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Paul – Ein Alien auf der Flucht (Review)

Samstag, 16. April 2011

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Der Komödie über einen außerirdischen Kiffer fehlen die guten Gags

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Originaltitel: Paul
Herstellungsland: USA/UK 2011
Regie: Greg Mottola
Drehbuch: Nick Frost, Simon Pegg
Darsteller: Simon Pegg, Nick Frost, Seth Rogen (Stimme), Jane Lynch, Jason Bateman, Bill Hader, Jeremy Owen, Jeffrey Tambor, Blythe Danner

Seit vielen Jahren suchen Wissenschafter das Weltall intelligentem Leben ab. Und wie Monthy Python einst so treffend feststellten, kann man nur hoffen, dass sie bald welches finden, denn auf Erden gibt es reichlich wenig davon.

Als Beispiel dafür kann „Paul“ dienen.

„Paul“ – schrecklicher Titel – wurde von Simon Pegg und Nick Frost geschrieben, den britischen Schauspielern, die auch in den Hauptrollen zu sehen sind. Greg Mottola, der mit „Superbad“ und „Adventureland“ einen Höhenflug zu haben schien, inszenierte.

Diese drei Herrschaften scheinen über keinerlei Ideen zu verfügen - zumindest aber über keine guten.

Pegg und Frost konnten mit „Shaun of the Dead“ einen Hit landen und verfügen als Darsteller über einen gewissen Kleingarten-Charme (Pegg ist ein eher hasenartiger Typ, Frost erinnert mehr an einen Maulwurf). Doch die Komödie, die sie geschrieben haben, bräuchte ungefähr dreimal so viele Pointen.

Mottola wiederum scheint zumindest die Hälfte von dem, was er über richtiges Timing und visuellen Stil gelernt hat, vergessen zu haben.

Die große „Überraschung“ - ein Gaststar, dessen überraschendes Auftauchen im dritten Akt ein riesiger Gag sein soll – ist offensichtlich, sobald man zum ersten Mal seine Stimme hört. Ein abgedroschener Gag – eine schockierte Person wird steif wie ein Bügelbrett und fällt nach hinten um – kommt gleich dreimal zum Einsatz.

Außerdem gibt es viele plumpe seht-euch-diese-verdammten-Yankees-an Stereotype – religiös fanatische Bauerntrampel, hinterwäldlerische Jäger, illegal eingewanderte Hilfskellner, stümperhafte, verklemmte FBI-Agenten -, die Autoren , die nie in den USA gelebt haben, viel lustiger vorkommen, als sie in Wahrheit sind.

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Pegg und Frost spielen Graeme Willy und Clive Gollings, zwei britische Nerds, die in die USA reisen, um die ComicCon in San Diego zu besuchen, als Ewoks verkleideten Mädchen nachzusteigen, sich zu überlegen, ob sie $1000 teure Samurai-Schwerter kaufen sollen, und Bücher von einem herablassenden Science-Fiction-Autor (Jeffrey Tambor, der erste einer ganzen Reihe von Cameo-Auftritten in dem Film) signieren zu lassen.

Nach der Veranstaltung in San Diego mieten Graeme und Clive, die jeder wegen ihres Akzents für schwul hält, einen Campingwagen, um die Orte der bekanntesten Alien-Sichtungen aufzusuchen: Area 51, die Black Mailbox, Roswell, New Mexico. Während dieser Reise treffen sie einen echten Außerirdischen. Alien Paul (computergeneriert und von Seth Rogen gesprochen) ist nicht nur der Titelheld, sondern auch der große Gag des Films: er trägt Flip-Flops und Shorts, benimmt sich wie ein Verbindungsstudent, flucht wie ein Matrose und versucht, wie so viele auf der Erde gestrandete Aliens vor ihm, nach Hause zu gelangen. Allerdings nicht sofort, denn er ist ein leidenschaftlicher Kiffer, der noch eine Weile diesem „Hobby“ frönen möchte.

