Diese Montage enthüllt die ganze Wahrheit:
Celebrities, Trailer, Filmkritiken
Diese Montage enthüllt die ganze Wahrheit:
Die Kunst des Schauspielers besteht darin, nichts zu sein. Schauspieler sollen wie Schwämme sein und jedes Mal, wenn sie in einem Film mitwirken, andere Eigenschaften annehmen, so dass der Zuschauer meint, eine realen Menschen zu sehen und nicht Diese Berühmte Person, die einen Charakter spielt. Die besten Schauspieler sind unsichtbar.
Und das ist der Grund, warum Tom Cruise in jüngster Zeit so wenig getan hat, denn es besteht nicht die geringste Chance, dass man ihn in einem Film sieht und nicht alle zwei Sekunden an Scientology denken muss. Es ist kaum möglich, sich auf einen Film zu konzentrieren, wenn man einen Mann anstarrt, von dem man annehmen muss, er möchte einen mit seinen leblosen Augen bekehren.
Und da ihm die Hoffnungen und die Ideen auszugehen scheinen, wird es immer wahrscheinlicher, dass Tom Cruise in einer Fortsetzung von „Top Gun“, seinem vielleicht größten Hit, mitspielt.
Nach der Fortsetzung von „Wall Street“ und der Ankündigung eines weiteren „Bill & Ted“-Abenteuers scheint es fast so, als käme eine wahre Flut an Aufgüssen alter Filmhits auf uns zu, während irgendwelche Idioten davon schwärmen, wie toll doch die 80-er Jahre waren (nur jemand, der die 80-er nicht erlebt hat, würde es wagen, so etwas auch nur anzudeuten).
Und allem Anschein nach haben Paramount Pictures Jerry Bruckheimer und Regisseur Tony Scott Angebote für eine Fortsetzung ihres Popcorn-Films „Top Gun“ aus dem Jahre 1986 unterbreitet. Christopher McQuarrie („Die üblichen Verdächtigen“) soll das Drehbuch schreiben.
Und ja, Tom Cruise soll wieder den Maverick spielen.
Und welche Rolle ist Maverick in dem neuen „Top Gun“-Film zugedacht? Nun, man könnte sich gut vorstellen, dass er heutzutage ein hochdekorierter Offizier ist, der strenggeheime Einsätze im Mittleren Osten fliegt, weil er der einzige Mann ist, der uns aus diesem Schlamassel heruashauen kann…etc.
Er wird vermutlich einen jüngeren, frischeren Piloten unterstützen (wahrscheinlich den Typen aus „Avatar“), der ziemlich ungestüm ist, was Cruise die Gelegenheit geben würde, folgenden Text von sich zu geben: „I knew someone… a long time ago… just like you. Wild, keen… but undisciplined. That person… was me.” („Ich kannte jemanden…vor langer Zeit…er war genau wie Du. Wild, verwegen…aber undiszipliniert. Diese Person…war ich.“) ehe sich die beiden zusammentun, nachdem sie einander die ganze Zeit gehasst haben, und BUMM BUMM BUMM die Welt retten und einander auf die Schulter klopfen, während sie in den Sonnenuntergang marschieren.
Die letzten fünf Minuten werden dann andeuten, dass Scientology cool und der einzige Weg ist, die Welt zu verbessern. Sie werden schon sehen…
Die Actionszenen wirken unrealistisch, doch Tom Cruises enormes Ego ist nur allzu real
Originaltitel: Knight and Day
Herstellungsland: USA 2010
Regie: James Mangold
Drehbuch: Patrick O´Neill
Darsteller: Tom Cruise, Cameron Diaz, Peter Sarsgaard, Jordi Molla, Viola Davis, Paul Dano, Marc Blucas, Maggie Grace
Tom Cruise wirkt in „Knight and Day“ über weite Strecken so, als warte er darauf, von irgendjemandem in einen Gussform gesteckt und mit Gips übergossen zu werden, um aus ihm eine Actionfigur zu machen. Wenn er nicht gerade übertrieben gekünstelt grinst, setzt er eine Variation des „Blauer Stahl“-Blicks auf, den Ben Stiller in „Zoolander“ perfektioniert hat. Cameron Diaz, Cruises Co-Star, kommt etwas besser weg, weil ihre Rolle von ihr verlangt, zu kreischen und heftig mit den Armen herumzufuchteln, was sie recht gut kann, und in einem Bikini oder einem gelben Brautjungfernkleid oder in Cowboystiefeln herumzulaufen, also in Kleidungsstücken, die ihre Vorzüge zur Geltung bringen.
