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Oscars 2011: Die Nominierten in der Kategorie Bester Film – vom schlechtesten bis zum besten

Sonntag, 27. Februar 2011

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Für den Fall, dass Sie in den letzten Tagen weder ferngesehen noch Zeitung gelesen haben, möchte ich Sie daran erinnern, dass in der kommenden Nacht die Oscars vergeben werden.

Bevor Sie tausende Blogger, Twitter-Nutzer sowie einige Fernsehsender mit mehr oder weniger gelungenen Bemerkungen durch die Nacht begleiten, möchte ich die Zeit nützen, um Ihnen noch einmal die Nominierten kurz näherzubringen, und zwar vom schlechtesten Film bis hin zum besten:

2011 oscars 127 hours fuckoffrock 10. 127 HOURS

Danny Boyle kann sich glücklich schätzen, dass sich einige Akademiemitglieder gerade noch so daran erinnern können, wie gut ihnen „Slumdog Millionaire“ anno 2008 gefiel, denn es besteht nicht die geringste Chance, dass dieses falsch aufgefasste, protzige, reizlose Stück Film aufgrund eigener Meriten nominiert wurde.

2011oscars black swan fuckoffmum 9. BLACK SWAN

„Oh verdammt, Darren Aronofsky drehte all diese tollen Filme in den Neunzigern und wir waren zu sehr damit beschäftigt, Paul Haggis mit Oscars zu überhäufen, um es zu bemerken.“

„Macht nichts, wir werden ihn einfach für seinen nächsten Film nominieren, selbst wenn er ein sich selbst parodierendes, langweiliges Durcheinander ist.“

oscars 2011 the fighter fuckoffcop 8. THE FIGHTER

Es ist schön, wenn man zu einer Performance von Christian Bale einen zweistündigen Boxerfilm gratis dazubekommt. Doch diesen den besten Film des Jahres zu nennen, ist in etwa so, als würde man die DVD-Extras von „Toy Story 3“ mit der Goldenen Palme auszeichnen.

oscars 2011 inception fuckoffdeadwife 7. INCEPTION

Christopher Nolan erhielt endlich die Chance, sein beeindruckendes Oeuvre mit diesem filmischen Äquivalent eines Mathematiklehrbuches zu beflecken: 50% Erklärung, 50% Anwendung, vernachlässigbarer Unterhaltungswert. Und der Film war nicht einmal anständig genug, am Schluss die Antworten zu geben.

oscars 2011 true grit fuckoffjoshbrolin 6. TRUE GRIT

Diese etwas enttäuschende Mainstream-Arbeit der Coen-Brüder ist weit davon entfernt, schlecht zu sein, doch fehlt ihr die für die beiden typische Aufsässigkeit. Die Coens profitieren mehr als alle anderen Regisseure von der Aufstockung auf 10 Nominierte, was ihnen von jetzt an wohl jedes Jahr eine Nominierung garantieren dürfte.

oscars 2011 the kings speech fuckoffstutter 5. THE KING´S SPEECH

Ja, dieser Film wird gewinnen. Nein, er verdient es nicht. Aber wenigstens zählt dieser britischste aller britischen Filme zur besseren Hälfte der in diesem Jahr Nominierten. „The King´s Speech“ ist zynisch und formelhaft, doch ohne Zweifel publikumswirksam, weshalb die Akademie es durchaus schlechter treffen könnte als mit diesem unnötigen Liebesbrief an die britische Monarchie.

oscars 2011 winters bone fuckoffmissouri 4. WINTER´S BONE

Di für die Oscars Wahlberechtigten erfüllten zugleich ihre „Indie-Juwel“- und ihre „Elendsporno“-Quote mit diesem Film, der eine befriedigende, aber nicht im Gedächtnis bleibende Mischung dieser beiden Kategorien bietet. „Winter´s Bone“ ist gleich „The Fighter“ mehr eine Performance mit einem Film drumherum, doch werden hier wenigstens einige leidlich spannende Showdowns geboten.

oscars 2011 toy story 3 fuckoffcollege 3. TOY STORY 3

Für sich genommen großartig, doch im Kontext eher enttäuschend, war der Abschluss der fünfzehn Jahre währenden „Toy Story“-Saga das herausragendeste Opfer des Schwieriger-dritter-Film-Syndroms des vergangenen Jahres. Der Film bot Lacher, hatte Herz, wartete mit fantastischer Animation auf, aber geben Sie es ruhig zu, etwas stimmte nicht ganz.