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Der Charakter ist leidlich lustig, doch die Computeranimation ist sowohl hässlich als auch unsinnig (es wäre besser und billiger gewesen, einen dünnen Typen mit Make-up in den Außerirdischen zu verwandeln). Und die Witze auf Kosten der Amerikaner sind nicht nur ermüdend - sie sind nicht einmal besonders gut.

Pegg bemüht sich sehr (vielleicht liegt das daran, dass alle seine Filme seit „Shaun“ mehr oder weniger floppten). Und es gibt Unmengen an popkulturellen Anspielungen für die Fanboys, wenn man den das Erkennen von Insider-Gags als für wirklich lustig hält (Hey, in dem Kino wird „Duell“ angekündigt!). Manche dieser Anspielungen – „Lorenzos Öl“, wirklich? – sind einfach unerklärlich.

Zugegeben, die Prämisse taugt etwas – zum Beispiel für eine kurze MAD-Geschichte. Für einen Spielfilm gibt es einfach viel zu wenige gute Gags und die Art des Humors (viele unangemessene Flüche und Slapstick-Gewalt) zeugen von der zunehmenden Verzweiflung der Macher.

Beam uns hoch Scotty. Hier gibt es kein intelligentes Leben.

Ironclad: Dieser neue Clip beansprucht Ihre Burg

Donnerstag, 24. Februar 2011

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ironclad-clip-220x150 Das Mittelalter-Actionepos „Ironclad“ kommt am 4. März in die britischen Kinos und nach dem, was bisher zu sehen war, deutet alles darauf hin, dass es sich um einen sehr brutalen und gelungenen Film mit tollen darstellerischen Leistungen handelt, der das Beste aus einer unruhigen und wichtigen Zeit der englischen Geschichte macht.

Nun ist ein neuer Clip erschienen, der eine kleine Ruhepause von dem Gemetzel bietet und Brian Cox die Gelegenheit gibt, ein wenig von seinem schauspielerischen Talent zu zeigen und uns über die Zusammenhänge zu informieren. Weiters sind in dem von Jonathan English inszenierten Streifen Paul Giamatti,  James Purefoy, Jason Flemyng, Mackenzie Crook, Derek Jacobi, Charles Dance, Kate Mara  und der Newcomer Aneurin Barnard zu sehen.

„Ironclad“ erzählt die Geschichte einer Belagerung, die man wohl am besten als Englands Version der Schlacht um Fort Alamo bezeichnen kann. Im Jahre 1215 verteidigten rund 100 Soldaten, zumeist Söldner, die Burg von Rochester gegen das Heer von König John (Paul Giamatti), der, erzürnt darüber, dass er die Magna Carta unterzeichnen musste, versuchte, nach London zu marschieren, um das ganze Land wieder unter seine Kontrolle zu bekommen. Kurz vor seinem Ziel blockierte die Burg von Rochester seinen Weg. Trotz der relativ geringen Besatzung war der König gezwungen, die Burg mehrere Monate lang zu belagern.

The King´s Speech (Review)

Montag, 21. Februar 2011

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Hervorragende schauspielerische Leistungen machen einen eher langweiligen und auf Filmpreise getrimmten Film erträglich

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Originaltitel: The King´s Speech
Herstellungsland: UK/AUS/USA 2010
Regie: Tom Hooper
Drehbuch: David Seidler
Darsteller: Colin Firth, Helena Bonham Carter, Derek Jacobi, Robert Portal, Richard Dixon, Paul Trussell, Geoffrey Rush, Jennifer Ehle, Charles Armstrong, Calum Gittins

Große Schauspieler freuen sich über große Herausforderungen.

Gilt es, jemanden mit einem Akzent oder einem Sprachfehler zu spielen? Einen Hinkenden? Einen Buckligen? Diese körperlichen Details rufen in den Darstellern nicht nur Erinnerungen an das kindliche Verkleidenspielen wach, sondern bieten auch riskante neue Gelegenheiten für den Gewinn des einen oder anderen großen Filmpreises.

