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Josh Duhamel macht bei New Year´s Eve mit

Freitag, 28. Januar 2011

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josh-duhamel Die Macher von Amerikas bestem Film, der noch im Entwicklungsstadium befindliche Fortsetzung von „Valentinstag“ mit dem originellen Titel „New Year´s Eve“ (wann wird wohl „Easter“ folgen?), konnten einen weiteren prominenten Darsteller für ihre Episodenromanze verpflichten. Josh Duhamel, ein Schauspieler, der so vollständig in jeder seiner Rollen aufgeht, dass die Leute, wenn sie ein Bild von ihm sehen oder seinen Namen hören, nur fragen: „Wer?“ (das ist doch der Grund, warum sie diese Frage stellen, nicht wahr?), wird fröhlich neben Robert De Niro, Michelle Pfeiffer, Hilary Swank, Halle Berry, Sofia Vergara, Abigail Breslin, Sarah Jessica Parker, Sienna Miller, Jessica Biel und Ashton Kutcher herumhüpfen. (Ich habe absichtlich die beiden besten Schauspieler für den Schluss aufgehoben.) Aber wer wird seine Partnerin in dieser kleinen romantischen Geschichte sein? Nun, es muss jemand sein, der seinem elektrisierenden Tatendrang Paroli bieten kann. Wie wäre es mit einem Besenstil mit Perücke? Das würde perfekt passen!

Das A-Team – Der Film (Review)

Samstag, 14. August 2010

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Dieses Team verdient es nicht, nochmals zusammengerufen zu werden

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Originaltitel: The A-Team
Herstellungsland: USA 2010
Regie: Joe Carnahan
Drehbuch: Joe Carnahan, Brian Bloom, Skip Woods, basierend auf der Fernsehserie von Frank Lupo und Stephen J. Cannell
Darsteller: Liam Neeson, Bradley Cooper, Jessica Biel, Quinton ‚Rampage’ Jackson, Sharlto Copley, Patrick Wilson, Gerald McRaney, Henry Czerny, Brian Bloom, Maury Sterling

So leblos und unnötig die Filmversion von „Das A-Team“ auch sein mag, es hätte noch schlimmer kommen können. Bradley Cooper hätte sein Hemd anbehalten können. Er spielt einen gesuchten Army Ranger namens Face. Aber ich bin mir sicher, er würde auch auf Pecs (Brustmuskeln), Tooth (Zahn) oder Fake Tan (Künstliche Bräune) hören. Cooper verbringt ein Gutteil des Filmes damit, für die Vorteile des Heimtrainers und gute zahnärztliche Arbeit zu werben. Er ist jedoch nicht interessant genug, um das Positive an diesem Remake der Fernsehserie aus den 1980-er Jahren zu sein.

Wie Chris Evans, Gerard Butler und Ashton Kutcher nimmt sich auch Cooper selbst zu wenig ernst, als dass ihn das Publikum ernst nehmen könnte. Er gleitet auf der Oberfläche seiner Filme dahin. Hier darf er sein enormes Grinsen aufblitzen lassen, während er von einem Panzer aus schießt, der vom Himmel fällt. Das ist eine dämliche Szene, und obwohl gerade die Saison für solchen Nonsens ist, geht die Aufregung, die dadurch vermittelt werden soll, in einem Feuerwerk an schlechten Schnitten und einem Plot, für den man sich nicht einmal begeistern könnte, hätte man selbst das Drehbuch geschrieben, unter.

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Face, Hannibal (Liam Neeson), B. A. (Quinton „Rampage“ Jackson) und Murdock (Sharlto Copley) sind Army Ranger, die Opfer eines hinterhältigen Spieles werden, bei dem es um Druckplatten für US-amerikanisches Geld geht. Sie werden zu langen Haftstrafen verurteilt, brechen aus und versuchen alles, sich von den Anschuldigungen reinzuwaschen, wobei im Laufe des Films jede Menge deutsches Eigentum und Unmengen von Containern im Hafen von Los Angeles in Schrott verwandelt werden.

