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Der Plan (Review)

Dienstag, 15. März 2011

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Diese ambitionierte Mischung aus Romanze, Science-Fiction und Fantasy kann nicht wirklich überzeugen

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Originaltitel: The Adjustment Bureau
Herstellungsland: USA 2011
Regie: George Nolfi
Drehbuch: George Nolfi, basierend auf der Kurzgeschichte „Adjustment Team“ von Philip K. Dick
Darsteller: Matt Damon, Emily Blunt, Florence Kastriner, Natalie Carter, Jon Stewart, Michael Kelly, Anthony Mackie, John Slattery, Christine Lucas, Jennifer Ehle, Jessica Lee Keller, Terrence Stamp, David Allan Basche

In „Der Plan“ gibt es nach ungefähr 10 oder 15 Minuten einen überraschenden Moment – das einzige Mal, dass in dem Film so etwas wie Spannung aufkommt. Die entmutigende Langeweile dieses öden Blindgängers hatte da noch nicht die Zeit, sich richtig festzusetzen: Der Film hat seine völlige Albernheit und Abgeschmacktheit noch nicht offenbart.

„Der Plan“ ist die aktuellste – und mit Sicherheit freieste – in einer langen Reihe von Hollywood-Adaptionen von Kurzgeschichten von Philip K. Dick („Blade Runner”, „Total Recall”, „Minority Report”, „Next”) und markiert das Regiedebüt des Drehbuchautors George Nolfi, der „Ocean´s Twelve“ und „Das Bourne Ultimatum“ schrieb (was Matt Damons vertrauensvolle Mitwirkung an diesem Projekt erklärt). Aber Nolfi verfasste auch das sehr durchschnittliche Michael-Douglas-Vehikel „The Sentinel – Wem kannst du trauen?“ und war einer der Autoren der Filmadaption von Michael Crichtons Roman „Timeline“, die sich als eines der schlechtesten, von einem großen Filmstudio veröffentlichten Science-Fiction-Abenteuer der letzten 20 Jahre herausstellte.

„Der Plan“ ist nicht ganz so schlecht, doch ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass mit Ausnahme der Leute, die ihn machten, - und vielleicht ihren Verwandten - je irgendjemand mit Wohlwollen über diesen Film sprechen wird. Dabei fängt alles ganz vielversprechend an. Wir sehen, wie die Karriere von David Morris (Damon), der im Staate New York für einen Senatssitz kandidiert, den Bach hinuntergeht, nachdem die Presse von einem jugendlichen, aber schlüpfrigen Fehltritt Wind bekommen hat.

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Ungefähr zu der Zeit, da er sich von seiner politischen Zukunft verabschieden muss, begegnet David einer sympathisch ungestümen jungen Frau namens Elise (Emily Blunt), die den durch ihr erstes herziges Aufeinandertreffen geweckten Erwartungen voll gerecht wird: Sie ist ein echter Wildfang! Sie ist launenhaft! Sie ist Tänzerin! Gerade als ich anfing, mich zu fragen, ob George Nolfi vielleicht ein cleveres Pseudonym für diese listige Nora Ephron ist, ließ der Film die Genre-Bombe platzen: Einige irgendwie unheimlicher Männer in grauen Anzügen und mit Hüten verfolgen, angeführt von dem aus „Mad Men“ bekannten John Slattery, David aus gründen, die wohl nur ihnen selbst bekannt sind. Die Männer führen magische schwarze Notizbücher mit sich, die mit mysteriösen Mustern und sich ständig verändernden Labyrinthen angefüllt sind und die sie ständig zu Rate ziehen, worauf sie einander ernst anstarren.

„Der Plan“ postuliert, dass der freie menschliche Wille eine Illusion ist, dass unsere Geschicke bereits von größeren Mächten festgelegt wurden und dass jeder Versuch, von unseren vorherbestimmten Schicksalen abzuweichen, zwecklos ist, da es ein Team von „Adjusters“ (etwa Korrektoren, Anpassern) gibt, die beim ersten Anzeichen von Ungehorsam tätig werden und unser Verhalten korrigieren, ohne dass wir uns dessen bewusst werden. Obwohl diese Männer ihren Boss immer wieder als „den Typen da oben“ oderähnlich bezeichnen, ist diese Verweise so ziemlich das einzige im Film, das auf eine religiöse oder spirituelle Erklärung der Vorgänge hindeuten könnte. Außerdem verschwendet der Streifen keine Zeit damit, auf die metaphysische und philosophische Bedeutung seiner zentralen Idee näher einzugehen (stellen Sie sich nur vor, was ein Terry Gilliam ungefähr zur Zeit von „Brazil“ aus diesem Material gemacht hätte).