Doch wirklich große Schauspieler stellen sich diesen Herausforderungen nicht nur auf rein spieltechnischer Ebene.

Und in „The King´s Speech“ erinnert uns Colin Firth einmal mehr daran, was für ein großartiger Schauspieler er ist.

Wir sollten es auch nicht vergessen haben – erst letztes Jahr war er in „A Single Man“ einfach umwerfend und hätte für diese Leistung nicht nur für einen Oscar nominiert werden, sondern die Statue auch gewinnen müssen (tut mir leid, Jeff Bridges).

Vielleicht wird diese Kränkung heuer gutgemacht.

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Es ist nur allzu verständlich, dass sich Firth als klassisch ausgebildeter Schauspieler für seine Rolle in diesem Film rasch erwärmen konnte. Er spielt König George VI, das Oberhaupt des Britischen Empire während der Jahre des Zweiten Weltkrieges, dessen erste und wichtigste Pflicht es war, sein fast lebenslanges Stottern zu überwinden.

Für den König war dies jedoch nicht nur eine rein persönliche Herzenssache, es war eine Staatsangelegenheit; er verfügte zwar kaum über politische Macht, doch seine wichtigste Rolle – als Inspiration für seine Landsleute in schwierigen Zeiten - hatte sich seit mehr als tausend Jahren nicht verändert. Und er wusste, dass ein Anführer ohne Stimme nie wirklich anführen kann.

Deshalb begann er, bei einem sich vorsätzlich proletenhaft gebenden Australier, der darauf bestand, ihn „Bertie“ zu nennen, Sprechunterricht zu nehmen.

Aber Firth ist nicht nur ein Meister der Technik, sondern auch der Emotion. Wie manche Stars vor ihm - Daniel Day-Lewis in „Mein linker Fuß“, Ian McKellen in „Richard III“ – hat er nicht nur eine Studie eines körperlichen Gebrechens geschaffen, sondern das Drama eines Mannes, der in einem gefangen ist und heftig darum kämpft, auszubrechen.

Es ist eine brillante, tief bewegende darstellerische Leistung.

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In Geoffrey Rush hat er einen kongenialen Partner. Rush, der hier auch als einer der Produzenten fungiert, hat die wesentlich weniger dankbare Rolle von Lionel Logue, dem Sprechtrainer, übernommen. Doch er ist, genau wie seinerzeit der echte Logue, ein exzellenter Gegenpart – er hänselt und testet diesen einsamen Mann, der auf so schreckliche Weise von der realen Welt abgeschnitten ist.

Regisseur Tom Hooper erzählt die Geschichte sehr einfach, ohne auf traumatische Rückblenden und akustische Effekte zurückzugreifen. Stattdessen konzentriert er sich darauf, die damalige Zeit detailgetreu darzustellen. (Die rissigen mit Gips verputzten Wände von Logues Büro haben ihren eigenen speziellen altersschwachen Reiz.) Und natürlich auf seine hervorragende Besetzung – darunter Derek Jacobi als Erzbischof von Canterbury und Helena Bonham Carter als Ehefrau von George VI.

Diese Einfachheit macht es uns möglich, uns ganz auf das (einfach gestrickte) Drama zu konzentrieren, besonders auf Firths tiefempfundene Darstellung. Er zeigt uns das fast körperliche Unbehagen des Stotterns des Königs. Aber er offenbart auch den emotionalen Schmerz, als ihn die Mitglieder der Familie wie ein Kind behandeln, einen Schwächling, eine Witzfigur oder - am schmerzlichsten - wie jemanden, dem man überhaupt nicht zuhört.

