Obwohl „Sex And The City“ bereits das letzte Stündlein geschlagen zu haben schien, haben sich die Studiobosse dazu durchgerungen, die Reihe mit einem auf Candace Bushnells Prequel-Buch „The Carrie Diaries“ basierenden Film wiederzubeleben. Und wenn man Gerüchten Glauben schenken darf, macht sich Michael Patrick King dafür stark, dass Blake Lively die junge Carrie Bradshaw spielt. „Es gibt keine Pläne, SJP und die anderen Girls noch einmal für das alte Format zusammenzubringen. Im Prequel geht es darum, der Story neues Leben einzuhauchen. Es sollen Carries erste Monate in New York City und der Beginn ihrer Beziehung mit einem älteren Mann geschildert werden“, so eine Quelle. Falls uns „Star Wars: Episodes I – III“ etwas gelehrt haben, dann dass Prequels eine tolle Idee sind! Jetzt da Blake Lievely für die Hauptrolle mehr oder weniger fix ist, scheint die Zeit gekommen, jemanden zu finden, der den kulturell unsensiblen Jar Jar Bings-Charakter spielt.
Ich sah 146 Minuten “Sex And The City 2” - und außer diesem religiösen Fundamentalismus wurde nichts geboten
Viele von uns haben zwei Jahre lang darüber nachgedacht. Vor allem Frauen. Sie haben an ihren Lippen genagt, sind mit hohlen, aschfahlen Gesichtern in verschwitzten Laken aufgewacht, ihre Augen haben den Glanz verloren, alles aufgrund der unzähligen offenen Fragen. Manchmal begehren Sie en masse mit gen Himmel gereckten Armen Auskunft von einem gesichtslosen Gott und einem kalten, gleichgültigen Universum, das seine Geheimnisse verschlossen hält. Wie…krächzt ihr kollektives Bewusstsein im Todeskampf. Wie feucht wird Samantha Jones´ 52 Jahre alte Vagina noch? Hat der Beginn der Menopause ihr den Glanz genommen? Sind ihre gealterten und verdorrten Tiefen endlich wund gerieben von dem endlosen Stoßen, Stoßen, Stoßen – grausame phallische Buße, die der emotional verkümmerten Sexbesessenen abverlangt wird, in deren Schritt sie residiert? Falls ich nicht bald Auskunft über die tiefen, grauen Öffnungen von Samantha Jones erhalte, werde ich bestimmt sterben!
Bitte sterben Sie nicht. Die antwort ist…gut. Samantha Jones´ Vagina geht es gut. Sie reibt sie mit Yamswurzel ein, okay? Sie nimmt 48 Vaginavitamine pro Tag. Ihr Schmuckkästchen nimmt Männerschwänze ohne Ende mit größter Leichtigkeit auf. Lassen Sie uns nie mehr über sie, die Vagina, reden.
„Sex And The City 2“ nimmt alles, was mir an Frauen imponiert und wofür ihnen die Gesellschaft, ja die Menschheit dankbar sein muss, und vergewaltigt es mit High Heels zu Tode, die mehr kosten als so mancher Kleinwagen. Der Film ist 146 Minuten lang, was bedeutet, dass ich den Kinosaal in der Blüte meiner Jugend betrat und mit einem bodenlangen weißen Bart herauskam, in dem eine Familie von Feldmäusen haust. Das ist eine völlig überzogene Spieldauer für etwas, das im Grunde genommen ein Heimvideo von schwulen Männern ist, die mit riesigen Barbiepuppen spielen. Aber ich weiche ab. Lassen Sie uns mit dem „Plot“ beginnen.
