Ich bin auf http://filmundco.com übersiedelt.

Das Neueste

Posts mit dem Label inception werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label inception werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Inception – Erzählt in 60 Sekunden (Video)

Freitag, 11. März 2011

Bookmark and Share

 

inception-60-seconds

Dieser wunderbare Stop-Motion-Kurzfilm des österreichischen Künstlers Wolfgang Matzl ist ein Beitrag für den Jameson/Empire „Done in 60 Seconds“ Wettbewerb.

Die Oscar-Anwärter in der Kategorie „Bester Film“ mit Lego nachgestellt

Freitag, 28. Januar 2011

Bookmark and Share

 

Lego-Meister und Filmfanatiker Alex Eylar hat seine außergewöhnlichen Fähigkeiten genutzt, um je eine Szene aus jedem der 10 für den Oscar in der Kategorie „Bester Film“ nominierten Streifen nachzustellen. Wer hätte gedacht, dass Jeff Bridges als kleiner Plastikmann so bedrohlich wirken kann!

                         (Bitte für Vergrößerung auf die Bilder klicken.)




 

Falls sie nicht alle Filme erkannt haben sollten, hier die Reihenfolge:

True Grit, Black Swan, The King´s Speech, The Social Network, 127 Hours, The Fighter, The Kids Are All Right, Winter´s Bone, Toy Story 3, Inception

South Park zu Inception: Nur weil es kompliziert ist, ist es noch lange nicht cool

Freitag, 22. Oktober 2010

Bookmark and Share

 

south-park-insheeption Die Macher von „South Park“ haben es also doch noch geschafft, eine „Inception“-Parodie zu fabrizieren. Und sie haben durch aus recht: Nur weil ein Plot extrem kompliziert ist und mit mehreren Wahrnehmungsebenen arbeitet, muss er nicht automatisch interessant und cool sein. Mich beeindruckt an dieser Episode aber am meisten, dass sie es irgendwie zuwege gebracht haben, Freddy Krueger einzubauen. Einen besonders tiefsinnigen Clip aus der Episode „Insheeption“ können Sie hier sehen:

Die komplette Folge „Insheeption“ (inklusive Freddy-Cameo) ist auf South Park Studios zu sehen.

Dieser A Capella „Inception“-Trailer wird Sie zum Lachen bringen

Samstag, 11. September 2010

Bookmark and Share

 

Über die Unterhaltsamkeit dieses Trailers gibt es eigentlich nicht viel zu sagen, höchstens: „BRAAAAHMMMM!“ Viel Vergnügen!

 

Verwandter Beitrag:

Die Filmmusik von Inception basiert einzig und allein auf einem Lied von Edith Piaf

Inception Enters The Matrix – Der Trailer

Mittwoch, 1. September 2010

Bookmark and Share

 

inception-matrix Es gab in den letzten Wochen und Monaten schon etliche Mixes des Trailers von Christopher Nolans „Inception“ mit Trailern anderer Filme, aber kaum einer ist so passend und ergreifend wie dieser. Diese Version des Trailers verwendet Bildmaterial aus „Matrix“, einem film über eine virtuelle Traumwelt, in der die Menschen nicht wissen, dass sie leben, und macht daraus unter Einbeziehung der Tonspur des Trailers von „Inception“ ein großartiges Stück Fankunst.

Es ist ein verblüffender Vergleich, denn die beiden Filme heben mehr gemein, als man vielleicht glauben mag. Für zwei Dinge ist der Clip besonders zu loben: Er bietet eine weitere Gelegenheit, sich den hervorragenden „Inception“-Soundtrack von Hans Zimmer zu Gemüte zu führen,, und er gaukelt dem Gehirn des Betrachters vor, die „Matrix“-Fortsetzungen „Reloaded“ und „Revolutions“ wären wirklich gut und nicht nur aufgeblähte Collge-Philosophieprojekte. Und wenn etwas das zuwege bringen kann, dann verdient es mehr als nur Applaus.

Auf einen groben Fehler in diesem gelungenen Filmchen muss jedoch hingewiesen werden: Leonardo DiCaprios Name ist zu lesen, obwohl man den wesentlich weniger talentierten Keanu Reeves sieht. Mit ein wenig mehr Aufwand und Sorgfalt hätte der Name verdeckt werden können, aber ansonsten ist das ein sehr ordentliches und unterhaltsames Werk.

Hier der getürkte Trailer für „Inception Matrix“:

 

Verwandte Beiträge:

Scott Pilgrim begibt sich in die Matrix

“Toy Story 3: Inception”: Die beiden besten Filme des Sommers in einem Trailer vereint

“Inebriation” ist die beste “Inception”-Parodie bisher

Freitag, 20. August 2010

Bookmark and Share

 

Dieser Clip ist nicht nur überraschend professionell gemacht, sondern auch ziemlich lustig. Es handelt sich dabei um den Trailer für „Inebriation“ [„Trunkenheit“], in dem es um einen Mann geht, der sich auf „eine ganz spezielle Form der Trunkenheit – die unbewusste Trunkenheit“ spezialisiert. Dann bestiehlt er Betrunkene. Oder so ähnlich. Hier das Video:

 

Verwandter Beitrag:

Die Charaktere von Inception versuchen, ihren Film zu erklären – und scheitern

US-Kinocharts: The Expendables ballern sich an die Spitze

Dienstag, 17. August 2010

Bookmark and Share

 

expendables-sly Sylvester Stallone ist zurück. Und Dolph Lundgren ist zurück. Und Jet Li ist zurück. Und Jason Statham ist zurück, also gibt es nicht nur gute Nachrichten.

Aber sie sind zurück – und das ist „The Expendables“ zu verdanken, jenem Film, in dem all die Genannten und noch eine ganze Reihe weiterer in die Jahre gekommener Actionstars herumlaufen, auf alles und jeden schießen, ihre Muskeln anspannen, in Erinnerungen an die alten Zeiten schwelgen, sich über die jungen Leute beschweren, Lebertran einnehmen, sich darüber beklagen, dass ihre Kinder nie anrufen und mit grimmiger Miene auf die kalte Hand des Todes warten. Und dieses Gipfeltreffen der Altstars hat sich den ersten Platz der amerikanischen Kinocharts erkämpft.