oscars 2011 the kids are fuckoffemotions 2. THE KIDS ARE ALL RIGHT

Es ist eine traurige Sache, wenn mein zweitliebster Film unter den Oscar-Nominierten nur auf Platz 21 meiner liebsten Filme des letzten Jahres rangiert. Dennoch ist es nett, dass dieser eher bescheidene Streifen nicht übersehen wurde. Außerdem machen Sie sich selbst was vor, wenn Sie behaupten, von den tollen schauspielerischen Leistungen, die hier zu bewundern waren, nicht zutiefst berührt gewesen zu sein.

oscars 2011 the social network treffer  1. THE SOCIAL NETWORK

Der einzige Film auf der Liste, über den man vermutlich in zehn Jahren noch reden wird, ist soviel besser als die anderen Nominierten, dass er aus der Wahlprozedur eine Farce macht. Kühn, kompromisslos, und sofort die Aufmerksamkeit fesselnd, ist er im Vergleich mit den anderen im wahrsten Sinne des Wortes „Citizen Kane“.

Und dennoch lässt sich „The Social Network“ in einem einzigen .gif zusammenfassen:

Eisenberg-talk

Oscars 2011: Wenn die Poster der in der Kategorie Bester Film Nominierten die Wahrheit sagten...

Donnerstag, 24. Februar 2011

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Wir haben es immer und immer wieder erlebt: Filme mit einem supertollen Poster stellen sich als todlangweilig heraus. Sollte es nicht irgendein Gesetz gegen solch irreführende Werbung geben? Begleiten Sie mich in eine Traumwelt, in der Poster für die 10 Filme, die heuer für den Oscar in der Kategorie „Bester Film“ nominiert sind, die die Wahrheit über die Filme sagen müssen, die sie anpreisen. Was für eine magische Welt...

127 Hours

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Black Swan

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The Fighter

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Inception

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The King´s Speech

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The Kids Are All Right

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The Social Network

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Toy Story 3

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True Grit

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Winter´s Bone

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Und noch eines zum Drüberstreuen:

Love And Other Drugs

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Cool: Dean Waltons Poster für die Oscaranwärter 2011

Samstag, 12. Februar 2011

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Illustrator Dean Walton (auch bekannt als Mr. Shabba) hat eine Reihe von Postern für Streifen geschaffen, die heuer in der Kategorie „Bester Film“ für einen Academy Award (alias Oscar) nominiert sind. Sehen Sie sich seine farbenfrohen, minimalistischen Kreationen für „The Social Network“, „True Grit“, „Black Swan“, „The Fighter“ und „The King´s Speech“ an. Walton verkauft diese Poster auch in einer Limited Edition von je 100 Exemplaren, alle individuell nummeriert und signiert.

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Black Swan: Visual Effects Featurette

Sonntag, 30. Januar 2011

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Wie genau kreierten die Meister der digitalen Filmnachbearbeitung die Ballett-Szenen und den Körper-Horror von „Black Swan“? Dieses interessante und gut gemachte Featurette über die visuellen Effekte zeigt auf, wie die vielen seltsamen Veränderungen im Film zustande kamen. Warnung: Es werden etliche wichtige Szenen aus dem Film gezeigt. Sollten Sie also „Black Swan“ noch nicht gesehen haben, wäre es vielleicht ratsam, die Ansicht dieses Clips auf später zu verschieben.

Die Oscar-Anwärter in der Kategorie „Bester Film“ mit Lego nachgestellt

Freitag, 28. Januar 2011

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Lego-Meister und Filmfanatiker Alex Eylar hat seine außergewöhnlichen Fähigkeiten genutzt, um je eine Szene aus jedem der 10 für den Oscar in der Kategorie „Bester Film“ nominierten Streifen nachzustellen. Wer hätte gedacht, dass Jeff Bridges als kleiner Plastikmann so bedrohlich wirken kann!

                         (Bitte für Vergrößerung auf die Bilder klicken.)