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Doch nicht alles an dem Film ist perfekt. „The King´s Speech“ wird etwas langatmig, sobald er die schäbigen Räume verlässt, in denen der König und Logue so hart arbeiten. (Er verkürzt auch die englische Geschichte auf ziemlich bedenkliche Weise; einige der engsten Verwandten des Königs wurden einfach weggelassen und die politischen Ansichten von Winston Churchill geschönt, damit das Klischee des Zigarre rauchenden Helden aufrechterhalten werden kann.) die Szenen könnten ein wenig bissiger und die dramatischen Wendepunkte der Geschichte etwas dramatischer gestaltet sein. Lustig wird der Film, den man durchaus als Prequel zu „The Queen“ bezeichnen könnte, nur einmal, und zwar ganz am Ende und unfreiwillig: Der König erklärt Deutschland den Krieg, während Beethovens 7. Symphonie immer weiter anschwillt. Anscheinend konnte der Regisseur kein Stück eines britischen Komponisten finden, um die große Botschaft zu transportieren.

Und trotz der großartigen schauspielerischen Leistungen ist und bleibt es die wenig bemerkenswerte Geschichte eines Mannes, der das Stottern überwindet. Aber genau das sollte dazu führen, dass einem Darsteller endlich die verdiente Auszeichnung zuteil wird.

Fazit: Eine eher banale Geschichte voll von historischen Ungenauigkeiten, die ausschließlich von den großartigen Darstellern lebt. Ein Pflichtfilm für die Liebhaber der englischen Sprache und der gepflegten britischen Schauspielkunst.

The Wicker Tree: Neuer Trailer

Mittwoch, 9. Februar 2011

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the-wicker-tree-poster Das Tolle an diesem neuen Trailer für „The Wicker Tree“ ist das Erste, was man hört – die kräftige, hallende Stimme von Christopher Lee, die sofort eine Verbindung zu Robin Hardys Kultklassiker „The Wicker Man“ herstellt, einem der besten Horrorfilme, die je gedreht wurden.

Lee schlüpft jedoch nicht wieder in die Rolle von Lord Summerisle, da dieser Film keine Fortsetzung, auch kein Remake oder Reboot, sondern Hardy zufolge ein „Gegenstück“ zu dem gefeierten Original ist.

Dieser zweite Trailer – es gab schon einen Teaser – enthüllt ein wenig mehr von der Geschichte, die Hardy sich für uns ausgedacht hat, und gibt uns die Möglichkeit, Graham McTavish und Brittania Nicol sowie dieses Bild zu sehen, für das der Film hoffentlich eine Erklärung liefern wird:

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Eine qualitativ bessere Version können Sie hier sehen.

Ironclad: Explosiver erster Trailer für den Film über einen der wichtigsten Momente der englischen Geschichte

Mittwoch, 2. Februar 2011

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Ironclad-poster-1 „Ironclad“ erzählt die Geschichte einer Belagerung, die man wohl am besten als Englands Version der Schlacht um Fort Alamo bezeichnen kann. Im Jahre 1215 verteidigten rund 100 Soldaten, zumeist Söldner, die Burg von Rochester gegen das Heer von König John (Paul Giamatti), der, erzürnt darüber, dass er die Magna Carta unterzeichnen musste, versuchte, nach London zu marschieren, um das ganze Land wieder unter seine Kontrolle zu bekommen. Kurz vor seinem Ziel blockierte die Burg von Rochester seinen Weg. Trotz der relativ geringen Besatzung war der König gezwungen, die Burg mehrere Monate lang zu belagern.

Paul Giamatti, Brian Cox, James Purefoy, und Kate Mara spielen die Hauptrollen in einem Film, der optisch wirkt, als hätte man mittelalterliches Schlachtengetümmel im „Battlestar Galactica“-Stil gefilmt. Zumindest erweckt der erste Trailer diesen Eindruck:


To watch more, visit www.t5m.com

Vor einigen Wochen erschien ein kürzerer Teaser Trailer, in dem noch ein etwas anderer Ton angeschlagen wurde:

„Ironclad“ läuft am 4. März in den britischen Kinos an. Weitere Veröffentlichungstermine stehen noch nicht fest.