Carrie Bradshaw: Am Ende des ersten SATC-Films (2008) – nachdem sie seinen emotional Missbrauch betreibenden Hintern elf Jahre lang quer durch Manhattan verfolgt hatte – heiratete Carrie endlich ihren Mr. Big, den Mann ihrer seichten, selbstbesessenen Träume. Die Hochzeit liegt zwei Jahre zurück. Carrie ist das Eheleben bereits zuwider. Sie hasst es, dass er auf der Couch herumsitzt. Sie hasst es, dass er Nudeln aus dem Take-away-Karton ist. Sie hasst es, dass er Zeit mit ihr in ihrer unglaublich teuren und überladenen Wohnung verbringen will. Sie hasst es, dass er ihr einen riesigen Fernseher gekauft hat. Als Big vorschlägt, sie sollten doch ein paar tage pro Woche in getrennten Wohnungen verbringen (sie nennen ZWEI Wohnungen ihr Eigen, das Leben ist schließlich hart!), kreischt Carrie: „Ist das, weil ich eine zickige Ehefrau bin, die an Dir herumnörgelt?“ Gratulation. Du hast deine eigene Frage beantwortet.
Miranda Rothaaranwaltsgesicht: Miranda ist eine Anwältin, die rotes Haar hat. Sie hat auch ein Kind. Als berufstätige Mutter verpasst sie leider jede einzelne Schulveranstaltung ihres Kindes. Ihr Chef ist eine Witzfigur. Miranda kündigt – und alle sind viel zufriedener. Schließlich sollen Frauen nicht arbeiten gehen. Das ist schlecht für die Kinder.
Charlotte Goldsteinirgendwasjüdischesirgendwasjüdischesblatt: Charlotte hat ein unglaublich schweres Leben. Als reiche, nicht berufstätige Frau mit zwei Kindern und einem im Haus wohnenden Kindermädchen muss sie manchmal Muffins backen! Außerdem wurde eines ihrer Vintage-Kleider von einem der Kinder mit Fingerfarbe bekleckst. Deshalb kann Charlotte einfach nicht aufhören zu weinen. „Wie machen das nur Frauen ohne Haushaltshilfe?“ fragt die weinende Charlotte Miranda. „Ich habe nicht die geringste Ahnung“, erwidert Miranda. Dann stoßen sie mit ihren Gläsern voll rosafarbenen Sirups an. Auf „sich“. Auf die „Frauen ohne Haushaltshilfe“. „Wäre ich nicht reich, würde ich mich auf der Stelle mit einem Messer töten!“ sagt jeder in diesem Film, ohne es tatsächlich aussprechen zu müssen. Klink!
Samantha Jones: Ich sagte schon weiter oben, dass wir darüber nicht mehr reden.
Um ihren verschiedenen eingebildeten Problemen zu entfliehen, machen sich unsere unerschrockenen Vier auf ins finstere, exotische Abu Dhabi („Ich war immer schon vom Mittleren Osten fasziniert – Wüstenmonde, Scheherazade, fliegende Teppiche!“) als sie ankommen, ruft Carrie – schließlich ist sie professionelle Schreiberin – begeistert aus: „Toto, ich glaube nicht, dass wir noch in Kansas sind!“ Jeder der Damen wird unverzüglich ein Statist aus Disneys „Aladin“ zugewiesen, der sie in ihrer Suite, die $22.000 pro Nacht kostet, mit Zimtmilch füttert. Alles scheint hervorragend zu laufen. Aber schon sehr bald bemerkt die SATC-Denkfabrik, dass es in Abu Dhabi nicht dunkelhäutige männliche Sklaven und fliegende Teppiche gibt! Nein, Abu Dhabi ist voll von muslimischen Frauen – und nicht eine von ihnen läuft herum wie ein super befreiter, über und über mit Schmuck behängter Clown!! Unterdrückung! UNTERDRÜCKUNG!!
Das muss geändert werden. Samantha, die bekannte Prostituierte Sexualrevolutionärin, begehrt auf, indem sie in der Öffentlichkeit den erigierten Penis eines Mannes, den sie „Lawrence meiner Labia“ nennt, ergreift. Als sich daraufhin die Einheimischen beschweren (nachdem sie Samantha wiederholt gebeten haben, ihre Brustwarzen und den Schamhügel nach den örtlichen Sitten zu bedecken), legt Samantha mitten im Gewürzbazar einen Großteil ihrer Kleidung ab, wirft Kondome in die zornige und verwirrte Menge und schreit: „ICH BIN EINE FRAU! ICH HABE SEX!“ So wird also die traditionelle Sexualmoral des Mittleren Osten über den Haufen geworfen und der Sexismus wird auf dem Stadtplatz zu Tode gesteinigt.