 

Falls sie nicht alle Filme erkannt haben sollten, hier die Reihenfolge:

True Grit, Black Swan, The King´s Speech, The Social Network, 127 Hours, The Fighter, The Kids Are All Right, Winter´s Bone, Toy Story 3, Inception

Black Swan (Review)

Samstag, 22. Januar 2011

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Darren Aronofskys Film ist eine wirre Mischung aus „Die roten Schuhe“, Romanskis „Ekel“ und einigen Prisen Cronenberg- und Argento-Horror

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Originaltitel: Black Swan
Herstellungsland: USA 2010
Regie: Darren Aronofsky
Drehbuch: Mark Heyman, Andres Heinz, John J. McLaughlin, basierend auf einer Geschichte von Andres Heinz
Darsteller: Natalie Portman, Mila Kunis, Vincent Cassel, Winona Ryder, Barbara Hershey, Benjamin Millepied, Ksenia Solo, Kristina Anapau, Janet Montgomery

Eines vorneweg: In einer Welt beschissener Filmposter gebührt diesen vier Schönheiten höchstes Lob. Mögen Ihre Augäpfel sie einsaugen und Ihre Gehirnsäfte vor begeistertem Wohlgefallen fließen.

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Nun zum Rest: Der beste Rat, den ich allen geben, die sich „Black Swan“ ansehen möchten, ist, sich einen möglichst robusten Helm aufzusetzen, denn sie werden von einem der schwülstigsten, melodramatischsten und am wenigsten subtilen Filme aller Zeiten wiederholt heftige Schläge auf den Kopf erhalten.

Darrenaranarrenaronofskys in der Welt des professionellen Balletts angesiedeltes Psychodrama über extremen Druck, Ehrgeiz, Eifersucht und Paranoia erreicht oft so unkontrollierbare Höhen schauspielerischen Getues, dass selbst ein König des Verrückten wie Vincent Cassel inmitten all der pseudopsychoanalytischen Spielchen und Übertreibungen noch halbwegs normal und zurückhaltend wirkt.

Das ist nicht unbedingt etwas Schlechtes, doch der wiederholte Einsatz von lauten Geräuschen, um billigen Schocks den nötigen Nachdruck zu verleihen, und die ermüdende Allgegenwart von Spiegeln in nahezu jeder Szene, die die gebrochenen Persönlichkeiten der Charaktere symbolisieren sollen, ist schwerlich der Gipfel origineller - oder hintergründiger - Filmkunst.

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Es ist jedoch eine beeindruckende Leistung der CGI-Abteilung, dass der Kameramann nie auch nur in einem einzigen der unzähligen Spiegel zu bemerken ist, obwohl er angesichts der Kamerafahrten und –drehungen immer und überall zu sehen sein müsste. Bravo!

Großes Lob gebührt auch Natalie Portman, die sich von einem pathetischen Fußabstreifer in eine verrückte Schwanenkönigin verwandelt, wobei sie zwischendurch kurz innehält, um sich ein wenig verwirrt und geil mit der mit ihr konkurrierenden Ballerina Mila Kunis (ebenfalls hervorragend) zu verlustieren, und ihren spindeldürren Körper immer wieder mehr oder weniger gekonnt ballettähnlich verbiegt.

Unglücklicherweise kann die magere Handlung das Gewicht ihrer eigenen emotionalen Intensität ebenso wenig tragen, wie Natalie Portmans fragiler Körper ihren riesigen Schädel zu tragen in der Lage sein sollte, weshalb dass Ganze im letzten Akt in sich zusammenstürzt und das Publikum verwirrt zurücklässt.

Aber immerhin befriedigt sie sich in einer Szene selbst. Es ist also nicht alles schlecht.

Natalie Portmans Lachen – Der komplette Guide

Freitag, 21. Januar 2011

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Während ihrer Dankesrede bei den Golden Globes am vergangenen Sonntag erzählte Natalie Portman einen gar nicht lustigen Witz und ließ in der Folge ein gackerndes Lachen vom Stapel, der binnen kürzester Zeit im Internet zu einem äußerst populären Mem wurde.

