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Willkommen bei den Rileys (Review)

Dienstag, 12. April 2011

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Gandolfini und Stewart geben in diesem Drama ein sehr ungleiches Paar ab

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Originaltitel: Welcome to the Rileys
Herstellungsland: UK/USA 2010
Regie: Jake Scott
Drehbuch: Ken Hixon
Darsteller: James Gandolfini, Melissa Leo, Kristen Stewart, Joe Chrest, Ally Sheedy, Tiffany Coty, Sharon Landry, Eisa Davis

Haben Sie sich je gefragt, was für ein Film „Taxi Driver“ geworden wäre, wäre Travis Bickle ein netter, verheirateter Mann mittleren Alters aus dem Mittelwesten gewesen, der Klempnerbedarf en gros vertreibt?

Oh, und außerdem, wenn er am Ende nicht völlig durchgedreht und ein ganzes Mietshaus im East Village voller Gangster und Zuhälter niedergemacht, sondern sich damit begnügt hätte, Iris´ Appartement zu reinigen und sie seiner Frau vorzustellen?

Mit Sicherheit nicht. (Ich habe mich das übrigens auch noch nie gefragt.)

Doch es steht zu vermuten, dass Ken Hixon, der Drehbuchautor von „Willkommen bei den Rileys“, sich genau dieses Szenario gründlich überlegt hat, denn seine Geschichte handelt von genau so einem Mann, der während eines geschäftlichen Aufenthalts in New Orleans beschließt, eine minderjährige Prostituierte zu retten.

Sie retten? Verdammt, er zieht sogar bei ihr ein – und reinigt ihre „Trainspotting“-artige Toilette, ohne auch nur einen Kuss von ihr zu verlangen. Sie ist - kann man es ihr verübeln? - misstrauisch.

Sie sollten es auch sein.

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Nicht dass dieser Klempner - von James Gandolfini mit sehr stark wechselndem Akzent gespielt – Böses oder Abartiges im Schilde führen würde. (Er will ehrlich nicht mit Kristen Stewart ins Bett steigen, müssen Sie wissen. Er möchte nur ihre Wäsche waschen.) Es ist nur so, dass diese Charaktere so ganz und gar nicht menschlich wirken.

Und Kristen Stewart - sie bläst einmal mehr Trübsal. Doch die gelegentlichen Zornausbrüche überzeugen. Und physisch - mit blauen Flecken und völlig verwahrlost - tut sie ihr möglichstes, um ja nicht nach Hollywood auszusehen. (Allein ihre Fingernägel sehen nach 10 Staphylokokkeninfektionen aus.) Doch die meiste Zeit ist sie, schauspielerisch gesprochen, einfach da. Allerdings funktioniert dieses Da-sein hier recht gut.

Am überzeugendsten ist Melissa Leo, die Gandolfinis Ehefrau spielt, obwohl diese Rolle die unglaubwürdigste ist. Sie macht von allen Figuren den größten Wandel durch, aber viel zu rasch, um überzeugend zu wirken. Seit dem Tod ihrer Tochter (sie kam bei einem Autounfall ums Leben) hat sie das Haus nicht mehr verlassen, doch kaum kommt ihr Mann von der Geschäftsreise nicht zurück, springt sie auch schon ins Auto und fährt ihm nach. Innerhalb weniger Tage wandelt sie sich von einer neurotischen Frau, die sich vor der Welt verschließt, in eine aufblühende, mütterliche Helferin.

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Doch so gekonnt sie diese Metamorphose darstellt, sie ist nicht wirklich glaubwürdig – ebenso wenig wie der Umstand, dass Gandolfini nur die lautersten väterliche Gefühle für Stewart hegt oder dass sich diese nicht bei erster Gelegenheit mit seinen Kreditkarten davonmacht.

Regisseur Jake Scott - übrigens der Sohn von Regiealtmeister Ridley Scott – fängt vor allem New Orleans großartig ein; man kann in manchen Einstellungen die Luftfeuchtigkeit fast körperlich spüren. Die menschlichen Aspekte entgehen ihm jedoch, denn er jagt lieber dem Melodram und den schauspielerischen „Momenten“ nach.

