Und dennoch… Sehr viele Leute lieben den Film, darunter Quentin Tarantino, der „Toy Story 3“ auf den ERSTEN PLATZ seiner „Top Films of 2010“-Liste setzte! Ich möchte damit nicht sagen, dass dieser oder irgendein anderer Film automatisch an die Spitze einer Top-10-Liste wandern sollte, da ich, offen gesagt, keinen feuchten Furz auf Listen dieser Art gebe. ALLERDINGS! „Toy Story 3“ an die erste Stelle von IRGENDETWAS zu setzen, zeugt von einem beängstigenden Mangel an Filmgeschmack, Weshalb ich alle, die dies tun, höflichst bitten möchte, sich wieder in den Griff zu bekommen und damit AUFZUHÖREN.
Nun gut. Trinken Sie schnell einen Schluck Wasser, denn man dehydriert gehörig, wenn man in Wut gerät. Hier sind die Gründe, warum „Toy Story 3“ in keiner wie auch immer gearteten Liste an die erste Stelle gehört, außer nach Meinung derer, die einen Haufen warmer Sch**** in der Hose haben.
1.„Toy Story 3“ war OHHH-KAY, und das ist eigentlich auch schon alles. Ich hielt die Parodie von „Gesprengte Ketten“ für einen netten Einfall - aber Parodien gehören nicht auf den ersten Platz. Der gebührt der Originalität.
2. Tim Allen wirkte mit. NUN BEGINNEN SIE LANGSAM, FÜR MÖGLICH ZU HALTEN, DASS ICH RECHT HABE!
3. „Aber der Film brachte mich zum Weinen!“ „E.T.“ bringt einen auch zum Weinen und ist nichts als Dreck. Was Sie da erlebten, nennt sich „Manipulation“ – und obwohl ich nicht grundsätzlich dagegen bin, diese als filmisches Mittel einzusetzen, wurden ihre Tränen im Falle von „Toy Story 3“ vermutlich eher durch Erinnerungen an die unwiederbringlich verlorene Kindheit hervorgerufen und nicht durch echtes Mitgefühl mit den Charakteren.
4. Ich denke, ich hätte kein Problem damit, stünde „Toy Story 3“ auf der „Top-Ten-Liste der besten Babyfilme des Jahres 2010“.
5. Ich halte Sie nicht zum Narren. So empfinde ich wirklich.
6. Die Beatles sind noch immer massiv überbewertet.
Originaltitel:Toy Story 3 Herstellungsland:USA 2010 Regie:Lee Unkrich Drehbuch:Michael Arndt, nach einer Geschichte von John Lasseter, Andrew Stanton, Lee Unkrich Sprecher: Original: Tom Hanks, Tim Allen, Joan Cusack, Ned Beatty, Don Rickles, Michael Keaton, Wallace Shawn, John Ratzenberger, Estelle Harris, Jodi Benson; Deutsch: Michael „Bully“ Herbig, Christian Tramitz, Rick Kavanian, u. a.
In „Toy Story 3“ entstauben die Hexenmeister der Pixar Animation Studios ihre kultigsten Charaktere, um das Publikum ein weiteres Mal mit einem geistreichen, spaßigen Spektakel zu unterhalten. Der Film sprüht von einer auffallend respektlosen Energie, sodass man fast glauben möchte, die Filmemacher wollten nach den vielen Meisterwerken („Ratatouille”,„Wall*E”,„Oben“), die sie in den letzten Jahren in die Kinos brachten, wieder einmal etwas einfach zu ihrem eigenen Vergnügen kreieren.
Und was für ein Vergnügen es ist! Elf Jahre nach „Toy Story 2“ sind Woody (Tom Hanks), Buzz (Tim Allen) und der Rest von Andys geliebten Spielsachen beunruhigt, weil der Junge mittlerweile fast erwachsen ist. Andy, der demnächst aufs College gehen wird, räumt sein Zimmer auf und trennt sich von unnütz gewordenen Dingen. Werden die treuen Spielgefährten seiner Kindheit auf dem Dachboden verstauben? Werden sie mit dem übrigen Müll raus an den Bordstein gestellt?