Hier ist der Originallacher. Während sie sich für ihre Auszeichnung als „Beste Schauspielerin“ bedankte, witzelte sie, dass niemand ihren Verlobten, den versonnenen Ballettänzer, Choreographen und „Black Swan“-Co-Star Benjamin Millepied für einen guten Schauspieler hielt, obwohl er im Film sagen musste, dass er nicht mit ihr schlafen will, obwohl er doch ganz offensichtlich mit ihr schlafen will. Saukomisch! Hier können Sie hören, was dann aus ihrem Mund kam:

Die Witzbolde von College Humor ließen es sich natürlich nicht nehmen, diesen Lacher zu loopen und mit Reaktionen aus dem Publikum zu mischen, um so den Eindruck zu erzeugen, dieses Geräusch verursache Hollywoods Elite Höllenqualen.

Nun gibt es einen dreiminütigen Supercut, in dem Natalie wieder und wieder lacht. Nach ungefähr einer Minute wird das zu einer Zen-artigen Übung und man lässt ihren Lacher nur noch wie Meereswellen über sich hinweg gleiten.

Nun zu einer wichtigen Frage: Was ist enervierender, Natalie Portmans Golden Globe-Gewieher oder Miley Cyrus´ Salvia-Video-Kichern? Ich stimme für Portman. Hier ist ein Videovergleich, damit wir alle Richter spielen können.

Das schreckliche Portman-Lachen sollte niemanden überraschen. Ihr echtes Lachen ist genauso schlimm wie das gekünstelte Lachen, das sie in ihren Filmen zum Besten gibt. Sehen Sie sich nur diesen Clip aus ihrem ersten Film „Leon – Der Profi“ an.

Hier ist ein Interview, das sie anlässlich ihres neuen Films „No Strings Attached“ einem Typen namens Jake the Movie Guy gab. Zu Beginn des Clips lacht sie einige Male nervös auf. Das einzige, das peinlicher ist, sind Jakes fürchterliche Fragen.

Nun können Sie gut informiert mitreden, wenn es um Natalie Portmans Lachen geht.

Bis zum nächsten Mal!

US-Kinocharts: The Green Hornet schwirrt an die Spitze

Dienstag, 18. Januar 2011

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Seth Rogens Superheld schwingt sich zu neuen Höhen auf. Aber die Golden-Globe-Gewinner The King´s Speech und Black Swan befinden sich auch im Steigflug.

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Sonys langweiliger Actionfilm „The Green Hornet“ setzte sich am Martin-Luther-King-Wochenende mühelos an die Spitze der amerikanischen Kinocharts, was die eine oder andere Frage aufwirft – nicht zuletzt die, was der legendäre Bürgerrechtskämpfer von all der Gewalt halten würde, die die derzeitigen Filme durchzieht. Mich persönlich stört das wenig, denn ich ziehe cartoonartige Handgemenge allemal grottenschlechten Komödien wie „Meine Frau, unsere Kinder und ich“ vor, aber es ist dennoch eine interessante Frage.

Und was hat es mit Seth Rogen auf sich? Ich bin mir sicher, dass er ein netter Kerl ist, er ist auch ein durchaus versierter Multiplex-Schreiber, aber muss er sich unbedingt vor der Kamera herumtreiben? Sein unbeweglicher Ausdruck gutmütiger Verwirrung und seine unglückliche Neigung zum Grunzen lassen nicht gerade das Beste für die nächste Generation von Hollywood-Hauptdarstellern erahnen. Dennoch Hut ab vor dem Mann: Er scheint auf die Frauen eine unwiderstehliche Wirkung auszuüben, was seine weiblichen Co-Stars beweisen, als da wären Cameron Diaz in „The Green Hornet“, Katherine Heigl in „Beim ersten Mal“, Anna Kendrick und Bryce Dallas Howard in „Live With It“ und Michelle Williams in „Take This Waltz“.

Universals „The Dilemma“ („Dickste Freunde“) kam am Startwochenende auf den zweiten Platz und spielte ungefähr halb so viel ein wie „The Green Hornet“. Vince Vaughn ist in dieser Dramödie neben Kevin James zu sehen, einem liebenswerten Charakter, dessen Filmkarriere mit Sonys „Der Kaufhaus Cop“ (2009) so richtig in die Gänge kam. „True Grit“ hat es auf den dritten Platz geschafft und mittlerweile beachtliche $126,1 Millionen eingespielt, was mich doch ziemlich verwundert. Das Westernremake ist wunderbar inszeniert und produziert, was man ja von den Coen-Brüdern mittlerweile mehr als nur gewöhnt ist, aber $126,1 Millionen? Wirklich? Die Story und die Charaktere sind nicht mehr als Skizzen.