Deshalb ist „Willkommen bei den Rileys“ einer jener Filme, die Darsteller gerne als Herzensprojekt oder ähnlich bezeichnen – und die auf das Publikum nur bemüht wirken.

The Fighter (Review)

Freitag, 8. April 2011

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Die Darsteller sind das Beste an dieser Verfilmung der wahren Geschichte des Underdog-Faustkämpfers Micky Ward

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starslarge_2einhalb

Originaltitel: The Fighter
Herstellungsland: USA 2010
Regie: David O. Russell
Drehbuch: Scott Silver, Paul Tamasy, Eric Johnson, nach einer Story von Paul Tamasy, Eric Johnson und Keith Dorrington
Darsteller: Mark Wahlberg, Christian Bale, Amy Adams, Melissa Leo, Mickey O´Keefe, Jack McGee, Melissa McMeekin, Bianca Hunter, Erica McDermott, Jill Quigg

Schon lange bevor er zum ersten Mal Boxhandschuhe überstreifte, stand Micky Ward immer wieder auf und steckte Schläge ein.

Diese Kämpfe - nicht immer physischer Natur – ereigneten sich bei ihm zu Hause und in seiner Heimatstadt Lowell, Massachusetts, wo er im Schatten seines größeren, leichtsinnigeren Bruders in einer riesigen, zänkischen Familie aufwuchs.

Bis er sich schließlich wehrte – und auch selbst in den Ring stieg.

Das ist die Geschichte von „The Fighter“, einem toll gespielten Drama mit Mark Wahlberg, Christian Bale, Amy Adams und Melissa Leo.

Doch während die Darsteller größtenteils hervorragend sind, bereitet das Set-up Filmemacher David O. Russell ziemliche Probleme.

Das Hauptproblem ist Micky Ward selbst. So wie er im Film dargestellt wird, ist er ein passiver Mensch, der von seiner aufdringlichen Familie beherrscht wird, die drauf und dran ist, dafür zu sorgen, dass seine Karriere den Bach hinunter geht – während Micky sich zurücklehnt und nur ein ganz klein wenig verärgert zu sein scheint.

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Es fällt schwer, so jemandem die Daumen zu drücken. Und obwohl Micky sich letztendlich aus den Klauen dieser Tyrannen befreien kann, gelingt im das nur dank einer resoluten und hübschen Barkeeperin, die genauso ich-weiß-was-gut-für-dich-ist ist wie seine Mutter. Hier kommt der neue Boss, hübscher als der alte Boss.

Zugegeben, am Ende des Films ist Micky für sich selbst eingetreten, zumindest ein wenig. Er ist aber noch immer zu unterwürfig, um als Aufhänger für ein Drama zu dienen. Und falls es einen tieferen Sinn gibt – war zum Beispiel Wards behäbiger Boxstil, dieses geduldige Einstecken von Schlägen, etwas, worauf ihn sein ganzes Leben vorbereitete? -, dann vergisst Russell darauf, dies deutlich zu machen.

Am Ende bleibt es den Schauspielern überlassen, den Film über die Runden zu bringen.

Und diese Aufgabe meistern sie über weite Strecken recht gut. Obwohl Bale die mit Abstand meiste Aufmerksamkeit zuteil wurde, ist seine Darstellung von Mickys Bruder Dickie – einem herumkaspernden Cracksüchtigen – die offensichtlichste, eine auffällige Aneinanderreihung von Mienen und Gesten. Übertrieben und exzentrisch - und somit genau jene Art Schauspielerei, die den Oscarjuroren gefällt.

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Subtiler ist die zugleich harte und kitschige Arbeit von Amy Adams als Mickys Mädchen, eine eiserne Faust in einem Netzhandschuh. Und Melissa Leo liefert in der Rolle der Mutter der beiden Brüder eine weitere großartige Leistung ab und wurde dafür zu Recht mit einem Oscar belohnt.

Selbstverständlich ist Mark Wahlberg der Star des Films, und er war es auch, der maßgeblich dafür verantwortlich war, dass dieses Projekt überhaupt zustande kam. Er ist äußerst solide im Ring und wirklich bewegend in den ruhigeren Momenten des Streifens - wenn er etwa stumm auf der Couch sitzt, während seine Schwestern und seine neue Freundin ihn beschimpfen.