Das zeigt einmal mehr, dass das Alter lediglich eine Zahl ist. Eine sehr große Zahl, zugegeben, und eine, die direkt mit einem schrittweisen Nachlassen der körperlichen und kognitiven Fähigkeit zusammenhängt, aber wie auch immer. Hier nun die Top Five der amerikanischen Kinocharts:

1 – „The Expendables“ (Ich freue mich schon auf „The Expendables 2“, wo Sylvester Stallone und seine Kumpel noch um einiges älter sind und in gepanzerten Elektrowägelchen herumfahren. Und auf „The Expendables 3“, wo sie bettlägerig sind. Und auf „The Expendables“, in dem mehrere Häufchen Staub die Hauptrollen spielen.) $35,030,000

2 – „Eat Pray Love“ (Ein Film, in dem Julia Roberts nach Indien reist und die dortige Küche probiert. Unter Zugrundelegung meiner eigenen Erfahrungen denke ich, dass der Film besser „Eat Puke Shit“ heißen sollte.) $23,700,000

3 – „The Other Guys“ [dt. „Die etwas anderen Cops“] (Sportler, Nachrichtenleute, Rennfahrer, Schauspieler und nun Polizisten - es spielt keine Rolle, welchen Beruf die von Will Ferrell verkörperten Mannkinder ausüben. Ich freue mich schon auf den Film mit dem lustigen Schlüsselmacher, der selbstverständlich auch ein urkomisches Mannkind ist.) $18,000,000

4 – „Inception“ („Inception“ wird immer noch cleverer. Letzte Woche wurde bekannt, dass man, wenn man den Soundtrack schneller und von hinten nach vorne abspielt, eine fehlerfreie Version von „Yes Sir I Can Boogie“ von Baccara hören kann. Unglaublich.) $11,370,000

5 – „Scott Pilgrim vs The World“ (Ein enttäuschendes Startwochenende für einen Film, den manche Leute für „ganz gut, aber nicht so gut wie erwartet“ halten. Eine Schande.) $10,525,000

 

Verwandte Beiträge:

US-Kinocharts: The Other Guys ist besser als Inception

US-Kinocharts: Blah Blah Inception Blah Blah Blah

US-Kinocharts: Inception ist gut, Salt kann hingegen nicht ganz überzeugen

Es ist nun schon ein Monat vergangen…

Samstag, 14. August 2010

Bookmark and Share

 

imdb-top250

… und „Inception“ ist laut den IMDb Top 250 noch immer der drittbeste Film aller Zeiten, ganz knapp vor „Der Pate 2“. Das ist aber auch wirklich verständlich, denn trotz all der bis ins kleinste Detail ausgeloteten Charaktere, des eleganten Designs und der mühelosen Schönheit des Aufbaus mangelt es Francis Ford Coppolas Meisterwerk an einem Lieferwagen, der 45 Minuten braucht, um von einer Brücke ins Wasser zu fallen.

Dieser Junge ist der nervigste Filmkritiker aller Zeiten

Donnerstag, 12. August 2010

Bookmark and Share

 

Der 11-jährige Filmkritiker Jackson war kürzlich in „The Early Show“ zu Gast, um seine Meinung zu den wichtigsten Filmen des Sommers kundzutun. Während Jackson „Ramona and Beezus“ mochte (und seinen Favoriten „Toy Story 3“) und „Salt“ liebte, hasste er „Inception“, weil der Streifen „zu verwirrend“ ist. Uh, du bist 11? Hier das unerträgliche Video:

Lindsey Weber resümierte auf ihrer Tumblr-Seite, wo ich auch auf das Video stieß (obwohl ich wünschte, ich hätte es nie gesehen), ganz treffend:

„Dies ist das Gegenteil eines herzigen Kindervideos. Es wird ihre Eierstöcke (oder Hoden) zum Schrumpfen und Verschwinden bringen. Ich würde am liebsten eine Zeitmaschine erfinden, damit ich in eine Zeit zurückreisen kann, in der LIGHTS CAMERA JACKSON noch nicht geboren war, um seine Eltern davon zu überzeugen, sich nicht fortzupflanzen.“

Cut!

US-Kinocharts: The Other Guys ist besser als Inception

Dienstag, 10. August 2010

Bookmark and Share

 

the-other-guys-mark-wahlberg-will-ferrell-04 „Inception“ war so lange an der Spitze der amerikanischen Kinocharts, dass ich mich schon fragte, ob überhaupt noch ein Film kommen würde, der in der Lage ist, etwas daran zu ändern.

Aber es ist einer gekommen. Es ist tatsächlich ein Film angelaufen, der das Kunststück zuwege brachte, „Inception“ mit seinen schelmischen Zeitstrukturen und beeindruckenden Effekten vom ersten Platz zu verdrängen. Aber um welches unglaubliche, „Inception“ übertreffende Meisterwerk handelt es sich?

*Trommelwirbel* Es handelt sich um „The Other Guys“ [dt. „Die etwas anderen Cops“], den Film, in dem Will Ferrell lustige Grimassen schneidet und Mark Wahlberg einen ahnungslosen Dummkopf spielt. Zugegeben, das trifft auf jeden Streifen zu, in dem Will Ferrell und Mark Wahlberg je mitgewirkt haben, aber… ach, seien Sie doch einfach still. „The Other Guys“ konnte den ersten Platz erobern, weshalb diese Komödie objektiv besser ist als „Inception“. Die Top Five der amerikanischen Kinocharts wie immer gleich nach der Werbung…

1 – „The Other Guys“ (Der Film, in dem Will Ferrell ein urkomisch überspanntes Mann-Kind spielt. Nein, nicht der Will-Ferrell-Film. Auch nicht der Will-Ferrell-Film. Und auch nicht der. Und schon gar nicht der. Es ist ein neuer Will-Ferrell-Film.) $35,600,000

