Ich bin auf http://filmundco.com übersiedelt.

Das Neueste

Posts mit dem Label musical werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label musical werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Das „Predator“ Musical wird Ihr Herz zum singen bringen (Video)

Donnerstag, 24. Februar 2011

Bookmark and Share

 

Sie kennen vermutlich die Arnoldtastischen, von Jon und Al Kaplan fabrizierten musikalischen Revuen von „Conan“, „Terminator 2“ und „Total Recall“. Nun bringen uns die Brüder ihren Schwarzenegger-Schwanengesang, die mitreißende Nummer „If It Bleeds, We Can Kill It“, die davon handelt, den hässlichsten Moterhfucker des Universums zu töten. Stimmlich vertreten sind Dutch, Anna, Mac, Billy, Dillon und all die anderen Typen, die nicht Gouverneur von Minnesota waren. Viel Vergnügen!

Die unglaublichsten Action-Szenen aus Enthiran, dem indischen Terminator

Donnerstag, 27. Januar 2011

Bookmark and Share

 

enthiran Von dem Moment an, da ich hörte, dass der indische Science-Fiction-Blockbuster „Enthiran“ völlig verrückt ist, war mein Interesse geweckt. Und diese Clips beweisen, dass der Streifen wirklich ausgefallene und durchgeknallte Szenen sonder Zahl zu bieten hat.

In „Enthiran“ (auch bekannt als „Robot“) baut ein gewisser Dr. Vaseegaran (gespielt vom indischen Megastar Rajinikanth) den Roboter Chitti Babu (ebenfalls Rajinikanth). Chitti verliebt sich in Dr. Vaseegarans Freundin Sana (Aishwarya Rai) und wird von des Doktors Nemesis Dr. Bohra (Danny Denzongpa) zu einem Killerroboter umprogrammiert. Chitti baut in der Folge Kopien seines Körpers und versucht, den guten Doktor zu töten, indem er hunderte Kopien seiner selbst zu einem gigantischen Ball, zu einer Schlange, zu einem Reisen, etc. vereinigt… und diese Synopsis ist nur ganz oberflächlich. Den vollständigen Plot können Sie hier lesen. Sie werden froh sein, es getan zu haben.

„Enthiran“ ist mehr als drei Stunden lang (und selbstverständlich handelt es sich bei dem Film auch um ein Musical), weshalb ich hoffe, dass es Sie freuen wird, hier die die besten Actionszenen in chronologischer Reihenfolge sehen zu können. Im zweiten Video wird es besonders verrückt, als sich hunderte Chittis zum Machine Gun Ball O´ Doom (kennt jemand eine gute Übersetzung für diesen Ausdruck?).

Im Kaffeehaus aufgeschnappt

Montag, 24. Januar 2011

Bookmark and Share

 

„Ist es überhaupt erwähnenswert, dass Clint Eastwood ein Remake von „A Star Is Born“  inszeniert, noch dazu mit Beyonce in der Hauptrolle?“

„Nur wenn er lange genug lebt. Das ist einer jener Fälle, in denen uns allen der Tod einen Gefallen tun könnte.“

Die schlechtesten Filme des Jahres 2010

Montag, 10. Januar 2011

Bookmark and Share

 

nutcracker-3D-john-turturro Manche Filme sind so schlecht, dass sie schon wieder gut sind.

„Showgirls“. Das gesamte Werk von Edward D. Wood. „Das Tal der Puppen“.

Zwei- oder dreihundert John-Carradine-Filme. „Liebe mit Risiko – Gigli“. Alle Filme, in denen Nicolas Cage Haarverlängerungen trägt.

Manche filme sind so schlecht, dass sie einen nur noch deprimieren.

Schlappe Epen wie „Robin Hood“, die garantieren, dass sich mehrere Jahre lang niemand mehr an das Genre heranwagen wird. Komödien wie „How Do You Know“, die alles bieten außer Lacher. Seht-mich-an, seht-mich-an Schauspielübungen wie „Jack Goes Boating“.

Und 2010 gab es Filme, die waren so schlecht, dass sie einfach nur – nun ja – schlecht waren.

Wie „Das A-Team“, ein wer-hat-das-gebraucht Spin-off einer Fernsehserie aus den 1980-er Jahren, das wirkte, als hätte man die Besetzung ausgelost und den Film mit einem Ginsu-Messer geschnitten. Oder „After.Life“, ein existentialistischer Horrorfilm, der so überflüssig ist wie die Interpunktion in seinem Titel. Oder „Kampf der Titanen“, ein riesiger Brocken Feta mit 3D-Effekten von View-Master-Qualität. Und das waren nur die schlechten Liam-Neeson-Filme.