Der Aufhänger von „Toy Story 3“, in Drehbuchform gebracht von Michael Arndt („Little Miss Sunshine“) ist, dass Woody, Buzz und all die anderen einer Kindertagesstätte gespendet werden, wo ungezogene Kleinkinder sie gegen die Wände schleudern und ausprobieren, wie sehr man sie dehnen und verbiegen kann. Das Konzept ist schlichtweg genial – der Kindergarten als Folterkammer – und der Film entwickelt sich im Wesentlichen zu einem Gefängnisausbruchsstreifen (machen sie sich auf etliche Anspielungen auf „Der Unbeugsame“ und „Gesprengte Ketten“ gefasst), in dem natürlich der böse Wärter, in diesem Fall ein rosafarbener Teddybär (Ned Beatty), nicht fehlen darf.
„Toy Story 3“ unter der Regie von Lee Unkrich („Findet Nemo“) präsentiert auch noch eine Reihe anderer Charaktere, etwa den unterhaltsam eitlen Ken (Michael Keaton), der Barbie (Jodi Benson) mit Hilfe seines bestens ausgestatteten Kleiderschranks verführt, und eine ausgeleierte Babypuppe mit einem herabhängenden Auge, die der Film für gelegentliche Momente cartoonhaften Horrors nutzt (eine Neuheit bei Pixar).
Eine überraschende Düsternis lauert hinter den knallbunten Farben und der lebhaften 3D-Animation – es ist in Wirklichkeit eine Geschichte über das Älterwerden und den Tod -, doch die unterschwelligen Botschaften sind so dezent, dass die jungen Zuschauer durch sie mit Sicherheit nicht beunruhigt werden. „Toy Story 3“ ist auch das hyperaktivste von allen Pixar-Werken: Die gesamte zweite Hälfte ist im Prinzip eine lange Actionsequenz, die sich fast wie ein „Indiana Jones“-Film von Cliffhanger zu Cliffhanger emporschwingt. Und der Film neigt auch zu absurdem Humor, so gibt es etwa eine lange, sehr lustige Szene, in der Buzz´ innerer Mechanismus auf spanische Sprachausgabe umgestellt wird. Diese Sequenz, wie das meiste in „Toy Story 3“, ist ausschweifend, aber unwiderstehlich - ein mit viel Liebe gestaltete Würdigung von Charakteren, die so sehr zum Bestandteil der Populärkultur geworden sind wie einst Mickey Mouse und Bugs Bunny.
Und der Film hebt sich die härteste Keule für die letzte Szene auf, eine überraschend bewegende Darstellung des Übergangs von der Kindheit zum Erwachsensein, die so manchen älteren Zuschauer zu Tränen rühren wird. Selbst in den ausgelassensten, verspieltesten Momenten verstehen es die Leute von Pixar, jeder Geschichte emotionale Bedeutung zu verleihen.
„Toy Story 3“ ist ein komplexerer Film, sowohl emotional als auch was die Handlung betrifft, und er mag sie auch in Sachen Humor und erwachsenenorientiertem Pathos übertreffen. Dieser dritte Film ist fast so, wie sich von den geliebten Speilsachen zu verabschieden, mit denen man aufgewachsen ist – traurig und schön. Nur dass das materialistische Konsumverhalten derart positiv dargestellt wird, stört ein wenig.
Fazit: Einer der besten und unterhaltsamsten Filme des bisherigen Kinojahres und ein würdiger Abschluss der zu Recht so beliebten Animationsreihe. Auf Pixar ist eben Verlass.
Unter Verwendung der Tonspur des Trailers für „Inception“ und der Bilder des Trailers von „Toy Story 3“ hat Screen Rant einen Mix kreiert, in dem alles genial zusammenpasst. Wer hätte gedacht, dass Ken und Barbie perfekte Stand-ins für Cobb und Ariadne abgeben würden? Sicherlich jemand, der intelligenter ist als ich. Kurz gesagt, es ist eine gelungene Würdigung der zwei besten Filme dieses Sommers.