Nein, „Der Plan“ nutzt seine „Wie bitte?“ Prämisse, um die Bedeutung wahrer Liebe neu zu definieren – um anzudeuten, dass, wenn Sie einem oder einer unbekannten begegnen und das Gefühl haben, ihr oder ihm zuvor schon einmal begegnet zu sein, dies wahrscheinlich der Fall ist, nur dass die „Adjuster“ dafür gesorgt haben, dass Sie den Vorfall vergessen, weil nicht vorgesehen war, dass sie sich ineinander verlieben. Nora Ephron wird vielleicht nie dazu kommen, eine in Manhattan spielende Action-Romanze mit quasi-religiösen, Science-Fiction-artigen Untertönen zu fabrizieren, doch wenn sie es wäre sie mit ziemlicher Sicherheit nicht so wirr und dämlich wie dieses Machwerk.

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Der Plot von „Der Plan“ entfaltet sich ohne erkennbaren Grund und die Charaktere legen unerklärliches Verhalten an den Tag – einfach so. (Warum entwickelt ein von Anthony Mackie gespielter „Adjuster“ plötzlich mitfühlendes Interesse an Davids Misere?) Damon und Blunt harmonieren auf der Leinwand viel zu wenig, als dass man sich für ihr Schicksal erwärmen könnte. Damon scheint im Film nur zum Leben zu erwachen, wenn er in Jason-Bourne-Manier herumlaufen und agieren kann, während Blunt die starke, selbstbewusste Persönlichkeit ihres Charakters in den frühen Szenen gut darstellt, um dann in der zweiten Hälfte des Films mehr oder weniger zu verwelken, wie es das Skript von ihr fordert.

Selbst der Auftritt eines Ober-„Adjusters“ mit dem Namen „The Hammer“ (gespielt vom großen Terrence Stamp) enttäuscht: Der Charakter entpuppt sich als völlig sinnlos und ist eigentlich nur dazu da, um einen ordentlichen Schlag ins Gesicht einzustecken. General Zod hätte sich so etwas nie gefallen lassen, und Sie sollten es auch nicht tun.

Fazit: Eine als Science-Fiction-Actionfilm getarnte Romanze, die sich in den Irrungen und Wirrungen des Plots verfängt. Auf die durchaus interessante Prämisse wird kaum eingegangen, die Charaktere sind – mit Ausnahme der Tänzerin Elise in der ersten Hälfte des Films – nicht überzeugend und der Rest ist Langeweile.

US-Kinocharts: Das Chamäleon im Wilden Westen witzelt sich an die Spitze

Dienstag, 8. März 2011

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Johnny Depps neuester Streich konnte sich an die erste Stelle der amerikanischen Kinocharts setzen, doch der bevorstehende Start von „Mars Needs Moms“ lässt ein heißes Duell der animierten Filme erwarten

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Die großen kommerziellen Filme leben oder sterben am Startwochenende, weshalb die Macher von „Rango“ angesichts des guten, wenn auch nicht überragenden, Starts auf einen soliden Erfolg hoffen dürfen. Der Animationsfilm von Nickelodeon Movies und GK Films ist der erste Ausflug von George Lucas´ Industrial, Light & Magic in die Welt der Cartoons. Paramount Pictures sind für den weltweiten Vertrieb dieser neuerlichen Zusammenarbeit von Johnny Depp mit seinem „Fluch der Karibik“-Regisseur Gore Verbinski zuständig. „Rango“ war am vergangenen Wochenende der erfolgreichste Film weltweit, mit Einnahmen von $38 Millionen in den USA und $17 Millionen im Rest der Welt.

Die meisten Kritiker bewerteten „Rango“ positiv und sollte aufgrund von Mundpropaganda und der Beteiligung des allseits beliebten Stars noch eine zeitlang erfolgreich bleiben, obwohl er nicht der einzige Animationsstreifen auf dem Markt ist. „Gnomeo & Juliet“ läuft bereits seit einigen Wochen und stellt deshalb keine ernsthafte Bedrohung dar, doch am Freitag läuft in den USA „Mars Needs Moms“ („Milo und Mars“) an und könnte dem Chamäleonsheriff die Suppe versalzen. Sie werden sich vielleicht fragen, ob diese Animationsfilme nicht einfach miteinander auskommen können. Die Regeln des Marktes sprechen dagegen: Eltern, die zwei Stunden für die Unterhaltung ihre Kinder erübrigen können, werden den einen oder den anderen wählen. Wie ich schon sagte, das Startwochenende ist entscheidend. Die Filmwelt ist brutal.