Jessica Biel ist mit von der Partie als Exfreundin von Face und Agentin, die ihn und seine Crew ausfindig machen soll. Sie überzeugt nur, wen sie mental in Coopers ozeanblauen Augen schwimmt. Dies ist ein Film, der ohne weiteres damit durchkommen können, nur ganz wenig Sinn zu machen, hätte er nur mehr Superkräfte oder Superstars zu bieten. Neeson zählt in dieser Beziehung nicht wirklich, weil er den Fehler gemacht hat, tatsächlich schauspielerisch überzeugen zu wollen. Sein Vortag über Gandhi trieb mir aus den gänzlich falschen Gründen Tränen in die Augen. Die übrigen rollen in diesem Streifen werden von anonym aussehenden Männern in Anzügen und Uniformen ausgefüllt, von denen einer von Patrick Wilson gespielt wird. Coopers Mitwirken macht seines überflüssig. Diese beiden Darsteller sind einander einfach zu ähnlich, als dass sie durch denselben Film stolpern sollten.

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Regisseur Joe Carnahan („Narc“, „Smokin´Aces“) liefert teuer aussehende, schlampig umgesetzte Action-Sequenzen, die deutlich hinter dem gewohnten Standard cineastischer Zerstörungswut zurückbleiben. Er hätte interessanteres Personal bereitstellen können und sollen, um ein wenig über dieses Abhaken einer Checklist hinwegzutrösten. Quinton „Rampage“ Jackson, ein in verschiedenen Kampfsporttechniken bewanderter Profikämpfer, ist gar nicht einmal so schlecht als Mann fürs Grobe, der den Pazifismus für sich entdeckt. Er hat jedoch einen schweren Stand, denn gegen Mr. T kommt wohl keiner so leicht an. Und Copley, ein Südafrikaner, der den trotteligen Polizisten in „District 9“ spielte, ist leidlich amüsant, aber er würde wahrscheinlich einen ganzen Film für sich alleine brauchen, um sich uns zu erklären. Cooper versucht sich an der sachkundigen Oberflächlichkeit von Robert Downey Jr. Aber das lässt einen nur die erste Stunde von „Iron Man 2“ vermissen.

Es besteht ein auf der Hand liegendes Risiko für jeden etablierten Star, wenn er sich auf so einen derartigen Mist einlässt: Was ist, wenn der Mist ein Riesenerfolg wird? Wäre ein Leonardo DiCaprio wirklich gerne verpflichtet, in „Das A-Team 6“ mitzuspielen? Carnahan schrieb das Drehbuch zusammen mit Skip Woods und dem Schauspieler Brian Bloom (der jene Sorte von 08/15-Bösewicht spielt, die Steven Seagal zumeist erst nach 90 Minuten töten konnte). Diese Herren machen keinen Film, sie machen ein Franchise. Die einzelnen Episoden müssen für sich genommen nicht länger Sinn machen. Die letzte Szene muss nur in Richtung einer künftigen Fortsetzung zwinkern (oder grinsen) – wie ein Comicbuch oder eine Fernsehserie.

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Als die Serie „Das A-Team“ Mitte der 1980-er Jahre auf NBC ausgestrahlt wurde, holte sie das Maximum aus einer mittelmäßigen Situation heraus. Die Show bot George Peppard eine Plattform für sein gutes Aussehen, seinen Elan und sein großtuerisches Auftreten. Er durfte hart, grauhaarig und ein Macho sein, ohne allzu verbittert zu wirken, weil eine Karriere, die ihn in den 1950-er und 1960-er Jahren beinahe zum ganz großen Filmstar gemacht hätte, mit einer Serie zu Ende geht, die im Wesentlichen von Vietnamveteranen handelt, die gezwungen sind, sich als Söldner zu verdingen. Peppard kam sehr gut aus mit seinen Mitsoldaten, einer liebenswerten Gruppe nahezu unbekannter Schauspieler - Dirk Benedict, Dwight Schultz, Mr. T.

Die Serie brachte es auf vier Staffeln und machte Mr. T zu einem Kultstar. Sie unterschied sich jedoch nur geringfügig von anderen mittelprächtigen Action-Abenteuer-Detektiv-Militär-Serien jener Zeit – „Die Fälle des Harry Fox“, „Ein Fall für Professor Chase“, „Airwolf“, „MacGyver“, „Stingray“, „Trio mit vier Fäusten“, „Ein Colt für alle Fälle“. Sind dies Erinnerungen, die wir noch einmal erleben möchten, wenn auch nur zum Spaß? Wenn man die giftigen Reaktionen auf die „MacGyver“-Parodie „MacGuber“ bedenkt, kann die Antwort nur nein lauten. Wie es scheint, war einmal schon mehr als genug.