Hallo, sind Sie für das große Comeback von Tom Cruise? Sicher doch. Immerhin haben Sie schon jede Menge Geduld bewiesen.
Sie haben „Operation Walküre – Das Stauffenberg-Attentat“ erduldet. Und sie haben sogar „Von Löwen und Lämmern“ über sich ergehen lassen, den wahrscheinlich langweiligsten und unbeliebtesten Film, der je gedreht wurde. Aber vergessen Sie das für einen Moment, denn diese Woche kam Tom Cruises neuer Blockbuster „Knight & Day“ in die amerikanischen Kinos. Und der hat doch sicher das Zeug, ihn zurück an die Spitze der US-Kinocharts zu bringen, oder etwa nicht? Oder etwa nicht? Irgendjemand?
Offensichtlich nicht. „Knight & Day“ wurde am vergangenen Wochenende an den amerikanischen Kinokassen von „Toy Story 3“ und Adam Sandlers neuem Film „Grown Ups“ (deutscher Titel „Kindsköpfe“) auf spektakuläre Weise niedergemacht. Nun ist es also offiziell – Tom Cruise ist weniger beliebt als ein Cartoon-artig aussehender Mann, der wie eine Kartoffel geformt ist. Und als ein Film ohne Adam Sandler. Die Top Five der amerikanischen Kinocharts finden Sie gleich unterhalb der Werbung…
1 – „Toy Story 3“ (Hoffentlich wird es irgendwann auch „Toy Story 4“ geben, denn falls der Pixar-Trend, jeden Film deprimierender als den vorhergehenden zu machen, auch nur der geringste Hinweis ist, dann wird sich Woody in Teil 4 seinen verrotteten, heroingefüllten Arm mit einem rostigen Dosenöffner absägen, während Buzz an nekrotisierender Fasziitis erkrankt.) $59,000,000
2 – „Grown Ups“ (Hier werden die besten Teile von „Chuck und Larry – Wie Feuer und Flamme“ mit den besten Teilen von „Die Bankdrücker“ und den besten Teilen von „Hot Chick – Verrückte Hühner“ kombiniert. Unnötig zu erwähnen, dass es in „Grown Ups“ nichts Gutes zu sehen gibt.) $41,000,000
3 – „Knight & Day“ (Dieser Film war nicht nur das große Comeback von Tom Cruise – es sollte auch das große Comeback von Cameron Diaz werden, und sein relativer Misserfolg stellt ihrer beider Karrieren in Frage. Das vergangene Wochenende hatte also auch seine guten Seiten.) $20,500,000
4 – „Karate Kid“ (Obwohl dieser Film sich wacker geschlagen hat, freue ich mich dennoch bereits auf das Remake von „Karate Kid IV – Die nächste Generation“, wenn auch nur deshalb, weil mit ziemlicher Sicherheit feststeht, dass die junge Schauspielerin, die die Hauptrolle übernimmt, sich später in einem deprimierenden Film übers Boxen die Zunge abbeißen wird.) $15,400,000
5 – „The A-Team“ (Jessica Biel spielte einmal in einem Film mit, den die Leute sehen wollten. Ich weiß, es hört sich verrückt…oh, Moment, ich dachte an Jessica Alba. Entschuldigung. Jessica Biel hat nie in einem Film mitgewirkt, den die Leute sehen wollten.) $6,000,000
Verwandte Beiträge, die Sie ebenfalls interessieren könnten:
Alle lieben „Toy Story“. Alle. Vor Leuten, die „Toy Story“ nicht mögen, sollte man sich in Acht nehmen.
