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Die schlimmsten Filmereignisse des Jahres 2010

Donnerstag, 30. Dezember 2010

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Ehe wir das schrecklichste Jahr für Filme in der bisherigen Geschichte des Films zusammen mit ausgefallenen Haaren und getrockneten Popeln (diese Dinge finden sich doch unter jedermanns Teppichen, oder nicht?) ein für alle Mal unter den Teppich kehren, hielt ich es für angebracht, die schlimmsten Dinge, die in diesem Jahr über die Filmwelt hereinbrachen, noch einmal Revue passieren zu lassen. Sie sollten vielleicht ein Video mit einem herzigen Kätzchen bei de Hand haben, sobald das Ganze vorbei ist; ich empfehle dieses hier.

Die Entwicklung des nächsten James-Bond-Projekts wurde „auf unbestimmte Zeit verschoben“

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Dank eines kleinen Buchhaltungsmissgeschicks ist MGM mit ungefähr einhundert Millionen Milliarden Billionen Dollar verschuldet, was bedeutet, dass niemand das Geld hat, Daniel Craig für seinen nächsten Auftritt als James Bond mit schicken Hosen auszustatten. Es sieht zwar so aus, als würde langsam wieder alles in die richtigen Bahnen gelenkt, seit Spyglass Entertainment die Kontrolle über MGM übernommen hat und die Produktion von „The Hobbit“ wider aufgenommen wurde, aber auf den nächsten Bond werden wir wohl noch mindestens zwei Jahre warten müssen, was Daniel Craig auf den Gedanken bringen könnte, „einen Dalton zu machen“ und Shia LaBeouf das Feld zu überlassen. Da gerade von ihm die Rede ist…

Shia LaBeouf wurde auch in diesem Jahr wieder beschäftigt

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Der Typ muss einige sehr belastende Photos in seinem Besitz haben. Anders lässt sich das nicht erklären.

Der Misserfolg von „Gentlemen Broncos“

Der neue Film des Regisseurs von „Napoleon Dynamite“ war ungefähr 4 Sekunden lang in einigen wenigen Ländern im Kino zu sehen, ehe er mehr oder weniger unbemerkt auf DVD herausgebracht wurde. Warum bloß?

Das… passierte

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Das vermutlich Schlimmste, das jemals irgendwo passierte, ist diese Dokumentation über die 2008 – 2009 Tournee der kreischendsten Harpyie der Welt, die dem Seher „eine einmalige Gelegenheit bietet, Celine überallhin zu folgen… Dieser Film wird alles zeigen.“ Celine Dion selbst sagte dazu: „Ich ließ die Kamera mich überallhin begleiten. Es sind definitiv die intimsten Einblicke, die ich meinen Fans je gewährt habe.“ Also wenn wir nicht zu sehen bekommen, wie sie in die Badewanne pinkelt, sich Tampons einführt und beim Hinternabwischen versehentlich scheiße auf die Finger bekommt, werden wir hier von den Marketingleuten massiv beschwindelt.

Der nächste Batman-Film bekam einen beschienenen Titel verpasst

Der Titel „The Dark Knight Rises“ ist aus zwei Gründen problematisch:

1. Er ist langweilig. Der Titel klingt so, als wäre Batman gerade von Alfred mit einer Tasse Tee und einem Marmeladebrot geweckt worden und würde sich vor dem Ankleiden strecken.

2. Er lässt die Alarmglocken schrillen. Warum ist er nur für einen Film Batman, aber für zwei der Dunkle Ritter? Manche von uns sehnen sich nach Kontinuität, verdammt noch einmal!

Christopher Nolans Batrilogie hätte folgende Titel haben sollen, ja müssen:

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Ich belohne mich selbst mit Extrapunkten für die Verwendung eines weiteren Chris-Nolan-Titels, für die Verwendung der Original-Zeichensetzung und die netten Reime.

James Cameron gab gleich zwei „Avatar“-Fortsetzungen bekannt

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Eine Fortsetzung einer der unverzeihlichsten Verschwendungen von Zeit und Geld in der Geschichte des Films bekanntzugeben, wäre schon schlimm genug gewesen, aber zwei Fortsetzungen bekanntzugeben – wovon noch dazu eine unter Wasser spielen soll, damit das Ganze noch langweiliger wird -, das ist so, als würde einem eine wütende Wespe in beide Augen stechen. In 3D. Da fällt mir ein, habe ich Ihnen schon gesagt, was ich von 3D halte?