Die beiden bei den Golden Globes erfolgreichen Streifen „The King´s Speech“ und „Black Swan“ sorgen auch an den Kinokassen für Furore. Ersterer zeigt erstmals richtig Krallen, nachdem die Weinstein Company dafür gesorgt hat, dass er in fast doppelt so vielen Sälen als zuvor gezeigt wird. In der mittlerweile achten Woche konnten Colin Firth und Co. so dem anglophilen Publikum weitere $9,1 Millionen entlocken und das Gesamteinspielergebnis auf beachtliche $44,7 Millionen schrauben. Nach den Golden-Globe-Gewinnen und den Oscar-Nominierungen sollte da noch einiges mehr zu holen sein…

Dasselbe gilt für „Black Swan“, einen noch viel größeren und weit weniger erwarteten kommerziellen Erfolg. Darren Aronofskys Balletthriller hat gute Chancen, die $100-Milionen-Hürde zu überspringen, und hält derzeit schon bei $73,2 Millionen, nachdem er am vergangenen Wochenende weiter $8,1 Millionen einspielen konnte, was für den fünften Platz reichte.

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Die nordamerikanischen Top 10, 14. – 16. Jänner 2011

1. The Green Hornet, $33,700,000. Neu

2. The Dilemma, $17,831,000. Neu

3. True Grit, $10,910,000. Gesamt: $126.4m

4. The King's Speech, $9,170,000. Gesamt: $44,694,000

5. Black Swan, $8,375,000. Gesamt: $73,243,000

6. Little Fockers, $7,178,000. Gesamt: $134,264,000

7. Tron: Legacy, $5,675,000. Gesamt: $156,914,000

8. Yogi Bear, $5,340,000. Gesamt: $82,090,000

9. The Fighter, $5,055,000. Gesamt: $65,700,000

10. Season of the Witch, $4,510,000. Gesamt: $18,008,000

Black Swan: Umwerfendes internationales Poster

Dienstag, 11. Januar 2011

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Black-Swan-International-198x150 Dies ist das letzte in einer langen Reihe ausgezeichneter Promotion-Bilder für Darren Aronofskys „Black Swan“.

Der Film kommt am 20. Jänner in die deutschen Kinos und gilt als einer der großen Favoriten für die amerikanischen Filmpreise und Ocscar wird dem Streifen sicher mit wohlwollen begegnen, wenn die Academy im kommenden Monat ihre Statuen verleiht.

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US-Kinocharts: True Grit bringt die Revolver in Anschlag und bringt sich für die Oscar-Verleihung in Stellung

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Das Westernremake der Coen-Brüder überspringt die $100 Millionen-Hürde an den Kinokassen, während die Akademiemitglieder ihre Stimmen abgeben

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„True Grit“ ist der erste Western seit Clint Eastwoods „Erbarmungslos“ (1992), dem es gelingt, in den USA mehr als $100 Millionen einzuspielen. Die Coen-Brüder konnten mit ihrer Adaption des Romans von Charles Portis am ersten, ziemlich umsatzschwachen Wochenende des Jahres 2011 die Spitze der amerikanischen Kinocharts erklimmen. „True Grit“ spielte knapp $15 Millionen ein und hält mittlerweile bei einem Gesamteinspielergebnis von etwas mehr als $110 Millionen.

Das ist ein mehr als nur beachtliches Ergebnis, wenn man bedenkt, dass viele sogenannte Fachleute die kommerziellen Chancen des Streifens für eher bescheiden hielten. Das Westerngenre ist schon lange kein echter Kassenmagnet mehr und die Coen-Brüder, obwohl hervorragende Filmemacher, sind alles andere als Geldmaschinen, obwohl sie den einen oder anderen mittelgroßen Hit verbuchen konnten. „True Grit“ hat sich dem Trend erfolgreich widersetzt, wozu man allen beteiligten nur herzlich gratulieren kann.