Dann gab es da „R.E.D.“, einen Streifen, in dem weit hinter den Erwartungen zurückbleibende Oscargewinner große Kanonen abfeuerten. Und „Love Ranch“, eine langweilige Gangstergeschichte, in der Joe Pesci als alternder Gangster eine Joe-Pesci-Imitation zum Besten gibt. Und „The Tempest“, eine Shakespeare-Besudelung, in der Ariel in einen glitzernden Toyboy umgewandelt wird, der an David Bowie während dessen Glam-Phase erinnert. Und das waren nur die schlechten Helen-Mirren-Filme.

when-in-rome-duhamel-bell Diese unermüdlichen Veteranen waren jedoch nicht alleine, denn eine ganze Reihe von Schauspielern und Regisseuren schienen 2010 Überstunden zu machen, um uns Hitch-schlock-Thrillern wie „Kiss & Kill“ oder lieblose romantische Komödien wie „When in Rome“ zu bescheren.

Falls Sie Glück hatten - und ich meine Aufgabe richtig erledigte -, wurden Sie rechtzeitig gewarnt, sodass Sie einen großen Bogen um diese Desaster machen konnten.

Aber ich ließ alle davon über mich ergehen, weil ich es mir zur Aufgabe gemacht habe, sie vor dem schlimmsten Hollywood-Müll zu bewahren. Obwohl das Filmjahr 2010 vor nun bald zwei Wochen zu Ende ging, habe ich einige diese filmischen Verbrechen nach wie vor im Gedächtnis. Diese Schlimmsten der Schlimmsten verdienen wahrlich einen Platz in der Halle der Schande.

Schlechtestes Epos: Nichts ist trauriger als ein großer, sündhaft teurer Film, der herauskommt und dann einfach so daliegt. (Sehen Sie sich zum Beispiel „Kampf der Titanen“ an - oder besser, tun Sie es nicht.) Doch wenige Filme vergeudeten mehr Potenzial als M. Good Night And Good Luck Shyamalans „Die Legende von Aangk“, ein Streifen, der 3D in Migränen und eine coole Fabel in blassen Schrott verwandelte.

Schlechteste Komödie: Möchten Sie einen furchtbaren Film machen? Engagieren Sie Kevin Smith, einen sehr lustigen Drehbuchautor - und lassen Sie ihn ein Skript inszenieren, das ein anderer geschrieben hat. Dann spannen Sie Bruce Willis, einen Schauspieler, der noch immer das Grinsen zur Schau trägt, das er an der Penns Grove High School perfektionierte, mit Tracy Morgan zusammen, der jede Textzeile ausspricht, als würden seine gerade Hoden mit einem Nussknacker malträtiert. Nennen Sie das Ganze dann „Cop Out“, denn „Sell Out“ wäre ein bisschen gar zu offencihtlich.

Schlechtester Kinderfilm: Eines muss gleich einmal klargestellt werden - für die meisten Kinder unter 12 sind Filme keine Filme - sie sind Junk-Food-Verabreichungssysteme. Die meisten Kinder werden sich stundenlange Übertragungen aus dem Parlament ansehen, wenn man ihnen nur genug Eiscreme, Gummibärchen, etc. gibt. Aber das ist keine Entschuldigung für die von Zahnfäule zerfressene „Zahnfee auf Bewährung“, den Film, in dem Dwayne Johnson in glitzernden Flügeln und Tutu herumhüpft.

Schlechtester Horrorfilm: Hier ist ein guter Grund für ein Remake: Niemand hat das Original gesehen. Ein weiterer guter Grund: Sie gewinnen dem Material einen völlig neuen Aspekt ab. Hier ist ein verdammt schlechter Grund: Sie haben die Rechte am Stoff und glauben, ein weiteres Mal daran verdienen zu können. Und deshalb gibt es ein weiteres Mal „A Nightmare On Elm Street“, eine grausame kleine Schwelgerei in Sadismus, die Stil und Erfindungsreichtum des Originals schmerzlich vermissen lässt. Freddy ist tot? Jetzt ganz bestimmt.

charliestcloud-zacefron Schlechtester Liebesfilm: eine Kategorie mit zahllosen Anwärtern. „Valentinstag“, „When in Rome“, „Sex And The City 2“ – was ist das, die Programmtafel im Multiplex des Teufels? Aber so quälend diese Filme auch gewesen sein mögen, sie waren um Klassen besser als „Wie durch ein Wunder“, eine Möchtegern-Nicholas-Sparks-Geschichte, in der Zac Efron einen Teenager spielt, der permanent mit nacktem Oberkörper herumläuft und eine Freundin hat, die fast so gut aussieht wie er selbst. Nehmen Sie reichlich Taschentücher mit. Stopfen sie sich diese in die Ohren.

Schlechteste Comicbuch-Verfilmung: Gerüchten zufolge sollen die Studioverantwortlichen, nachdem sie den Director´s Cut von „Jonah Hex“ gesehen hatten, alle schlechten Szenen herausgeschnitten haben, worauf ein nicht einmal einstündiger Film übrigblieb. Ein paar hinzugefügte, sinnlose Traumsequenzen später war der Film 81 Minuten lang – und jede einzelne davon ein Alptraum. In den Hauptrollen glänzten John „Ist meine Gage schon auf der Bank eingetroffen?“ Malkovich, Megan Fox´ Brüste und Josh Brolin, der sichtlich verärgert war. Mit Recht.

