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Die große TV-Küsse-Montage

Montag, 14. Februar 2011

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Hoffentlich bringt Sie dieser romantische Clip in die richtige Stimmung für den heutigen Valentinstag.

Valentinstag - Zu viele Stars, zu wenige Lacher

Sonntag, 14. Februar 2010

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Originaltitel: Valentine´s Day
Herstellungsland: USA 2010
Regie: Garry Marshall
Drehbuch: Katherine Fugate
Darsteller: Jessica Alba, Kathy Bates, Jessica Biel, Bradley Cooper, Eric Dane, Patrick Dempsey, Hector Elizondo, Jamie Foxx, Jennifer Garner, Topher Grace, Anne Hathaway, Carter Jenkins, Ashton Kutcher, Queen Latifah, Taylor Lautner, George Lopez, Shirley MacLaine, Emma Roberts, Julia Roberts, Bryce Robinson, Taylor Swift

Garry Marshall, der nach dem Erfolg von „Pretty Woman“ die meiste Zeit damit verbracht hat, die Aschenputtel-Geschichte in immer neuen Variationen zu erzählen (man denke nur an „Plötzlich Prinzessin“), versucht sich einmal mehr an einer romantischen Komödie, dem Ensemblefilm „Valentinstag“. Passend zum Thema und zum „Feiertag“ ist der Streifen bis zum Rand gefüllt mit Klischees und so kitschig, dass man bisweilen meint, in einem Rosamunde-Pilcher-Paralleluniversum gefangen zu sein. Die Romantik, oder was manche darunter verstehen, kommt also nicht zu kurz. Doch eine romantische Komödie sollte per definitionem auch komisch sein. In dieser Beziehung lässt der Film einiges zu wünschen über.

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Ziemlich gegen Ende von „Valentinstag“ sorgt Larry Miller für einen Lacher, wenn er als Flughafenmitarbeiter seine schlechte Laune einem Kunden gegenüber zu rechtfertigen versucht, indem er erklärt: „Ich bin 52 und trage ein blaues Hemd zur Arbeit“.copyrightjps2010_2

Ha.

Zuvor bringt schon Taylor Lautner in der Rolle eines schüchternen Schüler die Zuschauer zum Lachen, wenn er, der muskelbepackte Traum aller Teenager aus „Twilight“, allen Ernstes behauptet, dass er sich bei dem Gedanken, sein Hemd in der Öffentlichkeit auszuziehen, nicht ganz wohl fühlt.

Haha.

Das sind die Gags, liebe Freunde.

Beide.

Mit Stars geizt „Valentinstag“ hingegen ganz und gar nicht. Dem Riesenensemble gehört so ziemlich jeder Schauspieler an, der je in einem Film von Garry Marshall mitgespielt oder auch nur einen im Fernsehen gesehen hat.

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Julia Roberts ist der Superstar in diesem Streifen, aber daneben sind auch noch Anne Hathaway, Jennifer Garner, Jamie Foxx, Shirley MacLaine, die beiden Jessicas Alba und Biel sowie die beiden Ärzte McDreamy und McSteamy mit von der Partie. Und Julias Nichte Emma Roberts, die mit ihrer natürlichen Ungezwungenheit besonders positiv überrascht.

Das ist keine Besetzungsliste, das ist ein Telefonbuch.

Leider nimmt sich der Film nicht die Zeit, bei irgendeiner der Figuren länger zu verweilen. Es ist eine Art „Er steht einfach nicht auf Dich und Dich, und Dich, und ganz besonders Dich“, mit Wendungen, die sich übereinander aufschichten wie Autos bei einer Massenkarambolage.

Hathaway ist eine unterbeschäftigte Schauspielerin, die ihr Einkommen mit Telefonsex aufbessert. Jennifer Garner ist eine Lehrerin, die ihren Freund unwissentlich mit einer anderen teilen muss und nicht bemerkt, dass ihr bester Freund Ashton Kutcher sie liebt. Julia Roberts sitzt im Flugzeug. Jamie Foxx arbeitet fürs Fernsehen.

Der Film hängt an der Herz-Lungen-Maschine.

Marshall, der seine Karriere in den 60-er Jahren bei einigen der erfolgreichsten Sitcoms begann, beweist hier wenig Gespür für Humor und Timing. Vieles wirkt als wäre es von einem besseren Film übrig geblieben.

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Einige Darsteller können hingegen voll und ganz überzeugen. Neben der bereits erwähnten Emma Roberts vor allem Jessica Biel, die mit ihrem sympathischen riesigen Lächeln einmal mehr beweist, dass sie über beträchtliches komödiantisches Talent verfügt und meist viel besser ist als die Rollen, die ihr angeboten werden.

