Woody Allens neuer mit Stars gespickter Film „Midnight in Paris“ wird im Rahmen des Filmfestivals von Cannes im Mai Weltpremiere feiern. Nun können wir einen ersten kurzen Blick darauf werfen, denn auf Yahoo ist der erste Trailer für die Romanze mit Owen Wilson, Marion Cotillard, Rachel McAdams, Kathy Bates, Michael Sheen, Adrien Brody, Nina Arianda, Corey Stoll, Mimi Kennedy, Kurt Fullerby, Carla Bruni-Sarkozy und Léa Seydoux erschienen.
Hier die offizielle Plot-Synopsis:
Eine romantische Komödie, in deren Mittelpunkt eine Familie steht, die eine Geschäftsreise in die französische Hauptstadt unternimmt. Zu der kleinen Gruppe gehört auch ein junges verlobtes Paar, das mit der Illusion konfrontiert wird, ein anderes Leben als das, welches sie führen, wäre besser.
Allens Filme der letzten Jahre waren nicht sonderlich erfolgreich, doch dieser Trailer sieht recht vielversprechend aus. Mir gefallen die Interaktion zwischen Sheen und Wilson, die für Allen typischen humorvollen Dialoge und dieses alles durchdringende Gefühl des Erstaunens.
Und hier ist das Poster. Mit Sicherheit ins Auge springend:
Originaltitel:Morning Glory Herstellungsland:USA 2010 Regie:Roger Michell Drehbuch:Aline Brosh McKenna Darsteller:Rachel McAdams, Harrison Ford, Diane Keaton, Patrick Wilson, Jeff Goldblum, John Pankow, Jeff Hiller, Linda Powell
Irgendjemand scheint vergessen zu haben, Harrison Ford davon in Kenntnis zu setzen, dass es sich bei „Morning Glory“ um eine Komödie handelt. Als Mike Pomeroy, ein legendärer TV-Nachrichtensprecher und mürrischer Nörgler, der es hasst, das man ihm vorschreibt, was er tun soll, verleiht Ford seinem Charakter nicht die kleinste Prise Humor oder Menschlichkeit. Er spielt ihn todernst, wie einen menschenfeindlichen Dan Rather, weshalb er auch für keinen einzigen Lacher sorgt. (Stellen Sie sich nur vor, was Jack Nicholson oder Harvey Keitel aus der Rolle gemacht hätte.)
Ford war in „Ausnahmesituation“ lustiger, als er es hier ist, und das war ein Film über unheilbar kranke Kinder. Zum Glück handelt „Morning Glory“ nicht wirklich von ihm: Dies ist die Geschichte von Becky (Rachel McAdams), einer beherzten Produzentin von Fernsehnachrichten (gibt es in filmen je eine andere Sorte?), die ihre große Chance erhält, als sie beauftragt wird, eine schlecht laufende Morgenshow des Senders auf Vordermann zu bringen.
Becky kommt auf die Idee, Pomeroy, der bei der Fernsehgesellschaft unter Vertrag steht und nicht ablehnen kann, mit der lebhaften Co-Moderatorin Colleen (Diane Keaton) zusammenzuspannen. Die beiden Moderatoren hassen einander vom ersten Moment an: Er kann ihre „leichten“ Storys über angesagte Rezepte und herzige Tiere nicht ausstehen; sie verabscheut sein schroffes Auftreten und seine herablassende Art. Aber nach einem schwierigen Start – und, in der lustigsten Montage des Films, einigen guten Ideen von Becky im Zusammenhang mit dem Wettermann der Show – gehen die Einschaltquoten gehörig nach oben.
„Morning Glory“, von Roger Michell („Notting Hill“) nach einem Drehbuch von Aline Brosh McKenna („Der Teufel trägt Prada“) inszeniert, ist nicht wirklich an den inneren Abläufen der Fernsehnachrichtenindustrie interessiert, wie das etwa seinerzeit bei „Broadcast News - Nachrichtenfieber“ der Fall war. Dies ist ein sanfterer, genretypischerer Film über eine junge Frau, die mit der ihr übertragenen Aufgabe fertigwerden muss. Verwoben wurde diese altbekannte Geschichte mit einer völlig überflüssigen romantischen Nebenhandlung (in der Patrick Wilson auftaucht), die beweisen soll, dass Becky a) nicht asexuell und b) keine Lesbe ist.
McAdams ist und bleibt die talentierteste und vielversprechendste unter den derzeitigen Anwärterinnen auf Julia Roberts´ Krone (sehen Sie sich nur einmal den unterbewerteten Streifen „Red Eye“ an, um festzustellen, wie gut sie sein kann). Aber selbst sie kann nicht verhindern, dass dieser schwache, oberflächliche Film in einem Blah-Blah-Sumpf versinkt. Das einzige, das „Morning Glory“, einen Streifen der es fertig bringt, selbst Diane Keatons beträchtliches komödiantisches Talent zu vergeuden, wirklich interessant und unterhaltsam hätte machen können, wäre eine Glanzleistung von Harrison Ford gewesen. Dies war eine perfekte Gelegenheit für ihn, endlich einmal lockerer zu werden und einfach Spaß zu haben, aber der Schauspieler scheint mit den Jahren lustlos geworden und weniger den je geneigt zu sein, Gefühle zum Ausdruck zu bringen. Wie Pomeroy scheint er einfach keine Lust zu haben. Er hat nichts mehr von Han Solo an sich; er ist nur noch ein mürrischer alter Mann.
Fazit: Ein harmloses, oberflächliches Filmchen, das mit einigen mehr oder weniger anzüglichen Gags und ein wenig Romantik unterhalten möchte, aber letztlich zu lang geraten ist und nicht zuletzt aufgrund eines lustlosen Harrison Ford über weite Strecken enttäuscht.
Auf Yahoo! wurde vor kurzem dieses nette kleine Featurette veröffentlicht, das uns hinter die Kulissen von „Morning Glory“ führt und uns ein wenig mehr über die Schauspieler erzählt, die darin mitwirken. Der Film wurde von Roger Michell inszeniert. In den Hauptrollen sind Harrison Ford, Rachel McAdams, Patrick Wilson, Jeff Goldblum, Diane Keaton, 50 Cent und Neil James zu sehen.
Synopsis: Als die hart arbeitende Fernsehproduzentin Becky Fuller (McAdams) ihren Job bei einem lokalen Nachrichtensender verliert, ist es um ihre Karriere so trostlos bestellt wie um ihr Liebesleben. Nachdem sie bei „Daybreak“ (der Morgennachrichten-Sendung mit der niedrigsten Einschaltquote im Land) untergekommen ist, beschließt Becky, der Show durch das Engagement des legendären Fernsehmoderators Mike Pomeroy (Ford) neuen Schwung zu verleihen.
Unglücklicherweise weigert sich Pomeroy, für Morgensendungen so wichtige Themen wie Prominenten-Gossip, Wetter und Mode zu behandeln – und mit seiner neuen Kollegin Colleen Peck (Keaton) zusammenzuarbeiten, einer früheren Schönheitskönigin und langjährigen Morgenshow-Persönlichkeit, die gar kein Problem damit hat, Morgen“nachrichten“ zu präsentieren. Als Mike und Colleen aneinandergeraten, zuerst hinter den Kulissen und dann vor laufenden Kameras, droht Beckys noch junge Liebesbeziehung mit dem Produzenten Adam Bennett (Wilson) in die Brüche zu gehen und sie muss alles unternehmen, um ihre Beziehung, ihren Ruf, ihren Job und die Show zu retten.
„Morning Glory“ ist ab dem 13. Jänner in den deutschen Kinos zu bewundern.