Tolle alte Filme werden unnötigerweise in eine neue Dimension hineinvergewaltigt

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Als wären eine computergenerierte Sy Snootles und ein zuerst schießender Greedo nicht schon genug für George Lucas, besteht der bärtige Vollkoffer jetzt doch allen Ernstes darauf, dass die originalen „Star Wars“– und auch „Indiana Jones“-Filme nachträglich in 3D umgewandelt werden müssen, um all das Kleingeld aufzusammeln, dass James Cameron übriggelassen haben mag, die Magie einer neuen Generation von wandelnden Geldbörsen Kinogehern näherzubringen. Leck mich Gut so, George.

Einige persönliche Helden starben

Martin Grace

„Indiana Jones“ und „James Bond“ Stuntman

Dennis Hopper

Schauspieler, Autor und Regisseur

Tom Mankiewicz

„Bond“ und „Superman“ Drehbuchautor

Leslie Nielsen

Schauspieler und Schießmuskelentspanner

Irvin Kershner

Regisseur von „Das Imperium schlägt zurück“

Ich brachte viel Zeit damit zu, mir Filme wie diese anzusehen

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Das sind 1279 weitere Minuten, die ich dazu hätte nützen können, mir die neuste, ultimativste Version von „Avatar“ bis zum Erbrechen reinzuziehen.

Das war also das Jahr 2010. 2011 dürfen wir uns auf „Transformers 3“, „Smurfs“ und „Justin Bieber: Never Say Never 3D“ freuen sowie auf die Abwesenheit eines weiteren Bond-Filmes, weshalb ich Sie bitten möchte, nächstes Jahr um dieselbe Zeit wieder vorbeizuschauen, um festzustellen, ob ich mich bis dahin vor einen Zug geworfen haben werde.

Raten Sie, welche Na´vi-Prinzessin nach dem Verschwinden der Menschen schwanger wurde

Dienstag, 16. November 2010

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Eine noch nicht fertiggestellte entfernte Szene von „Avatar“ zeigt, was nach dem Ende des Filmes passiert. Und anscheinend haben es einige unserer freundlichen blauen Na´vi mit dem Tsaheylu übertrieben, denn jemand ist schwanger. Sehen Sie selbst!

„Spulen“ Sie bitte zu 3:52 der entfernten Szene vor.

Zugegeben, technisch gesehen zeigte der Clip nicht, dass es Jake und Neytiri waren, aber das blaue Template hat eindeutig die alte Frisur von Jake (etwas, das vermutlich später noch geändert worden wäre) und die Frau sieht ganz bestimmt wie Neytiri aus. Außerdem wissen wir doch alle, dass James Cameron all diesem Kitsch noch das eine oder andere Sahnehäubchen aufzusetzen gedachte. Warum also nicht Neytiri schwanger werden lassen - das vollendet schließlich den Kreislauf des Lebens! Aber wer wusste schon, dass die Na´vi gentisch perfekt genug sind, um jemanden zu schwängern?

James Cameron kehrt für Avatar 2 und 3 nach Pandora zurück

Donnerstag, 28. Oktober 2010

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James Cameron bestätigte gestern, dass seine nächsten beiden Filme auf Pandora angesiedelt sein werden.

Variety berichtet, dass Cameron einen Vertrag mit 20th Century Fox unterzeichnete, dem zufolge er sowohl „Avatar 2“ (vorläufiger Veröffentlichungstermin Dezember 2014) als auch „Avatar 3“ (soll 2015 in die Kinos kommen) inszenieren wird.

„Im zweiten und dritten Film, die eigenständige Geschichten erzählen werden, die aber auch einem größeren Handlungsbogen dienen, werden wir in visueller wie emotionaler Hinsicht genauso Gas geben wie in ‚Avatar’ und Charaktere und Themen erforschen, die den Zuschauern in aller Welt zu herzen gingen“, sagte Cameron. „Ich freue mich darauf, nach Pandora zurückzukehren, in eine Welt, in der unsere Vorstellungen Amok laufen können.“

Cameron wird mit der Arbeit an den Drehbüchern für beide Filme im Frühjahr 2011 beginnen und auch dann entscheiden, ob er beide in einem Aufwaschen drehen wird oder nicht.

