Wie genau kreierten die Meister der digitalen Filmnachbearbeitung die Ballett-Szenen und den Körper-Horror von „Black Swan“? Dieses interessante und gut gemachte Featurette über die visuellen Effekte zeigt auf, wie die vielen seltsamen Veränderungen im Film zustande kamen. Warnung: Es werden etliche wichtige Szenen aus dem Film gezeigt. Sollten Sie also „Black Swan“ noch nicht gesehen haben, wäre es vielleicht ratsam, die Ansicht dieses Clips auf später zu verschieben.
Darren Aronofskys Film ist eine wirre Mischung aus „Die roten Schuhe“, Romanskis „Ekel“ und einigen Prisen Cronenberg- und Argento-Horror
Originaltitel:Black Swan Herstellungsland:USA 2010 Regie:Darren Aronofsky Drehbuch:Mark Heyman, Andres Heinz, John J. McLaughlin, basierend auf einer Geschichte von Andres Heinz Darsteller:Natalie Portman, Mila Kunis, Vincent Cassel, Winona Ryder, Barbara Hershey, Benjamin Millepied, Ksenia Solo, Kristina Anapau, Janet Montgomery
Eines vorneweg: In einer Welt beschissener Filmposter gebührt diesen vier Schönheiten höchstes Lob. Mögen Ihre Augäpfel sie einsaugen und Ihre Gehirnsäfte vor begeistertem Wohlgefallen fließen.
Nun zum Rest: Der beste Rat, den ich allen geben, die sich „Black Swan“ ansehen möchten, ist, sich einen möglichst robusten Helm aufzusetzen, denn sie werden von einem der schwülstigsten, melodramatischsten und am wenigsten subtilen Filme aller Zeiten wiederholt heftige Schläge auf den Kopf erhalten.
Darrenaranarrenaronofskys in der Welt des professionellen Balletts angesiedeltes Psychodrama über extremen Druck, Ehrgeiz, Eifersucht und Paranoia erreicht oft so unkontrollierbare Höhen schauspielerischen Getues, dass selbst ein König des Verrückten wie Vincent Cassel inmitten all der pseudopsychoanalytischen Spielchen und Übertreibungen noch halbwegs normal und zurückhaltend wirkt.
Das ist nicht unbedingt etwas Schlechtes, doch der wiederholte Einsatz von lauten Geräuschen, um billigen Schocks den nötigen Nachdruck zu verleihen, und die ermüdende Allgegenwart von Spiegeln in nahezu jeder Szene, die die gebrochenen Persönlichkeiten der Charaktere symbolisieren sollen, ist schwerlich der Gipfel origineller - oder hintergründiger - Filmkunst.
Es ist jedoch eine beeindruckende Leistung der CGI-Abteilung, dass der Kameramann nie auch nur in einem einzigen der unzähligen Spiegel zu bemerken ist, obwohl er angesichts der Kamerafahrten und –drehungen immer und überall zu sehen sein müsste. Bravo!
Großes Lob gebührt auch Natalie Portman, die sich von einem pathetischen Fußabstreifer in eine verrückte Schwanenkönigin verwandelt, wobei sie zwischendurch kurz innehält, um sich ein wenig verwirrt und geil mit der mit ihr konkurrierenden Ballerina Mila Kunis (ebenfalls hervorragend) zu verlustieren, und ihren spindeldürren Körper immer wieder mehr oder weniger gekonnt ballettähnlich verbiegt.
Unglücklicherweise kann die magere Handlung das Gewicht ihrer eigenen emotionalen Intensität ebenso wenig tragen, wie Natalie Portmans fragiler Körper ihren riesigen Schädel zu tragen in der Lage sein sollte, weshalb dass Ganze im letzten Akt in sich zusammenstürzt und das Publikum verwirrt zurücklässt.
Aber immerhin befriedigt sie sich in einer Szene selbst. Es ist also nicht alles schlecht.
Dieses Poster für den Multiple-Persönlichkeiten-Thriller „Shelter“ mit Jonathan Rhys-Meyers und Julianne Moore ist einfach erschreckend, und zwar aus Gründen, die mit dem Film selbst nicht das Geringste zu tun haben.