Halbwegs intelligente, gut gemachte Filme werden leider viel zu selten gewürdigt. In Hollywood sind anspruchsvolle Streifen nun einmal rare Schmuckstücke. Deshalb ist es erfreulich, dass Universal mit „The Adjustment Bureau“ ein Achtungserfolg gelungen ist. Die Science-Fiction-Romanze nach einem Buch von Philip K. Dick vereint das hochkarätige Paar Matt Damon und Emily Blunt und konnte am ersten Wochenende etwas mehr als $21 Millionen einspielen. Dank des ungewöhnlichen Themas sollte sich der Streifen einige Wochen in den Top Ten halten können. Universal braucht heutzutage jeden Hit, den das Studio irgendwie kriegen kann, und verdient diesen Erfolg mit diesem ungewöhnlichen - und ungewöhnlich erwachsenen – Film, der außerdem etwas bietet, was man in unserer zeit nur mehr sehr selten sieht: Echte Chemie zwischen den romantischen Hauptfiguren.

„The King´s Speech“ hält sich auch in der 15. Woche noch sehr gut, was aber nach dem überwältigenden Erfolg bei der Oscarpreisverleihung nicht wirklich überrascht. Colin Firth und Kollegen konnten dem Publikum weitere $6,2 Millionen entlocken und so das Einspielergebnis auf beachtliche $123,5 Millionen hochschrauben. Das auf Filmpreise zugeschnittene historische Drama überflügelte damit „Inglourious Basterds“ und ist nun offiziell der erfolgreichste Streifen aller Zeiten aus dem Hause Weinstein. International spielte (die nicht-amerikanischen Rechte werden von FilmNation gehalten) „The King´s Speech“ schon mehr als $250 Millionen ein.

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Die nordamerikanischen Top 10, 4. – 6. März 2011

1 Rango, $38,079,323. Neu

2 The Adjustment Bureau, $21,157,730. Neu

3 Beastly, $9,851,102. Neu

4 Hall Pass, $8,861,053. Gesamt: $26,846,808.

5 Gnomeo and Juliet, $7,240,315. Gesamt: $84,022,325

6 Unknown, $6,520,232. Gesamt: $53,029,496

7 Just Go With It, $6,431,246. Gesamt: $88,131,316

8 The King's Speech, $6,230,227. Gesamt: $123,546,104

9 I Am Number Four, $5,750,190. Gesamt: $46,488,606

10 Justin Bieber: Never Say Never, $4,277,128. Gesamt: $68,828,539

True Grit (Review)

Freitag, 25. Februar 2011

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Elemente des Remakes mögen besser sein als das Original, aber im Großen und Ganzen ist das Original der bessere Film

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Originaltitel: True Grit
Herstellungsland: USA 2010
Regie: Ethan Coen, Joel Coen
Drehbuch: Joel Coen, Ethan Coen, basierend auf dem Roman von Charles Portis
Darsteller: Jeff Bridges, Hailee Steinfeld, Matt Damon, Josh Brolin, Barry Pepper, Dakin Matthews, Jarlath Conroy, Paul Rae, Elizabeth Marvel, Ed Corbin

Allen, denen der Unterschied zwischen einem großen Star und einem großen Schauspieler nicht so recht geläufig ist, erteilt das Remake von „True Grit“ - ja, es ist ein Remake, da können die Coen-Brüder noch so oft betonen, dass sie sich ausschließlich an der Romanvorlage orientiert haben – eine mehr als eindringliche Lektion.

Der Originalfilm aus dem Jahre 1969 (deutscher Titel: „Der Marshal“) wurde von dem einfachen und geradlinigen Henry Hathaway inszeniert. John Wayne spielte Rooster Cogburn, einen grantigen alten Marshal, der zu beweisen versucht, dass er noch nicht zum alten Eisen gehört.

Im Remake, geschrieben und inszeniert von den hochintelligenten und oft ikonoklastischen Coen-Brüdern (Ethan und Joel), ist dieser Part mit Jeff Bridges besetzt. Und Bridges ist hervorragend. Doch „True Grit“ braucht keinen hervorragenden Schauspieler.

Der Film braucht einen heißgeliebten Star.

Die erste Version verfügte mit John Wayne über einen solchen, wenn auch ihr Ansehen im Lauf der Jahre zunehmend gesunken ist. Als sie ihre neue Version ankündigten, sagten die Coens rundheraus, dass sie den ersten Film nicht mochten und deshalb ausschließlich den Roman von Charles Portis als Grundlage verwenden würden.