Letzten Dezember veröffentlicht, ist „Avatar“ mit einem Einspielergebnis von bis dato $ 2,8 Milliarden der finanziell erfolgreichste Film aller Zeiten, was nicht zuletzt auf den beträchtlichen 3D-Aufschlag zurückzuführen ist.

Jim Gianopulos und Tom Rothman, die Vorstände von Fox Filmed Entertainment, erklärten, dass sie an einer Fortführung der Reihe nicht nur aus finanziellen Überlegungen interessiert seien. „Avatar ist nicht nur der finanziell erfolgreichste Film aller Zeiten, er schuf ein Universum, das auf der einzigartigen Vorstellungskraft und dem Wagemut von James Cameron basiert, der ganz nebenbei auch noch einige der größten Probleme der erde ins öffentliche Bewusstsein rückte“, sagten sie. „Wir haben nichts Wichtigeres zu tun - und freuen uns riesig, es tun zu können -, als Jim zu ermöglichen, seine Vision der Welt von Pandora fortzuführen und zu erweitern.“

Die gestrige Bekanntmachung lässt Zweifel darüber aufkommen, ob Cameron bei dem 3D-Remake von „Cleopatra“, in dem Angelina Jolie die Hauptrolle übernehmen soll, Regie führen wird, wie manche Quellen berichteten.

Der Film wäre eine Produktion von Sony Pictures gewesen. Camerons erster Film für Fox war „Aliens“ im Jahre 1985; für Fox inszenierte er auch „Titanic“, jenen Katastrophenfilm, der vor „Avatar“ den Kassenrekord hielt.

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Star Wars wird dreidimensional – und fängt leider mit Episode I an

Donnerstag, 30. September 2010

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starwars-darthvade-150x150 Zum Glück gibt es die Unterhaltungsindustrie. Diese Herrschaften lassen sich immer wieder neue Formate einfallen, um uns den alten Mist noch einmal verkaufen zu können. Die Einführung der CD führte dazu, dass alle Musikfreunde Alben, die sie schon auf Schallplatte oder Tonband zu Hause hatten, ein weiteres Mal kauften, und nun wurde uns zum mittlerweile vierten oder fünften Mal das zweifelhafte vergnügen der 3D-Filme zuteil, damit wir Geld ausgeben, um uns Dinge anzusehen, die wir schon Millionen Mal gesehen haben. ABER NUN IN 3D!

Wie nicht anders zu erwarten, denkt George Lucas ernsthaft daran, sämtliche „Star Wars“-Filme in 3D umzuwandeln und ab 2012 noch einmal in die Kinos zu bringen. Es ist nicht bekannt, ob er „Howard the Duck“ [„Howard – Ein tierischer Held“] ebenfalls diese ehrfurchtsvolle Behandlung zuteil werden lassen will.

Über diese 3D-Versionen wurde schon seit langer Zeit gemunkelt, aber nun scheint es endlich ausreichend 3D-Kinosäle zu geben, damit sich das Unterfangen für den geldgierigen Filmmagnaten rechnet.

Die schlechte Nachricht (oder die noch schlechtere) ist, dass Meister Lucas die Filme streng nach dem Handlungsverlauf in die Kinos zu bringen gedenkt, was bedeutet, dass er von uns erwartet, unser schwer verdientes Geld auszugeben, um uns einmal mehr den scheußlichen Rastafari-Molch Jar Jar Binks in drei widerlichen Dimensionen in „Star Wars: Episode I – The Phantom Menace“ anzuschauen.

„Episode I“ soll im Frühjahr 2012 über die Leinwände flimmern. Die übrigen Filme werden dann voraussichtlich im Jahresabstand folgen.

Selbstverständlich ist „Avatar“ an all dem schuld. James Cameron ist dafür verantwortlich. Der Schwachkopf.

The Hollywood Reporter geht davon aus, dass Lucasfilm die besten Unternehmen mit der Umwandlung der Reihe betrauen wird und dass, wenn diese beendet sind, die Lichtspielhäuser über ausreichend 3D-Säle verfügen werden, um die Nachfrage befriedigen zu können.