Garner verfügt noch immer über den Charme, der „Alias“ so sehenswert gemacht hat, und Hathaway mausert sich langsam zu einer ernstzunehmenden Schauspielerin, die mit viel Einfühlungsvermögen auch vielschichtigere Charaktere mit Leben zu erfüllen vermag.

Und ja, der Umstand, dass die Taylors Swift und Lautner – die beiden waren zum Zeitpunkt der Dreharbeiten bekanntlich ein Paar – gemeinsam auf der Leinwand zu sehen sind, hat sicher auch einen gewissen Small-Talk-Wert.

Aber das ist es dann auch schon. Die kleine, zuckersüße Jessica Alba scheint nur daran interessiert zu sein, Rosario Dawsons Rekord für die meisten schlechten Filme im Laufe einer Karriere zu übertreffen. Swifts Filmdebüt ist noch enervierender als ihre Gesangsdarbietung bei den Grammys.

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Und Kutcher? Mein Rat: Hör für einen Moment auf zu twittern und kämm Dir die Haare aus dem Gesicht. Du bist immerhin schon 32, also lass diese Faxen.

Zu den wenigen Pluspunkten von „Valentinstag“ gehört, dass auch eine homosexuelle und eine gemischtrassige Romanze gezeigt werden; Abzüge in der B-Note gibt es hingegen für die billigen Gags mit „lustigen“ Akzenten.

„Valentinstag“ ist ein stromlinienförmiges Produkt, das wirklich niemanden verschrecken kann. In dem ganzen Film findet sich nichts Reales – und mit Sicherheit keine Überraschungen. (Wenn Sie die Wendung in der Julia Roberts/Bradley Cooper Sitznachbarn-im-Flugzeug-Geschichte nicht schon von weitem kommen sehen, dann sind Sie wahrscheinlich schon eingeschlafen.) Und die Gags? Bei einem Eintrittspreis von €10 kostet jeder €5.

„Valentinstag“ wird aller Wahrscheinlichkeit nach dennoch Millionen einspielen, allein schon aufgrund der Besetzung. (Eine Art Fortsetzung wurde bereits angekündigt. Der Film soll – Überraschung, Überraschung! – „New Year´s Eve“ heißen.) Und der Starttermin schadet sicher auch nicht. Ich kenne viele nette Leute, die an diesem Wochenende unbedingt eine gelungene romantische Komödie sehen wollen.

Und das werden sie auch noch wollen, nachdem sie „Valentinstag“ gesehen haben.

Fazit: Trotz der beeindruckenden Besetzung ein durch und durch missglückter Film. Viel zu viele Handlungsstränge wurden hier zusammengemixt, sodass das fertige Werk wirkt, als hätte man ein dutzend Folgen von „Love Boat“ wahllos ineinander geschachtelt, weshalb man bald innerlich abschaltet. Weniger wäre mehr gewesen. Ein Film ausschließlich für hartgesottene Kitschliebhaber.

 

Die 5 besten romantischen Komödien

Samstag, 13. Februar 2010

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meg_ryan Ahhh, Valentinstag. In Kürze ist es wieder einmal so weit. Sie werden sie sehen, wie sie an einem romantischen Tisch für zwei in irgendeinem teuren Restaurant sitzen, gedankenverloren ins Leere starren und überlegen, ob sie die Frage aller Fragen stellen sollen, nur um das unerträgliche Schweigen zu beenden.

Dann heiraten sie. Er lässt sich in seiner Rede über ihr wunderschönes Aussehen aus, ohne auch nur für einen Moment das Bedürfnis zu verspüren, sie anzusehen, während sie mit geziertem Lächeln daneben sitzt.copyrightjps2010_2

Danach werden sie vielleicht einmal pro Woche einen „romantischen“ Abend verbringen, der mit unbeholfenen sexuellen Verrenkungen endet, die irgendwann zur Geburt eines Kindes führen. Und dieses Kind wird es dann zu Ruhm und Reichtum bringen, weil es so ein schönes Happy End gibt.

Der Abspann läuft.

Hier nun einige weitere großartige romantische Komödien, die es tatsächlich zu Filmehren gebracht haben…

Und täglich grüßt das Murmeltier

Bill Murray hat einige tolle Filme gedreht. Da ist der eine über Golf, dann noch der, in dem er einen wirklich gelangweilten Schauspieler gibt, der mit sich selbst wettet, ob es ihm gelingen wird, das prätentiöse Mädchen, das auf der Suche nach der inneren Großartigkeit durch Japan streift, zu verführen, indem er einige Zeilen aus „Dawson´s Creek“ zitiert. Dann ist da noch „Ghostbusters“. „Und täglich grüßt das Murmeltier“ darf in dieser Aufzählung natürlich ebenfalls nicht fehlen. Es ist ein hervorragender Film, in dem Bill Murray denselben Tag immer und immer wieder durchlebt, bis er endlich Andie McDowells volle Brüste begrapschen darf. Es passt zum Inhalt, dass der Film so gut ist, dass man ihn ruhig mehrmals ansehen kann.