Durch den Erfolg an den Kinokassen steigen auch die Oscar-Chancen des Films, da er dadurch ganz frisch im Gedächtnis der Akademiemitglieder ist, die ihre Stimmen noch bis zum 14. Jänner abgeben können. Die Nominierungen werden am 25. Jänner bekanntgegeben. „True Grit“ wurde zwar bei den Golden Globes völlig ignoriert, doch die derzeit 5755 stimmberechtigten Mitglieder der Akademie haben einen anderen Geschmack als die Vertreter der Auslandspresse. Nicht wenige von ihnen mögen einen starken „Oater“ (eine humoristische amerikanische Bezeichnung für Western, übersetzt in etwa „Haferer“), wie das US-Branchenblatt Variety erst kürzlich feststellte.

Neben „True Grit“ finden sich noch weitere drei preisverdächtige Filme in den Top 10. „Black Swan“ konnte sich auf den fünften Platz verbessern und hält nach sechs Wochen bei einem Gesamteinspielergebnis von etwas mehr als $61 Millionen, was angesichts eines Budgets von gerade einmal $13 Millionen ein beachtliches Ergebnis für diesen „Kunst“-Film ist. Natalie Portman ist mit Sicherheit diejenige, die es in der Kategorie „Beste Schauspielerin“ zu schlagen gilt. Ihre darstellerische Leistung ist wahrscheinlich das Beste an Darren Aronofskys eigenwilligem Psychothriller. Dennoch bin ich der Ansicht, dass die beste darstellerische Leistung in diesem Jahr – und zwar nicht nur bei den Frauen, sondern überhaupt - von Tilda Swinton in „I Am Love“ erbracht wurde.

Doch dieser Film verschwand gleich zu Beginn der Preis-Saison vom Radar, da sein amerikanischer Verleih Magnolia Pictures in fast ausschließlich als VOD-Material betrachtete. Außerdem hätte der streifen nicht im Juni in die Kinos gebracht werden dürfen, wo er im Getöse der Blockbuster unterging, sondern erst im November. Es ist wirklich schade, denn der Film ist gut und Swinton atemberaubend.

„The Fighter“ ist ein mehr als seriöser Anwärter in allen Kategorien außer „Beste Hauptdarstellerin“ und hat nach fünf Wochen knapp $58 Millionen eingespielt, während „The King´s Speech“, die große britische Oscar-Hoffnung bei einem Einspielergebnis von $33 Millionen hält. Die Weinsteins halten die amerikanischen Rechte an dem Streifen und lassen ihn derzeit bewusst in relativ wenigen Sälen laufen, um ihn kurz vor der Preisverleihung dann landesweit zu lancieren.

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Die nordamerikanischen Top 10, 7. – 9. Jänner 2011

1) True Grit, $14,605,135. Gesamt: $110,035,157

2) Little Fockers (Meine Frau, unsere Kinder und ich), $13,487,245. Gesamt: $123,687,760

3) Season of the Witch, $10,612,375. Neu

4) Tron: Legacy, $10,090,002. Gesamt: $148,212,420

5) Black Swan, $8,113,011. Gesamt: $61,218,504

6) Country Strong, $7,326,165. Gesamt: $7,463,454

7) The Fighter, $7,001,504. Gesamt: $57,845,946

8) Yogi Bear, $6,641,250. Gesamt: $75,436,771

9) The King's Speech, $6,414,407. Gesamt: $32,896,665

10) Tangled (Rapunzel – Neu verföhnt), $5,111,098. Gesamt: $175,779,496

Jim Carrey in Black Swan (Video)

Montag, 10. Januar 2011

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Jim Carrey trat am vergangenen Wochenende in Saturday Night Live auf und zog dabei unter anderem Darren Aronofskys „Black Swan“ durch den Kakao.