2 – „Inception“ (Von jetzt an für immer bekannt als der Film, der noch immer an der Spitze der amerikanischen Kinocharts stünde, wäre Leonardo DiCaprio besser darin, urkomisch überspannte Mann-Kinder zu spielen. Er sollte ishc schämen.) $18,600,000

3 – „Step Up 3D“ (Nahezu identisch mit dem „StreetDance 3D“-Film, der vor einigen Monaten herauskam, aber wahrscheinlich tausendmal besser, da dieser Hut tragende Blödmann aus „Britain´s Got Talent“ nicht mit dabei ist.) $15,500,00

4 – „Salt“ (Der Film, der fragt „WER IST SALT?“ und dann antwortet „Wer weiß das schon. Vielleicht irgendein Spion. Aber das kümmert ohnehin niemanden.“) $11,100,000

5 – „Dinner for Schmucks“ [dt. „Dinner für Spinner“] (Traurig, aber war, „Dinner for Schmucks“ ist dank dieses cineastischen Meisterwerks nicht einmal der lustigste Paul-Rudd-Film dieses Sommers.) $10,500,000

 

Verwandte Beiträge:

US-Kinocharts: Blah Blah Inception Blah Blah Blah

US-Kinocharts: Inception ist gut, Salt kann hingegen nicht ganz überzeugen

US-Kinocharts: „Twilight: Eclipse“ ist weiter Mist, während „Inception“ groß absahnt

10 Gründe, warum Inception nicht so gut ist, wie viele behaupten

Donnerstag, 5. August 2010

Bookmark and Share

 

Trotz meiner nicht sonderlich enthusiastischen ersten Reaktion auf „Inception“ habe ich mir die Zeit genommen, den von so vielen hochgelobten Streifen noch einmal in aller Ruhe anzusehen, weil: a) nicht viel anderes im Kino lief und b) ich mich vergewissern wollte, dass Christopher Nolans achtes Werk definitiv kein Meisterwerk ist.

Und es ist keines. Sicher, „Inception“ ist das visuell beeindruckendste Spektakel, das ich in diesem Jahr gesehen habe, und die letzte Stunde ist äußerst gelungen, aber es gibt doch auch einige störende Dinge, die dafür sorgen, dass der Film nicht das Magnum Opus ist, zu dem ihn manche (Christopher Nolan eingeschlossen) erklären wollen. Genau genommen handelt es sich um 10 Dinge.

1. Die erste Hälfte ist todlangweilig

inception-10-1-caineno

Wenn der Abspann läuft und die Lichter angehen, ist man versucht, „Inception“ gegenüber besonders großzügig zu sein. Immerhin macht es einem eine letzte Stunde vollgepackt mit spektakulärer Action sehr leicht, all das zu vergessen, was davor kam: 90 Minuten des banalsten Schwachsinns, den man sich nur vorstellen kann.

Man lässt furchtbare, furchtbare Dialoge über sich ergehen, von denen die meisten auf Ken Watanabe entfallen (hat sich der gute Mann etwas zuschulden kommen lassen?), erduldet eine scheinbar endlose Parade verrückter computergenerierter Architektur und kann sich irgendwie des Gefühls nicht erwehren, dass man die ganze Zeit auf den Beginn des Hauptfilmes wartet.

2. Irgendjemand hat Christopher Nolan in den Erklärungsmodus versetzt

inception-10-2-explain

Christopher Nolan zählt nicht zu den Filmemachern, die auf Mehrdeutigkeit versessen sind. Zumeist gereicht das seinen Filmen zum Vorteil: ein Film wie „Prestige – Die Meister der Magie“ hätte sehr leicht auf irritierende Weise unschlüssig wirken können, hätte er nicht so streng auf die Logik geachtet. Dasselbe kann jedoch nicht von „Inception“ gesagt werden, denn 50% des Filmes könnte man durch eine Einstellung ersetzen, in der Nolan in die Kamera blickt und den Plot erklärt.

Einige Kritiker haben den Film mit „Mullholland Drive“ verglichen, aber während David Lynchs Streifen durch das Vorenthalten jedweder Eindeutigkeit oder Erklärung mühelos fasziniert, hat Nolan nicht annähernd so viel Vertrauen zu seinem Publikum.

Deshalb führte er Ariadne ein, eine Figur die so offensichtlich „für das Publikum sprechen“ soll, dass Herr Nolan gut daran getan hätte, statt Ellen Page einen richtigen Spiegel zu engagieren. Es ist ziemlich schockierend, in einem Film, der weithin als Meisterwerk gehandelt wird, mit so einer linkischen, durchschaubaren Exposition konfrontiert zu werden. Könnte man dem Film nicht folgen ohne diese ständigen Fragen von Ariadne, was denn nun gerade geschieht??

3. Es gibt keine Charaktere

INCEPTION

Ich gebe nur allzu gerne zu, dass „Inception“ mit einem der interessantesten Ensembles des Jahres 2010 aufwartet. Leo, Joseph, Ellen, Cillian und Marion stehen gemeinsam für so ziemlich alles, was es derzeit an Positivem in Hollywood gibt, und ich erwartete mir von ihnen allen herausragende darstellerische Leistungen. Stattdessen erscheint jeder Charakter in Nolans ausschließlich auf den Plot fixiertem Film zu einem hohlen Archetyp reduziert. Mehrere von ihnen scheinen sogar derselbe Archetyp zu sein.

Selbst DiCaprios Cobb, der einzige Charakter, der wenigstens ein bisschen emotionale Tiefe aufweist, hat nur einen einzigen Charakterfehler, und selbst der wird innerhalb von fünf Minuten nach dem Auftauchen von Ariadne der großen Erklärerin enthüllt, definiert und beseitigt.

4. Der Subplot mit der toten Ehefrau funktioniert nicht

inception-marion-cotillard

„Inception“ ist der zweite Film hintereinander, in dem wir Leonardo DiCaprios Verkörperung eines verwitweten Mannes zu sehen bekommen, der versucht, sich in eine Welt der Selbsttäuschung und Halluzination zu flüchten. Die unvermeidlichen Vergleiche mit Martin Scorseses „Shutter Island“ fallen für „Inception“ unglücklicherweise immer wenig schmeichelhaft aus.