Lucas, der ja bekanntlich in erster Linie ein gerissener Kaufmann ist, wird sicher auch den Heimkinomarkt genau im Auge behalten, da er hofft, 3D-Versionen der „Star Wars“-Filme auch an die Privathaushalte verkaufen zu können, die, wenn es nach seinen Vorstellungen geht, in absehbarer Zeit über genügend 3D-Fernsehgeräte verfügen werden, damit er Unsummen verdienen kann.

In der Zwischenzeit gibt es jede Menge Blu-ray-Veröffentlichungen, die hoffentlich auf wenig Gegenliebe stoßen werden, und die Einstellung einer geplanten TV-Serie. Bis jetzt gibt es jedoch keinerlei Anhaltspunkte dafür, dass George Lucas plant, je wieder einen halbwegs ansehnlichen Film zu machen. Anscheinend zieht er es vor, sich auf seinen intergalaktischen Lorbeeren auszuruhen und seinen Wookie-artigen Bart zu zwirbeln, während er unter dem Pseudonym Tattooweiner in allen möglichen Internetforen abfällige Bemerkungen von „Star Wars“-Fanboys liest.

Ehrlich. Vergewissern Sie sich selbst. Das ist der Name, den er in allen Foren verwendet.

US-Kinocharts: Auch am Ende des Sommers dominieren Durchschnittsfilme

Dienstag, 31. August 2010

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Als es schon ganz danach aussah, als würde Lionsgate dank „The Last Exorcism“ ein drittes Wochenende in Folge die Spitze der amerikanischen Kinocharts für sich beanspruchen können, schob sich Screen Gems´ „Takers“, ein Thriller rund um einen Raubzug, mit hauchdünnem vorsprung doch noch an die erste Stelle.

Sylvester Stallones Actionkracher „The Expendables“, der erfolgreichste Streifen der letzten beiden Wochen rutschte auf den dritten Platz ab, konnte aber weitere $9.5 Millionen einspielen und könnte demnächst die 100-Millionen-Dollar-Hürde überspringen. Was für ein Erfolg für Sylvester Stallone und die 80-er Jahre. Die jüngsten Erfolge sind auch ein willkommener Geldsegen für Lionsgate, denn man befindet sich in einem recht schmutzig geführten Kampf um die Vorherrschaft mit dem Großaktionär Carl Icahn, der sich vermutlich noch eine ganze Weile hinziehen wird. Das Studio könnte deshalb einige weitere Hits neben den routinemäßig von „Haustalisman“ Tyler Perry gelieferten gebrauchen.

Horror ist in Mode

Gegen Ende des Sommers – das kommende, aufgrund des Labor Day verlängerte Wochenende markiert das offizielle Ende der Blockbuster-Saison – sind Horrorfilme traditionell sehr erfolgreich. Letztes Jahr zur gleichen Zeit stieg New Lines „Final Destination 4“ mit Einnahmen von $27.4 Millionen auf Platz eins der Charts ein, während „Halloween II“ mit $16.3 Millionen den dritten Platz erobern konnte. „The Last Exorcism“ hat einen guten Start hingelegt und sollte vor allem auf DVD ein Renner werden.

Der Sommer von Sony

Sonys „Eat Pray Love“ rangiert auf dem vierten Platz und hat nach drei Wochen immerhin $60.3 Millionen eingespielt – ein respektables Ergebnis für Julia Roberts. Sie ist nicht mehr der größte weibliche Star in Hollywood und ihre letzte echte Hauptrolle liegt schon beinahe zehn Jahre zurück, weshalb Einnahmen von annähernd $61 Millionen nach so kurzer Zeit durchaus ermutigend sind. Schließlich ist „Eat Pray Love“ kein Actionfilm und auch keine romantische Komödie und auch kein echtes Drama. Filme, die sich nicht genau einordnen lassen, vor allem dann, wenn sie keine nennenswerte Handlung haben, sind schwer zu vermarkten. Hätte irgendeine der derzeit beliebtesten Darstellerinnen ein besseres Ergebnis zuwege gebracht?

