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MTV Movie Awards: Sandra Bullock küsst Scarlett Johansson

Dienstag, 8. Juni 2010

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Siehst Du, Jesse James? Siehst Du? Du bist nicht der einzige, der wie eine riesige Hure herumparadiert.

Deine von Dir getrennt lebende Ehefrau Sandra Bullock kann das genauso gut. Sie kann es sogar besser als Du. Warum? Weil Du es nur geschafft hast, eine Affäre mit einer Nazifetischist in zu haben, die so stark tätowiert ist, dass sie aussieht, als wäre sie unter einem Packen feuchter Zeitschriften eingeschlafen. Aber Sandra Bullock? Sie küsste erst letzten Sonntag Scarlett Johansson. Auf die Lippen. Live im Fernsehen. Ganz kurz.

Der Sandra Bullock/Scarlett Johansson-Kuss passierte auf der Bühne der MTV Movie Awards, und es war der mit Abstand erotischste Moment des Abends. Aber war es jemals nicht erotisch, eine 45 Jahre alte Frau dabei zu beobachten, wie sie eine 25 Jahre alte Frau küsst, um sich so für die vielen Seitensprünge ihres Ehemannes zu rächen? Oder gefällt so etwas nur mir?

Nur weil Sie Sandra Bullock einige Monate nicht zu Gesicht bekommen haben, heißt das nicht, dass sie nichts zu tun hatte. Sie hatte sogar sehr viel zu tun. Sie hat zum Beispiel ein Kind adoptiert. Und sie hat vermutlich auch an dem einen oder anderen Filmprojekt gebastelt. Und, ja, sie hat viel geweint. Sehr viel geweint, was nur natürlich ist, wenn der eigene Ehemann beim Seitensprung mit einem Tattoo-Model ertappt wird, das eine Nazikappe trägt und Bombshell genannt wird. Und falls sie nicht geweint hat, dann hat sie das gemacht, was dem Weinen am nächsten kommt, wenn das eigene Gesicht aussieht, als wäre es infolge allzu vieler chirurgischer Eingriffe zur Maske erstarrt.

Aber bei den MTV Movie Awards am Sonntag konnte Sandra Bullock all das endlich hinter sich lassen, indem sie ihren zweiten, den ersten richtig großen, Auftritt seit der Oscarverleihung dazu nutzte, um sich an Scarlett Johansson heranzumachen. MTV berichtet:


„Ich bin hier, weil Ryan nicht hier sein konnte, und ich wollte hier sein, wenn Du den Preis für ‚Besten Kuss’ entgegennimmst“, sagte Scarlett. Nachdem ihr Sandra erklärt hatte, dass sie nicht gewonnen hätten, erwiderte ScarJo, dass sie der Ansicht sei, sie hätte gewinnen sollen, weil „er [der Kuss] süß war und wirklich zärtlich aussah“. Und daraufhin bewegten sich die beiden langsam aufeinander zu, bis sie - Sie haben es erraten! – einander küssten.


Sehen Sie? Sandra Bullock kann noch immer eine inspirierende Person sein. Nun werden Millionen geiler Teenager auf der ganzen Welt dafür sorgen, dass sie einen kräftig gebauten Mechaniker heiraten, weil sie hoffen, dass ihr Ehemann ihnen eines Tages das Herz brechen wird, indem er sie mit einem seltsam aussehenden Tattoo-Model betrügt, weil sie nur so zu einem unbeholfenen, zwei Sekunden dauernden Kuss mit Scarlett Johansson kommen. Weiter so, Sandra!

 


Iron Man 2

Freitag, 7. Mai 2010

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Die Fortsetzung des mega-erfolgreichen „Iron Man“ ist akzeptabel, mehr nicht

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Originaltitel: Iron Man 2
Herstellungsland: USA 2010
Regie: Jon Favreau
Drehbuch: Justin Theroux, basierend auf dem Comic von Stan Lee
Darsteller: Robert Downey Jr., Mickey Rourke, Scarlett Johansson, Gwyneth Paltrow, Don Cheadle, Sam Rockwell, Samuel L. Jackson, Jon Favreau, Paul Bettany, Leslie Bibb

Die bis dato unfehlbare Regel in Bezug auf Comic-Superhelden-Filme ging davon aus, dass, wenn der erste Streifen gut ist, der zweite noch um einiges besser wird. Sind erst einmal all diese lästigen Expositionen aus dem Weg, können die Filmemacher befreit mit dem von ihnen kreierten Universum spielen und die Charaktere aus den ursprünglichen Geschichten herauslösen, um auf diese Weise tiefer in ihre Welt einzudringen. Teil eins etabliert die grundlegenden Regeln. Teil zwei erlaubt dann, die Geschichte breiter und komplexer anzulegen und große Geschütze aufzufahren.