Der Prinz aus Zamunda

Die Botschaft dieses Filmes könnte man in etwa mit „Geld ist nicht alles“ oder „Es sind die inneren Werte, die zählen“ umschreiben. Und trotzdem würde Eddie Murphys Scharade – er spielt einen afrikanischen Prinzen, der vorgibt, mittellos zu sein, um eine Dame zu erobern – im realen Leben nicht den gewünschten Erfolg bringen. Denken Sie einmal darüber nach: Wie oft haben Sie schon einen Obdachlosen dabei beobachtet, wie er in einem Hauseingang ein Supermodel küsst? Vielleicht zwei Mal? Drei Mal, wenn Sie ganz scharf nachdenken? So etwas passiert äußerst selten. Dennoch ist „Der Prinz aus Zamunda“ ein berührender Film, und wahrscheinlich der letzte gute Streifen, in dem Eddie Murphy mitgespielt hat. Außer man berücksichtigt den über die fetten Leute, die alle fett sind.

Chasing Amy

Dies ist ein Film für all die unglücklichen Romantiker, die erst beim dritten Date bemerken, dass die bärtige Frau im Arbeitskittel, die ihnen gegenübersitzt, tatsächlich eine Lesbe ist. Es ist immer ein gewaltiger Tritt in die Eier, wenn das passiert. In „Chasing Amy“ ist die Lesbe so etwas wie eine optische Täuschung, denn auf den ersten Blick wirkt sie erstaunlich heterosexuell. Deshalb macht sich Ben Affleck auch Hoffnungen. Sie lesen richtig: „Ben Affleck“. Er spielt mit, und der Film ist bemerkenswert, weil er mitspielt, aber trotzdem verspürt man nie den Wunsch, auf die Straße zu laufen und wahllos Passanten niederzuschlagen. Allein schon aus diesem Grund sollten Sie sich diesen Film anschauen. Jason Lee, der - wie Tom Cruise - glaubt, dass manche Menschen in Wahrheit Echsen sind, ist ebenfalls mit von der Partie.

Der Stadtneurotiker

Niemand kann ernsthaft behaupten, romantische Komödien zu lieben, ohne wenigstens zwanzig Filme von Woody Allen gesehen zu haben. Die Handlung ist eigentlich immer dieselbe – ein Mann, der gerade eine Panikattacke durchmacht, verliebt sich in eine schöne Frau, die Bücher liest, woraufhin die ganze Welt über ihm zusammenstürzt. In „Der Stadtneurotiker“ macht ein kleiner Mann lustige Bemerkungen über sexuelle Unzulänglichkeiten; seine Angebetete verguckt sich in einen Dichter/Musiker aus dem Village; er dreht langsam durch; sie sagt, dass es ihr leid tut, aber sie hat sich weiterentwickelt; er fragt, ob sein ununterbrochenes Fragen dazu geführt hat; sie gesteht ein, dass dies der Fall sein könnte; er fragt sie, was sie damit meint; sie fragt sich, worauf er hinaus will; er weißt sie auf die Schwächen des anderen Kerls hin; sie sagt, dass genau dieses Verhalten seinerseits das Problem ist; er weiß nichts zu erwidern; sie erklärt, dass sie sein ständiges Gejammer nicht länger ertragen kann; er jammert darüber. Das Ende. Brillant.

Harry und Sally

Wenn Sie sich nur einen einzigen Film ansehen, in dem Meg Ryan in einem Restaurant vortäuscht, das weibliche Äquivalent eines männlichen Orgasmus zu haben, ehe eine ältere Dame an einem anderen Tisch recht witzig bemerkt, sie möchte das Gleiche essen, dann sollte dieser Film „Harry und Sally“ sein. In der männlichen Hauptrolle ist Billy Crystal zu sehen, kurz bevor er peinlich wurde, und auch Prinzessin Leia ist mit dabei. In der Geschichte geht es darum, dass Männer und Frauen nicht einfach nur Freunde sein können, ohne früher oder später miteinander ins Bett zu gehen, was ein ziemlicher Schock für all die Frauen im Leben von Philipp Seymour Hoffman sein dürfte. Nur so als Beispiel.