Zu dumm nur, dass „Knight and Day“ jedes Mal, wenn die Charaktere für einen Moment stillstehen, um miteinander zu reden, so etwas wie Gehirnlähmung beim Zuschauer auslösen. Und die Actionszenen, die mit voller Absicht absurd und übertrieben und an der Grenze zur Parodie angesiedelt sind, wirken einfach nur lächerlich. Eine Verfolgungsjagd durch die Straßen einer spanischen Stadt während einer Stierhatz ist eine gute Idee. Eine Verfolgungsjagd durch die Straßen einer spanischen Stadt durch Horden computergenerierter Stiere ist hingegen keine gute Idee.
Eine Szenenfolge recht früh im Film, in der dahinrasende Lkws, Vans, Motorräder und ein Tunnel wichtige Rollen spielen, hätte das Potenzial zum Mini-Klassiker gehabt. Regisseur James Mangold („Walk the Line“, „Girl, Interrupted“) inszeniert die Action so, dass sich Dinge völlig überraschend am Rand des Bildes ereignen, wodurch der Zuschauer ein ums andere Mal erschrocken zusammenfährt – leider sieht das meiste davon aus wie ein Videospiel. Wenn sich Cameron Diaz verbal auf „Grand Theft Auto“ bezieht, dann scherzt sie nicht.
In „Knight and Day“ gibt es dermaßen viele computergenerierte und Greenscreeneffekte, dass der Film fast schon als „Sin City 2“ durchgehen könnte. In einer Szene fahren Tom Cruise und Cameron Diaz in einem Auto und unterhalten sich, doch die Außenwelt, die durch die Scheiben zu sehen ist, wirkt so künstlich, dass man sich unwillkürlich fragt, ob Mangold hier Alfred Hitchcocks legendärer Vorliebe für Rückprojektionen seine Reverenz erweist.
Er tut es nicht. Das Einzige, dem „Knight and Day“ Reverenz erweist, ist Tom Cruises enormes Ego. Der Schauspieler spielt eine Figur, die im Prinzip unspielbar ist: Roy Miller ist ein supertoller Geheimagent neben dem 007 aussieht wie ein Weichei aus dem Kindergarten. Roy kann computergenerierten Düsenjets davonlaufen. Er kann computergenerierte Flugzeuge pilotieren. Er kann mit einem magischen Trick bewusstlose Menschen aus der Mitte entlegener Weizenfelder direkt in die Sicherheit ihrer Schlafzimmer transportieren. Außerdem kann er jeden Schritt seiner Gegner voraussehen, so dass man glauben möchte, er verfüge über einen sechsten Sinn.
Roy, der möglicherweise verrückt ist, scheint darüber hinaus unsterblich zu sein: In einer Szene wird er von Kugeln durchlöchert und fällt in einen Fluss, doch wenige Szenen später taucht er völlig unverletzt wieder auf, ohne dass je erklärt würde, wie er überleben konnte.
„Knight and Day“ gehört nicht zu den Filmen, in denen besonderer Wert auf Logik gelegt wird, und das ist auch nicht weiter problematisch. Doch leider stimmt die Chemie zwischen Tom Cruise und Cameron Diaz überhaupt nicht (es hat schon seine Gründe, warum Cameron Crowe die beiden in „Vanilla Sky“ als erbitterte Ex-Bettpartner besetzte). Von Cruises einst nahezu magnetischer Ausstrahlung ist nichts mehr übrig - jeder könnte Roy spielen –, doch ohne Figur, mit der sich der Zuschauer identifizieren oder mitfühlen kann, verkommt der Film zu einer ermüdenden Reise durch eine auf Hochglanz polierte und bisweilen unangenehm laute Leere.
Und ich meine laut. In einer Szene drückt Tom Cruise Cameron Diaz, die eine Autonärrin spielt, die sich auf das Restaurieren alter Fahrzeuge spezialisiert hat, eine Maschinenpistole in die Hand, damit sie sich gegen die Bösen verteidigen kann. Plötzlich beginnt sie ohne Vorwarnung und ohne jeden ersichtlichen Grund zu kreischen, wobei sie den Abzug gedrückt hält und die Waffe wie einen Tambourstock herumwirbelt und die ganze Umgebung mit Kugeln eindeckt. Diaz kann viele Rollen spielen, doch für kreischende Idioten ist sie eindeutig zu intelligent. Sie hat in diesem Machwerk nichts verloren.
Tom Cruise ist mit Sicherheit nicht allein dafür verantwortlich, dass „Knight and Day“ in den USA zu Flop wurde, Drehbuchautor Patrick O´Neill hat ebenfalls großen Anteil daran. Weiß der Kerl denn nicht, dass in einem Film mit so einemTitel die Hauptfiguren Knight und Day heißen müssen?
Fazit: Laut, inhaltsleer, unnötig und zu recht ein Flop. Gute Unterhaltung sieht anders aus.
Behaupten Sie nicht, Sie wären überrascht. „Twilight: Eclipse“ („Eclipse – Biss zum Abendrot“) spielte am vergangenen Wochenende in den USA das meiste Geld ein.