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Und tatsächlich haben sie ein oder zwei schillernde Vorfälle wieder eingefügt, die alttestamentarische Vorstellung von Gerechtigkeit des Buches stärker hervorgestrichen, dem Skript mit Teilen der ironischen Erzählung der Heldin einen Rahmen gegeben und den ursprünglichen, bittersüßen Epilog zurückgebracht.

Aber das sind größtenteils feine Anpassungen. Alle, die meinen, die Originaladaption wäre eine Travestie, haben sie schon lange nicht mehr - oder noch nie - gesehen (im Gegensatz zu einigen Nebendarstellern, die den Sprechduktus der Originalschauspieler genau nachahmen).

Tatsächlich werden beide Versionen den blumigen Dialogen und der derben Story gleichermaßen gerecht. „True Grit“ handelt von der sturen 14-jährigen Mattie Ross, die den fiesesten Marshal des Bundesstaates anheuert, um den Mörder ihres Vaters zu finden, und dem bärbeißigen Mann ins Indianerterritorium folgt. Begleitet werden sie von einem auf komische Weise von sich selbst begeisterten Texas Ranger.

All dies ist heute genauso unterhaltsam wie beim ersten Mal, obwohl die Coen-Brüder viel genauer darauf geachtet haben, dass die Details historisch stimmig sind. Auch ist die Photographie von Kameramann Roger Deakins, die riesige sternenhelle Nachtlandschaften einfängt, auf wesentlich höherem Niveau als die des Originalsfilms. Und viele der Darsteller sind besser.

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Hailee Steinfeld legt als Maddie ein beachtliches Debüt hin – ein angenehm süßsaurer Unterschied zu Kim Darby aus dem ersten Film, die ganz schmollende Verärgerung und schamponierte Frisur war. Matt Damon entdeckt eine ernste Seite an dem sich brüstenden Ranger, die Glen Campbell nicht finden konnte.

Und der immer einfallsreiche Bridges recycelt nicht einfach seinen dickbäuchigen loser aus „Crazy Heart“. Seine Stimme scheint unten in den Nieren zu sitzen, sein Schwerpunkt irgendwo auf Höhe der Knie; er ist ein schwerfälliger Bär von einem Mann und eine echte Type.

Aber er ist nicht John Wayne. Niemand außer John Wayne war das je.

Und das ist der Grund, warum die erste Verfilmung so gut funktionierte. 1969 hatten die Filmfans schon eine sehr emotionale Beziehung zu dem Star – etwas, das „True Grit“ (und später „Die Cowboys“ und „Der Scharfschütze“) erkannte und sich bewusst zu Nutze machte. Diese Filme anzusehen, bedeutete nicht mehr und nicht weniger, als einen großen Helden zu sehen, der in die Jahre gekommen ist. Es bedeutete, einen Angriff auf die eigenen jugendlichen Illusionen zu sehen.

Nur Clint Eastwood hätte – vielleicht - heute diesen Part spielen und ihm dieselbe emotionale Bedeutung geben können.

Und das ist die Ironie. Bridges ist ein viel besserer Schauspieler Wayne. Die Coen-Brüder sind viel bessere Regisseure als Hathaway. Ihr „True Grit“ ist sogar ein besser gemachter Streifen als der alte „True Grit“.

Aber der alte ist dennoch der bessere Film.

The Adjustment Bureau: Poster - Ich frage mich, wo sie wohl diese Idee herhaben?

Mittwoch, 16. Februar 2011

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Nun, es funktionierte für „The Social Network“…

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Und für „Morning Glory“…

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Und für „The King's Speech“.

Real Matt Damon (nicht der echte Matt Damon!)hat noch ein weiteres Beispiel gefunden.

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True Grit: Weitere neue Bilder

Dienstag, 21. Dezember 2010

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true-grit-image-1-220x150 Während wir uns noch bis Ende Februar gedulden müssen, kommen die Amerikaner schon diese Woche in den Genuss des neuesten Streichs der Coen-Brüder. Da sie bei diesem Projekt wieder mit Jeff Bridges und Josh Brolin zusammenarbeiteten, verspricht „True Grit“, ein remake des gleichnamigen Westernklassikers, für den John Wayne mit dem Oscar ausgezeichnet wurde, etwas ganz Besonderes zu werden.

Diese neuen Bilder der Produktion sehen fantastisch aus und sollten ausreichen, das Interesse eines jeden Filmfreundes zu wecken. Darüber hinaus sind erste Kritiken ziemlich vielversprechend, wobei besonders die tolle darstellerische Leistung der jungen Hailee Steinfeld hervorgehoben wird.