Sony hat einen recht erfolgreichen Sommer hinter sich, was in erster Linie „Salt“ ($113 Millionen) und „Karate Kid“ ($175.5 Millionen) zu verdanken ist, und demnächst dürfte mit „The Other Guys“ [dt. „Die etwas anderen Cops“] auch noch ein dritter Film des Studios den Sprung über die 100-Millionen-Dollar-Hürde schaffen. Der Kumpel-Film mit Will Ferrell und Mark Wahlberg hat nach einem Monat $99.3 Millionen eingespielt. Dies könnte ein sehr erfolgreiches Jahr für Wahlberg werden, denn ab dem 10. Dezember wird er neben Christian Bale in „The Fighter“ zu bewundern sein, einem Film, der als heißer Kandidat für die wichtigsten amerikanischen Filmpreise gehandelt wird.

Avatar schlägt wieder zu (allerdings nicht wirklich)

Fox brachte diese Woche „Avatar“ nochmals in die Kinos, und zwar in einer um neun Minuten längeren Version, der man den hochtrabenden Titel „Avatar: Special Edition“ verpasste. Das Ganze ist nicht mehr als ein zynischer Versuch, noch ein wenig am enormen finanziellen Erfolg des Originalfilmes mitzunaschen. Dieser Plan scheint fehlgeschlagen zu sein – wohl auch deshalb, weil die eingefügten Szenen nichts Weltbewegendes bieten -, denn Einnahmen von $4 Millionen (der Film läuft auf 812 Leinwänden) und der elfte Platz der Kinocharts sind nicht gerade etwas, das man nach Pandora melden muss. Mit diesen $4 Millionen erhöhte sich das Gesamteinspielergebnis in Nordamerika auf $750 Millionen. Fox International, die Abteilung, die Filme von Fox und ausgewählten Dritten vertreibt, wollte von allem Anfang an zu diesem Trick greifen. Die Absicht dahinter ist ganz klar: „Avatar: Special Edition“ spielte am vergangenen Wochenende auf verschiedenen Märkten insgesamt $4.3 Millionen ein, wodurch die internationalen Gesamteinnahmen auf mehr als $2 Milliarden hochgeschraubt werden konnten. Wie immer man auch dazu stehen mag, das ist ein mehr als beeindruckendes Ergebnis. Aber jetzt sollte „Avatar“ endlich verschwinden.

Fox wird am Freitag Robert Rodriguez´ Rachesaga „Machete“ herausbringen, in der Danny Trejo und Robert de Niro die Hauptrollen spielen. Am letzten Wochenende des Kinosommers laufen auch die romantische Komödie „Verrückt nach Dir“ (Hauptrollen: Drew Barrymore und Justin Long) von Warner Bros. sowie „The American“, in dem George Clooney unter der Regie von Anton Corbijn einen von Gewissensbissen geplagten Killer spielt, an.

Die nordamerikanischen Top 10, 27-29 August 2010

1. The Last Exorcist, $21.3m

2. Takers, $21m

3. The Expendables, $9.5m. Total: $82m

4. Eat Pray Love, $7m. Total: $60.7m

5. The Other Guys, $6.6m. Total: $99.3m

6. Vampires Suck, $5.3m. Total: $27.9m

7. Inception, $5.1m. Total: $270.7m

8. Nanny McPhee Returns, $4.7m. Total: $17m

9. The Switch, $4.7m. Total: $16.5m

10. Piranha 3D, $4.3m. Total: $18.3m

Erstes offizielles Photo von Avatar 2

Sonntag, 23. Mai 2010

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Avatar wird zum Buch - Darauf haben alle gewartet

Montag, 22. Februar 2010

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AvatarTrailer-thumb-598x327-22629 Lassen sie uns ein kleines Spiel spielen. Stellen Sie sich „Avatar“ vor. Stellen Sie sich alles vor, was Ihnen an „Avatar“ gefallen hat. Und jetzt lassen Sie das ganze 3D weg.