Das erklärt so manches. Der Erfolg von „Eclipse“ erklärt, warum in Nordamerika das ganze Wochenende über keine kleinen Mädchen auf den Straßen gesehen wurden, er erklärt das ständige leise Gekreische und er erklärt, warum man plötzlich überall knöcheltiefen Urinlacken ausweichen muss.
Und noch viel wichtiger, „Eclipse“ soll der beste „Twilight“-Film bisher sein. Ehrlich gesagt, bedeutet das nicht sonderlich viel, denn ich könnte Schimmel filmen, der sich auf warmem Joghurt ausbreitet, und das Ergebnis wäre noch immer um einiges besser als „Twilight“ und „New Moon“ zusammengenommen. Und wenn ich das Joghurt lange genug stehen ließe, hätte es irgendwann Haare wie Robert Pattinson und würde wahrscheinlich auch so riechen wie er. Wie dem auch sei, die Top Five der amerikanischen Kinocharts finden Sie wie immer unterhalb der Werbung...
1 – „The Twilight Saga: Eclipse“ (Vermutlich „Eclipse“ (Sonnenfinsternis) genannt, weil Augenzeugenberichten zufolge bei der englischen Premiere in einem Kino am Leicester Square die Sonne von Horden geifernder, pandaäugiger 14-jähriger Mädchen völlig verdeckt wurde, die im Prinzip in Richtung eines leeren Balkons gekreischt haben sollen. Wer kann diese jungen Leute verstehen?) $69,000,000
2 – „The Last Airbender“ [dt. „Die Legende von Aang“] (Sie drehten also einen Film, einen von nahezu allen geschmähten Film, in dem im Prinzip der Wind der Bösewicht ist. Die Leute hassen Sie dafür, dass Sie diesen Film gemacht haben. Was drehen Sie folglich als nächstes? Einen Film über einen Jungen, der den Wind krümmen kann. Ich kann M Night Shyamalan einfach nicht ausstehen.) $40,650,000
3 – „Toy Story 3“ (Wissen Sie, ich kann „Cars 2“ kaum noch erwarten. Falls Pixars Vorliebe für Trübsal weitergeht, wird es dabei um Drogenabhängigkeit und Kindsmord gehen. Toll.) $30,174,000
4 – „Grown Ups“ [dt. „Kindsköpfe“] (Es würde mir auch gefallen, wenn Adam Sandler einmal in einem Film über Drogenabhängigkeit und Kindmord mitspielte. Immerhin wäre das dann der erste seiner Filme, der beabsichtigt deprimierend wäre.) $18,500,000
5 – „Knight and Day“ (Ich mache nicht Tom Cruise für den Misserfolg von „Knight and Day“ verantwortlich. Schuld daran ist der Umstand, dass der von ihm gespielte Charakter nicht Roy Knight und er von Cameron Diaz verkörperte Charakter nicht June Day heißt. Haben die Drehbuchautoren etwa die Regeln nicht verstanden? Genau so sollte das funktionieren, ihr Idioten.) $10,200,000
Verwandte Beiträge:
Twilight: Eclipse! Drei neue Photos! Juhuu!!
Robert Pattinson hat eine neue Frisur! Eilmeldung! EILMELDUNG!
Hallo, sind Sie für das große Comeback von Tom Cruise? Sicher doch. Immerhin haben Sie schon jede Menge Geduld bewiesen.
Sie haben „Operation Walküre – Das Stauffenberg-Attentat“ erduldet. Und sie haben sogar „Von Löwen und Lämmern“ über sich ergehen lassen, den wahrscheinlich langweiligsten und unbeliebtesten Film, der je gedreht wurde. Aber vergessen Sie das für einen Moment, denn diese Woche kam Tom Cruises neuer Blockbuster „Knight & Day“ in die amerikanischen Kinos. Und der hat doch sicher das Zeug, ihn zurück an die Spitze der US-Kinocharts zu bringen, oder etwa nicht? Oder etwa nicht? Irgendjemand?