Die Photoshop-Nachbearbeitung in diesem Fall kann man nur als grauenhaft bezeichnen. Besonders die Abbildung von Rhys-Meyers wirkt, als habe man ein kleines Kind zum ersten Mal mit Photoshop spielen lassen. Es ist entmutigend, auch nur daran zu denken, dass das Studio, das diesen Film produzierte, so wenig Respekt vor dem eigenen Produkt hat, dass man so eine schlechte Grafik durchgehen lässt.
„Shelter“ kommt am 25. Februar in die amerikanischen Kinos, ist aber bereits jetzt in Großbritannien auf DVD erhältlich.
Zu Beginn der Woche tauchte ein kleiner Ausschnitt aus John Carpenters neuem Film „The Ward“ im Netz auf, aber erst vor kurzem veröffentlichten die Leute von Warner Bros. den ersten vollständigen Trailer für den psychologischen Thriller, in dem Amber Heard eine verwirrte junge Frau spielt.
Ebenfalls zu sehen sind Lyndsy Fonseca, Danielle Panabaker, Jared Harris, Mika Boorem und Mamie Gummer.
„The Ward“ läuft am 21. Jänner in den britischen Kinos an. Über einen allfälligen Kinoeinsatz in Deutschland und den USA ist noch nichts bekannt. (Wenn das einmal kein schlechtes Vorzeichen ist…)
Synopsis: John Carpenter´s The Ward, ein psychologischer Thriller über eine junge Frau, die in den 1960-er Jahren in einer mysteriösen psychiatrischen Anstalt eingeschlossen ist, ist der erste Film des Horrorgroßmeisters seit mehr als sieben Jahren.
Kristen (Amber Heard), eine schöne junge Frau, die unter psychischen Problemen leidet, findet sich zerschlagen, mit Schnittverletzungen und mit Medikamenten ruhiggestellt in einem abgelegenen Bereich eines psychiatrischen Krankenhauses wieder. Sie ist völlig desorientiert und hat keine Erinnerung an ihr Leben vor ihrer Einlieferung. Sie weiß nur, dass sie hie nicht sicher ist.
Die anderen Patientinnen in dem Krankensaal - vier gleichfalls völlig verwirrte junge Frauen – können ihr nicht weiterhelfen und Kristen realisiert sehr rasch, dass vieles nicht so ist, wie es zu sein scheint. Geheimnisse liegen in der Luft und des Nachts, wenn das Spital dunkel und voller unheimlicher Vorzeichen ist, hört sie seltsame und schreckenerregende Geräusche. Die jungen Patientinnen scheinen nicht allein zu sein.
Nach und nach verschwinden die anderen Patientinnen auf mysteriöse Weise und Kristen muss schleunigst einen Weg aus diesem höllenartigen Gefängnis finden, ehe sie auch zum Opfer wird. Bei ihrem Kampf um die Freiheit entdeckt sie eine Wahrheit, die viel gefährlicher und erschreckender ist, als sich irgendjemand hätte vorstellen können.
Screen Gems hat gerade einen Trailer für den ‚Single White Psycho Killer Thriller’ „The Roommate“ ins Netz gestellt. In dem Streifen spielt die mittlerweile 30-jährige Minka Kelly (TV-Serie „Friday Night Lights“) die Collegestudentin Sara, deren Leben in Gefahr gerät, als sie sich einen Schalfraum mit einer neuen Mitbewohnerin (Leighton Meester, bekannt aus „Gossip Girl“) teilen muss. Weitere wichtige Rollen werden von Alyson Michalka („Easy A“), Cam Gigandet („Twilight“), Matt Lanter („90210“, „Sorority Row“) und Danneel Harris („One Tree Hill“, „Plan B für die Liebe“) verkörpert. Der Film wurde von dem in Dänemark geborenen Christian E. Christiansen („Zoomers“) inszeniert und von Sonny Mallhi, dem Produzenten von „The Strangers“, geschrieben.
Der Trailer für den Streifen, der genauso gut „The Cliche Killer“ heißen könnte, ist recht unterhaltsam, nimmt aber leider schon die ganze Handlung vorweg.
