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Ohne Limit (Review)

Sonntag, 17. April 2011

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Angeblich intelligenter Thriller bietet letztendlich doch nur schon Gewohntes

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Originaltitel: Limitless
Herstellungsland: USA 2011
Regie: Neil Burger
Drehbuch: Leslie Dixon, basierend auf dem Roman von Alan Glynn
Darsteller: Bradley Cooper, Robert De Niro, Abbie Cornish, Andrew Howard, Anna Friel, Johnny Whitworth, Tomas Arana, Robert John Burke, Darren Goldstein

„Ich leide nicht unter Größenwahn“, prahlt Eddie Morra (Bradley Cooper), der dreiste Held von „Ohne Limit“. „Ich habe ein Rezept für Größe“. Tatsächlich verfügt Eddie über einen großen Vorrat an durchsichtigen Pillen – es handelt sich um ein neues Präparat namens NZT-48, das noch nicht für den Markt zugelassen ist -, die es den Konsumenten erlauben, 100% ihres Gehirns zu benützen (anstatt der oft zitierten und mythischen 10%). Das bedeutet, dass Eddie, der zuvor ein wenig erfolgreicher Romanautor war, der noch dazu unter einer ständigen Schreibblockade litt, nun ein ganzes Buch in nur vier Tagen schreiben, in drei Tagen das Klavierspielen erlernen, sich Fremdsprachen durch bloßes Zuhören aneignen und durch bloßes Erinnern an Bruce-Lee-Filme Kung-Fu-Techniken anwenden kann.

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So ein Wundermittel würden natürlich alle gerne in die Hände bekommen, weshalb es wenig überrascht, dass Eddie, der seinen Vorrat seinem verstorbenen Schwager zu verdanken hat bald herausfindet, dass er bei weitem nicht der einzige von NZT Abhängige ist. Schlimmer jedoch ist, dass die Nebeneffekte, etwa Blackouts, immer dramatischer werden, je mehr Pillen Eddie schluckt. Während eines besonders langen Blackouts soll er sogar eine Frau ermordet haben.

„Ohne Limit“, basierend auf einem Roman von Alan Glynn und von Neil Burger („The Illusionist“) elegant inszeniert, ist ein außergewöhnlich hektischer Film. Neben verschiedenen Action- und Thriller-Handlungssträngen muss der Streifen auch noch Zeit finden für Eddies Versöhnung mit seiner Ex-Freundin (Abbie Cornish) und seine Partnerschaft mit einem Tycoon (Robert De Niro, sträflich unterfordert), der die geistigen Ergüsse des Intelligenzlers zu seinem eigenen finanziellen Vorteil nützen möchte. Eddie wird so gescheit, dass er anfängt, die Zukunft vorherzusagen – eine praktische Fähigkeit für einen Gordon Gekko oder die X-Men, doch ein weiteres Detail des Films über Superintelligenz, das nicht den geringsten Sinn macht.

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Die Story bewegt sich so schnell vorwärts wie der überintelligente Held, dessen neu gewonnene Geisteskraft verlangt, dass er ständig aktiv bleibt, weil er sonst explodieren würde (bildlich gesprochen). Um die rasende Schnelligkeit von Eddies Gedanken zu vermitteln, setzt Burger eine Reihe raffinierter Spezialeffekte ein, die zwar visuell atemberaubend sind, den Zuschauer aber nicht in die Handlung hineinziehen. Wahrscheinlich tut sich stilistisch so viel, damit wir nicht merken, dass viele Nebenhandlungsstränge nicht zu Ende geführt werden. Trotz der rastlosen Energie läuft bei „Ohne Limit“ letztlich wie gewohnt alles auf Schießereien und die Zerstörung von Eigentum hinaus. Mit ein wenig mehr Mut zum Risiko hätte dies ein besserer, eigenartigerer und düstererer Film werden können. Stattdessen ist es nur rasende Unterhaltung, die durchscheinen lässt, dass der Hauptdarsteller das Zeug zum Star hat. Wie intelligent man auch sein mag, Hollywood findet immer einen Weg, einen dümmer zu machen.

Fazit: Trotz interessanter Prämisse verkommt „Ohne Limit“ zu einem durchschnittlichen Thriller, der außer einigen tollen visuellen Effekten nichts Neues zu bieten hat.

Sean Penn hat im neuen Clip aus This Must Be The Place eine wilde Frisur

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Vor kurzem hat ein neuer Clip aus dem Musikfilm „This Must Be The Place“ mit Sean Penn den weg ins Internet gefunden. Obwohl ich mich ständig zwinge, traurige Männer, die Make-up tragen, zu hassen, muss ich zugeben, dass es etwas für sich hat, den Schauspieler hier herausgeputzt zu sehen, als wäre er das sechste Mitglied von The Cure. Das neue Bildmaterial, das zum Teil Musikvideo und zum Teil ein Video über Leute, die ein Musikvideo ansehen, ist, ist von einer einsamen, „Magnolia“-artigen Atmosphäre geprägt.

„This Must Be The Place“ folgt dem von Penn gespielten Charakter, einem einst berühmten Rockstar, der sich nach New York aufmacht, um seinen im Sterben liegenden Vater zu besuchen. Leider kommt er ein bisschen zu spät. Er erfährt aber, wie unendlich sein Vater während des Zweiten Weltkriegs im Konzentrationslager leiden musste. Zornig, gelangweilt und allein, beschließt er, das Leid, das seinem Vater von einem KZ-Wächter zugefügt wurde, der sich jetzt irgendwo versteckt hält, zu rächen. Der Streifen wurde von Paolo Sorrentino („Il Divo“) inszeniert und wird in Cannes uraufgeführt werden.