Nolan scheint sich bewusst zu sein, dass Emotionen nicht gerade zu seinen Stärken zählen, weshalb er verzweifelt an bombastischer Musik, unnötigen Kommentaren aus dem Off und bedeutsamem Symbolismus auffährt, was er nur finden kann, womit er Leonardo DiCaprio und Marion Cotillard wahrlich einen Bärendienst erweist, denn die beiden spielen in ihren gemeinsamen Szenen groß auf - was das Publikum jedoch kaum bemerken dürfte.

Wie gar nicht so wenige Kritiker bereits bemerkt haben, wirkt der plötzliche Wechsel im Ton, durch den diese Szenen auffallen, so, als wäre das Räderwerk des Filmes unvermittelt zum Stillstand gekommen – gezwungen, sich durch die Liebesgeschichte zu schleppen bis er wieder in sein gewohntes Territorium der sich verbiegenden Häuser und teuren Anzüge zurückspringen darf.

5. „Inception“ ist zu sehr in sich selbst verliebt

inception-10-5-charlie-1-1

„Inception“ ist mit Sicherheit ein wunderschöner Film. Seine visuellen Effekte, von denen viele direkt in der Kamera gemacht wurden, sind oftmals erstaunlich und sehr originell. Aber nach einer Weile macht das Ganze eher den Eindruck eines dieser Effekt-Demos, die mitunter auf Twitter kursieren.

Die Szene, in der Arthur Ariadne das unendliche Stiegenhaus zeigt, ist ein besonders krasses Beispiel für Nolans Bedürfnis, allen zu zeigen, wie clever er ist, auch wenn sie zwei Stunden später durch ein sinnloses Wiederauftauchen in der Hotel-Welt „gerechtfertigt“ erscheint.

6. Alles ist eine verdammte Montage

inception-10-6-stuffhappin

Eines der besten Dinge an „The Dark Knight“ - und an allen von Nolans Filmen – ist der gezielte Einsatz von Parallelmontagen (Cross-cutting). Was auch immer Sie von dem genannten Film halten mögen, sie werden zugeben müssen, dass die Szene, in der der Joker die verschiedenen Mordanschläge koordiniert, genial aufbereitet ist.

Unglücklicherweise scheint sich Nolan das Lob für diesen Film allzu sehr zu Herzen genommen zu haben, weshalb er so in „Inception“ vom Cross-cutting so exzessiven Gebrauch macht, dass der ganze Film wie eine einzige lange Montage wirkt. Fast jede Szene vermengt sich irgendwie mit der nächsten und es ist ganz und gar nicht hilfreich, dass Hans Zimmers Musik eine nicht enden wollende Mauer ununterbrochener Spannung ist. Ermüdend.

7. Dem Film fehlt jeder Humor

inception-10-7-bearb

Christopher Nolan ist nicht gerade dafür bekannt, für große Lacher sorgen zu können, aber es ist nicht so sehr der Mangel an humoriger Auflockerung der „Inception“ schadet, sondern vielmehr die Schwerfälligkeit jener Momente, in denen er sich entscheidet, ein bisschen etwas Lustiges einfließen zu lassen.

Erinnern Sie sich an den Moment in „The Dark Knight“, als von der Action der Verfolgung in der Unterführung plötzlich zu den beiden Jugendlichen geschnitten wird, die im Auto sitzen und so tun, als würden sie auf etwas schießen? Er sticht heraus, denn der kitschige Sommer-Blockbuster-Humor passt so gar nicht zu Nolans todernster Grundeinstellung.

„Inception“ ist dieser Moment ausgedehnt auf Spielfilmlänge (und noch ein wenig länger), wobei jeder „Witz“ vom Unverständnis des Regisseurs für das komödiantische Fach untergraben wird. Die „Ich habe die Fluglinie gekauft“-Szene ist ein hervorragendes Beispiel für einen einfachen Gag, der sehr, sehr schlecht umgesetzt wurde.

8. Die Aspekte, die dafür sorgen könnten, dass der Film funktioniert, werden ignoriert

inception-10-8-cillian

Im Grunde handelt „Inception“ von einer Mission, deren Ziel es ist, eine Idee in den Kopf von Robert Fischer, dem Erben eines Großunternehmens, zu pflanzen. Diese Idee, hoffen wir, wird ihn dazu ermutigen, das Unternehmen aufzulösen, sobald er es erbt.

Selbst wenn man eine gute Stunde darauf verwendet, all die mentale CGI-Zauberei abzuhandeln, die man plant, sollte es dennoch selbstverständlich sein, dass man auch die moralischen Aspekte eines solchen Unterfangens zur Sprache bringt.

Ich würde normalerweise nicht darauf bestehen, dass sich ein Film mit moralischen Fragen befassen muss, aber es ist nun einmal so, dass „Inception“ keine bewusste Entscheidung trifft, diese Fragen nicht anzusprechen; der Streifen weicht ihnen auf zynische Weise mit einigen wenigen abschätzigen Zeilen Dialog aus. Können Sie sich an die Szene im Lieferwagen erinnern, wo einer der Charaktere sagt: „Wir bringen [Fischers] Verhältnis zu seinem Vater wieder in Ordnung, er sollte uns bezahlen“ (oder so ähnlich)?

Auf so komplexe Weise geht „Inception“ mit dem Thema Moral um.

9. Der Film ist völlig anders als die richtige Traumerfahrung

inception-10-9-tron-bearb

So verblüffend sich verbiegende Häuser und Penrose-Stiegen auch sein mögen, sie haben nicht das Geringste mit echten Träumen zu tun. In Träumen sind die Personen und Situationen verwirrend, befremdlich und bizarr, nicht nur die Architektur. Im Film sind Cobb & Co in ihren Träumen genau dieselben. Sie kleiden sich elegant, handeln effizient und haben immer Zeit, einige witzige Sprüche abzusondern.

Und ehe Sie Nolan mit dem Argument verteidigen, er hätte das ganze so machen müssen, damit der Plot funktioniert oder was auch immer, überlegen Sie bitte, wie toll ein Film wäre, der das tatsächliche Gefühl des Träumens heraufbeschwört.