Bei der Beerdigung des Sexismus (die einem mysteriösen, weihrauchgeschwängerten Raum der internationalen Schwesternschaft stattfindet) legen die Frauen von Abu Dhabi ihre schwarzen Gewänder und ihre Schleier ab, worauf sich herausstellt, dass sie - und das ist kein Scherz – darunter dieselben scheußlichen, unverschämt teuren Kleider- und Federfetzen verbergen, die auch von den ausgemergelten Koboldschultern von Carrie und Co. hängen. Muslimische Frauen: Unter all den verrrrrrrrrrrüüüüüüüüüüückten Gewändern sind sie genauso schal und besessen von physischer Schönheit und bedeutungslosen materiellen Sorgen wie die Westlerinnen! Feminismus! Verdammt, ja!
Wenn das das Ideal moderner Weiblichkeit ist, na danke.
Carrie und ihre Freundinnen auf der Suche nach einem Plot – und neuen Klamotten
Originaltitel:Sex And The City 2 Herstellungsland:USA 2010 Regie:Michael Patrick King Drehbuch:Michael Patrick King, basierend auf Charakteren aus dem Buch von Candace Bushnell Darsteller:Sarah Jessica Parker, Kristin Davis, Kim Cattrall, Cynthia Nixon, Chris Noth, Evan Handler,David Eigenberg, Liza Minelli
So geschmacklos wie ein arabisches Bordell, so ausgelatscht wie Ihre 1998-er Flip-Flops und so scheußlich wie die 7/8 Jeans, die Carrie mit einem bauchfreien Gingham-Top kombiniert – kurz, „Sex And The City 2“ ist zwei der schlechtesten Filme des Jahres.
Die Verwandlung der vier Heldinnen von gewinnenden Witzbolden in weinerliche, von Modeschmuck besessene Dummköpfe ist erfolgreich abgeschlossen.
Nach einem endlosen 20-minütigen Prolog auf einer Schwulenhochzeit, auf der Liza Minelli„Single Ladies“ krächzt, beschwert sich Carrie (Sarah Jessica Parker), dass ihr Ehemann (Chris Noth, geduldig wie die Gezeiten) seine Füße auf die Möbel legt, zu viel fernsieht und nicht mit auf Partys geht – nur um wenig später einen Anfall zu kriegen, weil er auf einer Premiere Penelope Cruz anspricht.
Miranda (Cynthia Nixon) ist und bleibt eine langweilige Karrierefrau, während Charlotte (Kristin Davis) vor Wut schäumt, weil sie, übrigens völlig grundlos, befürchtet, dass ihr Mann (Evan Handler) eine Affäre mit dem attraktiven irischen Kindermädchen haben könnte, und in Tränen ausbricht, als ihre Tochter ihren rock von Valentino beschmutzt – während sie Muffins zubereitet. Samantha (Kim Cattrall) meckert herum, weil bei ihr mittlerweile die Menopause eingesetzt hat, wie das 53 Jahre alte Frauen recht häufig zu tun pflegen, wird aber dennoch von muskelbepackten jungen Kerlen umschwärmt.