Schlechtestes Drama: Jedes Jahr braucht sein eigenes schreckliches, grell beleuchtetes Selbstmitleid-Melodrama. Aber was soll man tun, wenn alle langweiligen jungen Yuppies mit der Fernsehserie „Gossip Girl“ beschäftigt sind? Nichts einfacher als das – man engagiert einen von ihnen, Chace Crawford, und lässt ihn in „Twelve“ einen schwermütigen (aber sensiblen!) Drogendealer spielen, der durch das Manhattan der reichen Jungendlichen streift, wo es allerorts nicht nur Designerkleider, sondern auch Designerdrogen gibt sowie Partys, die in altrömische Orgien ausarten. So tragisch. So bedeutsam. So was auch immer.

Schlechtestes Musical: Wenn ich die Zeit zurückdrehen könnte, ginge ich zurück zu dem Moment, da der hohe Camp-Quotient allein – Cher! Xtina! Stanley Tucci! – „Burlesque“ wie einen vergnüglichen Kinospaß aussehen ließ. Stattdessen entpuppte sich der Film als lebendiges Wachsfigurenkabinett, in dem Cher für eine Neuverfilmung von „Sunset Boulevard“ vorzusprechen schien, während all die Tramps, Gypsies und Thieves rund um sie viel Haut zeigten, aber kein Talent erkennen ließen. Wie der Beat ging das Ganze weiter und weiter. Und weiter. Und weiter.

Der schlechteste schlechteste Film: „Der Nussknacker“ hat Generationen mit seiner Musik, seinen Tänzen und seiner Weihnachtsmagie begeistert. Also warum werfen wir nicht den größten Teil der Musik hinaus, lassen das Ballet weg und verwandeln das Ganze in eine $90 Millionen teure Metapher für den Holocaust? Lassen wir doch John Tuturro einen tuntigen Diktator mit Jazzhänden und einer aschblonden Perücke spielen. Und Nathan Lane als Albert Einstein einen Song mit dem Titel „It´s Relative“ zum Besten geben. Und dann fügen wir noch einen jamaikanischen Drummer mit Dreadlocks hinzu sowie einen fetten Clown, der aussieht wie ein Alptraum, denn ich im alter von 6 Jahren hatte. Und – Moment – erwähnte ich schon, dass das Ganze in 3D ist? Nach nicht einmal fünf Minuten betete ich, dass es in 1D wäre. Und hoffte, dass, falls je ein übergroßer Nussknacker lebendig werden sollte, dieser Regisseur Andrej Konchalovskiy einen Besuch abstatten und seinen Kopf mit einer köstlichen Pistazie verwechseln möge.

Burlesque (Review)

Freitag, 7. Januar 2011

Bookmark and Share

 

In diesem langweiligen Nachtclub werden Sie keine gute Zeit haben

Burlesque-Movie-Poster-1

starslarge_1

Originaltitel: Burlesque
Herstellungsland: USA 2010
Regie: Steve Antin
Drehbuch: Steve Antin
Darsteller: Christina Aguilera, Cher, Stanley Tucci, Alan Cumming, Eric Dane, Cam Gigandet, Julianne Hough, Peter Gallagher, Kristen Bell, Dianna Agron

Was ist gut daran, allein in seiner Wohnung zu sitzen? Ich werde es Ihnen sagen: Es bedeutet, dass man nicht hinausgehen muss, um sich diesen drittklassigen „Cabaret“-Verschnitt anzusehen. Allein in seiner Wohnung zu sitzen, den abblätternden Verputz anzustarren und dem surrenden Mikrowellenherd dabei zuzuhören, wie er Lasagne für eine Person aufwärmt, mag deprimierend sein. Aber bei weitem nicht so deprimierend, wie Christina Aguilera dabei zuzusehen, wie sie vorgibt, ein naives Mädchen aus irgendeiner Kleinstadt in Iowa zu sein - und dabei wirkt wie ein Velociraptor, der vorgibt, Bambi zu sein. Oder zu beobachten, wie Cher (fast lebensecht von Munchs „Der Schrei“ gespielt) bei dem Versuch, ihre Gesichtsmuskulatur zu bewegen, in Schweiß ausbricht. Nach ein paar Stunden dieses Schauspiels verspürte ich das Bedürfnis, mich allein in mein Zimmer zurückzuziehen und die Schlinge auszuprobieren, die ich vor langer Zeit spaßeshalber an der Deckenbeleuchtung montierte.

