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US-Kinocharts: Russell Brand ist mit seinem Geschwafel in in Hop und Arthur ziemlich erfolgreich… aber wie lange noch?
Dienstag, 12. April 2011
Der britische Komiker ist zurzeit in den USA sehr gefragt und gleich mit zwei Filmen an der Spitze der Charts vertreten. Wir sein Erfolgslauf noch lange anhalten?
Es schmerzt, dies feststellen zu müssen, doch Russell Brand ist drauf und dran, zu einer großen Attraktion für die amerikanischen Kinobesucher zu werden. Der britische Komiker leiht der Hauptfigur von „Hop – Osterhase oder Superstar?“ seine Stimme und spielt die Titelrolle im Remake von „Arthur“ – derzeit auf den Plätzen 1 und 3 in den amerikanischen Kinocharts. „Hop“ hat nach zehn Tagen beachtliche $67,7 Millionen eingespielt und ist auf dem besten Weg, bald die wichtige $100-Millionen-Hürde zu überspringen, sofern ihm nicht der in Übersee erst nächste Woche anlaufende, dasselbe Zielpublikum ansprechende Animationsstreifen „Rio“ in die Quere kommt, der neueste Streifen von Blue Sky Studios, den Machern von „Ice Age“, der am vergangenen Wochenende die internationalen Charts dominierte.
Doch zurück zu Brand. Er verfügt zweifellos über einen gewissen Charme, aber er ist nicht lustig. So einfach ist das. Dennoch scheinen in die amerikanischen Agenten und Studiomanager zu lieben; sein gewundener Sprachstil übt einen gewissen Zauber auf die maßgeblichen Leute in der Filmindustrie aus. Und kann er damit auch beim Publikum punkten? Das wird sich wohl erst im Laufe der kommenden Wochen zeigen. „Hop“ ist ein banaler Kinderfilm ohne echten Witz, kam aber rechtzeitig in der vorösterlichen Zeit heraus, und „Arthur“ ist schlicht und ergreifend eine Schande und kommt selbstredend nicht einmal ansatzweise an das Original heran.
Das letzte Wochenende hielt gute Nachrichten für alle Fans intelligenter Action-Thriller bereit: „Hanna“, Joe Wrights exzellenter Nachfolger des eher missglückten biographischen Dramas „The Soloist“, schaffte mit Einnahmen von etwas mehr als $12,3 Millionen den Sprung auf den zweiten Platz der Charts. Saoirse Ronan, mit der Wright schon bei „Abbitte“ zusammenarbeitete, brilliert in der Rolle einer jungen, perfekt ausgebildeten Killerin, für die sich eine von Cate Blanchett gespielte sachliche Regierungsagentin brennend interessiert. Der Film ist wirklich unterhaltsam und Wright sorgt dafür, dass das Tempo nie nachlässt.
Der unabhängige Verleih FilmDistrict brachte mit dem auf einer wahren Geschichte beruhenden Sportlerdrama „Soul Surfer“ den zweiten Film in die Kinos. Der stark christlich-religiös geprägte Film spielte $10,6 Millionen ein und rangiert auf dem vierten Platz der Charts. AnnaSophia Robb gibt die aufstrebende Wettkampf-Surferin Bethany Hamilton, die durch eine Haiattacke einen Arm verlor, sich aber nicht davon abhalten ließ, wieder auf das Board zu steigen. Helen Hunt (die gibt es noch?) und der unerträgliche Dennis Quaid sind in weiteren Rollen zu sehen. Die Countrysängerin Carrie Underwood gibt hier ihr Filmdebüt und macht sich ganz gut. FilmDistrict feiert einen guten Einstand als Verleih, denn ihr anderer Film, der Horrorthriller „Insidious“, der mit einem winzigen Budget realisiert wurde, hält nach zwei Wochen bei einem beachtlichen Einspielergebnis von $26,7 Millionen.
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Die nordamerikanischen Top 10, 8. – 10. April 2011
1. Hop, $21,298,240. Gesamt: $67,754,545
2. Hanna, $12,370,549. Neu
3. Arthur (2011), $12,222,756. Neu
4. Soul Surfer, $10,601,862. Neu
5. Insidious, $9,371,769. Gesamt: $26,728,357
6. Your Highness, $9,360,020. Neu
7. Source Code, $8,650,238. Gesamt: $28,218,871
8. Limitless, $5,461,378. Gesamt: $64,149,608
9. Diary of a Wimpy Kid: Rodrick Rules, $4,770,987. Gesamt: $45,348,247
10. The Lincoln Lawyer, $4,281,598. Gesamt: $46,136,408
The Mechanic (Review)
Sonntag, 10. April 2011
Ziemlich freies Remake des Action-Thrillers mit Charles Bronson hat wenig Neues zu bieten
Originaltitel: The Mechanic
Herstellungsland: USA 2010
Regie: Simon West
Drehbuch: Richard Wenk, Lewis John Carlino, basierend auf einer Story von Lewis John Carlino
Darsteller: Jason Statham, Ben Foster, Tony Goldwyn, Donald Sutherland, Jeff Chase, Mini Anden, James Logan, Eddie J. Fernandez, Christa Campbell, Mark Nutter
„The Mechanic“, ein loses Remake des gleichnamigen Action-Thrillers mit Charles Bronson aus dem Jahre 1972, wirkt sofort vertraut, selbst wenn man das Original nicht gesehen hat. Gibt es nicht schon mehr als genug Filme über einzelgängerische, mysteriöse Auftragsmörder? Kann es in diesem Genre überhaupt noch etwas grundlegend Neues geben? Dem routiniert inszenierten, rasanten Zeitkiller von Simon West zufolge ist diese Frage mit einem entschiedenen Nein zu beantworten.