Die erste Stunde des Films, während der sich die vier Ladies noch in New York aufhalten, ist noch erträglich, aber dann begehen die Macher von „Sex And The City 2“ einen großen Fehler - die Frauen, die für so viele die typischen Manhattan-Geschöpfe repräsentieren und die sich schon in Brooklyn unwohl fühlen, verlassen die Stadt! Samantha möchte den mit ihren leben unzufriedenen Freundinnen etwas Gutes tun und nimmt sie mit auf einen einwöchigen Gratisurlaub in einem Luxusresort in Abu Dhabi, in dem die Zimmer $22.000 pro Nacht kosten, was Carrie allen Ernstes den Satz entlockt „Toto, ich glaube nicht, dass wir noch in Kansas sind!“. Spätestens ab diesem Moment werden die mehr oder zumeist weniger lustigen Einzeiler, mit denen Regisseur und Drehbuchautor Michael Patrick King in einem fort die Langeweile zu durchbrechen sucht, so unerträglich wie das vergoldete Dekor. Blah, Blah, Blahnik…
Die Girls haben in der Fremde nichts Besseres zu tun als einkaufen zu gehen, zu trinken und in Zeitlupe durch die Wüste zu stapfen, also sich genau so zu verhalten wie in New York. Um es ganz klar auszusprechen: Vier verwöhnte amerikanische Fashionistas fallen in ein Land ein, in dem sie für ihren Lebensstil und ihre Kleidung ausgepeitscht würden, wenn sie Einheimische wären und in dem vor wenigen Wochen eine Frau, die bei der Polizei angab, von sechs Männern vergewaltigt worden zu sein, wegen illegalem Sex angeklagt wurde und möglicherweise lebenslang hinter Gitter kommt. Aber was spielt das schon für eine Rolle, wenn man in Designerkleidern auf Kamelen durch die Wüste gondeln kann?
Aber das Abstoßendste ist, dass die vier im Land dieser Sandnazis in einem Nachtclub auf die Bühne steigen und „I Am Woman“ von Helen Reddy intonieren, wozu dann Zwischenschnitte von unterdrückten Frauen aller Rassen gezeigt werden, die mitsingen. Ein solches Maß an ungewollter Ironie – selbstverliebte, glitzernde Amerikanerinnen singen eine feministische Hymne, und das in einem Land, in dem Ehemänner ganz legal ihre Frauen schlagen dürfen - ist kaum mehr zu fassen. Und Carrie hält diesen Ort für ein zweites Oz, gerade recht, um sich von ihrer langweiligen Ehe mit einem gut aussehenden Milliardär abzulenken, der, wie sie sich beschwert, zu viel ins Haus geliefertes Essen verzehrt.
Handlung? Verwicklungen? Carrie verliert ihren Reisepass, als sie durch Schuhe abgelenkt wird. (Hat etwa Lindsay Lohan an dem Drehbuch mitgearbeitet?) Charlotte geht beinahe drauf, weil sie einer Uhr nachjagt. Einheimische Frauen freunden sich mit unseren Heldinnen an – weil sie alle die Bücher von Suzanne Somers mögen. Ein großes Problem wird am Ende dadurch gelöst, dass Carrie mehr Schmuck bekommt.
Obwohl er fast so lange dauert wie „Lawrence von Arabien“, ist der Film – Die keinen Sex haben und sich selbst bemitleiden – genauso unlustig und inhaltsleer wie ein anderes berühmtes Wüstenepos. Man ist versucht, ihn „Bitchtar“ zu nennen.
Fazit: Unlustig, unnötig und überlang. Eine zweieinhalbstündige Modenschau, die sich als film ausgibt, mit vier Hauptdarstellerinnen, die wie Transvestiten wirken. Man muss schon sehr viele Cosmopolitan trinken, um irgendetwas Positives an „Sex And The City 2“ zu entdecken.
Wer ist bereit, vier Frauen mittleren Alters dabei zuzuhören, wie sie ihre sexuellen Probleme geradezu peinlich detailliert besprechen?
Sie sind es? Hurra! Denn gerade eben wurde ein neuer Trailer zu „Sex And The City 2“ veröffentlicht! Aber leider ist „Sex And The City 2“ ein „Sex And The City“-Film, weshalb nichts von dem Sex aus der Fernsehserie darin vorkommen wird. Nur keine Sorge, stattdessen werden Sie mit endlosem Geplapper über Emotionen und Gefühle erfreut – und mehr grauenvollen Outfits, als man in einem einzigen Spielfilm für möglich halten würde. Das ist doch fast dasselbe, oder nicht?