Llama Lautner ist noch immer ein brillanter Schauspieler

Freitag, 15. April 2011

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Taylor Lautner ist ein erbärmlicher Schauspieler mit einer vulgären Nase und einem ernsten Mundatmungsproblem, doch an wen sonst sollte sich Hollywood melden, wenn wieder einmal ein athletischer Neunzehnjähriger gebraucht wird? Natürlich mussten sie ihn in eintausend Filmen besetzen. Manche Filmfreunde glauben ernsthaft, dass man in dieser Beziehung eine andere Wahl gehabt hätte. Träumer! Als Studiomanager hat man sich nicht darum zu kümmern, was einem selbst gefällt, sondern darum, was den Teenagern gefällt, die zu mögen man vorgibt, um wichtig und zeitgemäß zu erscheinen. Wie dem auch sei, vor kurzem ist ein Trailer für „Abduction“ von „Boyz in the Hood“-Regisseur John Singleton aufgetaucht, in dem Taylor Lautner erstmals alleine im Mittelpunkt steht. Sollte das nicht eher „Abz-duction“ heißen? Nebenbei: „Boyz in the Hood“ ist mittlerweile 20 Jahre alt. Können wir jetzt endlich dazu übergehen, ihn „2 Fast 2 Furious“-Regisseur John Singleton zu nennen?

Der Plot: Taylor Lautner ist Nathan, ein durchschnittlicher, die Highschool besuchender Teenager mit Waschbrettbauch, der ständig Sonnenbrillen trägt und ein supercooles Motorrad fährt. Sein Leben ist eine einzige Pool-Party, bis ihn eines Tages (*Paukenschlag*) seine beste, sehr attraktive, aber platonische Freundin anruft und sagt: „Nathan. Das musst du dir ansehen. Ich habe diese Website entdeckt, die zeigt, wie vermisste Kinder heute aussehen könnten.“ Weil natürlich jede Schülerin im Teenageralter die ganze Nacht am Computer sitzt, um auf Websites, die vermissten Kindern gewidmet sind, Photos durchzusehen. Nathan sieht sich die Site auf seinem brandneuen Macbook an und entdeckt, wer hätte das gedacht, ein Kind, das im gleicht wie ein Ei dem anderen. Anstatt nun einfach zu sagen: „Haha, ist das nicht lustig, ich sehe genauso aus wie ein computergeneriertes Bild auf einer Website für vermisste Kinder“, meint er sofort: „OMG, LASS ALLES FALLEN, ES STEHT FEST, ICH WURDE ENTFÜHRT.“

Und in dem Moment taucht Stanley Tucci* auf und erschießt seine Mutter.

Ich weiß, was Sie jetzt denken: Wird auch Parkour zu sehen sein? Dazu sage ich nur: Springen Sie zu 2:08 vor. BOOM, PARKOUR LLAMA! Doch am besten gefällt mir, Taylor Lautner bei seinen Schauspielversuchen zuzusehen. Er kann zwei Emotionen ausdrücken: Entschlossen und verwirrt. Die sehen ziemlich gleich aus.

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*Ein Typ, der wie Stanley Tucci aussieht, vermutlich.

„Passion Play“ Trailer: Bill Murray und Mickey Rourke kämpfen um den gefallenen Engel Megan Fox

Donnerstag, 14. April 2011

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Seit John Travoltas „Michael“ war im Kino nicht mehr so viel Engelsex zu sehen. In „Passion Play“ spielt Megan Fox einen waschechten gefallenen Engel (mit flauschigen Flügeln und allem Drum und Dran). Sie wird von dem bösen Bill Murray kontrolliert und von einem sehr zerknautschten Mickey Rourke geliebt.

Ich bin mir nicht sicher, was ich von diesem Film halten soll. Ich liebe den von Drehbuchautor/Regisseur Mitch Glazer mitgeschriebenen Film „Die Geister, die ich rief…“ („Scrooged“), doch sein Regieerstling sieht nach einem ziemlichen Durcheinander aus. Außerdem lösen sich Megan Fox´ Flügel immer wieder in Nichts auf. „Passion Play“ kommt am 6. Mai in einige ausgewählte amerikanische Kinos und wird am 31. Mai auf DVD veröffentlicht.

Hier ist die offizielle Synopsis:

Der von Mitch Glazer (Drehbuchautor von „Scrooged“) geschriebene und inszenierte Streifen wartet mit einer himmlischen Besetzung auf, zu der neben etlichen anderen die vor den Oscar nominierten Mickey Rourke und Bill Murray, Megan Fox, Kelly Lynch, Rhys Ifans und die ehemalige UFC-Sensation Chuck Liddell zählen. Nate Poole (Rourke) ist ein gescheiterter Musiker, der vor dem schießwütigen Gangster Happy Shannon Murray) flieht. Auf seiner Flucht begegnet er einem herumtingelnden Rummel und ist sofort von dessen Attraktion Lily „The Bird Woman“ (Fox) fasziniert. Doch Lily ist kein Fake: ihre Flügel sind echt. Der Musiker auf der Flucht verliebt sich in diese engelsgleiche Kreatur und überredet sie, mit ihm durchzubrennen, was ihren skrupellosen Arbeitgeber (Ifans) gar nicht freut. Die beiden fliehen durch die Wüste, aber… wohin? In ihren Untergang? An einen sicheren Ort?

Der Trailer hält einen besonderen Gag bereit: Mickey Rourke wird darin als Oscargewinner (er war für „The Wrestler“ nominiert) bezeichnet, obwohl er gegen Sean Penn („Milk“) verlor. Da war wohl jemand voreilig oder vergesslich.

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Zweifelhafte Definition von „demnächst“ der Woche

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(Aus dem neuen Teaser Trailer für „The Woman in Black“. Der Streifen läuft im Februar 2012 an.)

Ich muss jetzt schnell weg. Die olympischen Sommerspiele stehen vor der Tür und ich habe noch nicht gepackt…

The Mechanic (Review)

Sonntag, 10. April 2011

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Ziemlich freies Remake des Action-Thrillers mit Charles Bronson hat wenig Neues zu bieten

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Originaltitel: The Mechanic
Herstellungsland: USA 2010
Regie: Simon West
Drehbuch: Richard Wenk, Lewis John Carlino, basierend auf einer Story von Lewis John Carlino
Darsteller: Jason Statham, Ben Foster, Tony Goldwyn, Donald Sutherland, Jeff Chase, Mini Anden, James Logan, Eddie J. Fernandez, Christa Campbell, Mark Nutter

„The Mechanic“, ein loses Remake des gleichnamigen Action-Thrillers mit Charles Bronson aus dem Jahre 1972, wirkt sofort vertraut, selbst wenn man das Original nicht gesehen hat. Gibt es nicht schon mehr als genug Filme über einzelgängerische, mysteriöse Auftragsmörder? Kann es in diesem Genre überhaupt noch etwas grundlegend Neues geben? Dem routiniert inszenierten, rasanten Zeitkiller von Simon West zufolge ist diese Frage mit einem entschiedenen Nein zu beantworten.