Diese Regel war auf alle erfolgreichen Verfilmungen von Comicbuchreihen anwendbar, die mir gerade einfallen - Spider-Man, X-Men, Superman, Batman. Doch nun sind wir mit dem seltsamen Fall von „Iron Man 2“ konfrontiert. Alle wichtigen Darsteller sind wieder mit von der Partie (mit Ausnahme von Terrence Howard, der durch Don Cheadle ersetzt wurde), das Budget ist noch größer und auch der etwas respektlose Ton des ersten Streifens bleibt dank Robert Downey Jr. erhalten, der in der Rolle des Tony Stark, des Milliardärs mit dem schwachen Herzen und dem supercoolen Kampfanzug, wieder sehr lustig und einnehmend agiert.

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Das Hauptproblem von „Iron Man 2“ ist das Drehbuch, geschrieben von dem eher als Schauspieler bekannten Justin Theroux (er spielte unter anderem den temperamentvollen Regisseur in „Mullholland Drive“ und Drew Barrymores Exfreund in „Drei Engel für Charlie – Volle Power“). Anstatt den Einsatz zu erhöhen und die Beziehungen der Figuren untereinander weiterzuentwickeln - wie zum Beispiel Starks heißes Flirten mit seiner verlässlichen persönlichen Assistentin Pepper Potts (Gwyneth Paltrow), die zur Vorstandsvorsitzenden von Stark Enterprises aufgestiegen ist -, wärmt „Iron Man 2“ einfach die meisten Elemente aus dem ersten Film auf, allerdings mit geringerem Erfolg. Man erwartet, dass der Film endlich in Fahrt kommt und einen Gang zulegt, aber es passiert nie.

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Wiederum muss sich Tony Stark in seinem Labor verkriechen, um einen Ersatz für sein schwaches Herz zu bauen (derjenige, den er im ersten Teil zusammenbaute, hat, wie sich herausstellt, giftige Nebenwirkungen). Wiederum gibt es einen Bösewicht, den Russen Ivan Vanko (gespielt von dem sträflich unterforderten Mickey Rourke), der einen Roboter bauen möchte, der stark und böse genug ist, um Iron Man in Altmetall zu verwandeln. Neben Vanko gibt es einen zweiten schlimmen Finger, einen Waffenproduzenten (Sam Rockwell), der das tun möchte, was sich Stark selbst weigert zu tun: Das U.S. Militär mit der Technologie auszustatten, die der Milliardär sich selbst vorbehalten will.

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Regisseur Jon Favreau, der es immer besser versteht, sündhaft teure Hochglanzproduktionen in Szene zu setzen, schafft es immerhin, den Film auf einem rein optischen Level interessant zu halten, aber auch er ist weitgehend machtlos gegen ein Drehbuch, das mit mehr Dialog belastet ist als ein durchschnittlicher Merchant/Ivory –Streifen über gehemmte Briten, die beim Fünf-Uhr-Tee sitzen und Gebäck knabbern. „Iron Man 2“ ist ein extrem dialoglastiger Film: Mit Ausnahme einer (zugegeben recht gelungenen) Szene zu Beginn, in der Vanko ein Autorennen mit seinen elektrischen Peitschen, die alles durchtrennen wie Laserschwerter, empfindlich stört, gibt es keine wie auch immer geartete Action – und ich meine wirklich: keine – bis zum 20-minütigen Grande Finale (und selbst dabei stiehlt die fantastische Scarlett Johansson als Natasha Romanoff, den Fans von Marvel Comics auch als The Black Widow bekannt, der Titelfigur die Show.)

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Aber im Gegensatz zu „Avatar“, der die Geduld des Zuschauers mit einem überwältigenden Actionfeuerwerk belohnte, ist das hier Gebotene das lange Warten nicht wert. Ich habe durchaus etwas übrig für Filme, die sich Zeit nehmen für die Entwicklung der Charaktere, aber das ist lächerlich. „Iron Man 2“ wirkt mehr wie eine Vorbereitung auf den im Entwicklungsstadium befindlichen „The Avengers“-Film von Joss Whedon als ein eigenständiges Abenteuer – eine verwirrende und unerwartete Enttäuschung, wenn man bedenkt, wie originell und unterhaltsam der erste Teil war. Die Sommer-Blockbuster-Saison beginnt mit einem ziemlichen Rohrkrepierer.

Fazit: Zu viel Gerede, zu wenig originelle Action, einzig die fantastische Scarlett Johansson in ihrem hautengen Kostüm und der wuchtige Soundtrack von AC/DC ragen über das Mittelmaß hinaus. Ein typischer Popcorn-Film, der um einiges zu lang geraten ist.

 

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