Jason Statham legt dasselbe stoische, sachliche Auftreten an den Tag, das man aus so gut wie allen seinen anderen Filmen („The Transporter“, „Death Race“, „The Expendables“) kennt. Hier gibt er Arthur Bishop, einen professionellen Killer, der verschiedene Aufträge erledigt. Einige sollen wie Unfälle aussehen, andere sollen eine Botschaft sein. Arthurs Lieblingsaufträge sind jedoch diejenigen, bei denen niemand je erfährt, dass er überhaupt vor Ort war. Einen dieser Sorte bekommen wir in der Anfangssequenz geboten, in der er den Boss eines Drogenkartells auf so geschickte Weise ins Jenseits befördert, dass es wie ein Badeunfall aussieht.
Arthur gehört zu jenen Männern, die unbemerkt in stark bewachte Festungen eindringen und einem Mann mit einer Handbewegung das Genick brechen kann. Er ist außerdem ein echter Soldat, der die Befehle, die er von seinem Vorgesetzten (Tony Goldwyn) erhält, nie in Frage stellt. Als er den Auftrag erhält, seinen Mentor Harry (Donald Sutherland) zu beseitigen, tut er dies reumütig, weil er glaubt, dass Harry die zwielichtige Organisation, für die sie arbeiten, hintergangen hat. Kurz darauf lernt er Harrys häufig in Schwierigkeiten geratenden Sohn Steve (Ben Foster) kennen, macht ihn zu seinem Protegé und unterweist ihn in den Grundlagen seines blutigen Handwerks.
Steve lernt langsam und ist ziemlich unordentlich, doch er erledigt seine erste Mission erfolgreich und beweist, dass er das Zeug zum Auftragskiller hat. „The Mechanic“, geschrieben von Richard Wenk und Lewis John Carlino (der seltsamerweise 1983 die Teeny-Sexkomödie „Class“ mit Jacqueline Bisset und Rob Lowe inszenierte), widmet sich ausführlich der aufblühenden Lehrer-Schüler-Beziehung und lässt den Zuschauer ziemlich lange auf den unvermeidlichen Moment warten, da Steve herausfindet, dass Arthur seinen Vater auf dem Gewissen hat. Der Film bietet einige nette Szenenfolgen, etwa eine sorgfältig geplante Exekution in einem Hotelzimmer, bei der alles schiefgeht. Doch selbst wenn heftig geschossen wird und rund um einen alles explodiert, wirkt die Action langweilig und lässt einen kalt. „The Mechanic“ gehört zu jenen Filmen, in denen Charaktere dadurch definiert werden, wie sehr sie ihre Sammlung alter Schallplatten schätzen, was uns nicht mehr sagt, als dass sie eher analog als digital sind. „The Mechanic“ schafft es nicht, das Interesse des Publikums zu wecken - der Film ist eine routinierte Fingerübung in einem abgegrasten Genre und führt uns Charaktere vor, die so bekannt wirken, dass man sie kaum wahrnimmt.
Fazit: Ein sehr durchschnittlicher Action-Thriller, der nichts Neues zu bieten hat. Nur etwas für Leute, die wirklich jeden film mit Jason Statham gesehen haben müssen.
US-Kinocharts: Russell Brands Osterhase hüpft an die Spitze
Dienstag, 5. April 2011
Animierter Kinderfilm über den Osterhasen überholt Source Code und Insidious, während Sucker Punch arg abstürzt
Universals familienfreundlicher Film „Hop – Osterhase oder Superstar?“ legte mit Einnahmen von etwas mehr als $37,5 Millionen den zweiterfolgreichsten Kinostart des Jahres hin. („Rango“, vor einigen Wochen angelaufen, hält den Rekord mit $38.1 Millionen.)
Die Hauptattraktion von „Hop“ ist Russell Brand, der dem Osterhasen in spe die Stimme leiht. Dieses britische Ärgernis scheint in den USA endgültig den Durchbruchgeschafft zu haben und steht kurz davor, sich wie ein Ausschlag über die amerikanischen Kinocharts auszubreiten. Am kommenden Wochenende veröffentlicht Warner Bros. das neueste Starvehikel des Komikers, ein Remake des Klassikers „Arthur - Kein Kind von Traurigkeit“ aus dem Jahre 1981. Rein geschäftlich kann ich verstehen, warum eine künstlerisch kastrierte Industrie das Bedürfnis versteht, ihr Heil in Remakes zu suchen, doch diese Filme sind für den Zuschauer nur selten ein Vergnügen. Und mit allem gebührenden Respekt gegenüber Jennifer Garner und der großartigen Helen Mirren (und Greta Gerwig, bekannt aus „Greenberg“)muss festgestellt werden, dass dies ein Sakrileg ist: nichts und niemand kann das Original mit Dudley Moore, Liza Minelli und John Gielgud übertreffen – welches, nur so nebenbei erwähnt, seinerzeit beachtliche $95 Millionen einspielte.
Als Duncan Jones´ „Moon“ vor einigen Jahren die Runde machte, wurde der britische Regisseur und Sohn von David Bowie zu recht als einer der hoffnungsvollsten jungen Filmemacher bezeichnet. Dem Vernehmen nach hat er mit „Source Code“ einen soliden Nachfolger zustande gebracht. Der von Summit Entertainment vertriebene Streifen konnte sich mit Einnahmen von $14,8 Millionen auf den zweiten Rang setzen, wird aber einiges an guter Mundpropaganda brauchen, um zu einem echten Erfolg zu werden.
In den Top 10 finden sich derzeit etliche Independent-Filme, also Streifen, die außerhalb des Studiosystems finanziert und gedreht und dann entweder von einem Verleih oder, wie im Fall von „Insidious“, von einem neuen Unternehmen wie FilmDistrict angekauft wurden. Der britische Superproduzent Graham King und der texanische Ölmilliardär Tim Headington, sein Partner bei GK Films, riefen das neue Unternehmen gemeinsam mit dem früheren Sony-Manager Peter Schlessel, einem der geachtetsten Männer der Branche, ins Leben.
Der erste von FilmDistrict vertriebene Film ist der altmodische Horrorstreifen „Insidious“ der „Saw“-Erfinder James Wan und Leigh Wannell. Das Werk soll stark an „Poltergeist“ erinnern und feierte letzten Herbst beim Toronto International Film Festival Weltpremiere. Es wurde unabhängig finanziert und markiert mit Einnahmen von $13,2 Millionen einen guten Einstand für das neue Unternehmen. Da dürfte in den nächsten Wochen noch einiges dazukommen, denn derzeit ist nichts Ähnliches im Kino zu sehen. FilmDistrict brngt übrigens schon am kommenden Wochenende mit der True Story „Soul Surfer“ den nächsten Streifen in die Kinos. Der Start wäre also geglückt.