Gleichsam als Vorgeschmack auf all die schrecklichen Outfits im Film ist der neue „Sex And The City 2“ –Trailer randvoll mit unpraktischen, schreiend bunten, dämlich aussehenden Kleidungsstücken. Aber was sind nun die 15 schrecklichsten Outfits, die in „Sex And The City 2“ getragen werden? Ich bin froh, dass Sie das fragen. Lassen Sie es uns gemeinsam herausfinden…
Davor jedoch können Sie sich hier in aller Ruhe den neuen „Sex And The City 2“-Trailer ansehen. Viel Vergnügen, falls Sie auf Filme dieser Art stehen…
Wow! Das war ja eine geradezu unglaubliche Parade von geschmacklichen Entgleisungen! Da scheint es angebracht, die ganze Angelegenheit ein wenig zu verlangsamen und Ihnen die 15 schrecklichsten Outfits aus „Sex And The City 2“ einzeln vorzuführen – nur für den Fall, dass der Trailer zu rasch an Ihnen vorbeigeflitzt ist und Sie nicht die Zeit hatten, angemessen zu würdigen, wie katastrophal gekleidet jeder einzelne der Charaktere darin herumstolpert. Sind Sie bereit? (Warnung: nichts für schwache Nerven!)
„Sex And The City 2“-Trailer, schreckliches Outfit # 1: Der „Nackt, mit vielen unappetitlichen Hautfalten“ Look
„Sex And The City 2“-Trailer, schreckliches Outfit # 2: Der „Darf ich mich vorstellen, ich bin ein ehemaliger Wrestler und Ihr Kellner für den heutigen Abend“ Look
„Sex And The City 2“-Trailer, schreckliches Outfit # 3: Der „Schwuler, zur Glatze neigender Osterhase” Look
„Sex And The City 2“-Trailer, schreckliches Outfit # 4: Der „DreiVersionen von Liza Minelli stellen Beyonces ‚Single Ladies’ Video nach“ Look
„Sex And The City 2“-Trailer, schreckliches Outfit # 5: Der „Kopfbedeckung aus recyceltem Geschenkpapier“ Look
„Sex And The City 2“-Trailer, schreckliches Outfit # 6-9: Der „Nein, nein, nein, definitiv nicht” Look
„Sex And The City 2“-Trailer, schreckliches Outfit # 10: Der „Zippy aus ‘Rainbow’ möchte seinen Kadaver zurück” Look
„Sex And The City 2“-Trailer, schreckliches Outfit # 11: Der „Nach Aufmerksamkeit heischende frisch Geschiedene mit überzogenen Vorstellungen“ Look
„Sex And The City 2“-Trailer, schreckliches Outfit # 12: Der „Chirurgisch bewerkstelligte Miley-Cyrus-Siamesischer-Zwilling“ Look
„Sex And The City 2“-Trailer, schreckliches Outfit # 13: Der „Transsexueller Stormtrooper“ Look
„Sex And The City 2“-Trailer, schreckliches Outfit # 14: Der „Prinzessin Leia, wäre sie zur Hälfte Pferd” Look
„Sex And The City 2“-Trailer, schreckliches Outfit # 15: Der „Wer auch immer ihre Stylisten sein mögen, bringen Sie sie auf der Stelle um, bringen Sie sie wirklich um, schlagen Sie ihnen mit einem Ziegelstein oder einem Hammer auf den Kopf, rollen Sie sie in einen Teppich ein, verstauen Sie sie im Kofferraum Ihres Wagens, fahren Sie zum Fluss, warten Sie bis Mitternacht und versenken Sie ihre leblosen Körper im Wasser, denn was zum Teufel haben die nur mit Ihnen angestellt“ Look
Originaltitel: Did You Hear About the Morgans? Herstellungsland: USA 2009 Regie: Marc Lawrence Drehbuch: Marc Lawrence Darsteller: Hugh Grant, Sarah Jessica Parker, Natalia Klimas, Vincenzo Amato, Sam Elliott, Mary Steenburgen
Der Jänner scheint immer mehr zum Monat der romantischen Komödien zu werden. Letzte Woche wurden wir mit „Lieber verliebt“beglückt, nun erfreuen uns also zwei der Lieblinge des Genres, Hugh Grant und Sarah Jessica Parker, mit ihrem neuesten Streich.