Offensichtlich nicht. „Knight & Day“ wurde am vergangenen Wochenende an den amerikanischen Kinokassen von „Toy Story 3“ und Adam Sandlers neuem Film „Grown Ups“ (deutscher Titel „Kindsköpfe“) auf spektakuläre Weise niedergemacht. Nun ist es also offiziell – Tom Cruise ist weniger beliebt als ein Cartoon-artig aussehender Mann, der wie eine Kartoffel geformt ist. Und als ein Film ohne Adam Sandler. Die Top Five der amerikanischen Kinocharts finden Sie gleich unterhalb der Werbung…
1 – „Toy Story 3“ (Hoffentlich wird es irgendwann auch „Toy Story 4“ geben, denn falls der Pixar-Trend, jeden Film deprimierender als den vorhergehenden zu machen, auch nur der geringste Hinweis ist, dann wird sich Woody in Teil 4 seinen verrotteten, heroingefüllten Arm mit einem rostigen Dosenöffner absägen, während Buzz an nekrotisierender Fasziitis erkrankt.) $59,000,000
2 – „Grown Ups“ (Hier werden die besten Teile von „Chuck und Larry – Wie Feuer und Flamme“ mit den besten Teilen von „Die Bankdrücker“ und den besten Teilen von „Hot Chick – Verrückte Hühner“ kombiniert. Unnötig zu erwähnen, dass es in „Grown Ups“ nichts Gutes zu sehen gibt.) $41,000,000
3 – „Knight & Day“ (Dieser Film war nicht nur das große Comeback von Tom Cruise – es sollte auch das große Comeback von Cameron Diaz werden, und sein relativer Misserfolg stellt ihrer beider Karrieren in Frage. Das vergangene Wochenende hatte also auch seine guten Seiten.) $20,500,000
4 – „Karate Kid“ (Obwohl dieser Film sich wacker geschlagen hat, freue ich mich dennoch bereits auf das Remake von „Karate Kid IV – Die nächste Generation“, wenn auch nur deshalb, weil mit ziemlicher Sicherheit feststeht, dass die junge Schauspielerin, die die Hauptrolle übernimmt, sich später in einem deprimierenden Film übers Boxen die Zunge abbeißen wird.) $15,400,000
5 – „The A-Team“ (Jessica Biel spielte einmal in einem Film mit, den die Leute sehen wollten. Ich weiß, es hört sich verrückt…oh, Moment, ich dachte an Jessica Alba. Entschuldigung. Jessica Biel hat nie in einem Film mitgewirkt, den die Leute sehen wollten.) $6,000,000
Verwandte Beiträge, die Sie ebenfalls interessieren könnten:
US-Kinocharts Toy Story 3 ist anscheinend recht beliebt
Leck mich – Das zweite virale Video zu Knight & Day
Karate Kid über-bieber-t das A-Team
Amerikas Liebesbeziehung mit Shrek geht weiter
Als wäre ihr erster Versuch nicht schon peinlich genug gewesen, hat das Team von „Knight&Day“ nun ein zweites originelles und vergnügliches „virales“ Video ins Netz gestellt. Diesmal wird uns gezeigt, wie gut Tom Cruise und Cameron Diaz mit dem Fußball umgehen können (schließlich läuft ja gerade die Fußball-WM in Südafrika). Selbstverständlich wurde diese Szene „rein zufällig“ von einem Behind-the-Scenes-Kamerateam aufgenommen.
Es ist schließlich allgemein bekannt, dass die Behind-the-Scenes-Kameras ständig Mitglieder der Crew beim Hantieren mit Objektiven filmen, und natürlich müssen immer irgendwelche Leute „Extrabatterien holen“ oder „sich das einmal anschauen“.
Von dem „Ball“ einmal ganz zu schweigen.
Wenn ich einen Vorschlag für das sicher in Kürze zu erwartende dritte „virale“ Video machen dürfte, dann wäre es folgender: Vergesst dieses „Virals müssen verwackelt, unscharf und schlecht fokussiert sein“-Mantra, wen Ihr vorgebt, das Ganze sei von einem professionellen Behind-the-Scenes-Kameramann gefilmt worden.
Sind diese Deppen denn nicht lernfähig?
Verwandter Beitrag:
Sehr überzeugend, Herr Cruise!
Offensichtlich glaubten die Produzenten, dass es noch eines weiteren Grundes bedürfe, auf Knight and Day gespannt zu sein, denn wie sonst ließe sich das Auftauchen dieses Videos auf Youtube erklären. Es wurde von einem Mann mit dem Nutzernamen Dubin123 hochgeladen, der ganz bestimmt eine real existierende Person ist und in keinerlei Verbindung zu 20th Century Fox steht.
Das Video zeigt „durchgesickertes“ Behind-the-Scenes-Material (die Art von geheim mitgefilmtem und versehentlich an die Öffentlichkeit gelangtem Material, das mit zwei gut postierten Kameras aufgenommen wurde und bei dem im Hintergrund wenig überzeugend „arbeitende“ Crewmitglieder herumrennen) vom neuesten Cruise/Diaz-Streifen, das Cameron dabei zeigt, wie sie Tom übermütig über einen Buffettisch tritt.
Ich nehme an, es ist unvermeidlich, dass, wenn mit jeder Hollywood-Großproduktion eine virale Marketingkampagne einhergeht, ja einhergehen muss, auch jede Menge gefakter Mist auftaucht. Aber es gibt gefakten Mist und gefakten Mist…
Denken Sie daran, wie viel Geld für diese Kampagne verschleudert wurde, und ärgern Sie sich.