Die Enttäuschung des Wochenendes ist die um einige F-Ausdrücke beschnittene, jugendfreie Version von „The King´s Speech“, die die Weinsteins mehr als optimistisch in die Kinos brachten. Sie lief in 1011 Sälen an, konnte aber nur magere S1,2 Millionen einspielen. Anscheinend haben alle Interessierten schon die nicht jugendfreie „R-Rating“) Version gesehen. Die Jugendlichen, die einen PG-13 Film sehen wollten, dürften „Insidious“ den Vorzug gegeben haben.
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Die nordamerikanischen Top 10, 1. – 3. April 2011
1. Hop, $37,543,710. Neu
2. Source Code, $14,812,094. Neu
3. Insidious, $13,271,464. Neu
4. Diary of a Wimpy Kid: Rodrick Rules, $10,040,822. Gesamt: $38,196,168
5. Limitless, $9,307,896. Gesamt: $55,509,640
6. The Lincoln Lawyer, $6,829,050. Gesamt: $39,416,066
7. Sucker Punch, $6,020,403. Gesamt: $29,811,118
8. Rango, $4,505,572. Gesamt: $113,728,874
9. Paul, $4,245,560. Gesamt: $31,844,445
10. Battle: Los Angeles, $3,536,435. Gesamt: $78,502,566
Das „Plan 9 From Outer Space“ Remake wird Wirklichkeit – die Dreharbeiten beginnen am Freitag!
Donnerstag, 24. März 2011
Sie werden vermutlich gedacht haben, dass es sich um einen Scherz handelt – und das Projekt tatsächlich begann als Scherz unter Freunden -, doch das Remake des berühmt-berüchtigten Trash-Meisterwerks „Plan 9 From Outer Space“ wird tatsächlich realisiert.
Die Drharbeiten beginnen diesen Freitag in Roanoke, Virginia. Drehbuchautor und Regisseur John Johnson sagt, der Film solle ein Reimagining von Ed Woods Klassiker werden - ein Action/Horrorfilm mit einem Schuss Humor, also etwa in der Art von „Fright Night“. Ein erster Teaser Trailer wurde bereits im September 2009 veröffentlicht (Sie können ihn weiter unten sehen), doch dauerte es bis jetzt, das Projekt wirklich in Gang zu bringen. Johnson möchte die Dreharbeiten bis zum 25. April abgeschlossen haben und hofft, den Film dann bald auf DVD herausbringen zu können.
Johnson erzählte der Roanoke Times, dass die Idee eines Remakes von „Plan 9 From Outer Space“ zunächst nur ein Scherz war, jedoch bald zu einem ernsthaften Projekt wurde, da seine Freunde reges Interesse daran zeigten:
| Er selbst meint: „Welcher Mensch, der noch bei Sinnen ist, würde den schlechtesten Film alle Zeiten neu verfilmen?“ Er hatte keinen ausgefeilten Plan, ein Remake von „Plan 9“ in die Wege zu leiten. Am Set eines anderen Filmes beklagte Johnson sich darüber, dass Hollywood eine Vorliebe dafür habe, schlechte Remakes beliebter Horrorfilme herauszubringen. Jemand fragte ihn, welchen Film er gerne neu gemacht sehen würde. Seine Antwort lautete „Plan 9 From Outer Space“. Er sandte eine Email an verschiedene Freunde in der Filmbranche, ohne jedoch an ein ernsthaftes Projekt zu denken. Die Email wurde weiterverschickt. Bald schon stand in Medien wie dem Horrormagazin Fangoria zu lesen, dass er an einem Remake arbeite, sagte Johnson. Als das passierte, informierte er sich darüber, was er tun müsse, um die Rechte zu erwerben, und stellte erfreut fest, dass der Film Gemeingut (Public Domain) ist. |
Conan the Barbarian: Teaser Trailer
Samstag, 12. März 2011
Marcus Nispels „Conan the Barbarian“, ja das Remake von „Conan the Barbarian“ mit Arnold Schwarzenegger, kommt im Sommer in glorreichem 3D in unsere Kinos. Vor kurzem wurde ein Teaser Trailer veröffentlicht, der uns mit knurrenden, heiseren Stimmen und ein wenig Schwertwirbeln Lust auf mehr machen möchte.
Als echter Teaser bietet er uns einige kurze Blicke auf die wichtigsten Charaktere des Filmes und einen einzigen Satz barbarischer Weisheit, vorgebracht von Conan höchstpersönlich, der diesmal von dem angemessen muskulösen, mit tiefer Stimme ausgestatteten Jason Momoa gegeben wird. Es gibt zwar nicht viel zu sehen, doch der Spruch ist gut. Dennoch hätte ich „to crush your enemies, to see them driven before you, and hear the lamentation of the women“ vorgezogen. Nur falls Sie sich fragen, das ist das Beste im Leben.
Dieser Conan lebt, liebt und tötet - und ist zufrieden mit diesem Los. Hoffentlich wird er im Laufe des Filmes auch die Frauen zum Wehklagen bringen.
Conan the Barbarian Motion Poster
Freitag, 4. März 2011
Bei Crom! Lionsgate hat dieses schöne neue Bewegt-Poster für das kommende 3D-Reboot von „Conan the Barbarian“ veröffentlicht. Es ist das erste offizielle Artwork des Filmes und, wie sich unschwer erkennen lässt, eine Verneigung vor der klassischen Conan-Bildsprache des verstorbenen Künstlers Frank Frazetta.
Der Remake-König Marcus Nispel inszeniert „Conan the Barbarian“ für Nu Image/Millenium Films. Die Titelrolle spielt Jason Momoa, in weiteren Rollen sind Ron Perlman, Stephen Lang, Rose McGowan und Rachel Nichols zu sehen.
