Erst gestern erschien der erste Trailer für Dreamworks´ „Shrek“-Spin-Off „Puss In Boots“ (Sie finden Ihn etwas weiter unten) und schon erfreut man uns auch mit dem ersten offiziellen Poster.
Während die „Shrek“-Reihe wohl ein für alle Mal abgehakt sein dürfte, hat der alte Kater noch etwas Leben in sich. Dass Antonio Banderas nun (zumindest stimmlich) in den Mittelpunkt gerückt wird, mag der CGI-Serie wieder etwas Schwung verleihen. Es schadet sicher auch nicht, dass ihm mit Salma Hayek und Zach Galifianakis zwei namhafte und komödiantisch nicht untalentierte Kollegen zur Seite stehen.
Hier die gelungene Synopsis:
Puss in Boots [Der gestiefelte Kater] - er ist einer der beliebtesten Charaktere des Shrek-Universums – erzählt die urkomische und heldenhafte (mutige, verwegene, dreiste) Geschichte von Puss´ (Antonio Banderas) frühen Abenteuern, in deren Verlauf er sich mit dem Superhirn Humpdy Dumpty (Zach Galifianakis) und der gerissenen Kitty (Salma Hayek) zusammentut, um die berühmte Gans zu stehlen, die die goldenen Eier legt.
„Puss In Boots“ läuft erst am 4. November in den USA und am 1. Dezember in Deutschland an.
Hier das berückende Poster (den Trailer finden Sie im Anschluss):
Adam Sandler versammelt seine Kumpel für eine letzte Ode an die Unreife
Originaltitel:Grown Ups Herstellungsland:USA 2010 Regie:Dennis Dugan Drehbuch:Adam Sandler, Fred Wolf Darsteller:Adam Sandler, Kevin James, Chris Rock, David Spade, Rob Schneider, Salma Hayek, Maria Bello, Maya Rudolph, Joyce Van Patten, Steve Buscemi
Sie haben sicher von Hollywoods A-Liste und B-Liste gehört. Adam Sandler behält beide im Auge.
Die Topleute - Judd Apatow, Paul Thomas Anderson, James L. Brooks – sind jene Regisseure, mit denen er zusammenarbeitet, wenn er alle paar Jahre das Bedürfnis verspürt, etwas anderes als Durchschnittskomödien zu drehen.
Die Mittelmäßigen - sie sind die langweiligen, verlässlichen, was-immer-Du-sagst-Adam Kumpel von der NYU, die er anruft, wenn er eine dämliche, belanglose Komödie den Massen zum Fraß vorwerfen will.
Sicher, mit Brooks kann er „Spanglish“ drehen. Anderson kann ein „Punch-Drunk Love“ erschaffen.
Aber wer außer Frank Coraci kann filmischen Schrott wie „Klick“ oder „Waterboy“ produzieren? Und gibt es irgendjemanden außer Steven Brill, der Desaster wie „Mr. Deeds“ oder „Little Nicky – Satan Junior“ verbrechen könnte?
Deshalb ist es kein gutes Zeichen, dass sich der Komiker für „Kindsköpfe“ erneut mit seinem bevorzugten grinsenden Laufburschen zusammengetan hat, dem langweiligen und geistlosen Dennis Dugan, der nun also zum vierten Mal eine dieser grenzdebilen Komödien Marke Adam Sandler zusammenpfuschen durfte.
Und das Resultat ist enttäuschend ausgefallen – selbst für den Regisseur von „Leg Dich nicht mit Zohan an“.
Die Handlung ist denkbar einfach: Fünf Männer kommen ungefähr 30 Jahre nach einem gewonnenen Baseballspiel zusammen, um ihrem eben verstorbenen Trainer die letzte Ehre zu erweisen und nebenbei darüber zu plaudern, wie es ihnen inzwischen ergangen ist.
Also ist es Zeit für Beichten über berufliche Rückschläge, Scheidungen und die Kinder – natürlich unterbrochen von Tritten in den Unterleib, leicht anstößigen Gags über das Brustgeben, Chris Rock als weibischem Hausmann und Nacktauftritten von David Spade.