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Sehen Sie 4 neue „True Grit“ Clips

Samstag, 11. Dezember 2010

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true-grit-clips Das „True Grit“-Remake der Coen-Brüder heimst schon im Vorfeld jede Menge Lorbeeren ein. In den noch verbleibenden dem Kinostart vorangehenden Wochen sind noch mehr Lobhudeleien zu erwarten. Obwohl die Originalversion des Films John Wayne einen Oscar einbrachte, muss darauf hingewiesen werden, dass diese erste Verfilmung von „True Grit“ mit Ausnahme von Waynes schauspielerischer Leistung einiges zu wünschen übrig ließ. Wenn man schon etwas neu verfilmt, sollte man einen Film wählen, der wirklich besser gemacht werden kann, und „True Grit“ ist definitiv so ein Film. Und allem Anschein nach ist es den Coens wirklich gelungen, eine bessere Adaption von Charles Portis´ Roman auf die Leinwand zu bringen.

Hier sind vier neue Clips der Coen-Brüder-Version von „True Grit“. Sie vermitteln einen guten Eindruck von den wichtigsten Charakteren des Films. Mattie Ross (Hailee Steinfeld), die entschlossene Teenagerin. Rooster Cogburn (Jeff Bridges), der engagierte einäugige Säufer und harte Kerl. LaBoeuf (Matt Damon), der geckenhafte Texas Ranger. Und Tom Chaney (Josh Brolin), der Mann, den alle tot sehen möchten. Sehen Sie selbst:

Erste Poster für „The Adjustment Bureau“ zeigen Philip K. Dicks gespenstische monochrome Welt

Mittwoch, 1. Dezember 2010

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Werfen Sie einen Blick auf zwei neue Poster für George Nolfis Film „The Adjustment Bureau“ an. Machen sie einen so bewusstseinsverändernden Eindruck wie Philip K. Dicks Story? Oder erinnern sie Sie nur an alte Poster?

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Es ist nicht so, dass ich alte Poster nicht lieben würde, aber diese beiden erinnern mich an Dinge, die ich schon gesehen habe.

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Der Trailer andererseits gibt einen besseren Einblick in die Handlung und lässt mehr Spannung aufkommen.

Hier noch die offizielle Synopsis:

Haben wir unser Schicksal in der eigenen Hand oder werden wir von fremden Kräften manipuliert? Matt Damon spielt in dem Thriller „The Adjustment Bureau“ einen Mann, der einen Blick auf die Zukunft erhascht, die das Schicksal für ihn bereithält, und erkennt, dass er eigentlich etwas anderes möchte. Um das zu erhalten, muss er die einzige Frau, die er je geliebt hat, über, unter und durch die Straßen des modernen New York verfolgen.

Kurz davor, einen Sitz im US-Senat zu erringen, trifft der ambitionierte Politiker David Norris (Damon) eine wunderschöne Ballett-Tänzerin mit Namen Elise Sellas (Emily Blunt), eine Frau wie keine andere, die er bisher kennengelernt hat. Aber gerade als er erkennt, dass er sich in sie verliebt, hecken mysteriöse Männer ein Komplott aus, um die beiden auf Dauer zu trennen.

David erfährt, dass er es mit den Agenten des Schicksals zu tun hat – den Männern des Adjustment Bureau (Anpassungsbüro) -, die alles in ihrer nicht unbeträchtlichen Macht Stehende tun, um zu verhindern, dass David und Elise zueinander finden. David muss sie nun entweder gehen lassen und einen vorherbestimmten Weg einschlagen – oder alles riskieren und sich dem Schicksal widersetzen, um mit ihr zusammen zu sein.

„The Adjustment Bureau“ wurde von George Nolfi (Autor von „Ocean´s Twelve“ und Co-Autor von „Das Bourne-Ultimatum“) für die Leinwand adaptiert und wird auch von ihm inszeniert. Der Film basiert auf einer Kurzgeschichte von Philip K. Dick („Total Recall“, „Minority Report“ und „Blade Runner“).

„The Adustment Bureau“ kommt am 4. März 2011 in die amerikanischen und am 10. März 2011 in die deutschen Kinos.

„Hereafter“: Das britische Vierfach-Poster

Samstag, 27. November 2010

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Glauben Sie bitte den Zitaten auf dem Poster nicht. Der Film zählt zu Clint Eastwoods schwächsten Werken und Matt Damon hat auch schon bessere gemacht. Das britische Poster ist außerdem nur eine leichte abgeänderte Variation des amerikanischen, doch wenigstens macht es nicht so penetrant auf übersinnlich. (Dafür ist es im Original riesengroß.)