Ich persönlich ziehe da jene Episode von „Buffy The Vampire Slayer“ vor, in der Buffy ins College-Wohnheim zieht und sich das…
Hier finden Sie einen Trailer für „Black Swan“, Darren Aronofskys düster wirkenden psychologischen Thriller, der in der beinharten Welt des professionellen Ballet spielt. Er sieht gruselig und interessant gefilmt aus und könnte eine beunruhigende Studie über Ambit - ach was. Sie küssen einander!
Ja, es sieht ganz danach aus! Vielleicht ist es eine Traumsequenz oder etwas ähnliches, aber es scheint tatsächlich zu Lippenkontakt zwischen Natalie Portman und Mila Kunis zu kommen. Deshalb lassen Sie uns für einen Moment vergessen, dass Aronofsky so etwas wie ein aufstrebendes Genie, die Kameraarbeit ausgezeichnet – ganz nah und klaustrophobisch – und die Besetzung hervorragend ist – Barbara Hershey, wo waren Sie in den letzten Jahren?!? Wir sollten unsere Aufmerksamkeit darauf richten, dass sie einander küssen.
Als jemand, der sich nicht wirklich für so etwas interessiert, bin ich fasziniert von Kunis´ Mitwirken, denn bis jetzt war sie vor allem für Komödien, beabsichtigte („Nie wieder Sex mit der Ex“) wie unbeabsichtigte („The Book Of Eli“), bekannt. Das ist ein interessanter Genrewechsel für eine Schauspielerin, deren Karriere ich seit Jahren aufmerksam verfolge. Selbstverständlich hat sie zuvor schon eine Verrückte gespielt, aber das war in „American Psycho II: Der Horror geht weiter“ – und dieser Film zählt nicht. Nein, diese Geschichte einer Primaballerina und ihrer neuen, mysteriösen Rivalin ist wohl Mila Kunis´ erster Ausflug in das Gefilde ernster, für ein erwachsenes Publikum gedachter Filme. Wie aufregend!
Falls der Trailer zu schnell an ihnen vorbeigeflitzt sein sollte, hier noch einmal die wichtigsten Szenen in Bildern:
Wie Sie sicher bemerkt haben, knistert es in diesem Trailer nur so vor erotischer Spannung. Es besteht eine seltsame, scheinbar von ihr nicht gewollte sexuelle Beziehung zwischen Nina, der von Natalie Portman gespielten Ballerina, und dem Direktor der Tanztruppe, dargestellt von Vincent Cassel:
Und dann entwickelt sich irgendwie, denn eigentlich scheinen sie den ganzen Trailer hindurch Feindinnen zu sein, eine sexuelle Beziehung zwischen Nina und ihrer größten Rivalin, der von Mila Kunis gespielten Lilly. Das ganze beginnt auf dem Rücksitz eines Taxis, wobei Natalie Portman wie weggetreten wirkt, fast so, als hätte man sie betäubt, während Lilly sie eifrig begrapscht:
Später kommen Natalie Portman und Mila Kunis dann richtig zur Sache:
Und diese Natalie-Portman-Sexszene erklärt sich von selbst:
Winona Ryder ist auch in „Black Swan“ dabei, aber die Chancen stehen gut, dass Sie ihren Auftritt im Trailer verpasst haben. Sie kommt nur eine Sekunde lang vor, hier sie:
Der Trailer hat auch eine ganze Reihe gespenstischer Erscheinungen aus einer anderen Welt zu bieten. Da ist zum Beispiel dieses seltsame, rabenartige Monster:
Diese Spiegelung ist ganz schön gruselig:
In diesem Gang scheint Natalie Portman sich selbst zu begegnen, doch im vorübergehen verwandelt sie sich in eine andere Person. Extrem schräg (David Lynch lässt grüßen!):
In dieser Szene in einem Club verändert sich Natalie Portmans Gesicht mit dem Aufleuchten der Lichter:
Mit diesem Bild passiert Beängstigendes:
Im Laufe des Trailers tauchen auf Ninas Rücken immer schlimmere Kratzer und Abschürfungen auf, die noch dazu von einer Schulter zur anderen zu wechseln scheinen. Hier sind sie in unterschiedlichen Stadien:
Auf dem letzten Bild zieht sie allem Anschein nach eine Feder aus dem Kratzer heraus. Was immer ihr da widerfahren mag, hat offenbar auch Auswirkungen auf ihre Augen:
Ich hoffe, ihr Interesse an „Black Swan“ ist nun geweckt.