Positiv hervorzuheben ist immerhin Adam Sandlers Loyalität. Der Mann, der kurzerhand bei „Saturday Night Live“ hinausgeworfen wurde, hat eine echte Kumpelbeziehung zu weniger bekannten und talentierten Komikern entwickelt. Das ist lobenswert.
Aber es macht Rob Schneider nicht erträglich, und es macht David Spade nicht unterhaltsam.
Allerdings gibt es auch kein Material, mit dem sie arbeiten könnten. Das Drehbuch, verbrochen von Sandler und Co-Autor Fred Wolf (geschrieben, geschweige denn durchdacht und strukturiert, können sie dieses Nichts keinesfalls haben), entwickelt sich überhaupt nicht. Es besteht im Prinzip nur daraus, dass die Komiker einander zum Lachen bringen. Und zu dieser Party ist der Zuschauer nicht eingeladen.
Die Witze sind pubertär und auf Knabenumkleideraum-Niveau angesiedelt (alte Frauen sind widerlich, erwachsene Frauen sind zickig, junge Frauen in winzigen Hosen sind sehr, sehr heiß).
Und die Annahmen des Drehbuchs – dass Frauen wie Salma Hayek und Maria Bello ganz selbstverständlich Männer wie Sandler und Kevin James heiraten würden, dass hoffnungslos verkorkste Kinder durch ein gemeinsam verbrachtes Wochenende wieder ganz normal werden können – sind das einzig Lustige in diesem Film.
Hayek sieht phantastisch aus und Joyce Van Patten – als Schneiders ältliche Geliebte - ist ziemlich mutig. Letzteres gilt auch für Maya Rudolph, die hier Rocks Ehefrau spielt, obwohl… Hatte die nicht ein Muttermal neben dem Auge? Jetzt hat sie es jedenfalls nicht mehr. Stiehlt irgendjemand in Hollywood Muttermale? Ist es derselbe Unhold, der Sarah Jessica Parker bestahl?
Aber dieses Detail war nur eine kleine Ablenkung – wenn auch eine dringend benötigte – von all den Problemen, mit denen der Film behaftet ist. Für eine Komödie ist „Kindsköpfe“ einfach zu wenig lustig. Wenigstens passt der deutsche Titel besser als der englische („Grown Ups“), denn kindisch ist der Streifen allemal.
Fazit: Die Darsteller mögen am Set viel Spaß gehabt haben, im Film ist davon wenig zu bemerken. Keine Handlung, matte Gags, einzig fürs Auge der männlichen Zuschauer wird ein bisschen was geboten. Selbst für eine Sommerkomödie zu seicht.
Salma Hayek, Maya Rudolph und Maria Bello werden in einer Drehpause ihres neuen Films „Grown Ups“ interviewt, als plötzlich eine Schlange unbekannter Größe in ihre Nähe gekrochen kommt. Zumindest glaube ich, dass es sich um eine Schlange handelt, denn Salmas enthusiastische Reaktion erinnert stark an das, was sie sagte, als sie zum ersten Mal meine Genitalien sah. VIDEO AB!
Originaltitel: Cirque du Freak: The Vampire´s Assistant Herstellungsland: USA 2009 Regie: Paul Weitz Drehbuch: Paul Weitz, Brian Helgeland (basierend auf der „Cirque du Freak“-Buchreihe von Darren Shan) Darsteller: John C. Reilly, Ken Watanabe, Chris Massoglia, Josh Hutcherson, Patrick Fugit, Willem Dafoe, Salma Hayek
Seit der erste „HarryPotter“-Film in die Kinos kam, betätigen sich die Studiomanager als Alchemisten und versuchen krampfhaft, Blei in Gold zu verwandeln. Oder zumindest aus Romanzyklen, die für ein überwiegend jugendliches Publikum geschrieben wurden, erfolgreiche Filmserien zu machen.