Jason Statham legt dasselbe stoische, sachliche Auftreten an den Tag, das man aus so gut wie allen seinen anderen Filmen („The Transporter“, „Death Race“, „The Expendables“) kennt. Hier gibt er Arthur Bishop, einen professionellen Killer, der verschiedene Aufträge erledigt. Einige sollen wie Unfälle aussehen, andere sollen eine Botschaft sein. Arthurs Lieblingsaufträge sind jedoch diejenigen, bei denen niemand je erfährt, dass er überhaupt vor Ort war. Einen dieser Sorte bekommen wir in der Anfangssequenz geboten, in der er den Boss eines Drogenkartells auf so geschickte Weise ins Jenseits befördert, dass es wie ein Badeunfall aussieht.

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Arthur gehört zu jenen Männern, die unbemerkt in stark bewachte Festungen eindringen und einem Mann mit einer Handbewegung das Genick brechen kann. Er ist außerdem ein echter Soldat, der die Befehle, die er von seinem Vorgesetzten (Tony Goldwyn) erhält, nie in Frage stellt. Als er den Auftrag erhält, seinen Mentor Harry (Donald Sutherland) zu beseitigen, tut er dies reumütig, weil er glaubt, dass Harry die zwielichtige Organisation, für die sie arbeiten, hintergangen hat. Kurz darauf lernt er Harrys häufig in Schwierigkeiten geratenden Sohn Steve (Ben Foster) kennen, macht ihn zu seinem Protegé und unterweist ihn in den Grundlagen seines blutigen Handwerks.

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Steve lernt langsam und ist ziemlich unordentlich, doch er erledigt seine erste Mission erfolgreich und beweist, dass er das Zeug zum Auftragskiller hat. „The Mechanic“, geschrieben von Richard Wenk und Lewis John Carlino (der seltsamerweise 1983 die Teeny-Sexkomödie „Class“ mit Jacqueline Bisset und Rob Lowe inszenierte), widmet sich ausführlich der aufblühenden Lehrer-Schüler-Beziehung und lässt den Zuschauer ziemlich lange auf den unvermeidlichen Moment warten, da Steve herausfindet, dass Arthur seinen Vater auf dem Gewissen hat. Der Film bietet einige nette Szenenfolgen, etwa eine sorgfältig geplante Exekution in einem Hotelzimmer, bei der alles schiefgeht. Doch selbst wenn heftig geschossen wird und rund um einen alles explodiert, wirkt die Action langweilig und lässt einen kalt. „The Mechanic“ gehört zu jenen Filmen, in denen Charaktere dadurch definiert werden, wie sehr sie ihre Sammlung alter Schallplatten schätzen, was uns nicht mehr sagt, als dass sie eher analog als digital sind. „The Mechanic“ schafft es nicht, das Interesse des Publikums zu wecken - der Film ist eine routinierte Fingerübung in einem abgegrasten Genre und führt uns Charaktere vor, die so bekannt wirken, dass man sie kaum wahrnimmt.

Fazit: Ein sehr durchschnittlicher Action-Thriller, der nichts Neues zu bieten hat. Nur etwas für Leute, die wirklich jeden film mit Jason Statham gesehen haben müssen.

Lars von Triers „Melancholia“: Kirsten Dunst ist im ersten Trailer traurig und nackt

Samstag, 9. April 2011

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Hier ist der erste Trailer für den neuesten Film von Frauenhasser Lars von Trier, ein Science-Fiction-artiges Drama über eine unglückliche Braut und das Ende der Welt. Auf der offiziellen Website wird „Melancholia“ tatsächlich als „ein schöner Film über das Ende der Welt“ beschrieben. Da haben Sie es. Und noch dazu gibt es Kirsten Dunst nackt zu sehen.

Es ist doch sie, die sich da nackt auf dem Hügel liegt, oder nicht? Und auch zusammengesackt neben der Badewanne. Kirsten Dunst scheint sich als ernsthafte Schauspielerin neu zu erfinden, denn dies ist ihr zweiter anspruchsvoller Film binnen weniger Monate, denn erst im Dezember letzten Jahres glänzte sie in dem leider viel zu wenig beachteten „All Good Things“. Und es ist wirklich mutig von ihr – und auch von den anderen Darstellerinnen in diesem Streifen (allen voran den Charlottes Rampling und Gainsbourg) -, sich den Launen eines so berüchtigt fiesen Regisseurs wie von Trier zu unterwerfen.

Irgendwie kann ich verstehen, warum sich die Damen von diesem Projekt angezogen fühlten. Es sieht faszinierend aus, nicht wahr? Die Bedrohung aus dem All, verträumte Musik und schlichte Bilder. Und erst diese Textzeile „Life is only on Earth, and not for long“! Klingt ein wenig nach Čechov, oder nicht? Kann man nicht beinahe hören, wie dieser Satz von einer verrückten Nina am Ende von „Die Möwe“ gesprochen wird? Das gefällt mir! Ich bin mir sicher, dass der fertige Film zusammenhangsloser mist sein wird, aber für den Moment bin ich fasziniert. Terrence Malick trifft „Donnie Darko“ trifft Sofia Coppola, das Ganze verpackt von dem Kerl der „Dogville“ drehte, jenen hochgelobten Film, den kaum jemand gesehen hat.

Lassen Sie uns melancholisch werden…

Sind Sie bereit für etwas Yeti-Action? (Trailer + Poster)

Sonntag, 3. April 2011

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snow-beast-schneider-01 Jetzt da der Frühling endlich da ist und die letzten Schneereste wegschmelzen (zumindest in den Tälern), können wir uns unbeschwert an diesem verrückten Trailer für den kommenden Syfy-Film „Snow Beast“ erfreuen, der die berührende Geschichte von einem jungen Mädchen und einem Yeti erzählt.