Meine erfundene Frau (Kurzreview)
Donnerstag, 3. März 2011
Eine romantische Komödie mit Adam Sandler und Jennifer Aniston. Der eine ist sentimental und schmeichlerisch, die andere auf Autopilot
Originaltitel: Just Go With It
Herstellungsland: USA 2011
Regie: Dennis Dugan
Drehbuch: Allan Loeb, Timothy Dowling, basierend auf dem Drehbuch für „Cactus Flower“ von I.A.L. Diamond
Darsteller: Adam Sandler, Jennifer Aniston, Brooklyn Decker, Nicole Kidman, Nick Swardson, Bailee Madison, Griffin Gluck, Dave Matthews, Rachel Dratch, Minka Kelly
Lewis Wolpert definierte Depression als „bösartige Traurigkeit“. George Santayana bezeichnete sie als „dünn aufgestrichene Wut“. Für mich ist Depression gleichbedeutend mit dem „Ansehen einer romantischen Komödie mit Adam Sandler, in der er erkennt, dass er eigentlich schon die ganze Zeit in seine temperamentvolle Assistentin Jennifer Aniston verliebt ist.“. „Meine erfundene Frau“ ist so abgrundtief und deprimierend schlecht, dass verantwortliches Kinopersonal dafür sorgen sollte, dass alle Besucher dieses Filmes vor dem Betreten des Saales Krawatten und Schnürsenkel abgeben. Der Streifen ist ein loses Remake eines Drehbuches von I.A.L. Diamond, das auf einem Theaterstück von Pierre Barillet und Jean-Pierre Grédy basiert und 1969 unter dem Titel „Cactus Flower“ („Die Kaktusblüte“) mit Walter Matthau, Ingrid Bergman und Goldie Hawn verfilmt wurde.
Sandler spielt einen Kardiologen, der herausfindet, dass ihn seine Verlobte nur wegen des seines Geldes heiraten will. Gebrochenen Herzens schüttet er wildfremden Damen in Bars sein Herz aus und bemerkt, dass er damit ankommt. Also sattelt er auf Schönheitschirurgie um und nützt fortan seinen Ehering (den er selbstverständlich behalten hat) und erfundene Geschichten über seine unglückliche Ehe, um junge, naive Schönheiten in sein bett zu locken. Doch bald schon ist er in dieser absurden Lüge gefangen. Um seine heiße neue Freundin Palmer (Brooklyn Decker) zu beeindrucken und zu verhindern, dass sie ihm auf die Schliche kommt, bittet er seine Assistentin Katherine (Jennifer Aniston), sich als seine von ihm getrennt lebende Noch-Ehefrau auszugeben. Das Ganze ist aus einer Reihe von Gründen völlig abstrus:
- Danny soll ein liebenswürdiger Kerl sein, obwohl er ein lügendes Arschloch ist und junge Frauen verführt, deren Selbstwertgefühl so gering ist, dass sie ihn seinen Penis hineinstecken lassen, wo immer er will.
- Palmer ist eine selbstgerechte Lehrerin, die etwas gegen Untreue hat, aber bereitwillig mit einem Mann schläft, den sie gerade erst kennengelernt hat, und mit mehr oder weniger heraushängenden Brüsten herumspaziert.
- Jennifer Aniston tut so, als wäre Schick für sie ein Fremdwort, indem sie ihr Haar zu einem Pony bindet, und verleiht ihre Kinder für ein Paar Schuhe.
- Wir sollen glauben, dass Danny und Palmer nach nur einer Nacht schwer ineinander verliebt sind und sie bereit ist, all seinen mist zu ertragen, obwohl sie NICHTS gemeinsam haben.
Ach ja, Nicole Kidman ist zu ihrem Unglück auch in diesen Film geraten und bietet eine beherzte darstellerische Leistung als Katherines mit ihr wetteifernde beste Freundin, was für allerlei komische Momente hätte sorgen können, ja müssen. Doch leider bekommt sie überhaupt nichts Lustiges zu sagen oder zu tun - und alle anderen ebenso wenig. Sandler ist ein sentimentales, schmeichlerisches Mannkind und Aniston hat den Autopilot eingeschaltet.
Fazit: Meiden Sie „Meine erfundene Frau“ wie die Pest. Tatsächlich wäre die Pest zu bekommen und die letzten tage damit zuzubringen, Schorf von den Beulen zu kratzen, noch um einiges unterhaltsamer, als diesen seelenlosen Mist anzusehen, der nur gedreht wurde, um reiche Menschen noch reicher zu machen.
True Grit (Review)
Freitag, 25. Februar 2011
Elemente des Remakes mögen besser sein als das Original, aber im Großen und Ganzen ist das Original der bessere Film
Originaltitel: True Grit
Herstellungsland: USA 2010
Regie: Ethan Coen, Joel Coen
Drehbuch: Joel Coen, Ethan Coen, basierend auf dem Roman von Charles Portis
Darsteller: Jeff Bridges, Hailee Steinfeld, Matt Damon, Josh Brolin, Barry Pepper, Dakin Matthews, Jarlath Conroy, Paul Rae, Elizabeth Marvel, Ed Corbin
Allen, denen der Unterschied zwischen einem großen Star und einem großen Schauspieler nicht so recht geläufig ist, erteilt das Remake von „True Grit“ - ja, es ist ein Remake, da können die Coen-Brüder noch so oft betonen, dass sie sich ausschließlich an der Romanvorlage orientiert haben – eine mehr als eindringliche Lektion.
Der Originalfilm aus dem Jahre 1969 (deutscher Titel: „Der Marshal“) wurde von dem einfachen und geradlinigen Henry Hathaway inszeniert. John Wayne spielte Rooster Cogburn, einen grantigen alten Marshal, der zu beweisen versucht, dass er noch nicht zum alten Eisen gehört.
Im Remake, geschrieben und inszeniert von den hochintelligenten und oft ikonoklastischen Coen-Brüdern (Ethan und Joel), ist dieser Part mit Jeff Bridges besetzt. Und Bridges ist hervorragend. Doch „True Grit“ braucht keinen hervorragenden Schauspieler.