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True Grit: Fünf neue tolle Poster

Freitag, 19. November 2010

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True-Grit-International-Poster-220x150 Gestern wurden fünf neue Poster für „True Grit“ veröffentlicht. Eines davon ist das neue internationale Poster, in dem die vier Charakterposter zusammengefasst werden, um alle Hauptdarsteller des Western-Remakes der Coen-Brüder auf einem Bild zu vereinen.

In den wichtigsten Rollen sind Jeff Bridges, Matt Damon, Josh Brolin, Hailee Steinfeld und Barry Pepper zu sehen.

„True Grit“ handelt von Mattie Ross (Hailee Steinfeld), einem jungen Mädchen, deren Vater von dem Feigling Tom Chaney (Josh Brolin)kaltblütig erschossen wurde. Sie ist wild entschlossen, diesen zur Rechenschaft zu ziehen. zu diesem Zweck heuert sie den alternden, schießwütigen und ständig betrunkenen U.S. Marshall Rooster J. Cogburn (Jeff Bridges) an, mit dem sie sich auf Chaneys Fährte macht. Das Blut ihres Vaters verlangt, dass sie den Übeltäter in indianisches Gebiet verfolgt und ihn findet, ehe ein junger Texas Ranger namens La Boeuf (Matt Damon) ihn fassen und nach Texas zurückbringen kann, wo ihm wegen eines anderen Mordes der Prozess gemacht werden soll.

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Hereafter Poster möchte, dass Sie tote Menschen sehen

Freitag, 24. September 2010

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hereafter-small Ein übersinnlicher Thriller über einen Mann, der mit Toten Kontakt aufnehmen kann, ist so ziemlich das Letzte, was ich von einer Zusammenarbeit von Clint Eastwood und Matt Damon erwartet hätte, aber ob es einem nun gefällt oder nicht, die beiden haben trotzdem viel Zeit darauf verwendet, „Hereafter“ auf die Leinwand zu bringen. Der Film wird großen Erfolg haben, da die Kinogeher momentan sehr auf Werke stehen, die Geister ernst nehmen. Das liegt vermutlich daran, dass fast alle angst vor dem Tod haben. Nur so eine Theorie.

In „Hereafter“ spielt Matt Damon einen Mann, der mit Toten sprechen kann. Er begegnet einer französischen Journalistin (Cécile De France) und einem Schuljungen (Frankie und George McLaren), die kurz zuvor mit dem Tod konfrontiert wurden. Sie wäre fast gestorben, der Bub hat sein Bruder verloren. Die Leben der drei Menschen überschneiden sich und werden durch das, was im Jenseits existieren muss, nachhaltig verändert. Sehen Sie, es ist doch tröstlich, daran zu glauben, dass man nach dem Tode nicht wirklich tot ist. Es wird Ihnen gefallen.

Vor knapp zwei Wochen tauchte der erste Trailer auf, nun gibt es das erste Poster zu bestaunen:

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Verwandter Beitrag:

Clint Eastwoods „Hereafter“: Der erste Trailer

Clint Eastwoods „Hereafter“: Der erste Trailer

Samstag, 11. September 2010

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Ist dies ein Film von Clint Eastwood oder einer von M. Night Shyamalan? Nur ein kleiner Scherz. Ich hoffe, er hat Ihr Interesse an „Hereafter“ nicht im Keim erstickt.

Clint Eastwood hat „Hereafter“ wiederholt als seinen „chick flick“ (Frauenfilm) bezeichnet. Matt Damon spielt einen Hellseher wider Willen, der einen Jungen (gespielt von den Zwillingen Frankie und George McLaren), der seinen Bruder verlor, und eine Frau (Cécile De France), die 2004 um ein Haar gestorben wäre, zusammenbringt. Der Film handelt mit Sicherheit eher von Verlust und dem Umgang mit den unangenehmen Überraschungen, die das Leben für uns alle bereithält, als von übernatürlichen Phänomenen. Aber sehen Sie sich den Trailer an und bilden Sie sich ihre eigene Meinung.

Mir persönlich gefällt der Clip recht gut, obwohl in einigen Szenen bedenkliche Spuren von übertriebenem Schauspiel zu bemerken sind, die den Filmgenuss doch einigermaßen trüben könnten. Nach einem Sommer wie dem vergangenen ist es eine willkommene Abwechslung, auf einen von einem großen Studio produzierten Film zu stoßen, der sich bemüht, etwas Ernsthaftes – hoffentlich auch mit Tiefgang- zu thematisieren. Eastwoods Stamm-Kameramann Tom Stern hat einen wirklich gut aussehenden Film photographiert, selbst wenn man berücksichtigt, dass auch hier auf den mittlerweile sehr verbreiteten Bleach-Bypass-Effekt gesetzt wird.