BURLESQUE-Christina-Aguilera-004

Es gibt bekanntlich Filme, die sind so schlecht, dass sie schon wieder gut sind, und es gibt solche, die sind so schlecht, dass sie einfach schlecht sind. „Burlesque“ ist, wie der allseits bekannte Filmkritiker Friedrich Nietzsche vermutlich gesagt haben würde, so jenseits von gut und schlecht, dass man den Streifen nur noch als Mist bezeichnen kann. Aguliera spielt Ali (kurz für Alice), die nach Los Angeles kommt, um ihr Glück zu machen. Sie ist sofort fasziniert von dem sexy-aber-mit-Klasse Glanz des Burlesque Club, der von Tess (Cher) gemeinsam mit dem schwulen Kostümbildner Sean (Stanley Tucci, der im Prinzip seine Rolle aus „Der Teufel trägt Prada“ wiederholt) geführt wird. Alan Cumming spielt eine wenig einnehmende und auch nicht interessant gestaltete MC (Zeremonienmeister) -Figur: Die Rolle bietet nicht einmal ansatzweise das, womit Joel Grey in „Cabaret“ arbeiten konnte. Aguilera fängt als Kellnerin an, doch während beim Servieren schleudert sie immer geistesabwesend ihren Kopf oder ihre Arme herum und trainiert so verschiedene Tanzbewegungen. Normalerweise sieht man solch fahrige Bewegungen nur bei Leuten mit schweren psychischen Problemen – oder bei Jack Douglas in den „Carry On“-Filmen der 1960-er Jahre. Der schrecklichste Moment ist aber, als eine afroamerikanische Tänzerin Sean mitteilt, dass ein attraktiver DJ ihr schöne Augen macht, und er darauf antwortet: „Maybe he's cuckoo for Coco Pops!” („Vielleicht ist er verrückt nach Coco Pops!“) Mmm, das hat Klasse! Die einzig passende Choreographie hätte gezeigt, wie Bob Fosse so stark rotiert, dass sich sein Grab öffnet.

Fazit: Stereotype Charaktere, schwaches Drehbuch und wenig Ahnung von der Kunst des Burlesque-Tanzes in der Art Dita von Teese. Dazu eine schauspielerisch extrem schwache Miss Aguilera, eine zur Maske erstarrte Cher und viele leicht bekleidete Damen, die so tun, als könnten sie tanzen. Eine unerfreuliche und langweilige Angelegenheit

Rapunzel – Neu verföhnt (Review)

Samstag, 11. Dezember 2010

Bookmark and Share

 

Das altbekannte Märchen wird in diesem Animationsfilm auf höchst amüsante Weise umgearbeitet

rapunzel-poster-1

starslarge_4

Originaltitel: Tangled
Herstellungsland: USA 2010
Regie: Nathan Greno, Byron Howard
Drehbuch: Dan Fogelman, basierend auf dem Märchen von Jacob und Wilhelm Grimm
Sprecher: Mandy Moore, Zachary Levi, Donna Murphy, Ron Perlman, M.C. Gainey, Jeffrey Tambor, Brad Garrett, Richard Kiel, Delaney Rose Stein

Der entzückend witzige Streifen „Rapunzel – Neu verföhnt“ ist der erste von Walt Disney Pictures herausgebrachte animierte Cartoon, der an die Qualität von Pixars Meisterwerken heranreicht. Die Regisseure Nathan Greno und Byron Howard setzten das erfindungsreiche Drehbuch von Dan Fogelman, das das Märchen der Gebrüder Grimm in ein ausgelassenes Abenteuer verwandelt, gekonnt in Szene und brachten eine perfekte Mischung von hochfliegender Action, Musiknummern, einer wirklich zu Herzen gehenden Liebesgeschichte zuwege, die noch dazu mit einer bösen Figur aufwartet, der wahrlich ein Platz in Disneys Geheiligter Halle der Bösewichte gebührt.

Mit Ausnahme der Heldin (gesprochen von Mandy Moore) und ihrer unglaublich langen Haare wurden alle Einzelheiten der Geschichte verändert. Das Mädchen ist eine Prinzessin und wurde als Baby von einer alten Vettel namens Gothel (Donna Murphy) entführt, die die magischen Kräfte von Rapunzels Locken – sie leuchten mit einem regenerierenden, heilenden Licht, wenn sie singt – nützt, um sich selbst jung zu erhalten.

Rapunzel-Neu-verfoehnt-2

Mother Gothel hält Rapunzel in einem hohen Turm gefangen und redet ihr ein, dass die Welt „da draußen“ heimtückisch und gefährlich ist. Das gutmütige Mädchen ergibt sich in sein Schicksal und vertreibt sich die Zeit mit Singen, Backen und ihrem wunderbar komischen Chamäleon. Aber am Vorabend ihres 18. Geburtstages erhält sie unerwarteten Besuch von Flynn Ryder (Zachary Levi), einem auf der Flucht befindlichen Dieb, dem es gelingt, das Misstrauen der jungen Frau zu zerstreuen. Er bietet ich an, sie aus dem Turm zu holen und in die umliegenden Wälder mitzunehmen.