„Toy Story“ war brillant. „Toy Story 2“ war sogar noch besser. Und das, obwohl, wie Sie sicher noch wissen, die Hauptfigur von Tim Allen gesprochen wird. Tim Allen, verflixt und zugenäht. Die „Toy Story“-Filme verdienen allein schon deshalb Hochachtung, weil sie die einzigen Projekte in der Geschichte der Menschheit sind, die trotz Tim Allens Mitwirkung nicht zu hirnloser Massenware verkommen sind.
Und nun gibt es den dritten Teil der wunderbaren „Toy Story“-Reihe, der wenig überraschend auf Platz eins der amerikanischen Kinocharts debütiert hat. Ja, er hat sogar den Film, in dem Megan Fox eine Prostituierte spielt, übertroffen, obwohl so ziemlich jeder Streifen, der je gedreht wurde, mehr Geld eingebracht hat als dieses Desaster. So sehr lieben die Leute „Toy Story“. Die Top Five der US-amerikanischen Kinocharts vom vergangenen Wochenende finden Sie gleich unterhalb der Werbung…
1 – „Toy Story 3“ (Ein seltener Moment reiner Freude von Pixar, wenn man bedenkt, dass ihre letzten beiden Filme vom einsamsten Roboter im ganzen Universum und einem alten Witwer handelten. Keine Sorge, mit dem nächsten Streifen werden sie sich wieder der üblichen Kost zuwenden – zwei Stunden lang mit viel Liebe gerenderte Tierkadaver, mit den Schluchzern eines Kindes untermalt, das in regelmäßigen Abständen „WARUM?“ in Richtung Publikum schreit.) $109,000,000
2 – „Karate Kid“ (Ein Film, in dem streng genommen kein Karate vorkommt. Und auch – falls Sie gleich mir der Ansicht sind, dass es sich bei Jayden Smith um einen bedenklich selbstbewussten Cyborg handelt – keine Kids. Verstörend.) $29,000,000
3 – „Das A-Team“ (Wenn Sie m ich fragen, ist schlechtes Marketing dafür verantwortlich, dass „Das A-Team“ finanziell bei weitem nicht so erfolgreich war, wie man erwartet hatte. Hätte Quinton Rampage Jackson die Hauptrolle in einem werkgetreuen Remake des zukunftsweisenden Motivationsvideos „Be Somebody Or be Somebody´s Fool“ von Mr. T gespielt, dann wäre daraus wohl der populärste Film aller Zeiten geworden.) $13,775,000
4 – „Get Him To The Greek“ (Wenn man den Trailern und den Clips trauen darf, die im Internet kursieren, dann besteht der Film nur aus Szenen, in denen Russell Brand durch Hotelkorridore läuft und Grimassen schneidet. Genial.) $6,117,000
8 – „Jonah Hex“ (Sehen Sie sich das an. Rang acht. Ein enorm enttäuschendes Startwochenende. Nach „Jennifer´s Body“ der zweite Flop für Megan Fox innerhalb relativ kurzer Zeit. Vielleicht sollte sie sich nicht ständig irgendwelchen schönheitschirurgischen Eingriffen unterziehen, sondern endlich ein paar Drehbücher lesen…) $5,058,000
Es ist schön zu sehen, dass endlich einmal jemand beim „viralen Marketing“ alles richtig macht, wo doch so viele alles falsch machen. Pixar haben eine so tolle Kampagne für „Toy Story 3“, gestartet, dass man versucht ist, ihnen schon im Voraus für „Cars 2“ zu vergeben.
[ - Falls Sie diese beiden Lots-O'-Huggin' Bear Webeclips - der eine stammt aus dem Jahre 1983, der andere ist aus Japan – noch nicht kennen, sollten Sie unbedingt einen Blick riskieren. - ]
„Toy Story 3“ wird in unseren Breiten in nicht ganz zwei Monaten in die Kinos kommen (und in den USA in zwei Wochen, diese Hurensöhne haben Glück), und deshalb ist es höchst an der Zeit, das wir aus lauter Vorfreude auf den vielleicht wichtigsten Film des Jahres 2010 vor Aufregung zu zittern beginnen.