Der Film braucht einen heißgeliebten Star.
Die erste Version verfügte mit John Wayne über einen solchen, wenn auch ihr Ansehen im Lauf der Jahre zunehmend gesunken ist. Als sie ihre neue Version ankündigten, sagten die Coens rundheraus, dass sie den ersten Film nicht mochten und deshalb ausschließlich den Roman von Charles Portis als Grundlage verwenden würden.
Und tatsächlich haben sie ein oder zwei schillernde Vorfälle wieder eingefügt, die alttestamentarische Vorstellung von Gerechtigkeit des Buches stärker hervorgestrichen, dem Skript mit Teilen der ironischen Erzählung der Heldin einen Rahmen gegeben und den ursprünglichen, bittersüßen Epilog zurückgebracht.
Aber das sind größtenteils feine Anpassungen. Alle, die meinen, die Originaladaption wäre eine Travestie, haben sie schon lange nicht mehr - oder noch nie - gesehen (im Gegensatz zu einigen Nebendarstellern, die den Sprechduktus der Originalschauspieler genau nachahmen).
Tatsächlich werden beide Versionen den blumigen Dialogen und der derben Story gleichermaßen gerecht. „True Grit“ handelt von der sturen 14-jährigen Mattie Ross, die den fiesesten Marshal des Bundesstaates anheuert, um den Mörder ihres Vaters zu finden, und dem bärbeißigen Mann ins Indianerterritorium folgt. Begleitet werden sie von einem auf komische Weise von sich selbst begeisterten Texas Ranger.
All dies ist heute genauso unterhaltsam wie beim ersten Mal, obwohl die Coen-Brüder viel genauer darauf geachtet haben, dass die Details historisch stimmig sind. Auch ist die Photographie von Kameramann Roger Deakins, die riesige sternenhelle Nachtlandschaften einfängt, auf wesentlich höherem Niveau als die des Originalsfilms. Und viele der Darsteller sind besser.
Hailee Steinfeld legt als Maddie ein beachtliches Debüt hin – ein angenehm süßsaurer Unterschied zu Kim Darby aus dem ersten Film, die ganz schmollende Verärgerung und schamponierte Frisur war. Matt Damon entdeckt eine ernste Seite an dem sich brüstenden Ranger, die Glen Campbell nicht finden konnte.
Und der immer einfallsreiche Bridges recycelt nicht einfach seinen dickbäuchigen loser aus „Crazy Heart“. Seine Stimme scheint unten in den Nieren zu sitzen, sein Schwerpunkt irgendwo auf Höhe der Knie; er ist ein schwerfälliger Bär von einem Mann und eine echte Type.
Aber er ist nicht John Wayne. Niemand außer John Wayne war das je.
Und das ist der Grund, warum die erste Verfilmung so gut funktionierte. 1969 hatten die Filmfans schon eine sehr emotionale Beziehung zu dem Star – etwas, das „True Grit“ (und später „Die Cowboys“ und „Der Scharfschütze“) erkannte und sich bewusst zu Nutze machte. Diese Filme anzusehen, bedeutete nicht mehr und nicht weniger, als einen großen Helden zu sehen, der in die Jahre gekommen ist. Es bedeutete, einen Angriff auf die eigenen jugendlichen Illusionen zu sehen.
Nur Clint Eastwood hätte – vielleicht - heute diesen Part spielen und ihm dieselbe emotionale Bedeutung geben können.
Und das ist die Ironie. Bridges ist ein viel besserer Schauspieler Wayne. Die Coen-Brüder sind viel bessere Regisseure als Hathaway. Ihr „True Grit“ ist sogar ein besser gemachter Streifen als der alte „True Grit“.
Aber der alte ist dennoch der bessere Film.
Trailer-Wissenschaft: Das Gesetz der umgekehrten Proportionalität
Donnerstag, 17. Februar 2011
Das sollten Sie im Hinterkopf behalten, während Sie sich den folgenden Trailer anschauen:
Er geht bis 11. Das ist in Sachen Humor -1.
„Arthur“ Trailer: Russell Brand ist ein dummer Tunichtgut
Freitag, 11. Februar 2011
Hier ist ein Trailer für das Remake der Dudley-Moore-Komödie „Arthur“. In den Hauptrollen „glänzen“ die wunderbare Helen Mirren und der nervende Komiker Russell Brand. Mirren spielt die ihrer Aufgabe überdrüssige Betreuerin des kindischen, bekloppten Erben (Brand), dem der Geldhahn zugedreht wird und der nun selbst sehen muss, wie er klarkommt.
Es ist also eine weitere Gelegenheit für Brand, seine ungeheure schauspielerische Bandbreite zu demonstrieren und einmal mehr einen flegelhaften Idioten zu verkörpern. Und es ist eine weitere Gelegenheit für Helen Mirren, ihrem Haus in den Cotswolds einen weitern Flügel hinzuzufügen. Jennifer Garner taucht als Arthurs arrangierte Verlobte auf und Greta Gerwig spielt anscheinend auch mit, ich nehme einmal an als Arthurs einzig wahre Liebe, doch im Trailer ist sie kaum zu sehen. Alles in allem sieht das Ganze ziemlich übel aus!
„Arthur“ läuft am 8. April in den USA und am 5. Mai in Deutschland an.
Remakes: Ein Überblick
Donnerstag, 3. Februar 2011
Ich möchte nicht unbedingt der Überbringer schlechter Nachrichten sein oder zu einem dieser Deppen werden, die Filme beurteilen, ehe sie sie gesehen haben, aber ich muss einfach ein wenig Dampf ablassen, da mich die Gerüchte über bevorstehende Hollywood-Remakes ziemlich in Rage gebracht haben.