Es kursieren schon einige Gerüchte rund um die Tsunami-Szenen, aber erste Kommentare lassen auch darauf schließen, dass die niederschmetterndsten Dinge später im Film passieren. Außerdem ist es schön Richard Kind und Jay Mohr wieder einmal in einem guten Film zu sehen.

Hier eine kurze Übersicht:

„Hereafter“ erzählt die Geschichte von drei Menschen, die auf unterschiedliche Weise vom Gedanken an die Sterblichkeit gequält werden. Matt Damon ist George, ein Amerikaner aus der Arbeiterklasse mit spezieller Verbindung zum Jenseits. Am anderen Ende der Welt hat Marie (Cécile de France), eine französische Journalistin eine Nahtoderfahrung, die ihre Realität zum Wanken bringt. Und als Marcus (Frankie/George McLaren), ein Schuljunge aus London, seine nächste Bezugsperson verliert, sucht er verzweifelt nach Antworten. Alle drei sind auf der Suche nach der Wahrheit, wobei sich ihre Wege kreuzen und ihre Leben durch das, wovon sie glauben, dass es im Jenseits existieren könnte – oder müsse -, für immer verändert werden.

Übrigens, das Lied, das über weite Strecken im Trailer zu hören ist, heißt „Lullaby“ und stammt von Sia. (Das dazugehörende Musikvideo finden Sie unterhalb des Trailers.)

Green Zone - Interessanter Ansatz bleibt im Kugelhagel auf der Strecke

Donnerstag, 18. März 2010

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Originaltitel: Green Zone
Herstellungsland: USA 2010
Regie: Paul Greengrass
Drehbuch: Brian Helgeland, inspiriert von einem Buch von Rajiv Chandrasekaran
Darsteller: Matt Damon, Amy Ryan, Greg Kinnear, Brandon Gleeson, Jason Isaacs, Khalid Abdalla

All die Bemühungen, den Kriegsalltag im Irak mit größtmöglicher Authentizität darzustellen, sind vergebens angesichts des schwachen Plots, der im Zentrum von „Green Zone“ steht, der ersten Zusammenarbeit von Matt Damon und Regisseur Paul Greengrass außerhalb der „Bourne“-Serie.copyrightjps2010_2

Ihr Thriller über die vergebliche Suche nach Massenvernichtungswaffen im Irak ist optisch wie akustisch beeindruckend, wird aber durch die Handlung entwertet, die so gewöhnlich und reizlos ist wie die Feldverpflegung des Heeres.

Der Film verliert weiter, indem er unglücklicherweise kurz nach dem Oscar-Triumph der bei weitem überlegenen Irakgeschichte „The Hurt Locker-Tödliches Kommando“, die sich viele erst noch ansehen müssen, in die Kinos kommt. Für den Preis einiger Tickets für „Green Zone“ können Sie die DVD/Blu Ray des wirklich hervorragenden Kriegsfilmes „The Hurt Locker-tödliches Kommando“ Ihr Eigen nennen.

„Green Zone“ eifert dem dem „Lasst-uns-eine-Demokratie-nach-unserem-Vorbild-errichten“-Ansatz des US-amerikanischen Einmarsches in den Irak im Jahre 2003 nach, wie er von dem für die Washington Post tätigen Reporter Rajiv Chandrasekaran in seinem Buch „Imperial Life in the Emerald City“ beschrieben wird, dass im Abspann als Inspiration für den Film bezeichnet wird.

Greengrass und Drehbuchautor Brian Helgeland haben ein Schauplatz gewählt, der jede Menge neuartiger dramaturgischer Möglichkeiten eröffnet, nur um dann eine fiktive Action-Geschichte zu erzählen, die sich kaum von anderen unterscheidet, mit denselben Wendungen und denselben steifen, künstlichen Charakteren.

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Da hätten wir zunächst den nicht korrumpierbaren, aus einfachen Verhältnissen stammenden Patrioten in der Person von Army Chief Warrant Officer Roy Miller (Matt Damon), der eine Einheit befehligt, die nach Massenvernichtungswaffen sucht, und frustriert ist, dass die detaillierten Geheimdienstinformationen nicht und nicht zum Auffinden von Saddam Hussains angeblichen Arsenalen führen.