„Haben Sie das von den Morgans gehört?“ ist der aktuellste in einer mittlerweile reichlich langen Reihe von Filmen, deren Humor im wesentlichen darauf beruht, dass eine oder mehrere Personen aus ihrem vertrauten Umfeld gerissen werden und sich in gänzlich ungewohnter Umgebung zurechtfinden oder gar bewähren müssen. Erinnert sei nur an „Crocodile Dundee“, „Coming to America“, „City Slickers“ oder „Miss Undercover“.
Wie „Haben Sie das von den Morgans gehört?“ dem Vergleich mit diesen Klassikern der modernen Komödie standhalten?
Die Prämisse ist gut: Paul (Hugh Grant) und Meryl (Sarah Jessica Parker) sind ein in ihren jeweiligen berufen erfolgreiches Ehepaar, das in einer tiefen Beziehungskrise steckt. Eines Nachts werden sie zufällig Zeugen eines Mordes, in den ein Pate der lokalen Mafia verwickelt ist. Da der Killer sie beide gesehen hat, werden sie in das Zeugenschutzprogramm gesteckt und in eine Kleinstadt im ländlich-beschaulichen Wyoming verfrachtet.
Wird es den Morgans gelingen, ganz ohne Internet zurechtzukommen? Werden sie wieder zueinander finden? Werden sie gar am Rodeo teilnehmen? Oder wird sie der Killer vorher finden?
Die beiden Hauptdarsteller wissen ganz genau, wie sie mit solch unterhaltsamem, aber inhaltsleerem Material umzugehen haben. Wenn es Ehrenmedaillen für romantische Komödien gäbe, dann hätte speziell Hugh Grant schon längst eine verdient, denn „Haben Sie das von den Morgans gehört?“ ist schon sein x-ter Ausflug in dieses lange von ihm dominierte Genre.
Sarah Jessica Parker weiß ebenfalls zu überzeugen, wenn man ihr ein gutes Drehbuch gibt. Doch leider ist das hier nicht der Fall.
Obwohl die Chemie zwischen den Stars stimmt und sie auch immer wieder ihr zweifellos vorhandenes Talent aufblitzen lassen, verkommen ganze Szenen aufgrund schwacher Dialoge zu lachfreien Zonen. Wirklich zum Lachen bringen einen nur ein paar Slapstick-Momente, darunter ein äußerst witziger, bei dem es um ein Missgeschick mit einem Spray zur Bärenabwehr geht.
Da der Film fast ausschließlich von den Wortgefechten der Ehepartner getragen wird, sind die Nebendarsteller schwer unterfordert. Dabei sind es gerade Sam Elliott und Mary Steenburgen, die als robuste Einheimische etwas Originalität in diese Klischeeromanze bringen.
Aber auch aus dem Aspekt der Verpflanzung in eine neue und ungewohnte Umgebung wird viel zu wenig gemacht. Die Morgans kommen mit dem ländlichen Leben – abgesehen von der unliebsamen Begegnung mit einem Bären - bestens zurecht. Dieser umstand ist besonders verwunderlich, da Regisseur und Drehbuchautor Marc Lawrence am Skript zu „Miss Undercover“ mitgearbeitet hat, einem wirklich gelungenen Beispiel für diese Art von Komödie.
„Haben Sie das von den Morgans gehört?“ Ja. Aber ich wünschte,es wäre mir erspart geblieben.
Fazit: diese Mischung aus „City Slickers“ und „Sweet Home Alabama“ vermag nie recht zu überzeugen. Das Drehbuch ist uninspiriert, die Dialoge sind dümmlich, die Hauptdarsteller agieren routiniert, ihr komödiantisches Talent blitzt viel zu selten auf. Dass Hugh Grant und Sarah Jessica Parker ein sympathisches Paar abgeben, ist einfach zu wenig für einen romantischen Kinoabend.
„Sex And The City 2“ kommt nächstes Jahr ins Kino. Ja, Sie sind zu Recht erfreut. Oder bestürzt. Aber doch in erster Linie erfreut.