A Star Is Born
Gerüchte darüber schwirrten ja schon geraume Zeit herum, doch der eindeutigste Hinweis darauf, dass Clint Eastwood den Verstand verloren hat, kam letzte Woche mit der Nachricht, dass er definitiv/vielleicht eine vierte, ja eine vierte, Version dieses Stoffes drehen wird. Beyonce soll die Hauptrolle spielen, weil sie uns anscheinend mit ihrer Darbietung in „Dreamgirls“ noch nicht genug verärgert hat. Ganz zu schweigen von der in „Austin Powers in Goldständer“. Und der in „Der rosarote Panther“. Und in „Obsessed“. Sie ist furchtbar.
Annie
Ich habe zwar nichts gegen Musicals, aber „Annie“ kann ich ganz und gar nicht ausstehen. Also weshalb, höre ich Sie fragen, beschwere ich mich über dieses Remake? Nun ja, vielleicht liegt es daran, dass Will Smith allem Anschein nach unbedingt dafür sorgen muss, dass all seine Kinder Hauptrollen in Remakes sehr beliebter Filme spielen. Vielleicht hat es auch damit zu tun, dass ein Hip-Hop-lastiger Soundtrack care of Jay-Z zu erwarten ist. Oder vielleicht wäre es mir auch nur lieber, Willow Smith auf einem Spielplatz herumtollen zu sehen wie ein normales zehnjähriges Mädchen, anstatt mit ihrer „Musik“ und ihren Filmen belästigt zu werden.
Lethal Weapon – Zwei stahlharte Profis
Nie hat der Satz „I´m too old for this shit“ („Ich bin zu alt für den Scheiß“) mehr Sinn gemacht als jetzt. Ein Remake dieser Action-Reihe ist eine fast unerträgliche Vorstellung, doch ehe wir alle uns darüber beschweren, würde ich von Warner Bros. gerne wissen, ob der neue Riggs auch so eine tolle Mähne haben wird wie Mel anno 1987.
Natürlich nicht.
Im Kaffeehaus aufgeschnappt
Montag, 24. Januar 2011
„Ist es überhaupt erwähnenswert, dass Clint Eastwood ein Remake von „A Star Is Born“ inszeniert, noch dazu mit Beyonce in der Hauptrolle?“
„Nur wenn er lange genug lebt. Das ist einer jener Fälle, in denen uns allen der Tod einen Gefallen tun könnte.“
72 Stunden - The Next Three Days (Kurzreview)
Sonntag, 23. Januar 2011
Das Thriller-Remake leidet unter Überlänge und Unwahrscheinlichkeiten
Originaltitel: The Next Three Days
Herstellungsland: USA 2010
Regie: Paul Haggis
Drehbuch: Paul Haggis, basierend auf dem französischen Film „Pour Elle“ von Fred Cavayé und Guillaume Lemans
Darsteller: Russell Crowe. Elizabeth Banks, Liam Neeson, Michael Buie, Moran Atias, Jason Beghe, Aisha Hinds, Olivia Wilde, Daniel Stern, Brian Dennehy, Jonathan Tucker
Vor zwei Jahren kam ein eigenartiger französischer Thriller mit dem Titel „Pour Elle“ („Für sie“) für kurze Zeit in die Kinos mancher europäischer Länder, während es in Deutschland nur für eine DVD-Premiere reichte – und zwar unter dem Titel „Ohne Schuld“. Darin spielte Vincent Lindon einen Mann, dessen Ehefrau fälschlicherweise des Mordes an ihrem Chef angeklagt und eingesperrt wird. Diese Ungerechtigkeit lässt ihm keine Ruhe, weshalb er einen verzweifelten kriminellen Plan schmiedet, um sie aus dem Gefängnis zu befreien. Dieser seltsame kleine Film war vollgepackt mit Unwahrscheinlichkeiten, aber keine davon war so unwahrscheinlich wie der Umstand, dass es jetzt ein Hollywoodremake davon gibt, in dem Russell Crowe den Ehemann spielt und Elizabeth Banks seine in die Mühlen der Justiz geratene Frau. Die Handlung ist diesmal noch seltsamer und noch mehr an den Haaren herbeigezogen: eine Mischung aus Gefängnisausbruchsthriller und emotionalem Fernsehfilm über den Kampf eines liebenden Ehemannes gegen ein Fehlurteil der Justiz. In seiner Sonderbarkeit wirkt das Ganze wie einer jener Streifen, die behaupten, auf einer wahren Begebenheit zu basieren, und dennoch hat man das Gefühl, jeden Moment zu erfahren, dass alles, wie etwa auch die gesamte achte Staffel der Fernsehserie „Dallas“, nur ein Traum war.
Eines Morgens bemerkt Lara einige Blutspritzer auf ihrem Mantel und just in diesem Moment stürmen auch schon die Polizisten herein und verhaften sie, weil sie im Verdacht steht, ihren Boss ermordet zu haben. Ab diesem Zeitpunkt schöpft Crowe – ein harter, schroffer, liebender Durchschnittstyp – alle nur denkbaren legalen Möglichkeiten aus und heckt dann, da diese nicht den gewünschten Erfolg zeitigt, einen äußerst unwahrscheinlichen Plan aus, um Lara zur Flucht zu verhelfen. Im Gegensatz zu vielen gewöhnlichen Thrillern gibt es hier weder Komik noch Zynismus, die die Absurdität aufwiegen könnten, und leider auch wenig echte Spannung. Laras angebliches Verbrechen ist genauso wenig glaubhaft wie Johns krimineller Masterplan. Der ganze Film ist eine kunstvoll mit der Hand gezeichnete Neun-Dollar-Banknote.
Fazit: Ein sehr bemühtes Thriller-Remake, bei dem aufgrund von Überlange und zu vielen Unwahrscheinlichkeiten nie richtige Spannung aufkommt. Es wäre besser gewesen, der Drehbuchautor hätte es bei 48 Stunden bewenden lassen.
Darren Lynn Bousmans „Mother´s Day“ - Der erste Trailer
Dienstag, 18. Januar 2011
Ich bin immer wieder erstaunt, wie viele Remakes uns das Horrorgenre beschert. Jeder und jede einzelne von uns hat seine/ihre eigenen Angst/Schreckens-Erfahrungen gemacht, aber trotzdem werden dieselben wenigen Geschichten Jahr für Jahr neu aufbereitet. Michael Bay hat eine Produktionsgesellschaft namens Platinum Dunes, die fast ausschließlich Horror-Remakes herausbringt – immerhin sechs Stück seit 2003 (und alle davon waren schlecht). Dennoch liebt Hollywood nichts mehr als eine Marke, weshalb ich Ihnen nun den Trailer für den nächsten Horrorfilm präsentieren darf, dem ein moderner anstrich verliehen wurde.