The Tapes: Trailer für den Found-Footage-Indie-Film

Freitag, 28. Januar 2011

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Synopsis: Im Februar 2008 findet die Polizei am Schauplatz eines brutalen Verbrechens mehrere Videobänder. 3 Jugendliche (2 Männlein, 1 Weiblein) stießen allem Anschein nach, während sie ein Bewerbungsvideo für „Big Brother“ drehten, auf einige Leute, die ein eigenartiges Ritual abhielten. Nun präsentieren wir Ihnen mit Erlaubnis der Familien der Opfer… die Bänder. Sehen Sie, was die Opfer sahen.

„Blair Witch Project“ lässt grüßen…

Immer Drama um Tamara (Review)

Sonntag, 2. Januar 2011

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Endlich wieder einmal eine romantische Komödie, in die man sich verlieben kann

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Originaltitel: Tamara Drewe
Herstellungsland: GB 2010
Regie: Stephen Frears
Drehbuch: Moira Buffini, basierend auf der Graphic Novel von Posy Simmonds
Darsteller: Gemma Arterton, Roger Allam, Bill Camp, Dominic Cooper, Luke Evans, Tamsin Greig, Jessica Barden, Charlotte Christie, James Naughtie, John Bett, Josie Taylor

Niemand vermag Literatur und Sex so gekonnt zu verbinden wie die Briten. Die Unterdrückung der unteren Klassen führt nur allzu oft zu gesundem Fi****, wenn das Bedürfnis, einander ausufernde Wortgefechte zu liefern, mit dem Verlangen, sich ausschweifenden Liebespielen im Heu hinzugeben, in Konflikt gerät – und fast immer verliert. Die leichte, auf dem Lande spielende Komödie „Immer Drama um Tamara“ stürzt sich gleich ins triebhafte Geschehen und bringt die ländliche Idylle ganz schön durcheinander. Dass der film nicht allzu viel Sinn macht, liegt sicher daran, dass moderne Kinobesucher und Filmemacher einfach nicht wissen, was sie mit einer sympathischen Heldin anfangen sollen, die sich sehr gerne auf sexuelle Abenteuer einlässt.

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Gemma Arterton as Tamara Drewe
Photo by Peter Mountain, Courtesy of Sony Pictures Classics

In der Hauptrolle ist Gemma Arterton zu sehen, eine junge britische Aktrice, die bombastische Hollywood-Phantasien wie „Kampf der Titanen“ und „Prince of Persia: Der Sand der Zeit“ überstanden hat, weshalb sie sich eine kurze Erholungspause auf der heimatlichen Insel mehr als verdient hat. Die von ihr gespielte Tamara Drewe, eine glamouröse Londoner Zeitungskolumnistin, kehrt mit einer neuen Nase und einem Koffer voller superkurzer Shorts in ihr Heimatdörfchen Ewedown im malerischen Dorset zurück. Von ihrem Wohnsitz nur durch einige Felder getrennt ist Stonefield, ein Zufluchtsort für Schriftsteller, die Ruhe suchen. Hier wimmelt es nur so von Autoren und Möchtegern-Autoren in Tweed-Anzügen – eine wunderbare Ameisenkolonie, wie geschaffen, um von Tamara drucheinandergewirbelt zu werden.

Eigentümer von Stonefield ist Nicholas (Roger Allam), ein gebieterischer und sehr erfolgreicher Autor von Detektivgeschichten; seine Frau Beth (Tamsin Greig) sorgt für den reibungslosen Tagesablauf und ignoriert passiv-aggressiv die Weibergeschichten ihres Mannes. Der Hausmeister des Schriftsteller-Refugiums heißt Andy (Luke Evans) und ist ein attraktiver und muskulöser junger Kerl, dessen Familie einst Tamaras Landhaus gehörte und der geflissentlich versucht, die kurze Affäre zu verdrängen, die er und Tamara hatten, als ihre Nase noch riesig war.