Jetzt denken Sie sich die atemberaubenden visuellen Effekte weg. Nun denken Sie sich die Schauspieler weg, die anrührende Filmmusik, die State-Of-The-Art-Technik und das Spektakel einer vollständig realisierten unbekannten Welt, die so detailliert und liebreizend erscheint, dass man sich insgeheim wünscht, dorthin zu ziehen. Übrig bleibt eine ziemlich banale Umwelt-Geschichte über einen schlanken blauen Jesus, der auf einem Pterodactylus herumfliegt und Sex mit Außerirdischen mit seltsamen Tentakeln hat.copyrightjps2010_2

Oder die Vorgeschichte zu „Avatar“, die James Cameron in Romanform veröffentlichen möchte. Welche, spielt keine Rolle; beides hört sich gleichermaßen dämlich an.

Es besteht kein Zweifel, dass „Avatar“ die Regeln des Kinos verändert hat. In naher Zukunft werden wir mit hunderten von Filmen bombardiert werden, die sich verschiedener Elemente von „Avatar“ bedienen und sie als eigene Leistung ausgeben. Wahrscheinlich werden wir weitere Filme sehen, die auf digitale 3D-Effekte setzen. Oder wir werden mehr Filme sehen, die auf die Motion-Capture-Technologie setzen. Oder vielleicht werden wir erleben, dass Filmemacher immer weniger mit Schauspielern aus Fleisch und Blut arbeiten. Wer weiß?

Aber ich hoffe – ich hoffe wirklich aus tiefstem Herzen -, dass „Avatar“ andere Regisseure dahingehend beeinflusst, dass sie, sobald sie einen Film fertiggestellt haben, sofort nach Hause stürzen und einen aufgeblasenen, schlecht durchdachten, völlig überflüssigen 900 Seiten langen Roman über die Welt schreiben, die sie entworfen haben. Denn James Cameron hat sich entschieden, genau das mit „Avatar“ zu tun. MTV behauptet das, und überhaupt:

„Jim wird den Roman selbst schreiben“, erklärte uns James Landau, der Produzent des Films. „Jim möchte einen Roman schreiben, der eine große, epische Geschichte erzählt, die vieles klarer macht…er würde viel detaillierter über all die Geschichten berichten, die wir aus Zeitgründen nicht genauer erläutern konnten – wie etwa die Schule und Sigourney [Weavers Figur], die an der Schule unterrichtet; Jakes Leben auf der Erde und seine Vorgeschichte und wie er hierher kam.

Oh je, warum nicht gleich eine Szene einbauen, in der Colonel Quaritch Jake beim Abtrocknen nach dem Duschen überrascht und die beiden miteinander zu den Klängen von „I Want To Know What Love Is“ Sex haben, während sie auf einem regenbogenfarbenen Einhorn reiten? Schließlich, wenn James Cameron der Ansicht ist, nach Fanmanier über „Avatar“ schreiben zu müssen, dann sollte er das Thema wenigstens konsequent ausreizen.

Ernsthaft, James. Genug ist genug. Du hast bereits einen Dreistundenfilm über die Welt von „Avatar“ gemacht. Wir brauchen nicht auch noch ein Buch, das allfällige Lücken schließt. Lerne Dich selbst zu beschränken. Denn weißt Du, nach wem Du Dich schön langsam anhörst? Nach George Lucas. Sobald Du anfängst, Bücher zu schreiben und über mögliche Fortsetzungen nachzudenken, wirst Du nicht mehr aufhören können. Du wirst ohne Rücksicht auf Sinn und Qualität „Avatar“-Spin-offs und Trickfilme und Weihnachts-Specials und seltsame, von Discomusik inspirierte Musicals mit Donny und Marie Osmond herausbringen.

Und weißt du, wie das Ganze enden wird? Mit einem fürchterlichen „Avatar“-Prequel, in dem es vor allem um Handelsabkommen und Lobbying innerhalb der Bürokratie von Pandora geht. Oder noch schlimmer, Du könntest Dir am Ende einen Bart wachsen lassen und dich weigern, etwas anderes als karierte Hemden zu tragen, bis irgendwann Dein Hals verschwindet. Ehrlich, James. Lass das mit dem Schreiben, so lange Du noch kannst.