Es handelt sich dabei um einen sogenannten „German Sales Promo“-Clip (natürlich in englischer Sprache) für Darren Lynn Bousmans „Mother´s Day“. Der Film ist ein Remake des gleichnamigen Films (1980) von Charles Kaufman und handelt von einer Mutter und ihren beiden degenerierten Söhnen, die in ihr altes Haus eindringen und die neuen Bewohner terrorisieren. In den Hauptrollen sind Rebecca De Mornay, Jaime King, Deborah Ann Woll, Briana Evigan, Alexa Vega und Shawn Ashmore zu sehen.
Hier ist der Trailer:
Ich muss, sosehr ich das Konzept der Horrorremakes auch hassen mag, doch zugeben, dass dies ein sehr effektvoller Trailer ist. Ich bin schon lange ein Fan von Rebecca DeMornay, die hier als Mutter, die auf ihre Söhne besonders stolz ist, wenn sie vergewaltigen und morden, gute Figur macht. Sofern die Macher nicht in Klischees verfallen, könnte dies durchaus ein recht guter Genrestreifen werden. „Mother´s Day“ kommt am 1. April in die amerikanischen und britischen Kinos.
The Mechanic: Red Band Trailer
Dienstag, 4. Januar 2011
Vor kurzem erschien auf IGN ein brandneuer sogenannter Red Band Trailer für den Action-Thriller „The Mechanic“.
In dem von Simon West („Con Air“) inszenierten Remake des gleichnamigen Charles-Bronson-Streifens,, der in unseren Breiten unter dem Titel „Kalter Hauch“ lief, sind Jason Statham, Ben Foster, Donald Sutherland, Christa Campbell, Tony Goldwyn, Nick Jones und Jeff Chase.
„The Mechanic“ läuft am 28. Jänner in den USA und am 17. April in Deutschland an.
| Synopsis: Arthur Bishop (Jason Statham) ist ein so genannter Mechaniker – ein Elitekiller mit einem strikten Ehrenkodex und einem einzigartigen Talent dafür, schnell und fast ohne Spuren zu hinterlassen zu töten. Es ist ein Job, der professionelle Distanziertheit und Perfektion und erfordert – und Bishop ist der Beste im ganzen Business. Aber als Harry (Donald Sutherland), sein Mentor und enger Freund, ermordet wird, kann ernicht länger distaniert bleiben. Sein nächster Auftrag ist selbstauferlegt – er möchte die Verantwortlichen töten. Seine Mission wird kompiziert, als Harrys Sohn Steve (Ben Foster) mit demselben Ziel bei ihm auftaucht und fest entschlossen ist, Bishops Gewerbe zu erlernen. Bishop hat immer alleine gehandelt, aber er kann sich nciht einfach von Harrys Sohn abwenden. Ein methodisch arbeitender Auftragsmörder führt einen impulsiven Schüler in seine Welt ein und eine tödliche Partnerschaft ist geboren. Aber während sie ihrem ultimativen Ziel nachjagen, drohen Schwindeleinen aufzufliegen und diejenigen, die angeheuert werden, Probleme zu beseitigen, werden selbst zu Problemen. |
US-Kinocharts: Ein tolles neues Jahr für Little Fockers, aber es besteht noch cineastische Hoffnung für 2011
Trotz einer Reihe von Remakes von fragwürdiger Qualität bieten die kommenden Wochen einige Filmhighlights, auf die man sich freuen kann
Universals Komödie „Little Fockers“ („Meine Frau, unsere Kinder und ich“) beginnt das Jahr 2011 als regierender Box-Office-Champion von Nordamerika. Dies ist ein ziemlich trauriger Beweis für die vorherrschende Kultur der mut- und einfallslosen Wiederholung und Imitation, für die Hollywood heutzutage steht, weshalb es nicht weiter verwundern kann, dass sich unter den Top Ten einige Remakes, Reimaginings und Fortsetzungen finden. Ein oder zwei davon können sogar qualitativ überzeugen. „Little Fockers“ gehört eindeutig nicht dazu, konnte sich aber dennoch (oder vielleicht gerade deshalb) eine zweite Woche an der Spitze behaupten und hat mittlerweile bereits etwas über $102 Millionen eingespielt.
Ich bin der Ansicht, dass „Tron: Legacy“, obwohl von einem schwachen Drehbuch stark beeinträchtigt, durch mitunter beeindruckende Effekte, Designs und Kulissen immerhin einen beachtlichen Schauwert hat. Auch die Kostüme sind fantastisch und der Soundtrack von Daft Punk – hier gebührt Disney Lob für den Mut, nicht auf einen der vielbeschäftigten Hollywood-Komponisten gesetzt zu haben, der sicher langweilige Fahrstuhlmusik produziert hätte – gehört mit zum Besten, was im vergangenen Jahr auf diesem Gebiet zu hören war. „True Grit“ ist ein empfehlenswertes was? - Remake? Reimagining? Eine Überarbeitung? – von Charles Portis´ Roman, obwohl der film bisweilen emotional wenig berührt und die Charaktere wenig mehr sind als faszinierende Entwürfe.
Diesmal sind ausnahmsweise wirklich viele gute Filme in den Top 10 vertreten, darunter „The Fighter“, „Black Swan“, „The King´s Speech“ und „Tangled“ („Rapunzel - Neu verföhnt“). Das liegt vor allem daran, dass die meisten Filme, die als preiswürdig erachtet werden, um diese Zeit in die Kinos kommen. Das ist ein gutes Vorzeichen für die Academy-Awards-Nominierungen, die am 25. Jänner bekanntgegeben werden, denn die heurigen Anwärter zählen zu den besten der letzten Jahre. Und sie schlagen sich auch an den Kinokassen recht beachtlich, was ein Blick auf die Liste weiter unten deutlich macht.