Bislang waren diese Bemühungen nicht sonderlich erfolgreich – und nicht schön anzusehen. „Der goldene Kompass“, „Eragon“, „Lemony Snicket – Rätselhafte Ereignisse“, „Tintenherz“, etc., lassen grüßen. In den vergangenen Jahren kamen etliche Filmen in die Kinos, die Erfolg versprechende neue Serien einläuten sollten, aber aufgrund mangelnder Qualität zum Sargnagel dieser Ambitionen wurden.
„Mitternachtszirkus – Willkommen in der Welt der Vampire“ ist der neueste in dieser Reihe gescheiterter Versuche. Der Film basiert auf den ersten drei Teilen der weitschweifigen, 12 Bände umfassenden Kinderbuchreihe von Darren Shan und erzählt die Geschichte eines typischen einsamen16-jährigen Jungen, der gute Noten bekommt, kein Interesse an Akten jugendlicher Rebellion hat und - nur ein Zufall? - auf den Namen Darren Shan hört.
Eines Tages kommt ein seltsamer Zirkus in die Stadt (Einsetzen unheil verheißender Musik) setzt ein), den Darren (Chris Massoglia) und sein bester Freund, der kleine Unruhestifter Steve (Josh Hutcherson), unbedingt sehen wollen. Obwohl ihnen die Eltern den Besuch verboten haben, gehen die beiden am Abend hin, um sich die Freakshow anzusehen. Um eingelassen zu werden behaupten sie kurzerhand, sie wären schon 21. Drinnen bekommen sie eine Reihe interessanter und entsprechend abstoßender Gestalten zu sehen, unter anderem den „Snake Boy“ (Patrick Fugit), der nur unter einem schlimmen Fall von grüner Psoriasis zu leiden scheint, oder die sensationelle Corma Limbs (Jane Krakowski), die ganze Körperteile nachwachsen lassen kann, eine Fähigkeit von großem Nutzen, wenn ein wütender Werwolf in der Nähe ist. Aber die wirkliche Entdeckung in dieser Nacht ist der Magier Larten Crepsley (John C. Reilly) mit seiner rot und blau gefärbten giftigen Spinne Octa, die zwinkert, beißt, herumhüpft und alles versucht, um todbringend auszusehen.
Mehr oder weniger überraschend stellt sich heraus, dass Darren Spinnen mag und Steve eine Leidenschaft für Vampire hat und felsenfest davon überzeugt ist, in Crepsley einen dieser Blutsauger erkannt zu haben. Kurz darauf überschlagen sich die Ereignisse: Octa wird entführt, Steve wird von ihr gebissen und nach ein paar DNA-Tests, die ein widerwärtiger fetter Mann namens Mr. Tiny (Michael Cerveris) vornimmt, steht Darren vor einer schwierigen Entscheidung: Soll er seiner Familie seinen Tod vortäuschen und zum Halbvampir werden, um das Antiserum für seinen Freund beschaffen zu können? Die Antwort, liebe Freunde, lautet ja, das Schicksal scheint Darren einen schnellen Tod und ein sehr langes Leben bescheren zu wollen. Aber das ist noch nicht alles: Ehe man sich versieht, werden beide Jungen zu Blutsaugern.
Blutsauger auf verschiedenen Seiten eines seit langem währenden Vampirkrieges.
„Mitternachtszirkus“ handelt von typischen Teenagerproblemen: Wer bin ich? Was soll aus mir werden? Warum fühle ich mich wie ein Außenseiter, ein Freak? Und so weiter. Auch die erste Liebe spielt mit hinein, vor allem, weil das Affenmädchen (Jessica Carlson) gar so sexy ist, und das Auseinanderbrechen einer bewehrten Freundschaft.
Weitz hat normalerweise ein gutes Händchen für Geschichten, die vom Erwachsenwerden handeln, hat er doch unter anderem „About a Boy“ mit viel Sinn für Mitgefühl und Humor inszeniert, doch in „Mitternachtszirkus“ ist davon leider wenig zu bemerken.