Dann hätten wir den scheinheiligen, Ränke schmiedenden Bürokraten in der Person des Pentagonagenten Clark Poundstone (Greg Kinnear) und seinen mörderischen Konflikt mit seinem ehrenhaften Gegenspieler, dem CIA-Agenten Martin Brown (Brendan Gleeson). Zugegeben, dass der CIA-Typ zu den Guten zählt, ist ein eher neuer Einfall.

Dann hätten wir da noch die klischeehafte Journalistin, diesmal in Gestalt der für das Wall Street Journal tätigen Reporterin Lawrie Dayne (Amy Ryan), die allem Anschein nach unfähig ist, einen Artikel zu verfassen, sofern ihr nicht alle Informationen in einer fein säuberlich geordneten Aktenmappe mit der Aufschrift „Top Secret“ übergeben werden.

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Und zu guter Letzt hätten wir da noch den Bösewicht von der Spezialeinheit in der Person von Lt. Col. Briggs (Jason Isaacs).

Wir alle wissen, dass die Waffen, die als Vorwand für den Einmarsch in den Irak herhalten mussten, nicht existierten. Die Filmemacher hecken eine einfach gestrickte Verschwörung rund um die Massenvernichtungswaffen aus, um die unzutreffenden Geheimdienstinformationen zu erklären, und werfen Miller mitten in das Schlamassel.

Millers Zusammentreffen mit dem wohlgesinnten Iraker „Freddy“ (Khalid Abdalla, der in Greengrass´ „United 93“ einen der Attentäter des 11. September spielte) führt ihn zu einem engen Vertrauten von Saddam Hussain, der wichtige Informationen in Händen hält, mit deren Hilfe die Verschwörung aufgedeckt werden könnte.

Mit Ausnahme von Abdalla, der glaubwürdig die widerstreitenden Emotionen der Iraker Im Bezug auf den Sturz von Saddam Hussain und die US-amerikanische Besetzung zum Ausdruck bringt, liefern Matt Damon und seine Co-Stars lediglich brauchbare darstellerische Leistungen ab. Mehr verlangen ihre Rollen auch nicht, besonders Amy Ryan ist arm dran und hat es schwer, ihren wenigen oberflächlichen Zeilen Dialog so etwas wie Bedeutung zu verleihen.

Das Desaster rund um die Massenvernichtungswaffen, das wahrscheinlich auf ein monumentales Versagen verschiedener Geheimdienste zurückzuführten war, wird von Greengrass und Kollegen zu einem simplen Hollywoodplot verwässert, der nur dazu dient, die Filmsoldaten in Bagdad herumlaufen und mit allem, was die Studiotechnik zu bieten hat, um sich schießen zu lassen.

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Es gibt kaum eine erkennbare Handlung, die „Green Zone“ zusammenhalten würde; der Film ist mehr oder weniger eine Aneinanderreihung von Feuergefechten und Verfolgungsjagden, die ab und an unterbrochen wird, um Miller eine neue Erkenntnis zuteil werden zu lassen, damit er seine Suche fortsetzen kann.

In punkto Atmosphäre ist „Green Zone“ ein Wunder. Obwohl in Marokko, Spanien und England gedreht, hat man das Gefühl, im Herzen von Bagdad zu sein.

Paul Greengrass, der mit Matt Damon schon bei „Das Bourne Ultimatum“ und „Die Bourne Verschwörung“ zusammenarbeitete, bedient sich hier ähnlicher Techniken – hektisch bewegte Kamera, schnelle Schnitte, scheinbar zufällige Bildausschnitte -, um in „Green Zone“ dasselbe quasi-dokumentarische Gefühl des Dabeiseins zu erreichen.

Lediglich die oberflächlichsten Spuren der Absurdität der amerikanischen Besatzung, die in Chandrasekarans Buch geschildert werden, sind hier zu erkennen. Poundstones Bemerkung „Demokratie ist schmutzig“ erinnert entfernt an Donald Rumsfelds Feststellung „Freiheit ist unordentlich“, während die Filmemacher einige flüchtige Blicke auf den Luxus gewähren, den die wenigen Glücklichen in der relativen Sicherheit der US-bewachten Grünen Zone genießen, während draußen Iraker nach Wasser schreien oder Gebäude plündern.

Rajiv Chandrasekarans Buch ist das Werk eines engagierten, wohlinformierten und intelligenten Journalisten. Der Hinweis „Inspiriert von“ klingt fast wie eine Beleidigung, wenn das Resultat ein altbackener Actionstreifen in typischer Hollywoodmanier ist.

Fazit: „Green Zone“ ist ein Film mit interessantem Ansatz, der leider allzu rasch ins typische Actionfahrwasser gerät und statt mit intelligenter Spannung nur mit Getöse und hektischen Schnitten zu punkten sucht.