Die gegenwärtigen Top 10 konnten zusammen $158 Millionen einspielen. Obwohl es ein wenig unfair ist, dieses Ergebnis mit demjenigen des entsprechenden Vorjahreswochenendes zu vergleichen, werde ich es dennoch tun, weil es in dieser Kolumne nun einmal um Zahlen geht. Das Gesamtergebnis liegt ungefähr 30% unter demjenigen des Jahresanfangs 2010. Dies ist keine Schande, denn vor einem Jahr belegte „Avatar“ den ersten Platz der Kinocharts und spielte am dritten Wochenende noch immer beachtliche $68 Millionen ein, was ein weiterer großer Schritt in Richtung der letztendlichen nordamerikanischen Gesamteinspielsumme von $761 Millionen darstellte. „Avatar“ ist sowohl in Nordamerika als auch im Rest der Welt der finanziell erfolgreichste Film aller Zeiten und ich traue mich fast zu wetten, dass der einzige Film, der eine reelle Chance hat, dieses Ergebnis zu übertreffen, die Fortsetzung ist, die von James Cameron bereits vorbereitet wird.
Die nordamerikanischen Top 10, 31. Dezember 2010 – 2. Jänner 2011
1. Little Fockers, $25,766,485. Gesamt: $102,576,190
2. True Grit (2010), $24,416,515. Gesamt: $86,670,382
3. Tron: Legacy, $18,756,973. Gesamt: $131,304,844
4. Yogi Bear, $12,385,000. Gesamt: $65,755,336
5. The Chronicles of Narnia: The Voyage of the Dawn Treader, $10,252,775. Gesamt: $86,926,397
6. The Fighter, $10,005,066. Gesamt: $46,388,853
7. Tangled, $9,803,091. Gesamt: $167,821,986
8. Gulliver's Travels, $9,300,099. Gesamt: $27,454,506
9. Black Swan, $8,881,595. Gesamt: $47,807,791
10. The King's Speech, $7,775,463. Gesamt: $22,932,401
True Grit: Weitere neue Bilder
Dienstag, 21. Dezember 2010
Während wir uns noch bis Ende Februar gedulden müssen, kommen die Amerikaner schon diese Woche in den Genuss des neuesten Streichs der Coen-Brüder. Da sie bei diesem Projekt wieder mit Jeff Bridges und Josh Brolin zusammenarbeiteten, verspricht „True Grit“, ein remake des gleichnamigen Westernklassikers, für den John Wayne mit dem Oscar ausgezeichnet wurde, etwas ganz Besonderes zu werden.
Diese neuen Bilder der Produktion sehen fantastisch aus und sollten ausreichen, das Interesse eines jeden Filmfreundes zu wecken. Darüber hinaus sind erste Kritiken ziemlich vielversprechend, wobei besonders die tolle darstellerische Leistung der jungen Hailee Steinfeld hervorgehoben wird.
Sehen Sie 4 neue „True Grit“ Clips
Samstag, 11. Dezember 2010
Das „True Grit“-Remake der Coen-Brüder heimst schon im Vorfeld jede Menge Lorbeeren ein. In den noch verbleibenden dem Kinostart vorangehenden Wochen sind noch mehr Lobhudeleien zu erwarten. Obwohl die Originalversion des Films John Wayne einen Oscar einbrachte, muss darauf hingewiesen werden, dass diese erste Verfilmung von „True Grit“ mit Ausnahme von Waynes schauspielerischer Leistung einiges zu wünschen übrig ließ. Wenn man schon etwas neu verfilmt, sollte man einen Film wählen, der wirklich besser gemacht werden kann, und „True Grit“ ist definitiv so ein Film. Und allem Anschein nach ist es den Coens wirklich gelungen, eine bessere Adaption von Charles Portis´ Roman auf die Leinwand zu bringen.
Hier sind vier neue Clips der Coen-Brüder-Version von „True Grit“. Sie vermitteln einen guten Eindruck von den wichtigsten Charakteren des Films. Mattie Ross (Hailee Steinfeld), die entschlossene Teenagerin. Rooster Cogburn (Jeff Bridges), der engagierte einäugige Säufer und harte Kerl. LaBoeuf (Matt Damon), der geckenhafte Texas Ranger. Und Tom Chaney (Josh Brolin), der Mann, den alle tot sehen möchten. Sehen Sie selbst:
Jason Statham hängt auf dem neuen Poster für „The Mechanic“ nur so rum
Samstag, 4. Dezember 2010
Nach einer Woche, in der ziemlich viele einfallslose Poster veröffentlicht wurden (Ausnahme „Rabbit Hole“), ist nun ein weiteres aufgetaucht, das nur unwesentlich besser ist, nämlich dasjenige für Jason Stathams Remake des Charles-Bronson-Thrillers „The Mechanic“ (im deutschen Sprachraum unter dem Titel „Kalter Hauch“ bekannt) aus dem Jahre 1972.
Der gute Jason sieht aus wie Spiderman am Waschtag, wie er da so lässig an einer Wand hängt und mit der obligatorischen Faustfeuerwaffe auf einen nicht sichtbaren Feind zielt.
Ist Ihnen das überstrapazierte „Fadenkreuz über dem Titel“-Design aufgefallen? Das neue Poster ist nicht annähernd so gut wie das alte, im stil von Saul bass gehaltene:
„The Mechanic“ wurde von Simon West („Con Air“) inszeniert. Statham spielt in dem Thriller einen Weltklasse-Auftragskiller, der es gewohnt ist, alleine zu arbeiten (also eine ähnliche Rolle wie in „The Transporter“). Doch nun nimmt befindet er sich auf einer sehr persönlichen Mission: er möchte den Tod seines Freundes und Mentors (Donald Sutherland) rächen und muss sich zugleich um dessen Sohn (Ben Foster) kümmern, der partout darauf besteht, von ihm das Handwerk des Killers zu erlernen.
„The Mechanic“ kommt am 10. Februar in die deutschen Kinos.