Hier ist die Synopsis:

Jahr für Jahr verschwinden Menschen spurlos im Schnee - doch dieses Jahr sorgt irgendetwas dafür, dass es noch mehr Tote gibt.

Jim (John Schneider, „Smallville“) und sein Team studieren jeden Winter den kanadischen Luchs. Dieses Jahr muss Jim seine rebellische sechzehnjährige Tochter Emmy (Danielle Chuchran) mitnehmen. Das Forscherteam erlebt eine Überraschung: Die Luchse sind verschwunden! Während Jim und seine Leute versuchen, die Ursache dieses Verschwindens zu ergründen, werden sie von irgendetwas verfolgt, und zwar von einem Jäger, dem niemand entkommen kann.

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John Carpenters The Ward: Neue Clips

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Vor kurzem sind einige neue Clips aus John Carpenters „The Ward“ mit Amber Heard aufgetaucht. Leider verfügen sie nur über eine italienische Tonspur.

Synopsis: Nachdem Kristen (Amber Heard), eine verstörte junge Frau, ein verlassenes Farmhaus in Brand gesteckt hat, wird sie von der Polizei in das North Bend Psychiatric Hospital eingeliefert.

Sie erwacht auf einer Station, auf der neben ihr noch vier andere, ähnlich labile und widerspenstige junge Frauen untergebracht sind: Sarah (Danielle Panabaker), eine freche, ständig flirtende Besserwisserin; Iris (Lyndsy Fonseca), eine sensible und talentierte Künstlerin, die sich mit Kristen anfreunden möchte; Emily (Mamie Gummer), eine leichtsinnige, verspielte Außenseiterin; und Zoey (Laura-Leigh), die sich hinter einer kindlichen Persönlichkeit und ihrem geliebten Stoffhäschen versteckt.

Kristens Therapeut Dr. Stringer (Jared Harris) verursacht die Ursache ihres Zusammenbruchs zu ergründen, doch trotz seiner ruhigen und verständnisvollen Art verweigert sie jede Hilfe. Unglücklicherweise ist die Klinik nicht die Zufluchtsstätte, die sie zu sein scheint. Kristen hat immer wieder seltsame Begegnungen mit einem schattenartigen Phantom, das sich auf den Gängen der Station herumtreibt, wenn diese über Nacht abgesperrt ist. Sie beginnt, Nachforschungen über frühere Patienten anzustellen, und ist schon bald überzeugt, dass niemand je die Station lebend verlässt.

Winter´s Bone (Review)

Samstag, 2. April 2011

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Debra Graniks düsterer kleiner Film ist ebenso hart, unerschrocken und faszinierend wie die Charaktere, die sich in diesen kalten, grauen Hügeln durchs Leben kämpfen

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Originaltitel: Winter´s Bone
Herstellungsland: USA 2010
Regie: Debra Granik
Drehbuch: Debra Granik, Anne Rosellini, basierend auf dem Roman von Daniel Woodrell
Darsteller: Jennifer Lawrence, Isaiah Stone, Ashlee Thompson, Valerie Richards, Shelley Waggener, Garret Dillahunt, John Hawkes, Dale Dickey, Sheryl Lee

Es ist eine Welt voller zerbrochener Dinge.

In den Vorgärten wimmelt es von rostigen alten Autos auf Blöcken und dreibeinigen Hunden. Die Veranden neigen sich unter der Last ausgedienter Kühlschränke und moosbedeckter Sofas. Schlafzimmer sind Irrgärten voller zersprungener Puppen und zerrissener Kleider.

Aber nichts ist kaputter als die Menschen, die nur noch von Drogen, Missgunst und Erinnerungen am Leben erhalten werden.

Das war die Welt von Debra Graniks erstem Spielfilm „Down to the Bone“, jenem Junkie-Drama, das Vera Farminga ihre erste große Rolle bescherte. Und in diese Welt kehrt die Regisseurin mit „Winter´s Bone“ zurück.

Die beiden Filme haben nicht nur den Knochen im Titel gemein, sondern auch dies starken weiblichen Hauptfiguren, die alles versuchen, ihre alles andere als glücklichen Familien über die Runden zu bringen. Doch der erste Streifen spielte im nördlichen Teil des Bundesstaates New York; dieser hat die Hügel und Täler des südlichen Missouri zum Schauplatz.

winters-bone-movie-review-jennifer-lawrence Und in diesem Film steht nicht eine abgebrühte Frau mit einem Drogenproblem im Mittelpunkt, sondern ein stures Mädchen im Teenageralter.

Ihr Vater, der Crystal Meth herstellt, verpfändete die winzige Hütte der Familie, um Kaution stellen zu können. Nun ist er verschwunden und Ree - und ihre beiden jüngeren Geschwister - sind kurz davor, alles zu verlieren. Unsere junge Heldin muss ihren Daddy finden, selbst wenn es bedeutete, dafür durch die Feuer der Hölle zu marschieren.

Und in diesem Teil des Ozark-Plateaus, bedeutet es das beinahe.

Die Haupthandlung – ein beherztes Mädchen versucht, ihr einfaches Heim zu retten – hätte einem D.W. Griffiths gefallen, doch Granik steht, genau wie den Charakteren, der Sinn nicht nach Sentimentalitäten. Diese Männer sind hart. Diese Frauen sind noch härter. (Sie müssen es sein, um diese Männer zu überleben.)

Doch finden sich selbst hier einige Lichtblicke – etwa den Nachbarn, der ungefragt etwas Hirschfleisch herüberbringt, um bei der Verpflegung von Ree Dollys langsam verhungerten Verwandten (neben den Geschwistern gibt es noch die Mutter, die emotional und geistig völlig leer ist) zu helfen. Oder den Volksmusikabend, der ein Haus mit traditioneller Musik erfüllt. Oder den Anwerber der Armee, der der verzweifelten Teenagerin einen kleinen Gefallen erweist.

Denn am Ende des Tages sind dies Menschen, die sich um einander kümmern. Weil es sonst niemand tut.