10. Das Ende passt nicht zum Rest des Films

inception-10-10-spoileralert

„Inception“ wartet mit einem gelungenen Ende auf, von dem nur wenige enttäuscht sein werden, aber es gehört zu einem anderen Film. Als Abschluss ist es im Prinzip die Antithese von allem, was davor kam: Ein plötzlicher Schuss Mehrdeutigkeit in einem Film, der gerade mehr als zwei Stunden damit verbracht hat, sicherzustellen, das jedes noch so kleine Detail zu Tode erklärt wird.

Es ist so, als würde man das Ende von „Das weiße Band“ zu „Ocean´s Eleven“ hinzufügen.

Die Charaktere von Inception versuchen, ihren Film zu erklären – und scheitern

Mittwoch, 4. August 2010

Bookmark and Share

 

inception-spoof

Ob Sie nun Christopher Nolans „Inception“ lieben oder hassen, die Chancen stehen gut, dass Sie das Kino mit einigen Fragen verlassen haben. Zum Glück hat sich eine Spaß-Version der Besetzung zusammengetan, um alle Ihre Fragen zu beantworten. Normalerweise sind solche Parodien eher mies, aber diese hier höchst amüsant, obwohl mir diese noch besser gefällt.

 

Verwandte Beiträge:

Inception (Kritik)

Die Filmmusik von Inception basiert einzig und allein auf einem Lied von Edith Piaf

Die Filmmusik von Inception basiert einzig und allein auf einem Lied von Edith Piaf

Dienstag, 3. August 2010

Bookmark and Share

 

Komponist Hans Zimmer enthüllt, dass sein Score für Christopher Nolans „Inception“ von „Non, Je Ne Regrette Rien” abgeleitet ist

inception-marion-cotillard-leonardo-dicaprio

Siebenundvierzig Jahre nach ihrem Tod leistet Edith Piaf einen wesentlichen Beitrag zur Filmmusik für den größten, düstersten und bombastischsten Blockbuster des Sommers. Komponist Hans Zimmer hat enthüllt, dass der gesamte Soundtrack von „Inception“, vom dröhnenden Posaunenthema bis zu den Tönen der zunehmenden Furcht, von einem der berühmtesten der Lieder der Sängerin herstammt.

Jeder, der Christopher Nolans Film gesehen hat, wird sich an „Non, Je Ne Regrette Rien” erinnern, jenen Song, der benützt wird, um einen „Kick” in eine andere Realität zu signalisieren. Aber Piafs berühmte Ballade spielt nicht nur als Sample eine wichtige Rolle in „Inception” – sie ist eingebettet in die DNA des Soundtracks.

„Nur so zum Spaß“, erzählte Hans Zimmer der New York Times diese Woche, „basiert die gesamte Musik des Scores aus Unterteilungen und Vervielfachungen des Tempos der Aufnahme von Edith Piaf.“ Das am klarsten auszumachende Beispiel ist das Thema von „Inception“, das ein unternehmungslustiger YouTube-Nutzer bereits entschlüsselt hat (Den Clip können sie weiter unten sehen). Hier verdeutlichen die dröhnenden, schneller werdenden Posaunen auf Piafs gallische Melancholie. „Ich war überrascht, wie lange man gebraucht hat, bis man dahinter gekommen ist“, sagte Zimmer. „Es sollte kein Geheimnis sein.“

Die Verwendung von Edith Piafs Evergreen wurde von Christopher Nolan, dem Regisseur und Drehbuchautor des Films, angeregt. „[Es war] schon immer im Script“, erklärte Zimmer. „Es war wie riesige Nebelhörner über der Stadt, und vielleicht würde man nachher herausfinden, dass ein Zusammenhang zwischen ihnen besteht.“ Aber obwohl die Filmmusik eine Sublimierung von Piafs Original ist, das von Charles Dumont geschrieben und 1960 aufgenommen wurde, stützt sie sich nicht auf einen direkten Auszug. „Ich verwendete nicht das Lied; ich verwendete nur eine Note“, sagte Zimmer, der der Ansicht ist, dass er für einen Oscar in der Kategorie „Beste Originalfilmmusik“ in Frage kommen sollte. „[Ich holte] das Originalmasterband aus den französischen Nationalarchiven. Und dann [fand ich] so einen verrückten Wissenschafter in Frankreich, der tatsächlich diese eine Zelle aus der DNA herausholte.“

 

Verwandte Beiträge:

Inception (Kritik)

Das Ende von Inception enthüllt

Das Ende von Inception enthüllt

Bookmark and Share

US-Kinocharts: Blah Blah Inception Blah Blah Blah

Bookmark and Share

 

inception-poster Ja, in Ordnung, „Inception“ ist ziemlich gut. Ja, viele Leute sehen sich den Film mehr als einmal an, um ihn zu verstehen.

Aber ernsthaft. Wie oft muss man ihn sich denn ansehen? „Inception“ kann sich nun schon die dritte Woche an der Spitze der amerikanischen Kinocharts behaupten, wobei die hohen Einnahmen mittlerweile zu einem guten Teil Leuten zu verdanken sind, die sich den Film zum wiederholten Male ansehen. Um Ihnen zu helfen, ein wenig Geld zu sparen, möchte ich an dieser Stelle festhalten – falls Sie „Inception“ noch nicht gesehen haben, lesen sie jetzt bitte nicht weiter –, dass alles ein Traum war. Das Ende war ein Traum. Ein Traum in einem Traum in einem Traum. Nein, warten Sie, ein Traum in einem Traum in einem Traum in einem Traum. Nein, ich hab´s gleich, ein Traum in einem… oh, verdammt. Jetzt muss ich mir den Film noch einmal ansehen.