„Rapunzel - Neu verföhnt“ (Der deutsche Titel ist wirklich viel alberner als der Film) beginnt in eher typischer Disney-Manier, aber im Gegensatz zu „Küss den Frosch“ („The Princess and the Frog“) aus dem Vorjahr, der formelhaft bis zum Geht-nicht-mehr war, entwickelt der Streifen nach und nach eine ausgeprägte Identität, was nicht zuletzt einigen fantastischen Nebenfiguren (darunter ein Pferd, dass sich für einen Hund zu halten scheint, und Flynn überallhin folgt) und ein paar staunen machenden Sequenzen, von einer gigantischen Flut bis hin zu einer herzzereißend schönen Vorführung von am Nachthimmel schwebenden Kerzen, unter deren Schein sich Rapunzel und Flynn so richtig ineinander verlieben, zu verdanken ist.

tangled-horse-flynn

Wie die besten Pixar-Filme versteht auch „Rapunzel – Neu verföhnt“, dass ein Film – egal ob animiert oder nicht – nur dann wirklich gut sein kann, wenn das Publikum den Charakteren zugetan ist. Spektakel und Musik sind zweitrangig. Obwohl sie wie typische Märchenhelden wirken mögen, gewinnt man Rapunzel und Flynn mit der Zeit wirklich lieb und hofft, dass sie zueinander finden werden – ein Ausgang, der von Anfang an garantiert ist, aber doch zwischendurch irgendwie zweifelhaft erscheint. Die 3D-Effekte des Films sind nie aufdringlich, die künstlerische Gestaltung ist zuzeiten atemberaubend und wenn man aus dem Kino kommt, fühlt man sich schwindelig vor Glück und Entzücken. „Rapunzel – Neu verföhnt“ bietet gute altmodische Disney-Magie und ist einer der rar gewordenen Filme, die wirklich zuschauern jeden Alters gefallen können.

Fazit: Nach längerer zeit wieder einmal ein Volltreffer aus dem Hause Disney. Gute und entspannte Unterhaltung, die die Zeit im Fluge vergehen lässt. Genau das Richtige zur kalten Jahreszeit.

US-Kinocharts: Christina Aguileras Musicalfilm ist gegen Harry Potter und Animationsfilme chancenlos

Dienstag, 30. November 2010

Bookmark and Share

 

christina-aguilera-burlesque- Es versteht sich von selbst, dass diese Woche - genau wie letzte Woche und aller Voraussicht nach auch nächste Woche – Harry Potter die amerikanischen Kinocharts anführt. Selbst wenn „Heiligtümer des Todes –Teil 1“ nur sieben Stunden lang zeigen würde, wie Daniel Radcliffe in den Kühlschrank starrt und überlegt, was er essen soll, wäre der Streifen auf Platz eins.

Das soll nicht heißen, dass der neueste „Harry Potter“-Film absoluter Mist ist, obwohl er mich nicht wirklich überzeugen konnte.

Sei es, wie es ist, auch am vergangenen Wochenende strömten wieder unzählige Menschen in die Kinos, um sich allen möglichen Mist anzusehen.

Mist? Ja, das letzte Wochenende war ziemlich unerfreulich. Tatsache ist, einer der neuen Filme war „Burlesque“, ein Film, in dem Cher und Christina Aguilera die Hauptrollen spielen und der von manchen jetzt schon als legitimer Nachfolger von „Showgirls“ gehandelt wird. Das bedeutet, dass der Film ein Haufen Sch**** ist und mit Sicherheit zu einem künftigen DVD/Blu-ray-Klassiker werden wird, den man sich mit Freunden während eines fröhlichen Trinkgelages ansieht.

Dafür ist „Showgirls“ doch schließlich da, oder etwa nicht? Die abstoßendsten schauspielerischen Leistungen und die groteskeste Sexszene, die je irgendjemand irgendwo sehen wird.

Und da sind illegale Filme und sonstige Abartigkeiten mit eingeschlossen.

Aber nun zu den in den USA finanziell erfolgreichsten Filmen des vergangenen Wochenendes:

1. Ja, „Harry Potter and the Deathly Hallows – Part 1“ („Harry Potter und die Heiligtümer des Todes –Teil 1“) konnte den ersten Platz der amerikanischen Kinocharts behaupten und wird sich wohl so bald auch nicht verdrängen lassen. $49,087,101 Gesamt: $219,056,129

2. „Tangled“ ist der neueste Streifen aus dem Hause Disney. Es ist ein ziemlich kitschiges Musical, das ein wenig antiquiert wirkt. Aber es finden sich immer Leute, die solch rührseliges Zeug mögen. Ja, selbst wenn Mandy Moore darin mitwirkt. Im Grunde ist es die altbekannte Geschichte von Rapunzel, nur mit Musik aufgemotzt. Angeblich handelt es sich bei „Tangled“ (geschätztes Budget: $260 Millionen) um den teuersten Animationsfilm aller Zeiten. Am vergangenen Wochenende konnte der Streifen $48,767,052 davon wieder einspielen. (Gesamt: $68,706,298)