Es gibt einen offensichtlichen „künstlerischen“ Moment im Film - einen in verkrampftem Schwarzweiß gedrehten Traum voller herumhüpfender Eichhörnchen -, doch ansonsten sorgt Granik zumeist dafür, dass sich Film und Kamera so unermüdlich und forsch voranbewegen wie die Heldin. Selbst wenn die Frames mit Details vollgestopft sind, verweilt die Kamera nicht.

winters-bone-11b Doch auch die Darsteller vergeuden keinen Moment. Als Ree ist Jennifer Lawrence eine freimütige Heldin, die die Zähne zusammenbeißt und jedem vormachen kann, wie man Holz hackt oder ein Eichhörnchen häutet, aber keine Ahnung hat, was Selbstmitleid bedeutet. Man könnte diese Heranwachsende ins Jahr 1720 zurückversetzen und sie würde sich vermutlich problemlos zurechtfinden.

Und die anderen Schauspieler, allen voran John Hawkes als ihr ekliger Onkel Teardrop, ein gefährlich unberechenbarer, von Drogen gezeichneter Mann, der wissen und nicht wissen will, was mit seinem Bruder passiert ist, stehen ihr kaum nach. Die Nebenrollen sind mit interessanten Darstellern besetzt, die die äußerst unabhängige Charaktere verkörpern, die es zuwege bringen, abwechselnd bewundernswert und abstoßend zu sein (manchmal auch beides zugleich).

Oberflächlich betrachtet, ist „Winter´s Bone“ – der Film lief beim Sundance Festival - fast ein Park City-Filmklischee: ländlicher Schauplatz, eine Heldin, Charaktere aus der Unterschicht, Zyklen von Missbrauch und Überleben. Dennoch macht Granik daraus etwas sehr Reales. Und sogar etwas Hoffnungsvolles.

Denn, ja, dies ist ein unerbittliches und steiniges Land. Aber das Leben, das dort Wurzeln schlägt, schafft es zumeist, über die Runden zu kommen.

Fazit: „Winter´s Bone“ ist ein unerbittlicher, kalter Film, der es dennoch schafft, so etwas wie Hoffnung zu vermitteln. Über kleine schwächen trösten die interessanten Charaktere und die durchwegs guten darstellerischen Leistungen hinweg.

The Roommate (Review)

Mittwoch, 30. März 2011

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Dieser frauenfeindliche Film ist in jeder Beziehung eine Schande

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Originaltitel: The Roommate
Herstellungsland: USA 2011
Regie: Christian E. Christiansen
Drehbuch: Sonny Mallhi
Darsteller: Leighton Meester, Minka Kelly, Cam Gigandet, Alyson Michalka, Dannell Ackles, Frances Fisher, Tomas Arana, Billy Zane, Nina Dobrev, Matt Lantner

In „The Roommate“ spielt Minka Kelly Sara, eine aus Iowa stammende Studienanfängerin, die die fiktive Los Angeles University besucht. Falls Ihnen Kelly (sie war drei Staffeln lang in der Fernsehserie „Friday Night Lights“ zu sehen) und Leighton Meester (sie ist das Beste an „Gossip Girl“) nicht sondelich bekannt vorkommen sollten, könnte es passieren, dass Sie eine Zeit lang nicht genau wissen, wer wer ist.

Beide haben lange, eher eckige Gesichter. Kellys löst nur zufällig das Rätsel, was passieren würde, wenn Jennifer Beals Jennifer Lopez´ Baby bekäme. Sarah muss aus demselben Kaff in Iowa stammen, das auch den von Christina Aguilera in „Burlesque“ gespielten Charakter hervorbrachte.)

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Minka von Meester unterscheiden zu können, ist jedoch nicht notwendig, um erahnen zu können, dass „The Roommate“ nichts Interessantes bietet und die beiden jungen Damen kaum etwas zu spielen haben. Der Film ist der neueste Beitrag zum _-aus-der-Hölle-Genre, in dem Frauenfeindlichkeit und Unterhaltung gleichbedeutend zu sein scheinen und der oder die _ jemandem so lange das Leben zur Hölle macht, bis derjenige/diejenige zurückschlägt.

Meester spielt Sarahs Mitbewohnerin (engl. Roommate) Rebecca, eine Kunststudentin, die von Richard Princes blutenden „Nurse“-Gemälden besessen ist und jeden attackiert, der ihre Beziehung zu Sarah gefährden könnte. Das bedeutet Schnitte, blaue Flecken und möglicherweise Exitus für Sarahs neue Partyfreundin, ihren Ex-Freund, ihren derzeitigen Freund (gespielt von dem unheimlichen, aber zunehmend interessanter werdenden Cam Gigandet, der in „Burlesque“ Christina Aguilera fragte, ob sie bei ihm einziehen wolle), ihren Modelehrer (Billy Zane gibt eine schmierige Version des Designers und Filmemachers Tom Ford) und Cuddles, ihre Katze.

Sogar Sarahs beste Freundin, eine Mode-Stylistin, bekommt Ärger. Drehbuchautor Sonny Mallhi lässt eine Szene quasi als sexuelles, filmisches und psychologisches Kürzel (Psycho!) unter der Dusche spielen und macht die beste Freundin zur Lesbe, damit die Zuschauer wissen, dass Sarah weiß, was eine glückliche Lesbe ist, und das Rebeccas Verhalten, unabhängig von ihrer sexuellen Orientierung, nichts Sexuelles an sich hat.

„The Roommate“, inszeniert von dem Dänen Christian E. Christiansen, stellt sich sowohl in Sachen Psychologie als auch Suspense äußerst dämlich an. Sarah findet Rebeccas verschreibungspflichtiges antipsychotisches Medikament Zyprexa, aber sie kann niemanden davon in Kenntnis setzen, damit der Film nicht schon vor dem finalen und brutalen Höhepunkt zu Ende ist. Noch dazu macht sich die falsche Person durch ein weit geöffnetes Fenster vom Acker. Im Vergleich dazu ist ja selbst der x-te Teil von „Freitag der 13.“ Noch ein Meisterwerk.

Fazit: Ein lieblos zusammengeschusterter Thriller ohne jede Spannung, den man tunlichst meiden sollte.