Hier nun die von „Inception“ dominierten Top Five der amerikanischen Kinocharts:

1 – „Inception“ (Anscheinend werden Kreisel heuer zu Weihnachten das Must-Have-Spielzeug sein. In Scheißhäusern, die sich keine PlayStation leisten können.) $27,520,000

2 – „Dinner For Schmucks“ [dt. „Dinner für Spinner“] (Vermutlich „Iß mit mir – Der Film“. Ich hatte noch nicht die Zeit, mich genauer über diesen Film zu informieren.) $23,300,000

3 – „Salt“ (Nun offiziell der beste Film über Salz seit „Natriumbasierende Produkte unserer Zeit: NaHCO3 – Na2S2O3 · 5H2O” aus dem Jahre 1976. Applaus!) $19,250,000

4 – „Despicable Me“ [dt. „Ich – Einfach unverbesserlich“] (Nein, ich habe noch immer nichts über diesen Film zu sagen. Also weiter.) $15,543,000

5 – „Cats & Dogs: The Revenge Of Kitty Galore” [dt. „Cats & Dogs – Die Rache der Kitty Kahlohr”] (Wer hätte gedacht, dass die von niemandem gewünschte Fortsetzung einer vergessenen, wenig erfolgreichen Tierkomödie von vor neun Jahren so wenig Gld einspielen würde? Alle? Oh.) $12,525,000

 

Verwandte Beiträge:

US-Kinocharts: Inception ist gut, Salt kann hingegen nicht ganz überzeugen

US-Kinocharts: „Twilight: Eclipse“ ist weiter Mist, während „Inception“ groß absahnt

Inception (Review)

Sonntag, 1. August 2010

Bookmark and Share

 

Leonardo DiCaprio taucht ein in einen Traum

inception-poster(1)

starslarge_3

Originaltitel: Inception
Herstellungsland: USA 2010
Regie: Christopher Nolan
Drehbuch: Christopher Nolan
Darsteller: Leonardo DiCaprio, Joseph Gordon-Levitt, Ellen Page, Tom Hardy, Ken Watanabe, Cillian Murphy, Tom Berenger, Marion Cotillard, Michael Caine, Lukas Haas, Dileep Rao

Christopher Nolan scheint froh darüber zu sein, sich eine Pause von den großen Schatten von Gotham City gönnen zu können. „Inception“ sieht ebenso sehr wie ein Blockbuster aus wie „The Dark Knight“. Er wirkt auch von der ersten Minute an so. Aber er ist frei von Düsternis und dem Gefühl drohenden Verderbens. Wohl oder übel, er ist federleicht, was aber nicht bedeuten soll, dass er ganz ohne Bedeutung ist.

Nolans Hauptthema in diesem Hochglanzstreifen ist das Träumen, und die Welt, die er für uns erdacht hat, ist durchaus anregend und unterhaltsam. In „Inception“ ist es möglich, in die Träume anderer einzudringen, und in diesen Träumen kann sich ein ganzer Wohnblock in Paris in aller Ruhe zusammenfalten und eine Art lebende Esche-Lithographie kreieren. Es ist Joseph Gordon-Levitt auch möglich, durch einen Hotelkorridor und einen Liftschacht entlang zu schwimmen wie ein gewandter Astronaut, während er aufregende, aufwändig choreographierte Kämpfe austrägt.

inception-hallway

Nolan bedient sich filmischer Kunstgriffe, um die Funktionsweise der Träume zu evozieren oder zu verändern. Wenn zum Beispiel ein Lieferwagen von einer Brücke stürzt, dauert der ganze Vorgang in einem Film von Tony Scott einige Sekunden, während hier dieselbe Szene zu einem wahren Ballet gerät. Der Lieferwagen braucht nahezu eine Stunde, um auf dem Wasser aufzuschlagen. Er wird in der Schwebe gehalten vom Fruchtwasser der Zeitlupe, und die Schnitte zurück zu seinem aufgeschobenen Absturz sind so etwas wie die Hollywood-Variante von Zen-Buddhismus.

Warum der Lieferwagen von der Brücke stürzt und ewig lange braucht, bis er das Wasser erreicht, ist eine andere Geschichte. Wenn es in „Inception“ ganz normal ist, in das Unterbewusstsein anderer Menschen einzuschleichen, dann interessiert sich Nolan in erster Linie für das kriminelle Unterfangen, das sich rund um diese Möglichkeit entwickelt. Dies ist im Prinzip ein Film über Einbrecher. Statt das Casino eines reichen Mannes auszurauben, überfallen Cobb (Leonardo DiCaprio) und sein Team das Unterbewusstsein des Mannes. Saito (Ken Watanabe), der japanische Geschäftsmann, dem Cobb und sein Partner Arthur (Joseph Gordon-Levitt) gerade Geheimnisse entwenden wollten, schlägt eine schier unmögliche Mission vor – Inception. Sie sollen in die Psyche des Erben (Cillian Murphy) von Saitos Geschäftsrivalen eindringen und dort ausnahmsweise nichts stehlen, sondern einen entscheidenden Gedanken einpflanzen.

inception-ken-watanabe

Der Plan macht es erforderlich, eine Reihe von Leuten zu engagieren: Ellen Page als Architektin von Traumlandschaften, Dileep Rao als Anästhesisten der Gruppe und Tom Hardy als Eames, eine Art Traumzeit-Imitationskünstler. Es macht Spaß, diese Leute beim gegenseitigen Abtasten zu beobachten. Page ist perfekt besetzt, wenn auch sträflich unterbeschäftigt als Aufsagerin der Exposition, aber wenigstens ist sie in den Nahaufnahmen wunderschön anzusehen.

Der Auftrag gibt Cobb die Gelegenheit, zu den Kindern zurückzukehren, die er aus ziemlich komplizierten Gründen verlassen musste, die alle mit seiner emotional unausgeglichenen verstorbenen Frau zu tun haben, die sein Unterbewusstsein nur mit Mühe verdrängen kann. Marion Cotillard hat sichtlich Spaß daran, die Skizzen zu spielen, aus denen sich Mrs. Cobb zusammensetzt. Es hat fast den Anschein, als wäre sie durch vieler Männer Unterbewusstsein gesaust.

inception-leonardodicaprio

Der Einsatz erscheint hier ein wenig niedrig. Der visionäre Regisseur Nolan, der auch das Drehbuch schrieb, wird enttäuschend konventionell, wenn es um Dinge wie Liebe, Schuld und Sehnsucht geht. Er versucht zu angestrengt, aus seinem Gaunerfilm eine Odyssee zu machen. Aber das Zuhause – wo zwei herzige Kinder der Kamera von Cobbs Erinnerung immer den Rücken kehren - wirkt wie ein Grußkartenalptraum. Nicht zu vergessen, dass wir DiCaprio erst vor kurzem in „Shutter Island“, einem Film, der ähnlich wie „Inception“ mit mehrdeutig endet, mit denselben familiären Problemen konfrontiert gesehen haben.