3. „Megamind“. Animation. Blaue Köpfe. Will Ferrell. Was auch immer. Sie wissen schon. Es geht mir schon auf die Nerven, über diesen Film schreiben zu müssen. Aber leider ist der Streifen nach wie vor sehr beliebt. Hier ist ein Geldbetrag, der diese Einschätzung beweist: $12,575,778. (Gesamt: $130,218,934)

4. „Burlesque“. Große Theatralik mit schlechten Kritiken. Aber was wissen Kritiker schon? Nichts. Absolut nichts. $11,947,744 Gesamt: $17,300,213

5. „Unstoppable“ ist ein sehr vorhersehbarer Film, aber wir alle wissen, dass mitunter nichts so gut ankommt wie ein vorhersehbarer Action-Thriller. $11,432,903 Gesamt: $60,442,621

Und hier der Rest der Top Ten:

6) „Love and Other Drugs“, $9,739,161 Gesamt: $13,901,532

7) „Faster“, $8,523,153 Gesamt: $12,002,840

8) „Due Date“, $7,167,885 Gesamt: $84,861,008

9) „The Next Three Days“, $4,683,123 Gesamt: $14,392,072

10) „Morning Glory“, $3,910,058 Gesamt: $26,340,571

Sehen Sie Christina Aguileras Arschwackel-Nummer aus „Burlesque“

Dienstag, 16. November 2010

Bookmark and Share

 

„Burlesque“ verspricht, der beste schlechte Film zu werden, der uns seit einiger Zeit untergekommen ist. In diesem Clip ist X-Tina schwer beschäftigt: sie buchstabiert, zeigt von Bob Fosse abgekupferte Tanzbewegungen und wackelt mit dem Hintern, während Kristen Bell finster dreinschaut. Das sollte die Kassen klingeln lassen!


'Burlesque' Exclusive: Christina Performs 'Express'

Trailer Park Movies | Myspace Video

„Burlesque“ ist ab dem 24. November in den USA und ab dem 6. Jänner in Deutschland zu sehen.

Sehen Sie eine ganze Szene aus „Burlesque“ mit Christina Aguilera an

Donnerstag, 4. November 2010

Bookmark and Share

 

Von Burlesque TV wurde soeben diese komplette Szene aus dem neuen von Sony Pictures produzierten Streifen „Burlesque“ veröffentlicht, die Sie etwas weiter unten anschauen können. In der Szene singt Christina Aguilera die Nummer „I Am A Good Girl“. Eigentlich handelt es sich bei dem Clip lediglich um ein Musikvideo für Christina Aguilera, aber er wird als vollständige Szene bezeichnet, weil er mit ein wenig Dialog beginnt.

„Burlesque“ läuft am 24. November in den USA und am 6. Jänner im deutschsprachigen Raum an und wurde von Steven Antin inszeniert. In den Hauptrollen sind Kristen Bell, Cam Gigandet, Stanley Tucci, Alan Cumming, Eric Dane, Julianne Hough, Peter Gallagher, Cher, Christina Aguilera und David Walton zu bewundern.

 

Verwandte Beiträge:

Burlesque Trailer #2: Ein Querschnitt aller Musicals seit Anbeginn der Zeiten

Burlesque: Wird Christina Aguilera singen und so ihren Traum verwirklichen? (Der Trailer ANALYSIERT!)

Burlesque Trailer #2: Ein Querschnitt aller Musicals seit Anbeginn der Zeiten

Sonntag, 3. Oktober 2010

Bookmark and Share

 

Burlesque-Trailer-2

Das Filmchen erweckt den Eindruck, als hätten sich alle Trailer aller Musicals, in denen die Träume des wagemutigen Mädchens am Ende wahr werden, eine Orgie veranstaltet und dann diesen Bastard eines Trailers herausgeschissen. Ich stolperte letzte Nacht über diesen Clip und ignorierte ihn. Doch im Laufe des Tages kam er mir noch zwei Mal unter, weshalb ich ihn aus einer Art morbider Neugierde noch einmal ansah, hoffend, er wäre nicht so klischeebeladen, wie er nun einmal ist. Sie werden sicher bemerken, was ich meine. Es ist seltsamer Save The Last Dance, Make It Happen, Moulin Rouge, Showgirls, Chicago-artiger Hybrid, der auf kreischende, nasale, hölzerne Weise mit Cher und Christina Aguilera Liebe macht. Cher präsentiert sich in Topform. Aguilera imitiert jemanden, der gerade seine ersten Schauspielstunden nimmt. Außerdem sieht sie mit weniger Make-up und der Perücke um fünf Jahre jünger aus.