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Weitere Charaktere laufen fröhlich herum: Ein amerikanischer Akademiker (Bill Camp), der mit seiner Thomas-Hardy-Biographie nicht und nicht vorankommt und sich in Beth verguckt hat; ein spöttelnder britischer Rockstar (Dominic Cooper), der sich freut, Tamaras neuester Gespiele zu sein; zwei Teenagerinnen, Jody (Jessica Barden) und Casey (Charlotte Christie), die sich langweilen langweilen LANGWEILEN und nichts Gutes im Schilde führen; die anmutige Eigentümerin eines Pub (Josie Taylor); der Hund des Rockstars. Jeder und jede läuft ständig jedem und jeder über den Weg, die possenhaften Komplikationen werden immer mehr und wenn sich Regisseur Stephen Frears einmal nicht sicher ist, was er tun soll, schickt er Kameramann Ben Davis hinaus, um atemberaubende Landschaftsaufnahmen zu machen. Frears hat im Laufe seiner Karriere alle möglichen Filme gemacht, von „Mein wunderbarer Waschsalon“ bis hin zu „High Fidelity“ und „The Queen“; dies ist auch für ihn ein Erholungsurlaub.

Der Film basiert auf einer seltsamen Mischung aus Graphic Novel und Fortsetzungsnovelle von Posy Simmonds, die im Wochenabstand im englischen Guardian erschien; Simmonds wiederum ließ sich zu ihrem Werk von Thomas Hardys Roman „Far From the Maddening Crowd“ („Am grünen Rand der Welt“) inspirieren. Die Graphic Novel ist nicht einfach zu adaptieren und es ist Frears auch nicht ganz geglückt. Es mag sein, dass all die munteren Schlafzimmerszenen auf der Leinwand mehr moralisches Gewicht bekommen, aber Tamara wirkt am Ende des letzten Aktes nicht mehr wirklich charmant und verführerisch, sondern eher wie eine Beziehungskillerin. Ein Besetzungsfehler spielt auch eine Rolle: Allam ist ein talentierter Schauspieler, aber im fehlt die sexuelle Anziehungskraft, über die Nicholas verfügen muss, um manche der Wendungen glaubhaft zu machen.

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Die Graphic Novel hat ein ziemlich düsteres Ende, das Drehbuchautorin Moira Buffini entschärft, ohne es zu negieren, und das ein leichtes erzählerisches Durcheinander erkennen lässt. Natürlich darf es in einer Komödie auch düstere Momente geben, doch diese Wechsel im Tonfall, die vielleicht in einem einmal pro Woche erscheinenden Comic funktionieren mögen, ergeben ein Wirrwarr, wenn sie unmittelbar aufeinander folgen. „Immer Drama um Tamara“ ist eine unterhaltsame leichte Komödie, die leider immer wieder über ihre eigenen Beine stolpert.

Ben Barnes ist nicht der einzige, der auf dem neuen Poster Bono killt

Mittwoch, 15. Dezember 2010

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killing-bono-220x139 Wie stellt man es eigentlich an, wenn man Bono wirklich killen möchte? Einen Mann, der so zu so einem großen Star wurde, dass er praktisch unangreifbar ist, zumal für seine ehemaligen Schulkameraden, die nur gleich ihm Rockstars werden möchten.

Das ist die Prämisse von Nick Hamms neuem Film „Killing Bono“ mit Ben Barnes („Die Chroniken von Narnia: Prinz Kaspian von Narnia“), Robert Sheehan, Krysten Ritter und Pete Postlethwaite…allerdings ohne das tatsächliche Töten.