Nolans Film ist zweifellos der bessere. Er treibt weniger Aufwand als Scorsese, selbst bei der Orchestrierung des großen Raubzugs. Dieser dauert ungefähr 80 Minuten (der Film selbst ist fast zweieinhalb Stunden lang), schließt zumindest zwei Träume im Traum mit ein und ist fehlerlos inszeniert. Nolan springt gekonnt zwischen dem abstürzenden Lieferwagen, dem Verschwinden der Schwerkraft und einer Lawine, die aus jedem beliebigen James-Bond-Film stammen könnte, hin und her. Seltsamerweise sind diese Traumlandschaften Orte der Vernunft und strahlender Reinheit – kein abartiger Sex und keine unterdrückten Erinnerungen. Stattdessen ist das Unterbewusstsein perfekt geeignet für die Inszenierung eines Action-Thrillers.

Inception-still-006

Ich nehme an, das passiert, wenn man sich zu lange in der Psyche eines Managers aufhält. In den zwei Batman-Filmen, bei denen Nolan Regie führte, ging es schließlich auch um die aufgewühlte Psyche eines reichen Mannes.

Was ich an Nolan als Regisseur besonders schätze ist, dass er nicht allzu viel reflektiert. Seine Filme entfalten und falten sich ohne erkennbare Mühe und Effekthascherei. Aber dieses Fehlen von Reflexion ist zugleich auch Nolans größte Schwäche. Während „Inception“ mit der Zeit immer komplizierter wird, gewinnt der Film nicht an Substanz. Er gleitet, schwebt vorwärts oder hinunter, aber die Tiefe ist nur direktional, nie psychologisch. Die vielen Ebenen stellen sich letztlich nur als Anordnungen von Oberflächen heraus. Wir befinden uns nicht in einer Psyche, sondern lediglich in einer Boutique.

Selbstverständlich sind dies die Träume anderer Leute, und sie stellen Cobb vor dieselbe physische Herausforderung wie Nolan. Wie soll man das zuwege bringen? Und zwar, indem man hofft, dass das Publikum zu geblendet ist, um Fragen zu stellen.

Fazit: „Inception“ ist ein perfekt inszenierter Action-Thriller, der intelligenter sein will, als er ist. Deshalb geriet die Exposition zu lang und dem ganzen Film mangelt es an Tempo. Dennoch bessere Unterhaltung als die meisten anderen Blockbuster dieses Sommers.

“Toy Story 3: Inception”: Die beiden besten Filme des Sommers in einem Trailer vereint

Donnerstag, 29. Juli 2010

Bookmark and Share

 

toy-story-ken Es gibt Millionen und Abermillionen von zusammengemixten Trailern im Web, aber wenn sie wirklich gut gemacht sind, verdienen sie Beachtung. Zu den gelungensten Beispielen zählen: Reservoir Dogs vs. Teenage Mutant Ninja Turtles und Toy Story 2 vs. Requiem for a Dream und Brokeback Mountain vs. Back To The Future. Nun ist ein weiterer aufgetaucht, der es verdient, zu dieser Liste hinzugefügt zu werden.

Unter Verwendung der Tonspur des Trailers für „Inception“ und der Bilder des Trailers von „Toy Story 3“ hat Screen Rant einen Mix kreiert, in dem alles genial zusammenpasst. Wer hätte gedacht, dass Ken und Barbie perfekte Stand-ins für Cobb und Ariadne abgeben würden? Sicherlich jemand, der intelligenter ist als ich. Kurz gesagt, es ist eine gelungene Würdigung der zwei besten Filme dieses Sommers.

US-Kinocharts: Inception ist gut, Salt hingegen kann nicht ganz überzeugen

Dienstag, 27. Juli 2010

Bookmark and Share

 

inception Am vergangenen Wochenende drehte sich an den amerikanischen Kinokassen alles um den Kampf Inception vs Salt. Der regierende Champion gegen den beherzten Außenseiter.

Leonardo DiCaprio vs Angelina Jolie. Ein Film über das unvorstellbar labyrinthartige Durcheinander des menschlichen Unterbewusstseins vs einen Film über, ich weiß nicht so genau, ein wenig Salz oder so ähnlich. Ein Film voller bahnbrechender Effekte und atemberaubender erzählerischer Kunstgriffe vs denselben dämlichen Actionfilm mit Pistolen und Agenten, den Angelina Jolie jedes Mal dreht, nachdem sie einen traurigen Film über eine Frau, die den Verlust ihres Kindes beweint, gemacht hat. Wer würde gewinnen?

Na ja, „Inception“ selbstverständlich. Lesen Sie den keine Überschriften mehr? Hier nun die Top Five der amerikanischen Kinocharts vom vergangenen Wochenende:

1 – „Inception“ (Es ist offiziell: „Inception“ ist mit Sicherheit der beste Film aller Zeiten, in dem der Junge aus „Hinterm Mond gleich links“ eine Gruppe schwebender Leute in einem Lift festbindet, während ein Lieferwagen sehr, sehr langsam von einer Brücke fällt und Edith Piaf herumrennt und versucht, alle zu erstechen.) $43,505,000

2 – „Salt“ (Ernsthaft, warum „Salt“? Warum nicht „Spygirl” oder „Mystery Avenger” oder „Generic Angelina Jolie Gun Vehicle Number 12“? Stellen Sie sich nur einmal vor, die James-Bond-Filme wären nach Tischgewürzen benannt worden. Dann würde „Dr. No“ wahrscheinlich „Mr. Piccalilli“ heißen. Das ist doch einfach hirnrissig.) $36,500,000