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James Cameron´s Avatar

Samstag, 19. Dezember 2009

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Originaltitel: Avatar
Herstellungsland: USA 2009
Regie: James Cameron 
Drehbuch: James Cameron 
Darsteller: Sam Worthington, Zoe Saldana, Sigourney Weaver, Stephen Lang, Michelle Rodriguez, Giovanni Ribisi

„Avatar“ zählt zu den Filmen, die einen wie „Jurassic Park“ und „Independence Day“ beim ersten Mal durch ihre tollen Spezialeffekte und die Fülle an „Das-haben-Sie-bisher-noch-nicht-gesehen“-Momenten in ihren Bann ziehen, was wahrscheinlich auch der Grund dafür ist, dass so viele überschwängliche Kritiken zu lesen sind. Sind dann erst einmal ein paar Monate ins Land gezogen, finden dieselben Kritiker plötzlich (meist anlässlich der Veröffentlichung auf DVD und Blu-Ray) allerhand an den zuvor so hoch gelobten Streifen auszusetzen. Deshalb ist es schwierig, diese Art von Megaspektakelfilmen gleich abschließend zu bewerten.copyrightjps

James Cameron, der selbsternannte „König der Welt“, bringt 12 Jahre nach dem Reisenerfolg von „Titanic“ ein neues Werk von mindestens ebenso epochaler Größe auf die Leinwand das je nach Quelle zwischen $300 und 400 Millionen verschlungen haben soll. Diesmal erschafft er statt eines Ozeanriesen einen blauen Planeten, auf dem der US Marine Jake Sully (Sam Worthington, bekannt aus „Terminator 4“) von den Einheimischen adoptiert wird. Diese Bewohner von Pandora sehen ungefähr aus wie Mitglieder der Blue Man Group nach einigen Monaten in der Kraftkammer, ebenso wie Jake, nachdem er ihre Gestalt annimmt – genauer gesagt sein Avatar. Die Effekte, die hierbei zur Anwendung kommen, sind so fortschrittlich, dass James Cameron 15 Jahre warten musste, bevor seine Visionen endlich Wirklichkeit werden konnten. Leider ist das Drehbuch bei weitem nicht so fortschrittlich und visionär wie das Design und die Effekte. Wahrscheinlich wäre es besser gewesen, James Cameron hätte das Schreiben einem anderen überlassen. „Avatar“ hätte „Der mit dem Wolf tanzt“ auf Speed werden können, so ist nur ein Trip aus guten alten Hippietagen herausgekommen. Versponnen, spektakulär, aber bei weitem nicht so tiefschürfend, wie uns James Cameron glauben machen will.

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Die einheimische Bevölkerung des erdähnlichen Mondes Pandora – die Na´vi – leben im Einklang mit der Natur. Cameron gönnt uns einen Überflug über das üppige, tropisch anmutende Paradies, während Jake über das vor ihm liegende Abenteuer nachsinnt. Nach dem Tod seines Bruders wird Jake zu den Marines geholt, um an einer Mission teilzunehmen, deren Ziel es ist, die Eingeborenen für die anliegen der Menschen zu erwärmen. Er wurde gewählt, da seine DANN mit der des von Gentechnikern speziell für diesen Zweck geschaffenen Avatars nahezu vollkommen übereinstimmt. Ein besonderer Anreiz für Jake, der von der Hüfte abwärts gelähmt ist, ist die Aussicht, wieder auf zwei Beinen stehen zu können. Das ist auch gut so, denn er fühlt sich zu Neytiri hingezogen, einer Art amazonischer Kriegerprinzessin, die von Zoe Saldana (Uhura aus Star Trek) verkörpert wird. Es ist eine stürmische und zugleich sehr gewöhnliche Liebesgeschichte, die sich da entspinnt.

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Auf der anderen Seite ist Jake hin und her gerissen zwischen dem scharfäugigen und finsterne Colonel Miles Quaritch (Stephen Lang) und der Biologin Grace Augustine. Sigourney Weaver spielt die Naturwissenschafterin mehr als zwei Jahrzehnte, nachdem sie mit James Cameron „Aliens“ gedreht hat, nur dass sie diesmal freundlich zu den Nicht-Menschen ist. Ihr Ziel ist es, einen gemeinsamen Gen- und Ressourcenpool der beiden Rassen zu schaffen, anstatt Pandora zum Wohle der Menschen auszubeuten. Als Jake die Lebensweise der Na´vi besser kennenlernt, freundet er sich nach und nach immer mehr mit ihrer Sichtweise der Dinge an. Aber „Avatar“ ist zumindest ebenso sehr ein Film über James Camerons Liebe zu der Welt, die er im Laufe von eineinhalb Jahrzehnten erträumt und nun zum Großteil auf dem Computer kreiert hat. Die schwebenden Berge und die in neonfarben erstrahlenden Pflanzen sind ja wirklich schön, besonders des Nachts, wenn Fauna und Flora die Strahlen des nahen Gasplaneten auffangen und der Regenwald wie eine Lavalampe leuchtet.