Vor kurzem wurde das neueste Poster veröffentlicht, auf dem die Hauptdarsteller mehr oder weniger wie auf Fahndungsfotos aussehen. Es sieht fast so aus wie das „Burlesque“-Poster, nur dass es mit zwei zusätzlichen Gesichtern „aufgefettet“ wurde. Ich überlasse es Ihnen, zu entscheiden, ob das eine gute Idee ist.

„Killing Bono“ kommt am 1. April zunächst einmal in die britischen Kinos. (Sollten Sie den Trailer verpasst haben, finden Sie ihn im Anschluss an das Poster.)

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Der Trailer für „Killing Bono“ mag U2 ganz und gar nicht

Samstag, 4. Dezember 2010

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killing-bono-movie-trailer Den meisten fällt es ziemlich schwer, U2 nicht zu mögen. Man kann von dem persönlichen Gebaren der Bandmitglieder und besonders von dem Messias-Gehabe von Bono halten, was man will, man wird zugeben müssen, dass es der Gruppe im Laufe der letzten 25 Jahre immer wieder gelungen ist, hervorragende Musik zu produzieren. Aber die meisten Leute sind auch nicht in einer rivalisierenden Band, die zur gleichen Zeit wie U2 den Durchbruch schaffen möchte.

The Daily Telegraph hat den Trailer für „Killing Bono“ ins Netz gestellt, einen zur Hälfte auf einer wahren Geschichte beruhenden Film über den Musikkritiker Neil McCormick, der zusammen mit seinem Bruder in einer Band war und sich einen Namen machen wollte, als sich U2 daran machten, mit ihrer Musik die Welt zu erobern. Wie Sie sich vermutlich denken können, hatte eine Band wesentlich mehr Erfolg als die andere. Der Film wurde von Nick Hamm („The Hole“) mit Ben Barnes („Die Chroniken von Narnia“) in der Hauptrolle inszeniert. Hier ist der Trailer:

Sieht verdammt lustig aus. Das Ganze wirkt wie eine Underdog-Geschichte, bei der man von vorneherein weiß, dass die Protagonisten verlieren werden, aber der Film scheint mit soviel Liebe und Humor gemacht zu sein, dass man ihn und die Hauptfiguren trotzdem (oder gerade) deswegen ins Herz schließt und ihnen alles Gute wünscht. Aber vielleicht bin ich auch nur voreingenommen, denn ich liebe Filme, in denen sich alles um Musik dreht („This Is Spinal Tap“, „The Commitments“, „High Fidelity“, etc.). Was meinen Sie?

Neues Poster für „Brighton Rock“ (+ Trailer)

Montag, 29. November 2010

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brighton-rock-poster-220x138 Der Film soll ja nicht so gelungen sein, aber trotzdem (oder vielleicht gerade deswegen) wird heftig für Rowan Joffes Adaption von Graham Greenes Roman „Brighton Rock“ geworben.

Das neue unterscheidet sich nicht großmächtig von dem vorherigen Poster, aber immerhin sind diesmal auch Sam Rileys Co-Stars Helen Mirren und Andrea Riseborough zu sehen. Andy Serkis und John Hurt wirken ebenfalls in dem Film mit, der ab dem 4. Februar 2011 in Großbritannien und ab dem 7. April 2011 in Deutschland zu sehen sein wird.

Falls Sie mehr über den Streifen wissen möchten, sehen Sie sich bitte den folgenden Trailer an:


To watch more, visit www.t5m.com

Und hier ist das neue Poster:

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(UK Quad-Format)

„Peeping Tom“ („Augen der Angst“) ist 50 Jahre alt

Mittwoch, 17. November 2010

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Der einst viel gescholtene und boykottierte Film von Michael Powell ist heute ein anerkanntes Meisterwerk. Karlheinz Böhm brilliert darin in einer seiner besten – und seiner mit Abstand kontroversesten – Rolle.

Wer „Peeping Tom“ noch nicht kennt, sollte sich den Horror-Thriller unbedingt einmal ansehen.