Und wissen Sie was? Es gibt einen neuen Trailer zu „Sex And The City 2“! Wenn sie zu den Leuten gehören, die denken, dass das Trinken farbenfroher angesagter Cocktails und ewige Shoppingtouren dafür entschädigen, dass sie eine untersetzte Büroangestellte sind, keine Freunde haben und sich nicht daran erinnern können, je eine erkennbare menschliche Emotion gehabt zu haben, dann ist dies für Sie sicher die beste Nachricht ALLER ZEITEN!
Denn „Sex And The City 2“-Trailer finden sie etwas weiter unten auf dieser Seite. Noch besser, ich habe den „Sex And The City 2“-Trailer für Sie entschlüsselt, Szene für Szene. Das ist das mindeste, was sie verdienen.
Ich weiß nicht, wie es ihnen geht, aber ich kann es kaum erwarten, dass „Sex And The City 2“ ins Kino kommt. Der erste Teil hat so viele Fragen unbeantwortet gelassen, etwa: „Wo ist der ganze Sex geblieben?“ Oder: „Warum hat der Film den Titel ‚Sex And The City’? Es gibt darin überhaupt keinen Sex. Wahrlich, wenn man darüber nachdenkt, müsste der Film eigentlich ‚Pferdegesichtige alte Damen in grässlichen Kleidern in the City’ heißen. Oder etwa nicht?“. Die Frage aller Fragen ist natürlich diese: „Können die Macher wirklich damit durchkommen, dass sie einfach den ganzen Mist Wort für Wort kopieren und das Ganze dann Fortsetzung nennen?“
Nun, der erste offizielle Trailer zu „Sex And The City 2“ wurde vor kurzem veröffentlicht und es sieht ganz danach aus, als müsste die Antwort auf die letzte Frage Ja lauten. Aber wir haben auch gar nichts anderes erwartet, nicht wahr? Wir wissen, was wir von „Sex And The City 2“ erwarten, und zwar Schuhe und Cocktails und Schuhe und Kleider und Handtaschen und Schuhe und Weibergespräche und Schuhe und Kleider und Schuhe und Schuhe und Cocktails und Schuhe. Und eigenartig aussehende ältliche Damen. Und Schuhe! Nicht wahr, Mädels? SCHUHE!
Aber ich schweife ab. Hier also der Trailer zu „Sex And The City 2”:
Aber halt! Das war so toll, das Sie gar nicht mitbekommen haben, worum es geht. Deshalb lassen Sie mich den Inhalt für sie in aller Ruhe aufschlüsseln…
Der „Sex And The City 2”-Trailer, Szene 1:
Seht alle her, das ist „Sex And The City 2”. Alle eure Freunde sind wieder hier – und da ist ja auch die Frau aus dem neuen Film von Hugh Grant…
Der „Sex And The City 2”-Trailer, Szene 2:
…und die Lesbe…
Der „Sex And The City 2”-Trailer, Szene 3:
…und die mit dem Sexvideo!
Der „Sex And The City 2”-Trailer, Szene 4:
Und wen haben wir denn da? Das ist ja Mickey Rourke aus „The Wrestler“. Er hat sich also entschlossen, ebenfalls mitzumachen - und zwar als aufgedonnerte alternde Geisha. Tolles Kleid, Mickey!
Der „Sex And The City 2”-Trailer, Szene 5:
Hier sehen wir Sarah Jessica Parker beim Versuch, ein weltbewegendes Problem zu lösen. „Was soll ich heute anziehen?“ überlegt sie, „Das Outfit, in dem ich aussehe wie eine transsexuelle Nutte, das Outfit, in dem ich aussehe wie ein unterernährtes Kind aus einem Waisenhaus oder doch lieber das Outfit, in dem ich aussehe wie eine verdammt lächerliche Kreuzung von Flamingo und Dalmatiner?“ Achtung! Wenn Sie sich die Antwort auf diese Frage erst im Kino erfahren möchten, lesen Sie bitte nicht weiter. Sie trägt natürlich alle drei. Gleichzeitig.
Der „Sex And The City 2”-Trailer, Szene 6:
Ein paar Kamele. Ich weiß allerdings nicht, auf welchen Tieren sie da reiten. Ha, ha, ha.