Aber ist das der wahre Micky Ward? Schwer zu sagen. Das Drehbuch kehrt sowohl Beschämendes (etwa Dickies Rückfall in die Kriminalität) als auch Wesentliches (Wards drei erstaunliche Kämpfe gegen Arturo Gatti) unter den Tisch. Das wird wahrscheinlich den einen oder anderen Fans (falls es in unseren Breiten überhaupt welche gibt) enttäuschen.

Fans von soliden darstellerischen Leistungen und stilvoller Regiearbeit werden zufriedener aus dem Kino kommen. Die Schauspieler landen einige gute Gerade. Und Russells Beinarbeit – er verpasst den Kampfszenen den Look von billigen alten Videoaufnahmen und unterlegt sie mit Power Rock – ist beeindruckend.

Doch der eine dramatische K.O.-Schlag? Auf den wartet man vergeblich. Als Film ist „The Fighter“ ein kräftiger, solider Schläger – aber kein wahrer Champion.

Kevin Smiths Red State: Neues Poster – Der Sheriff

Freitag, 25. März 2011

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Red-State-Poster-The-Sheriff-220x150 Nach meiner Zählung ist dies das siebente Poster für Kevin Smiths religiösen Horrorfilm „Red State“, das in den letzten Monaten an die Öffentlichkeit gelangte, und es ist genauso gut wie die ersten sechs. Derselbe schwarze Hintergrund, derselbe zerkratzte Effekt, doch diesmal ist der brillante Stephen Root (TV-Serien „King of the Hill“ und „NewsRadio“) als Sheriff darauf zu sehen.

Wie bei den ersten sechs Postern wurde auch diesmal das Recht der Erstveröffentlichung versteigert, wobei Film Threat den Zuschlag erhielt. Die von den Betreibern der Site gbotene Summe geht an zwei Wohlfahrtseinrichtungen: $2050 gehen an das amerikanische Rote Kreuz für die Erdbebenhilfe in Japan und $350 gehen an The Wayne Foundation, eine Organisation, die gegen Kinderprostitution und Menschenhandel kämpft.

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Betty Anne Waters (Review)

Dienstag, 22. März 2011

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Ein gut gemeinter, ernster Film, der leider viel zu vorhersehbar ist

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Originaltitel: Conviction
Herstellungsland: USA 2010
Regie: Tony Goldwyn
Drehbuch: Pamela Gray
Darsteller: Hilary Swank, Sam Rockwell, Minnie Driver, Melissa Leo, Juliette Lewis, Loren Dean, Clea DuVall, Talia Balsam, Peter Gallagher

Dieser gut gemeinte Film beginnt mit der klickenden Doppelbedeutung des (Original-)Titels (Überzeugung und Verurteilung) und müht sich redlich und ohne allzu viel aufzudecken durch das reale Drama eines Mannes, der 1983 zu Unrecht wegen Mordes zu einer lebenslangen Haftstrafe ohne Chance auf Bewährung verurteilt wurde, und den Kampf seiner Schwester, die sich, unerschütterlich von seiner Unschuld überzeugt, für die Aufhebung des Urteils einsetzt und dafür sogar extra ein Jusstudium absolviert. Sam Rockwell spielt Kenny Waters, einen Durchschnittstypen, der leicht in Rage gerät und zu Gewaltausbrüchen neigt. Hilary Swank spielt seine Schwester Betty Anne, die ihm sehr nahe steht und einst ähnlich unbeherrscht und rauflüstern war wie er. Melissa Leo spielt Nancy Taylor, die ehrgeizige Polizistin, die es auf den unverschämten Kenny abgesehen hat.