avatar_pandora_flora Diese prachtvolle Szenerie, bis hin zu den an Löwenzahn erinnernden Saathülsen, die ständig zwischen den Bäumen herum schweben, wurde mit einer an Besessenheit grenzenden Liebe zum Detail gestaltet und ist der eigentliche Star des Films. Allerdings ist der 3 D-Effekt gänzlich überflüssig, und die Technik, mit der die Darsteller aufgenommen und eingepasst wurden, um die Menschlichkeit der Darstellung und die Emotionen zu erhalten, kann nicht so recht überzeugen. James Cameron und die Leute von Weta Digital, die ja bekanntlich auch für die digitale Bearbeitung der „Herr der Ringe“-Filme verantwortlich zeichneten, haben es immerhin geschafft, von dem gespenstischen Zombielook (zu sehen etwa in „Der Polarexpress“) wegzukommen, und sind in der Lage, in Großaufnahmen die kleinsten Bewegungen des Auges nachzuahmen. Aber noch keine Technologie hat es vermocht, das wiederzugeben, was sich dahinter abspielt: die Seele. Und an Seele mangelt es diesem Film, seinem ganzen New-Age-Getue zum Trotz. Und dabei geht es nicht nur um die Augen…

Während „Avatar“ mit 3 D-Effekten auftrumpft, ist das dazugehörende Drehbuch schlicht zweidimensional. Colonel Quaritch hätte aus eine Marvel Comic auf die Leinwand spazieren können, so wie er da angesichts des bevorstehenden Krieges sabbert; fehlte nur noch, dass er eine Zigarre in den Mund steckt und den eingeborenen „Baumliebhabern“ den Rauch ins Gesicht bläst. Sigourney Weaver schafft es, ihrer Figur etwas Leben einzuhauchen, aber die Nebendarsteller verkörpern fast ausschließlich Stereotypen. Michelle Rodriguez etwa gibt G.I. Jane, während Giovanni Ribisi als schleimiger Großkonzernheini sträflich unterfordert ist. Die Dialoge sind von furchterregender Banalität und das umweltfreundliche Mäntelchen, das sich James Cameron so gerne überstreift, fühlt sich wie ein billiges Gimmick an, sobald Jake sich in Braveheart verwandelt und den eingeborenen Na´vi erklärt, dass die beste Methode, ihren Lebensraum zu erhalten, darin besteht, zu TÖTEN-TÖTEN-TÖTEN! Und dann geht es auch schon los mit den Explosionen, denn wer schert sich in so einem Moment schon um den CO2-Ausstoß?! „Avatar“ ist nicht nur geistig ziemlich ermüdend, das Sitzfleisch wird ebenfalls reichlich strapaziert. Mit fast drei Stunden Spieldauer ist der Film einfach zu lang, auch wirkt die Liebesgeschichte irgendwie aufgesetzt, fast wie nachträglich eingebaut. Andererseits, um tatsächlich in eine andere Welt eintauchen zu können, müssten sie schon sehr weit fliegen.

Fazit: Ein Effekt-Spektakel mit dramaturgischen Schwächen und aufgesetzter Moral, das nicht wirklich zu überzeugen vermag. Der Lärm der Explosionen und die schöne grün-blaue 3- D-Welt reichen nicht aus, die Spannung aufrecht zu erhalten. Ähnlich wie bei Oliver Stones „Alexander“-Film ist die Begeisterung für sein Thema mit dem Regisseur durchgegangen und hat einen potenziell guten Streifen in ein gigantomanisches Schauspiel ohne Seele verwandelt. Nicht alles, was lange wärt, wird auch wirklich gut…