Fazit: Lautstärke und rasante Schnitte können das Fehlen einer geschichte nicht wettmachen. Auch die darsteller bleiben eher blass. Dennoch ein Spur sympathischer als so manch anderes Actionspektakel dieses Sommers.

Easy Virtue (2008) - Eine unmoralische Ehefrau

Mittwoch, 23. Juni 2010

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Eine schlüpfrige Reise in die Roaring Twenties

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Originaltitel: Easy Virtue
Herstellungsland: UK 2008
Regie: Stephan Elliott
Drehbuch: Stephan Elliott, Sheridan Jobbins, basierend auf dem Theaterstück von Noël Coward
Darsteller: Jessica Biel, Ben Barnes, Colin Firth, Kristin Scott Thomas, Kimberley Nixon, Katherine Parkinson, Kris Marshall

„Easy Virtue“ basiert auf einem Theaterstück von Noël Coward aus dem Jahre 1925, und der Film müht sich redlich, seine schwerelosen und geistreichen Scherze ins 21.Jahrhundert herüberzuretten. Dieses Bemühen ist erkennbar, aber nicht so deutlich, wie man annehmen könnte; falls es Ihnen gelingen sollte, den auf geradezu lächerliche Weise überbordenden Soundtrack zu ignorieren – ein großes Falls -, dann ist der Streifen eine vergnügliche Spielerei. Dennoch könnten Uneingeweihte zu der Überzeugung gelangen, sie seien in eine satirische Version von „Abbitte“ gestolpert.

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Jessica Biel spielt eine amerikanische Pilotin, die den englischen Landadel in helle Aufregung versetzt. Ihre Figur, Larita, hat einen jungenhaften feinen Pinkel namens John Whittaker (Ben Barnes, Prinz Kaspian im letzten „Narnia“-Streifen) geheiratet. Zu beginn des Filmes erscheint sie auf dem Landsitz seiner Eltern ein wie eine glitzernde Besuchern vom Mars.

Mama ist alles andere denn erfreut. Mrs. Whittaker (Kristin Scott Thomas) herrscht über das Haus mit eiserner Hand und kann es gar nicht leiden, wenn forsche Geschiedene ihr widersprechen - und mögen diese auch noch so bezaubernd sein. Ihr Ehemann (Colin Firth), ein abgehalfterter Armeeoffizier, der noch immer darunter leidet, dass er im Ersten Weltkrieg seine gesamte Einheit verloren hat, hält Larita für das Beste, das ihnen in den letzten Jahren widerfahren ist. Und dann gibt es da noch zwei Töchter, die untersetzte (Katherine Parkinson als Marion) und die flatterhafte (Kimberley Nixon als Hilda).

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Es entwickelt sich so etwas wie eine Herrschaft/Dienerschaft-Komödie, denn die Amerikanerin versteht sich blendend mit dem zynischen Butler (Kris Marshall) der Familie, aber im wesentlichen dreht sich alles in „Easy Virtue“ um den Konflikt zwischen Mutter und Schwiegertochter und die Pracht des authentisch anmutenden Produktionsdesigns. Besonders die Kostüme stellen alles in den Schatten; eine Aufnahme von Biel in einem durchscheinenden weißen Kleid ist so atemberaubend, dass sie in einer späteren Szene wiederholt wird.

Unter der Regie von Stephan Elliott, der zuvor unter anderem für die Cross-Dresser-Komödie „Priscilla – Königin der Wüste“ und den verrückten Nonsens-Thriller „Das Auge“ verantwortlich zeichnete, findet „Easy Virtue“ nie wirklich einen Rhythmus. Eine Szene, in der Lapita unabsichtlich den Schoßhund der Familie tötet, ist als schwungvolle Farce inszeniert; die Rückblenden zu den Kriegstragödien des Vaters lassen mehr Schwermut aufkommen, als der Film vertragen kann. Eine Nebenhandlung, in der es um das Liebäugeln des reichen Nachbarn (Christian Brassington) mit Mrs. Whittaker und die seit langem im Verborgenen glühende Leidenschaft seiner Tochter für John geht, verläuft mehr oder weniger im Sand.