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Als eine alte Frau brutal ermordet wird, bringt Officer Taylor eine Reihe von Zeugen bei, die aussagen, Kenny hätte mit diesem Mord geprahlt. Diese Hörensagen-Indizien reichen aus, um ihn lebenslänglich hinter Gitter zu bringen. Doch in den 1990-er Jahren werden plötzlich DNA-Analysen von Tatortspuren möglich und Betty Anne erkennt, dass sie Kenny möglicherweise freibekommen kann – doch hat die Polizei die Beweise aufgehoben? Und so steuert der Film auf ein vorhersehbares Ende zu: Rockwells Kenny ist nicht sonderlich interessant und Swank lässt nicht einmal ansatzweise jene Intensität erkennen, die Julia Roberts´ Erin Brockovich zu einem Liebling des Publikums machte.

Der Film flirtet gelegentlich mit der Idee von Zweideutigkeit und Suspense – könnte Kenny vielleicht doch der Täter sein? Obwohl dies dem Streifen viel mehr Substanz verliehen und das, was im Wesentlichen ein Fernsehdrama ist, vielleicht in einen mitreißenden Thriller verwandelt hätte, muss „Betty Anne Waters“ die Vorstellung von Kennys Unschuld in jedem Moment aufrechterhalten. Ein viel interessanterer Film hätte über Officer Taylor gedreht werden können: Leo erscheint leider viel zu kurz auf der Leinwand. Die Methoden und Motive dieser Polizistin, deren Machenschaften schlussendlich zu Kennys Verurteilung führen, werden in Frage gestellt – aber ist sie die Böse oder nicht? Dieser ernsthafte und langweilige Film möchte darauf keine Antwort geben.

Fazit: Ein glorifiziertes Fernsehdrama, das auf wahren Tatsachen beruht, bei dem jedoch nie Spannung aufkommen will. Einzig einige Darstellerinnen – Melissa Leo, Juliette Lewis, Minnie Driver - vermögen zu überzeugen.

Kevin Smiths „Red State“: Der erste Clip

Mittwoch, 9. Februar 2011

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Red-State-1b-220x150 Smodcast Pictures haben den ersten Clip aus dem Horrorfilm „Red State“ veröffentlicht.

„Red State“ wurde von Kevin Smith geschrieben und mit Michael Parks, John Goodman, Melissa Leo, Ralph Garman, Kerry Bishé, Michael Angarano, Kyle Gallner, Kevin Pollak sowie Stephen Root in den Hauptrollen inszeniert.

Der Streifen handelt von drei Teenagern, die im Internet auf eine Kontaktanzeige einer reiferen Frau stoßen, die an abartigem Gruppensex interessiert ist. Aber was als erotische Fantasie beginnt, wird zu einem furchtbaren Alptraum, als sie sich einer religiös fundamentalistischen Gruppe gegenübersehen, die mörderische Absichten hat.

„Red State“ wurde vor kurzem auf dem Sundance Film Festival gezeigt und rief dort gemischte Reaktionen hervor.

„Red State“ wird ab dem 5. März quer durch Nordamerika auf Tournee gehen, ehe der Film am 19. Oktober regulär in den amerikanischen Kinos anläuft.

Neues „Red State“ Charakterposter: Melissa Leo hält sich krampfhaft an der Bibel fest

Samstag, 1. Januar 2011

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red-state-poster-clip-22416 Als Teil seines Kampfes gegen die traditionellen Medien und den üblichen Weg, Filme zu bewerben, sprach Kevin Smith das Recht, das aktuellste Poster seines neuen Films „Red State“ zu veröffentlichen, derjenigen Website zu, die den größten Betrag an die Wohltätigkeitsorganisation THARCE-Gulu spendet, die ehemaligen Kindersoldaten im Norden von Uganda Unterkunft und Therapie anbietet. Die höchste Spende kam diesmal von der Filmsite Ma´s Meatloaf, auf der deshalb das Poster veröffentlicht wurde, das Sie weiter unten sehen können. Darauf ist Melissa Leo zu sehen, die eine aus der Gruppe religiös-fundamentalistischer Verrückter in „Red State“ spielt und für ihre Rolle in „The Fighter“ den einen oder anderen amerikanischen Filmpreis abräumen könnte. Auf dem Bild presst sie eine Bibel auf eine Weise gegen ihren Körper, die gruselig ist, selbst wenn man nicht das Geringste über den Film weiß.

Hier nun das Poster und darunter der Teaser-Trailer:

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