmuddelig waren, so präsentierte sich Gunn – angetrieben von Henry Mancinis zeitloser Titelmusik – und war cooler, als allgemein erwartet wurde

Edwards zeichnete zwar nicht für das Drehbuch von „Frühstück bei Tiffany“ (1961) verantwortlich, doch der leichtfüßige Stil des Films war ganz ihm zu verdanken und Audrey Hepburn wäre ohne seine Regieanweisungen nicht halb die Ikone, die sei heute ist.

Ein Jahr später brachte Edwards „Days of Wine and Roses“ („Die Tage des Weines und der Rosen“) auf die Leinwand, einen schamlosen Schmachtfetzen über Alkoholismus, der Jack Lemmon und Lee Remick je eine Oscar-Nominierung einbrachte. Einmal mehr unterstützt von einem unvergleichlichen Soundtrack von Henry Mancini, ist der Film nach wie vor eines der wirkungsvollsten Argumente gegen den Alkoholismus – und überzeugte sogar Edwards selbst davon, mit dem Trinken aufzuhören.

Ein weiteres Jahr später hatte Edwards den ersten Film einer Serie geschrieben (gemeinsam mit Maurice Richlin) und inszeniert, die zu seinem Vermächtnis werden sollte. „The Pink Panther“ („Der rosarote Panther“) aus dem Jahre 1963 wurde als Ensemble-Gaunerkomödie geschaffen und baute ebenso auf die Fähigkeiten von David Niven und Robert Wagner wie auf die aller anderen. Aber es war Peter Sellers ´ grandiose Darstellung des Inspektor Clouseau, die dem Film und seine vielen, vielen Fortsetzungen den Stempel aufdrücken sollte.

Die erste der Fortsetzungen - „A Shot In The Dark“ („Ein Schuß im Dunkeln“) – ließ Blake Edwards das Potenzial des Clouseau-Charakters erkennen. Er schien genau zu wissen, wie viel Freiraum er Peter Sellers lassen konnte, ehe dessen Tollpatschigkeiten allzu ausschweifend wurden, und er führte mit dem verklemmten und letztendlich wahnsinnigen Charles Dreyfus (Herbert Lom) den perfekten Gegenspieler ein. Dies war ein Moment, den Edwards nie übertreffen sollte.

In den 1970-er Jahren wurde es etwas ruhiger um Edwards. Er drehte einige weniger bedeutende Filme sowie drei „Rosaroter Panther“-Fortsetzungen. Doch am Ende der Dekade lief er mit „10“ („10- die Traumfrau“) wieder zur Höchstform auf. Die turbulente Sexkomödie schaffte es irgendwie, Dudley Moore zu einem Mega-Star und sogar zu einem Pin-up zu machen.

„Victor/Victoria“ (1982) – ein Remake eines deutschen Films aus dem Jahre 1933 – bestätigte diese Rückkehr zu alter Form. Diese Kombination aus labyrinthartiger Farce, ambivalenter Sexualität, der Musik von Henry Mancini und der großartigen darstellerischen Leistung von Edwards´ Ehefrau Julie Andrews machte den Streifen zu einer Oscar-prämierten Tour de force und einem enormen Publikumshit, dass daraus bald ein mit dem Tony Award ausgezeichnetes Broadway-Musical wurde.

Von da an nahm die Qualität seiner Arbeiten ständig und unübersehbar ab. Ein kurzes, spätes Highlight war „Blind Date“ („Blind Date – Verabredung mit einer Unbekannten“) aus dem Jahre 1987 mit Bruce Willis und Kim Basinger in den Hauptrollen. Der Film bot Willis die perfekte Gelegenheit, einmal völlig auszurasten.

2004 erhielt Blake Edward endlich seinen Oscar. Es war nur ein Ehrenoscar, für den er auch noch eine fast schon ekelerregende Präsentation von Jim Carrey über sich ergehen lassen musste, aber der über Achtzigjährige beeindruckte alle mit seiner gekonnten Vorführung eines tödlich aussehenden Slapstick-Stunts.

• Blake Edwards (William Blake Crump), Filmregisseur, Drehbuchautor und Produzent, geboren am 26. Juli 1922; gestorben am 15. Dezember 2010