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Jessica Biel ist, allen Bemühungen zum Trotz, der hier an sie gestellten Aufgabe nicht gewachsen. Ihre Darstellung der freigeistigen Amerikanerin erschöpft sich im Grunde darin, dass sie wagemutig eine Zigarette nach der anderen raucht. Die Schauspielerin möchte endlich von ihrem Image als WB-Jugendheldin wegkommen, und bisweilen, etwa in „The Illusionist“ oder dem wenig beachteten Irakkrieg-Drama „Home of the Brave“, gelingt es ihr fast. Es lässt sich jedoch nicht ignorieren, dass sie als Jazzbaby der Roaring Twenties fundamental fehlbesetzt ist. Biel fehlt das Ironie-Gen – beißender Witz ist einfach nicht ihr Ding -, und ohne Ironie wird Noël Coward schal. Grandioses Dekor, und nichts dahinter.

Was bleibt, ist eine großartige darstellerische Leistung von Kristin Scott Thomas als Matriarchin, die verzweifelt versucht, alles und jeden zu kontrollieren, und die verblüffend verschrobene Filmmusik von Stephen Endelman, der frenetischen 20-er-Jahre-Jazz mit solchen Kuriositäten wie einer Dixieland-Version des Discofilm-Klassikers „Car Wash“, die während einer Szene mit einem Traktor erklingt, mischt. Der Abspann wird von einem Hotcha-Remake von Billy Oceans When the Going Gets Tough, the Tough Get Going” untermalt. Zu diesem Zeitpunkt sind die Harten aber sicher schon nach Hause gegangen.

Fazit: Eine leichtgewichtige Liebeskomödie für laue Sommerabende, die immerhin mit einem ausgefallenen Soundtrack und schönen Kostümen aufwarten kann.

 

Valentinstag - Zu viele Stars, zu wenige Lacher

Sonntag, 14. Februar 2010

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Originaltitel: Valentine´s Day
Herstellungsland: USA 2010
Regie: Garry Marshall
Drehbuch: Katherine Fugate
Darsteller: Jessica Alba, Kathy Bates, Jessica Biel, Bradley Cooper, Eric Dane, Patrick Dempsey, Hector Elizondo, Jamie Foxx, Jennifer Garner, Topher Grace, Anne Hathaway, Carter Jenkins, Ashton Kutcher, Queen Latifah, Taylor Lautner, George Lopez, Shirley MacLaine, Emma Roberts, Julia Roberts, Bryce Robinson, Taylor Swift

Garry Marshall, der nach dem Erfolg von „Pretty Woman“ die meiste Zeit damit verbracht hat, die Aschenputtel-Geschichte in immer neuen Variationen zu erzählen (man denke nur an „Plötzlich Prinzessin“), versucht sich einmal mehr an einer romantischen Komödie, dem Ensemblefilm „Valentinstag“. Passend zum Thema und zum „Feiertag“ ist der Streifen bis zum Rand gefüllt mit Klischees und so kitschig, dass man bisweilen meint, in einem Rosamunde-Pilcher-Paralleluniversum gefangen zu sein. Die Romantik, oder was manche darunter verstehen, kommt also nicht zu kurz. Doch eine romantische Komödie sollte per definitionem auch komisch sein. In dieser Beziehung lässt der Film einiges zu wünschen über.

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Ziemlich gegen Ende von „Valentinstag“ sorgt Larry Miller für einen Lacher, wenn er als Flughafenmitarbeiter seine schlechte Laune einem Kunden gegenüber zu rechtfertigen versucht, indem er erklärt: „Ich bin 52 und trage ein blaues Hemd zur Arbeit“.copyrightjps2010_2

Ha.

Zuvor bringt schon Taylor Lautner in der Rolle eines schüchternen Schüler die Zuschauer zum Lachen, wenn er, der muskelbepackte Traum aller Teenager aus „Twilight“, allen Ernstes behauptet, dass er sich bei dem Gedanken, sein Hemd in der Öffentlichkeit auszuziehen, nicht ganz wohl fühlt.

Haha.

Das sind die Gags, liebe Freunde.

Beide.

Mit Stars geizt „Valentinstag“ hingegen ganz und gar nicht. Dem Riesenensemble gehört so ziemlich jeder Schauspieler an, der je in einem Film von Garry Marshall mitgespielt oder auch nur einen im Fernsehen gesehen hat.

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Julia Roberts ist der Superstar in diesem Streifen, aber daneben sind auch noch Anne Hathaway, Jennifer Garner, Jamie Foxx, Shirley MacLaine, die beiden Jessicas Alba und Biel sowie die beiden Ärzte McDreamy und McSteamy mit von der Partie. Und Julias Nichte Emma Roberts, die mit ihrer natürlichen Ungezwungenheit besonders positiv überrascht.