3 – „Despicable Me“ [dt. „Ich – Einfach unverbesserlich“] (Lassen Sie uns hoffen, dass die Leute endlich aufhören, sich „Despicable Me“ anzuschauen, denn mir fällt zu diesem Film schlicht und ergreifend nichts mehr ein. Ich scherze nicht. Es ist tatsächlich so.) $24,000,000

4 - „The Sorcerer´s Apprentice“ [dt. „Duell der Magier“] (Ich nehme einmal an, dass hier ein ziemlicher Fehler bei den Abrechnungen passiert ist und dass „The Sorcerer´s Apprentice“ in Wirklichkeit die Nummer eins der amerikanischen Kinocharts ist. Es handelt sich dabei schließlich um einen Nicolas-Cage-Film, und ich kann den Gedanken einfach nicht ertragen, dass ein Film mit Nicolas Cage ein Misserfolg ist. Deshalb hat „The Sorcerer´s Apprentice“ mehr Geld eingespielt als „Inception“. Das macht Sinn.) $9,685,000

5 – „Toy Story 3“ (Ich freue mich schon auf den vierten Teil von „Toy Story“, in dem die Spielsachen gezwungen sind, in einer Welt nach dem Atomkrieg ums Überleben zu kämpfen, obwohl sie völlig deformiert sind. Sie bekommen deformierte Babys und müssen nach der Geburt selbst die völlig deformierten Nabelschnüre durchnagen.) $9,030,000

 

Verwandte Beiträge:

US-Kinocharts: „Twilight: Eclipse“ ist weiter Mist, während „Inception“ groß absahnt

„Twilight: Eclipse“ ertränkt die amerikanischen Kinocharts in Urin

US-Kinocharts: Twilight Eclipse ist weiterhin Mist, während Inception groß absahnt

Dienstag, 20. Juli 2010

Bookmark and Share

 

inception-leo-dicaprio Pah. Sie nennen „Twilight: Eclipse“ einen Kulthit? Der Film schnüffelte an der Topposition der amerikanischen Kinocharts wie ein Hund am Hinterteil eines Artgenossen, bevor er sich irgendwo niederlässt und seine eigenen Genitalien leckt. Ja, nach nur einer Woche musste „Twilight: Eclipse“ den ersten Platz räumen, was , wie ich nur hoffen kann, auf die plötzliche Erkenntnis zurückzuführen ist, dass Vampire einfach Mist sind.

Sind sie wirklich, Was ist das für ein Bösewicht, der vor ein wenig Knoblauch Reißaus nimmt? Und Robert Pattinson hat ungefähr so viel Ausstrahlung wie die Reflexion eines Vampirs im Spiegel.

Während also „Twilight: Eclipse“ das Geländer hinunterrutscht und das Interesse an „Despicable Me“ („Ich – einfach unverbesserlich“) ebenfalls nachlässt, ist die Topposition frei für „Inception“, einen Film, in dem Leonardo DiCaprio, der noch immer wie ein Neunjähriger aussieht, dem man einen Bart angeklebt hat, die Hauptrolle spielt. Ohne weiteres Herumgerede, hier nun die Top Five der amerikanischen Kinocharts:

1 – „Inception“ (Oh. Wie intelligent der Film doch ist. Erbringt die Leute zum Gurren, während ihre Gehirne zum ersten Mal seit „Matrix“ wieder ein wenig gefordert werden. Und Leonardo DiCaprio spielt mit, den Sie irgendwann einmal attraktiv fanden, aber jetzt nicht mehr, da er nun ein ernstzunehmender „Schauspieler“ ist.) $62,800,000

2 – „Despicable Me“ (Dieser Cartoon in Spielfilmlänge, in dem Russell Brand und Julie Andrews mitwirken, wird ohne Zweifel von vielen Erwachsenen angesehen, obwohl er eindeutig für sabbernde, einfach gestrickte Kinder gemacht wurde.) $32,800,000

3 – „The Sorcerer´s Apprentice“ [dt. „Duell der Magier“] (Zum Glück kam „The Sorcerer´s Apprentice“ des Weges. Nicolas Cage musste uns allen wieder einmal vor Augen führen, wie sehr seine Fähigkeiten als Schauspieler in den letzten Jahren nachgelassen haben. Mittlerweile wirkt er nur noch wie eine jüngere Ausgabe von William Shatner. In diesem umwerfend komischen Fantasy-Schwachsinn tut er sich mit dem typischen verrückten und gut aussehenden Disney-Langweiler zusammen, der immer „Whoa!“ machen und eine Miene aufsetzen muss, als habe er nicht die geringste Ahnung , worum es geht, bis er schlussendlich doch kapiert, was Nic Cage, gekleidet wie ein Landstreicher, ihm beibringen will.) $24,700,000

4 – „Twilight: Eclipse“ (Der dritte Teil der „Twilight“-Saga ist - genau wie seine beiden Vorgänger - ein Film für Menschen, bei denen das Schamhaar noch nicht sprießt. Man kann nachvollziehen, warum sie sich diesen Streifen anschauen möchten, denn es geht darin um einen frigiden quadratschädeligen Fledermausmann, der die ganze Zeit über sehr emotional ist. Ziemlich verblüffend ist, dass sich auch Erwachsene für diese Pferdepisse-Serie erwärmen können, wenn scheinbar auch auf eine ironische Weise, wie man sie seit dem Tod von Patrick Swayze nicht mehr gesehen hat.) $13,400,000

5 – „Toy Story 3“ (In diesem Streifen erwacht wiederum Spielzeug zum Leben, damit Menschen sich darüber auslassen können, wie lebensecht das computeranimierte Haar in dieser zweiten Fortsetzung einer sinnfreien, aber supererfolgreichen Reihe wirkt. Im Prinzip ist das der typische sentimentale, von Pixar produzierte Mist, den sich Leute wie Sie zum Spaß hineinziehen, ehe sie in ihren „Puh der Bär“-Pyjamas zu Bett gehen.) $12,000,000