Angeblich handelt der Film davon, dass sie ihren Traumprinzen findet, Karriere macht und alle Zweifler Lügen straft. Aber erst nachdem sie ein Ticket nach Hollywood gekauft hat. „Burlesque“ ist ab 24. November in den USA und ab 6. Jänner 2011 in Deutschland zu sehen.

Verwandter Beitrag:

Burlesque: Wird Christina Aguilera singen und so ihren Traum verwirklichen? (Der Trailer ANALYSIERT!)

Step Up 3D (Review)

Samstag, 28. August 2010

Bookmark and Share

 

Trotz etlicher Schwächen deutet „Step Up“ die Zukunft des Tanzes in 3D an

Step Up 3D Poster

starslarge_1

Originaltitel: Step Up 3D
Herstellungsland: USA 2010
Regie: John Chu
Drehbuch: Amy Andelson, Emily Meyer, basierend auf Charakteren von Duane Adler
Darsteller: Rick Malambri, Adam G. Sevani, Sharni Vinson, Alyson Stoner, Keith Stallworth, Kendra Andrews, Stephen Boss, Martin Lombard

Gestern Abend verließ ich ein Multiplex in einem großen Einkaufscenter und schlenderte über den Parkplatz in Richtung meines Autos. Irgendwie wirkte die Umgebung seltsam und die Leute sahen mich seltsam an. Als ich die Türe meines Wagens aufschließen wollte, bemerkte ich plötzlich, dass ich noch immer eine dieser großen 3D-Brillen trug. Das hat man davon, wenn man bis zum Ende des Abspanns ausharrt und zu den letzten gehört, die den Saal verlassen. Es ist bestimmt nicht darauf zurückzuführen, dass ich von der 3D-Erfahrung dermaßen begeistert bin, dass ich irgendjemanden dazu bekehren möchte. Ich würde mit Sicherheit niemanden dazu ermuntern, sich diese Fortsetzung anzusehen.

„Step Up 3D“ ist ein in New York City angesiedeltes Straßentanz-Musical, in dem ein idealistischer junger Filmemacher/Musikimpresario einem kunterbunten Haufen von Tänzern ein großzügig ausgestattetes Kellergeschoss als Proben- und Wohnraum zur Verfügung stellt. Unglücklicherweise hat ein hinterhältiger Rivale den Mietvertrag aufgekauft, weshalb die Breakdance-Truppe, um ihre Bleibe nicht zu verlieren, jene $100.000 gewinnen muss, die bei einem Tanzwettbewerb als Siegprämie ausgesetzt sind. Die einzige Person, die ihnen dabei helfen kann, ist Moose (Adam G. Sevani), ein Technikstudent an der NYU, der Barbra Streisand verdächtig ähnlich sieht. Allerdings hat er seinen Eltern versprochen, seine Tanzschuhe für immer an den Nagel zu hängen. Die Filmemacher häufen Klischee auf Klischee und mischen das Ganze mit einer gehörigen Portion Niedlichkeit und Rührseligkeit, was dem Ausdruck „give us a break“ eine mehr als nur ironische Note verleiht. Aber „Step Up 3D“ hat immerhin eine gelungene Sequenz zu bieten, in der Moose und seine Freundin Fred Astaires Version von Jerome Kerns „I Won´t Dance“ aus den Lautsprechern eines Eiscremewagens hören und sich zu einem echten Tanz hinreißen lassen, in dem Anklänge an eine Tanznummer von Gene Kelly aus „Vorwiegend heiter“ („It´s Always Fair Weather“) zu bemerken sind.

Fazit: Ein Film nur für eingefleischte Tanzfanatiker. Immerhin kommen die 3D-Effekte recht gut zur Geltung.

Nine – Schillernde Stars in misslungener Musicalverfilmung

Sonntag, 28. Februar 2010

Bookmark and Share

 

nine_movie_poster_01

starslarge_1

Originaltitel: Nine
Herstellungsland: USA 2009
Regie: Rob Marshall
Drehbuch: Michael Tolkin, Anthony Minghella, basierend auf dem Brodway-Musical “Nine” von Arthur Kopit und Maury Yeston
Darsteller: Daniel Day-Lewis, Marion Cotillard, Penelope Cruz, Nicole Kidman, Judi Dench, Kate Hudson, Sophia Loren, Stacy Ferguson

„Nine“ hüpft auf die Leinwände als glitzernde, leuchtende Spielerei filmischer Selbstbeweihräucherung und Mythologisierung und bittet so inständig darum, geliebt zu werden, dass man als Zuschauer peinlich berührt die Flucht ergreift. Rob Marshalls verkrampfte und hektische Adaption des Broadway-Musicals – das wiederum die Adaption eines Filmklassikers war – leidet unter all den Verzerrungen, die seine Spiegelkabinett-Herkunft erwarten lässt. „Nine“ ist ein Film im Film über einen Film im Film und scheint mit jeder Wiederholung ganze Schichten von Authentizität zu verlieren, was dem Publikum ein ziemlich befremdliches Kinoerlebnis beschert.