Sechs Clips aus „Hanna“ werden Sie in das blutige Märchen hineinziehen

Dienstag, 29. März 2011

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„Hanna“, Joe Wrights („Abbitte“) Film über eine Killerin im Teenageralter, hat einiges zu bieten: einen Soundtrack der Chemical Brothers, tolle Schauplätze(perfekt für die Totalen, auf die Wright so gerne zurückgreift), großartige Schauspieler, Märchenanklänge und jede Menge Action. Und hier finden Sie einige Clips, die jeden dieser Aspekte vor Augen führen.

Einige dieser kurzen Filmausschnitte verraten ein wenig vom Inhalt, betrachten Sie sich bitte als gewarnt. „Hanna“ handelt von einer jungen Killerin (Saoirse Ronan), die von ihrem Vater (Eric Bana) in der Wildnis ausgebildet wird. Das ist natürlich nicht die ganze Geschichte, aber für den Rest werden Sie sich ins Kino begeben müssen.

Mein Lieblingscharakter aus dem Film (der der Öffentlichkeit erst noch vorgestellt werden muss) ist endlich in dem Clip mit Cate Blanchett und dem angeheuerten Schläger Tom Hollander zu sehen. Sie werden ihn hassen/lieben. Und das Pfeifen in der Szene ist einfach gruselig.

„Hanna“ läuft am 8. April in den USA und am 26. Mai in Deutschland an. Der nicht sonderlich gelungene deutsche Titel lautet übrigens „Wer ist Hanna?“.

Kevin Smiths Red State: Neues Poster – Der Sheriff

Freitag, 25. März 2011

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Red-State-Poster-The-Sheriff-220x150 Nach meiner Zählung ist dies das siebente Poster für Kevin Smiths religiösen Horrorfilm „Red State“, das in den letzten Monaten an die Öffentlichkeit gelangte, und es ist genauso gut wie die ersten sechs. Derselbe schwarze Hintergrund, derselbe zerkratzte Effekt, doch diesmal ist der brillante Stephen Root (TV-Serien „King of the Hill“ und „NewsRadio“) als Sheriff darauf zu sehen.

Wie bei den ersten sechs Postern wurde auch diesmal das Recht der Erstveröffentlichung versteigert, wobei Film Threat den Zuschlag erhielt. Die von den Betreibern der Site gbotene Summe geht an zwei Wohlfahrtseinrichtungen: $2050 gehen an das amerikanische Rote Kreuz für die Erdbebenhilfe in Japan und $350 gehen an The Wayne Foundation, eine Organisation, die gegen Kinderprostitution und Menschenhandel kämpft.

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Hanna: 20 Setphotos und der Soundtrack der Chemical Brothers entführen Sie in die tödliche Welt der jungen Killerin

Mittwoch, 23. März 2011

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Hier finden Sie fünf der besten Nummern des von den Chemical Brothers geschaffenen Soundtracks für „Hanna“. Dazu gibt es noch einige, zum Teil recht brutale Standphotos von den Dreharbeiten. Drücken Sie auf Play und lassen Sie sich für ein paar Minuten in die Geisteswelt einer kindlichen Attentäterin entführen.

Noch weiß man sehr wenig über Joe Wrights mysteriöses Projekt mit dem Titel „Hanna“. Bis jetzt haben wir nur Retro-Sets, üppiges Grün und einige sehr energiegeladene Kampfszenen gesehen – und nun wurde der Soundtrack der Chemical Brothers auf iTunes veröffentlicht. Er erlaubt es dem Publikum, sich etwas besser in die befremdlich sterile Welt einzufühlen, die Regisseur Joe Wright kreiert hat. Saoirse Ronan spielt Hanna, die von ihrem Vater (Eric Bana) in der Wildnis aufgezogen wird. Als „sie bereit ist“, drück Hanna einen mysteriösen Knopf und lässt die Regierung (vertreten durch die gewalttätige Cate Blanchett) wissen, wo sie sich aufhält. Warum Uncle Sam an ihr interessiert ist und was Bana mit ihr gemacht hat, ist ein Mysterium. Aber eines ist sicher, Hanna ist ein tödliches Mädchen.

„Hanna“ (deutscher Titel: „Wer ist Hanna?“) läuft am 8. April in den USA und am 26. Mai in Deutschland an.

The Rite – Das Ritual (Review)

Sonntag, 20. März 2011

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Ein langweiliger und sich wiederholender Exorzismusfilm

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Originaltitel: The Rite
Herstellungsland: USA 2011
Regie: Mikael Håfström
Drehbuch: Michael Petroni, angeregt durch das gleichnamige Buch von Matt Baglio
Darsteller: Anthony Hopkins, Colin O´Donoghue, Alice Braga, Ciarán Hinds, Toby Jones, Rutger Hauer, Marta Gastini, Maria Grazia Cucinotta, Arianna Veronesi

Der Nachwuchsexorzist hat etwas vom ungläubigen Thomas an sich, weshalb ihn die angeblich unirdischen Manifestationen der ersten von ihm zu behandelnden – wild rollende Augen und ein paar gefährlich aussehende Verkrümmungen - nicht sonderlich beeindrucken.

„Was hast Du Dir erwartet?“ fragt schnauzt ihn sein ältlicher Mentor an. „Sich drehende Köpfe? Erbsensuppe?“

Eigentlich schon. Das wäre ganz nett.

Es wäre zumindest um einiges höllischer als die eher zahmen Schrecken, die in „The Rite –Das Ritual“ zu sehen sind, jenem Exorzismusfilm, der uns mit ein paar Fröschen und einem großen, übellaunigen Maultier Angst machen möchte.

Zeichen des Teufels? Verdammt, in manchen französischen Kleinstädten nennt man so etwas das Tagesmenü.

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Was „The Rite“ wirklich dringend bräuchte, sind ein paar Blut-und-Donner-Schreckmomente, die das Publikum wirklich zusammenfahren lassen. Stattdessen präsentiert uns der Streifen Leute, die an den Stühlen kratzen, an die man sie gefesselt hat, und gelegentlich ein wenig fleckig aussehen.

Aaaaah. Gruselig.

Es gibt zwei Möglichkeiten, wie ein Horrorfilm mit den erschreckenden Dingen umgehen kann. Er kann grausig sein und alles detailliert zeigen (wie etwa „Der Exorzist“ aus dem Jahre 1973). Er kann sich aber auch weigern, irgendetwas zu zeigen und so das Publikum dazu bringen, sich etwas noch viel Grauenvolleres vorzustellen (wie zum Beispiel „Paranormal Activity“).