Die Buchreihe von Darren Shan ist sehr beliebt, doch die Gründe, warum sie so viel Anklang findet, scheinen Regisseur und Co-Autor Paul Weitz entgangen zu sein. Der Film ist nur mäßig unterhaltsam, und auch von Magie und Zirkusflair ist wenig zu bemerken. Das schlimmste jedoch ist, dass sich beim Zuschauer nie das Gefühl einstellt, dass für die Figuren viel auf dem Spiel steht. „Mitternachtszirkus“ ist nicht mehr als eine Ansammlung von Computereffekten, zwischen denen fröhlich übertreibende Schauspieler ihre Show abziehen.
Wenigstens sind einige interessante Darsteller darunter. Während die „Harry Potter“-Filme zu einer regelmäßigen Einkommensquelle für die besten britischen Bühnenschauspieler geworden sind, wartet „Mitternachtszirkus“ immerhin mit einer Reihe amerikanischer Theaterveteranen und Stars der Independent-Szene auf. John C. Reilly, Willem Dafoe und Michael Cerveris sind hier mit von der Partie, wen auch nur, um herumzustolzieren und Text auszuspeien.
Leider hat der Regisseur nicht den richtigen Ton für diesen Stoff getroffen, alles ist ein wenig zu übertrieben und zu grell geraten. Reilly, der zumeist etwas einfältige, aber herzensgute Durchschnittskerle verkörpert, kann nie auch nur ansatzweise als weiser und uralter Vampir überzeugen. (Es ist fast so, als würde William Petersen Graf Dracula spielen.) Cerveris outriert dermaßen, dass es eine wahre Freude ist. Die meisten anderen Darsteller, darunter Salma Hayek als vollbusige bärtige Dame, haben wenig zu tun.
Die beiden jugendlichen Hauptdarsteller, Massoglia und Hutcherson, sind selbstverständlich viel öfter zu sehen. Doch wer will das schon? Massoglia ist eher langweilig und man vergisst ihn, sobald er aus dem Bild verschwindet, Hutcherson deutet immer schon vorher an, in welche Emotion er ausbrechen wird. Die beiden wären in einem Disney-Film besser aufgehoben. Was eine erbitterte Feindschaft bis aufs Blut sein soll, kommt herüber wie eine Sitcom: „Darren und Steve – Ihre Abenteuer als Untote“.
Salma Hayek ist immer eine Augenweide, selbst in diesen Ungetümen von Kostümen. Willem Dafoe geht mit der von ihm gewohnten Intensität an seine Rolle heran, hat aber nur zwei sehr kurze Auftritte. Einige der Monster machen richtig Spaß, unter anderem der schuppige Snake Boy, der eigentlich Rockstar werden möchte. Aber dem Film ist seine Funktion als Einführung in eine unbekannte Welt, deren Geheimnisse erst später enthüllt werden sollen, allzu deutlich anzumerken. Viele Figuren werden nur kurz vorgestellt, weil sie irgendwann einmal wichtige Funktionen bekommen sollen, die tatsächliche Handlung und die Hintergründe kann man lediglich erahnen.
Was eine wirklich magische Welt im Stile von Ray Bradbury hätte werden können, angefüllt mit mitternächtlichen Zirkusshows, von zu Hause weglaufenden Jungen, und faustischem Geschacher um Seelen, verkommt zu zahmen, mit seichten Späßen aufgelockertem Kindeschreck-Horror. Und was zum Startschuss einer neuen Fantasy-Serie für Teenager hätte werden können, wirkt wie ein weiteres erstes – und zugleich letztes –Kapitel.
Fazit: Paul Weitz hat es nicht verstanden, den Charme der Bücher auf die Leinwand zu übertragen. „Mitternachtszirkus – Willkommen in der Welt der Vampire“ wirkt nicht wie ein ganzer Film, sondern wie ein überlanger Pilot zu einer Fernsehserie. Viele Figuren werden eingeführt, nur um wieder zu verschwinden, viel wird angedeutet, aber wenig erklärt. Die Darsteller scheinen mangels Handlung nicht zu wissen, was sie tun sollen, weshalb viele von ihnen hemmungslos übertreiben, andere nur herumstehen.
„Mitternachtszirkus“ ist ein Vampirfilm ohne Biss – und ungefähr so interessant wie ein Western ohne Pistolen und Gewehre.