Nine-movie-04 „Nine“ handelt von Guido Contini (Daniel Day-Lewis), einem legendären italienischen Filmemacher, der im Jahre 1965, kurz vor dem beginn der Dreharbeiten zu seinem neuesten Werk, in eine Schaffenskrise gerät. Seine Gedanken kreisen nur noch um die Frauen in seinem Leben, Madonnen wie Huren. Ein unverzeihlicher Fehler von „Nine“ ist, dass der Film die Zuschauer auf fast unerträglich fröhliche Weise einlädt, sich mit einem Protagonisten zu identifizieren, dessen Unsicherheit, Selbstsucht und alles erdrückendes Ego sie für künstlerisches Genie halten sollen.

Guido wurde selbstverständlich von Federico Fellini für seinen Film „8 1/2“ (1963) erdacht, eine semi-autobiographische Träumerei über Kunst, Sex, Besessenheit und Vergebung. Aber die Charaktere und das Material, die unter Fellinis meisterhafter Regie zu einer feinfühligen und humorvollen Meditation gerieten, verkommen in „Nine“ zu einer bedeutungslosen, selbstverliebten Stilübung, die von Rob Marshall zu einem nahezu unverständlichen Schaum geschlagen wird.copyrightjps2010_2

So ziemlich das einzige, was für „Nine“ spricht, ist die tolle Besetzung mit Nicole Kidman, Penelope Cruz, Marion Cotillard und Kate Hudson, die allesamt zu den aktuell heißesten Filmschauspielerinnen zählen. Judi Dench und Sophia Loren wirken mit, um dem Streifen künstlerischen Anspruch zu verleihen, dazu  kommt noch Fergie, die Pop-Berühmtheit, die als Prostituierte aus Guidos  Vergangenheit eine höchst erotische Einlage bietet. All diese Damen bemühen nine_pcruz sich nach Kräften, den Tanz- und Gesangseinlagen den nötigen Pep zu verleihen, doch die Auszeichnung für die laszivste Darstellung gebührt eindeutig Penelope Cruz, die in der Rolle von Guidos Geliebter eine Ode auf die Fleischeslust singt und sich dabei um zwei Seile windet, die ihre als Ersatz für eine Stripperstange dienen.

Jede der Darstellerinnen erhält ihren Moment im Rampenlicht, doch leider ohne Unterstützung durch die Musik. Die Lieder sind an Bedeutungslosigkeit und Beliebigkeit kaum zu überbieten. Schon in „Chicago“ und „Dreamgirls“ hat Rob Marshall durch hektische Schnitte die gelungenen Choreographien zunichte gemacht und damit unter Beweis gestellt, dass er nicht weiß, wie man Tänzer filmt. Dies ist nicht MTV, sondern großes Kino – der Zuschauer sollte die ausgefeilten Bewegungsabläufe in vollem Umfang und vor allem in Ruhe genießen können. Zugegeben, in „Nine“ stören Marshalls hektische Schnitte nicht so sehr, da die Schauspielerinnen hier kaum tanzen, sondern sich eher rhythmisch winden, stampfen und posieren. (In der Serie „Glee“ würde man das wohl „Hairographie“ nennen.)

Daniel Day-Lewis´ Singstimme ist bestenfalls unauffällig, aber seine tiefere, seidige Sprechstimme ist auf verführerische Weise musikalisch; dennoch gelingt es ihm nicht, Interesse für die Figur des Künstlers als wutschnaubender – und in die Jahre gekommener – Narziss zu wecken. Von all seinen wunderschönen Co-Stars weiß nur Cotillard als Guidos leidende Ehefrau ansatzweise zu überzeugen.

Ihre Auftritte verlangsamen das hektische Tempo des Filmes etwas und laden die Zuschauer dazu ein, für einen flüchtigen Moment über die Verletzlichkeit der menschlichen Seele nachzudenken. Der Rest von „Nine“ ist überladen und verrückt und letztendlich geschmäcklerisch. Der Film setzt auf die Strahlkraft der Stars und mehr oder weniger aufreizende Kostüme und Verrenkungen und ist wenig mehr als Flickwerk.

Ein Vorschlag: Wenn Sie sich wirklich gut unterhalten möchten, dann sollten Sie die nächste Videothek aufsuchen und sich „8 1/2“ sowie „All That Jazz“ ausleihen. „Nine“ bedient sich bei beiden, doch leider ohne sichtbaren Erfolg.

Fazit: „Nine“ funktioniert weder als Musical noch als Film. Die Darstellerinnen sind attraktiv, haben aber wenig, womit sie arbeiten könnten. Was eine großartige Charakterstudie mit Musik hätte werden können, verkommt zu einer seichten Operette, die außer opulenter Ausstattung und Damen in erotisch knappen Kostümen wenig zu bieten hat. Künstlerisch ein Flop, hoffentlich auch an der Kinokasse.