Was selten bis gar nicht funktioniert, ist das Einschlagen des sicheren Mittelweges – die Dinge beim Namen zu nennen, aber nichts zu Schreckliches zu zeigen. Und genau das ist der langweilige Kompromiss, auf den „The Rite“ von der ersten Minute an setzt.

Das ist wirklich schade, denn Regisseur Mikael Håfström hat – obwohl nie ein sonderlich begabter Geschichtenerzähler – stets einen guten Sinn für das Optische und eine Vorliebe für das Ausgefallene bewiesen. Sein „Entgleist“ war ein netter moderner, außerehelicher Noir-Thriller und „Zimmer 1408“ war ein sträflich unterbewerteter surrealer Horrorfilm.

„The Rite“ ist jedoch ein ganz typischer, sehr durchschnittlicher religiöser Horrorschinken, der Pater vs. die bösen Dämonen, in dem einmal mehr ein Mann seine Glaubenskrise ironischerweise gerade durch die Machenschaften des Teufels überwindet. (Man sollte meinen, dass der Herr der Unterwelt mittlerweile bemerkt hat, dass ihm das Erscheinen auf Erden mehr schadet als nützt.)

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Colin O´Donoghue, der hier sein Filmdebüt gibt, hinterlässt als hin- und hergerissener Seminarist keinen bleibenden Eindruck, doch der Film wartet mit einigen hervorragenden Nebendarstellern auf, die allerdings viel zu wenig zu tun bekommen. So schleichen etwa Rutger Hauer, Ciarán Hinds und Toby Jones herum.

Am besten ist noch Anthony Hopkins in der Rolle des älteren Exorzisten. Zwar ist von Erbsensuppe weit und breit keine Spur, doch er findet jede Menge Gelegenheiten, maßlos zu übertreiben, und scheint so viel Spaß am Spielen zu haben wie schon lange nicht mehr, wobei er seinen starren Hannibal-Lector-Blick mit einem so exzentrischen Vortrag verschmilzt, dass man meinen könnte, er hätte bei Nicolas Cage Unterricht genommen.

Es ist eine unterhaltsame Performance voller kleiner Tricks und Kniffe, die an jemanden erinnert, der hinter der Tür hervorspringt und Buh ruft. Und dafür erhält der altgediente Darsteller einen speziellen Dispens.

Doch der Rest von „The Rite“? Ein Riesenflop.

Scream 4: Erster TV-Spot – Noch nie so viel Spaß

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scream-4-1-courteney-214x150 Vor kurzem tauchte der erste TV-Spot – Titel: „Never So Much Fun“ – für die Slasher-Fortsetzung „Scream 4“ im Netz auf. Das Erfreuliche: er bietet neues Bildmaterial.

In dem von Wes Craven inszenierten und von Dimension Films produzierten Streifen spielen Neve Campbell, David Arquette, Courteney Cox, Emma Roberts, Hayden Panettiere, Alison Brie, Adam Brody, Rory Culkin und Nico Tortorella.

Sidney Prescott (Neve Campbell), mittlerweile Autorin eines erfolgreichen Selbsthilfebuches, kehrt nach Woodsboro, dem letzten Halt ihrer Lese- und Signiertour, zurück. Hier nimmt sie Verbindung mit Sheriff Dewey (David Arquette) und Gayle (Courteney Cox), die mittlerweile verheiratet sind, sowie ihrer Cousine Jill (Emma Roberts) und ihrer Tante Kate (Mary McDonnell) auf. Unglücklicherweise animiert Sidneys Auftauchen auch Ghostface zur Rückkehr, was Sidney, Dewey, Gayle, aber auch Jill, alle ihre Freunde und überhaupt alle Einwohner von Woodsboro in große Gefahr bringt.

„Scream 4“ kommt am 15. April in die amerikanischen und am 5. Mai in die deutschen Kinos.

Ich bin Nummer Vier (Review)

Freitag, 18. März 2011

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Eine Million Klischees ergeben einen langweiligen Film

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Originaltitel: I Am Number Four
Herstellungsland: USA 2011
Regie: D.J. Caruso
Drehbuch: Alfred Gough, Miles Millar, Marti Noxon, basierend auf dem Roman von Jobie Hughes und James Frey
Darsteller: Alex Pettyfer, Timothy Olyphant, Teresa Palmer, Dianna Agron, Callan McAuliffe, Kevin Durand, Jake Abel, Jeff Hochendoner

„Ich bin Nummer Vier“ ist die erste Filmadaption eines in der von dem in Ungnade gefallenen Autor James Frey (er schrieb die angebliche Autobiographie „Tausend kleine Scherben“) ins Leben gerufenen Schreibfabrik ausgeheckten Konzepts. (Wenn Sie sich eine Armee unbezahlter, an die Tische geketteter Praktikanten vorstellen, die unterdurchschnittliche, für ein Teenager-Publikum gedachte Romane heruntertippen, während der große Jim vorne steht und halb ausgegorene Science-Fiction-Konzepte herausbrüllt, sind Sie nicht allzu weit von dem entfernt, was die New York Times über das Unternehmen zu berichten wusste.)

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„Ich bin Nummer Vier“ wirkt wie ein Film, der von einem Komitee zusammengepfuscht wurde: Aliens von irgendeinem Planeten (es spielt keine Rolle, welcher es ist, denn sie benehmen sich nicht wie Außerirdische und wir erfahren nichts über den Planeten und ihre Herkunft hat überhaupt keine Auswirkungen auf den Plot) benehmen)versuchen, einander auf der Erde zu töten. Warum sie einander töten möchten, bleibt unklar. Dank abgedroschener visueller Charakterisierungen ist allerdings mehr als klar, wer die guten Aliens (herkömmlich gut aussehende Menschenähnliche) und wer die bösen Aliens (typisch hässlich aussehende Menschenähnliche mit langen, schwarzen Mänteln, tätowierten Köpfen, roten Augen und spitzen Zähnen. Am besten stellen Sie sich einen glatzköpfigen Gary Busey vor.)