Das ist keine Besetzungsliste, das ist ein Telefonbuch.

Leider nimmt sich der Film nicht die Zeit, bei irgendeiner der Figuren länger zu verweilen. Es ist eine Art „Er steht einfach nicht auf Dich und Dich, und Dich, und ganz besonders Dich“, mit Wendungen, die sich übereinander aufschichten wie Autos bei einer Massenkarambolage.

Hathaway ist eine unterbeschäftigte Schauspielerin, die ihr Einkommen mit Telefonsex aufbessert. Jennifer Garner ist eine Lehrerin, die ihren Freund unwissentlich mit einer anderen teilen muss und nicht bemerkt, dass ihr bester Freund Ashton Kutcher sie liebt. Julia Roberts sitzt im Flugzeug. Jamie Foxx arbeitet fürs Fernsehen.

Der Film hängt an der Herz-Lungen-Maschine.

Marshall, der seine Karriere in den 60-er Jahren bei einigen der erfolgreichsten Sitcoms begann, beweist hier wenig Gespür für Humor und Timing. Vieles wirkt als wäre es von einem besseren Film übrig geblieben.

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Einige Darsteller können hingegen voll und ganz überzeugen. Neben der bereits erwähnten Emma Roberts vor allem Jessica Biel, die mit ihrem sympathischen riesigen Lächeln einmal mehr beweist, dass sie über beträchtliches komödiantisches Talent verfügt und meist viel besser ist als die Rollen, die ihr angeboten werden.

Garner verfügt noch immer über den Charme, der „Alias“ so sehenswert gemacht hat, und Hathaway mausert sich langsam zu einer ernstzunehmenden Schauspielerin, die mit viel Einfühlungsvermögen auch vielschichtigere Charaktere mit Leben zu erfüllen vermag.

Und ja, der Umstand, dass die Taylors Swift und Lautner – die beiden waren zum Zeitpunkt der Dreharbeiten bekanntlich ein Paar – gemeinsam auf der Leinwand zu sehen sind, hat sicher auch einen gewissen Small-Talk-Wert.

Aber das ist es dann auch schon. Die kleine, zuckersüße Jessica Alba scheint nur daran interessiert zu sein, Rosario Dawsons Rekord für die meisten schlechten Filme im Laufe einer Karriere zu übertreffen. Swifts Filmdebüt ist noch enervierender als ihre Gesangsdarbietung bei den Grammys.

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Und Kutcher? Mein Rat: Hör für einen Moment auf zu twittern und kämm Dir die Haare aus dem Gesicht. Du bist immerhin schon 32, also lass diese Faxen.

Zu den wenigen Pluspunkten von „Valentinstag“ gehört, dass auch eine homosexuelle und eine gemischtrassige Romanze gezeigt werden; Abzüge in der B-Note gibt es hingegen für die billigen Gags mit „lustigen“ Akzenten.

„Valentinstag“ ist ein stromlinienförmiges Produkt, das wirklich niemanden verschrecken kann. In dem ganzen Film findet sich nichts Reales – und mit Sicherheit keine Überraschungen. (Wenn Sie die Wendung in der Julia Roberts/Bradley Cooper Sitznachbarn-im-Flugzeug-Geschichte nicht schon von weitem kommen sehen, dann sind Sie wahrscheinlich schon eingeschlafen.) Und die Gags? Bei einem Eintrittspreis von €10 kostet jeder €5.

„Valentinstag“ wird aller Wahrscheinlichkeit nach dennoch Millionen einspielen, allein schon aufgrund der Besetzung. (Eine Art Fortsetzung wurde bereits angekündigt. Der Film soll – Überraschung, Überraschung! – „New Year´s Eve“ heißen.) Und der Starttermin schadet sicher auch nicht. Ich kenne viele nette Leute, die an diesem Wochenende unbedingt eine gelungene romantische Komödie sehen wollen.

Und das werden sie auch noch wollen, nachdem sie „Valentinstag“ gesehen haben.

Fazit: Trotz der beeindruckenden Besetzung ein durch und durch missglückter Film. Viel zu viele Handlungsstränge wurden hier zusammengemixt, sodass das fertige Werk wirkt, als hätte man ein dutzend Folgen von „Love Boat“ wahllos ineinander geschachtelt, weshalb man bald innerlich abschaltet. Weniger wäre mehr gewesen. Ein Film ausschließlich für hartgesottene Kitschliebhaber.