US-Kinocharts: Ein tolles neues Jahr für Little Fockers, aber es besteht noch cineastische Hoffnung für 2011

Dienstag, 4. Januar 2011

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Trotz einer Reihe von Remakes von fragwürdiger Qualität bieten die kommenden Wochen einige Filmhighlights, auf die man sich freuen kann

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Universals Komödie „Little Fockers“ („Meine Frau, unsere Kinder und ich“) beginnt das Jahr 2011 als regierender Box-Office-Champion von Nordamerika. Dies ist ein ziemlich trauriger Beweis für die vorherrschende Kultur der mut- und einfallslosen Wiederholung und Imitation, für die Hollywood heutzutage steht, weshalb es nicht weiter verwundern kann, dass sich unter den Top Ten einige Remakes, Reimaginings und Fortsetzungen finden. Ein oder zwei davon können sogar qualitativ überzeugen. „Little Fockers“ gehört eindeutig nicht dazu, konnte sich aber dennoch (oder vielleicht gerade deshalb) eine zweite Woche an der Spitze behaupten und hat mittlerweile bereits etwas über $102 Millionen eingespielt.

Ich bin der Ansicht, dass „Tron: Legacy“, obwohl von einem schwachen Drehbuch stark beeinträchtigt, durch mitunter beeindruckende Effekte, Designs und Kulissen immerhin einen beachtlichen Schauwert hat. Auch die Kostüme sind fantastisch und der Soundtrack von Daft Punk – hier gebührt Disney Lob für den Mut, nicht auf einen der vielbeschäftigten Hollywood-Komponisten gesetzt zu haben, der sicher langweilige Fahrstuhlmusik produziert hätte – gehört mit zum Besten, was im vergangenen Jahr auf diesem Gebiet zu hören war. „True Grit“ ist ein empfehlenswertes was? - Remake? Reimagining? Eine Überarbeitung? – von Charles Portis´ Roman, obwohl der film bisweilen emotional wenig berührt und die Charaktere wenig mehr sind als faszinierende Entwürfe.

Diesmal sind ausnahmsweise wirklich viele gute Filme in den Top 10 vertreten, darunter „The Fighter“, „Black Swan“, „The King´s Speech“ und „Tangled“ („Rapunzel - Neu verföhnt“). Das liegt vor allem daran, dass die meisten Filme, die als preiswürdig erachtet werden, um diese Zeit in die Kinos kommen. Das ist ein gutes Vorzeichen für die Academy-Awards-Nominierungen, die am 25. Jänner bekanntgegeben werden, denn die heurigen Anwärter zählen zu den besten der letzten Jahre. Und sie schlagen sich auch an den Kinokassen recht beachtlich, was ein Blick auf die Liste weiter unten deutlich macht.

Die gegenwärtigen Top 10 konnten zusammen $158 Millionen einspielen. Obwohl es ein wenig unfair ist, dieses Ergebnis mit demjenigen des entsprechenden Vorjahreswochenendes zu vergleichen, werde ich es dennoch tun, weil es in dieser Kolumne nun einmal um Zahlen geht. Das Gesamtergebnis liegt ungefähr 30% unter demjenigen des Jahresanfangs 2010. Dies ist keine Schande, denn vor einem Jahr belegte „Avatar“ den ersten Platz der Kinocharts und spielte am dritten Wochenende noch immer beachtliche $68 Millionen ein, was ein weiterer großer Schritt in Richtung der letztendlichen nordamerikanischen Gesamteinspielsumme von $761 Millionen darstellte. „Avatar“ ist sowohl in Nordamerika als auch im Rest der Welt der finanziell erfolgreichste Film aller Zeiten und ich traue mich fast zu wetten, dass der einzige Film, der eine reelle Chance hat, dieses Ergebnis zu übertreffen, die Fortsetzung ist, die von James Cameron bereits vorbereitet wird.

Die nordamerikanischen Top 10, 31. Dezember 2010 – 2. Jänner 2011

1. Little Fockers, $25,766,485. Gesamt: $102,576,190

2. True Grit (2010), $24,416,515. Gesamt: $86,670,382

3. Tron: Legacy, $18,756,973. Gesamt: $131,304,844

4. Yogi Bear, $12,385,000. Gesamt: $65,755,336

5. The Chronicles of Narnia: The Voyage of the Dawn Treader, $10,252,775. Gesamt: $86,926,397

6. The Fighter, $10,005,066. Gesamt: $46,388,853

7. Tangled, $9,803,091. Gesamt: $167,821,986

8. Gulliver's Travels, $9,300,099. Gesamt: $27,454,506

9. Black Swan, $8,881,595. Gesamt: $47,807,791

10. The King's Speech, $7,775,463. Gesamt: $22,932,401