Das würfelköpfige Charisma-Vakuum Alex Pettyfer spielt Nummer Vier alias John Smith, den guten Alien, der seine außerirdischen Kräfte dazu benützt, den ganzen Spaß des Films in jenes schwarze Loch zu saugen, das sich anstelle seiner Persönlichkeit auftut. Pettyfers außergewöhnliches Talent und seine schauspielerische Bandbreite lassen sich am besten durch diesen alten visuellen Gag verdeutlichen:

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Er ist Ihnen vielleicht noch aus „Alex Rider: Operation Stormbreaker“ in Erinnerung, einem Flop, der der erste Teil einer für Teenager konzipierten Serie hätte werden sollen. Wird sein Mitwirken in „Ich bin Nummer Vier“ auch dafür sorgen, dass diese potenzielle Serie nach dem ersten Film eingestellt wird? (Verrückte Prognose: Ja.)

Da Nummer Vier der meistgesuchte Alien in der Galaxie ist, tut er alles in seiner Macht Stehende, um unentdeckt zu bleiben, indem er jeden Tag zur Schule geht, anstatt zu Hause zu bleiben und mit all den schönen Product Placements von Apple zu spielen. In der Schule lernt er eine Reihe von wandelnden Klischees kennen. In eines davon (Hinweis: nicht der Sportler und nicht der Nerd) verliebt er sich, obwohl sie a) die am wenigsten überzeugende Photographin der Welt ist und b) die Absicht hat, den gesamten Weltvorrat an Fragezeichen mit ihren Textnachrichten aufzubrauchen.

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Die junge Dame wird übrigens von Dianna Agron (bekannt als Cheerleaderin aus der TV-Serie „Glee“) gespielt, die noch weniger Ausstrahlung hat als Pettyfer.

Irgendwann wird auch gekämpft und geschossen, wobei auch ein böser, aber unfreiwillig komischer Monsterhund zum Einsatz kommt, der fast wie alle anderen Monsterhunde der Filmgeschichte (zumindest seit „Ghostbusters“) aussieht und so schlecht am Computer zusammengebastelt wurde, dass er wirkt, als wäre er dem Film „Die Maske“ entsprungen. Und Nummer Vier verfügt über eine besondere Kraft, die er für alles einsetzen kann, was er gerade braucht. (Seine Handflächen können Licht spenden wie eine Taschenlampe, er kann mittels Telekinese Gegenstände bewegen, Dinge zur Explosion bringen und… Autos kurzschließen?) Doch nichts davon kann man auch nur ansatzweise als originell oder interessant bezeichnen.

Ich könnte noch ewig weitermachen, aber das ist Aufgabe des Films. Falls Sie Filme mögen, an denen Timothy Olyphant noch das Beste ist, dann sind Sie mit „Ich bin Nummer Vier“ gut bedient. Allerdings müssen Sie sich dann auch sehr viel mehr Filme ansehen.

Fazit: „Ich bin Nummer Vier“ ist der Beweis, dass eine Ansammlung von Klischees noch keinen Film ergibt. Dieser „Twilight“-Verschnitt mit Aliens bietet weder überzeugende Charaktere, noch eine sinnvolle Handlung und ist nicht einmal spannend, sondern nur laut.

Sehen Sie, wie in Sucker Punch die Toten in Steampunk-Soldatenzombies verwandelt werden

Donnerstag, 17. März 2011

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Dieser animierte Kurzfilm aus „Sucker Punch“ zeigt, was in Zack Snyders düsterem Kriegsuniversum mit den armen gefallenen Soldaten passiert. Ben Hibon, der schon die Animation in „Harry Potter und die Heiligtümer des Todes“ gestaltete, präsentiert Ihnen „The Trenches“.

Hier ist die offizielle Erklärung:

In Sucker Punch müssen die Mädchen gegen eine Armee mechanisierter Soldaten aus dem Ersten Weltkrieg kämpfen. Mit Hilfe von Uhrwerken und Dampftechnologie werden menschliche Soldaten, die im Kampf fallen, reanimiert und zurück an die Front geschickt. Obwohl allem Anschein nach ununterscheidbar, ist diese Zombie-Armee nicht nur aus Zahnrädern und Dampfmaschinenteilen gemacht, sondern auch aus dem Fleisch, den Knochen und Erinnerungen von Menschen. In The Trenches steckt hinter jeder leblosen Maske eine tragische Geschichte.

Hoffentlich ist der tatsächliche Film so gut wie dieser Kurzfilm. „Sucker Punch“ kommt am 25. März in die amerikanischen und am 31. März in die deutschen Kinos.

Scream 4: Blutige neue Bilder

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Scream4-3-220x150 Die guten Leute von Dimension Films haben vor kurzem einige neue, erstmals auch blutige, Bilder aus „Scream 4“ veröffentlicht.

Anhand dieser Bilder können Sie sich selbst überzeugen, dass der vierte Teil der Serie genauso verrückt, aber um einiges blutiger sein wird als seine Vorgänger.

„Scream 4“ wurde von Wes Craven mit einem wie immer umfangreichen Ensemble inszeniert, dem neben Veteranen der Reihe wie Neve Campbell, Courteney Cox und David Arquette diesmal auch Emma Roberts, Hayden Panettiere, Alison Brie, Adam Brody, Rory Culkin, Nico Tortorella und Mary McDonnell angehören.

Sidney Prescott (Neve Campbell), nun Autorin eines erfolgreichen Selbsthilfebuches, kehrt nach Woodsboro, dem letzten Halt ihrer Lese- und Signiertour, zurück. Hier nimmt sie Verbindung mit Sheriff Dewey (David Arquette) und Gayle (Courteney Cox), die mittlerweile verheiratet sind, sowie ihrer Cousine Jill (Emma Roberts) und ihrer Tante Kate (Mary McDonnell) auf. Unglücklicherweise animiert Sidneys Auftauchen auch Ghostface zur Rückkehr, was Sidney, Dewey, Gayle, aber auch Jill, alle ihre Freunde und überhaupt alle Einwohner von Woodsboro in große Gefahr bringt.

„Scream 4“ kommt am 15. April in die amerikanischen und am 5. Mai in die deutschen Kinos.

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