Diese neuen Charakterposter für Todd Phillips´ Fortsetzung von „Hangover“ werden sicher zu gleichen Teilen Aufmerksamkeit und Übelkeit erreichen, wenn sie auf die allgemeine Öffentlichkeit losgelassen werden.
Die in Bangkok spielende Fortsetzung beschert uns mehr Morgen-danach-Unfug vom Wolfpack. Die Erwartungen für den Film, der Justin Bartha, Zach Galifianakis, Bradley Cooper und Ed Helms wieder zusammenbringt, sind sehr hochgesteckt.
Diese Poster rücken die nicht so schönen Seiten des Lebens in den Mittelpunkt. Dasjenige von Ken Jeoung gefällt mir am besten, doch das hat nicht viel zu bedeuten.
Vor kurzem wurde der zweite Trailer für „The Hangover Part II“ veröffentlicht, der nicht mehr und nicht weniger zustande bringt, als uns daran zu erinnern, dass jeder, der ins Kino geht, um sich diese von Warner Bros. produzierte Komödie anzusehen, dies in dem wissen tut, dass er gutes Geld für etwas zahlt, dass er sich schon jetzt unter dem Titel „Hangover“ auf DVD/Blu-ray anschauen könnte. und
Können Sie sich noch dieser Sitcoms entsinnen, die einige Folgen an exotischen Schauplätzen wie etwa Hawaii spielen ließen, nur um dort dieselben Plots mit denselben Charakteren ablaufen zu lassen, wie man sie von zu Hause gewähnt war?
Das ist „The Hangover Part II“. Oder wie ich den Film zu nennen beliebe: „Hangover Goes To Thailand“.
Erst gestern erschien der erste Trailer für Dreamworks´ „Shrek“-Spin-Off „Puss In Boots“ (Sie finden Ihn etwas weiter unten) und schon erfreut man uns auch mit dem ersten offiziellen Poster.
Während die „Shrek“-Reihe wohl ein für alle Mal abgehakt sein dürfte, hat der alte Kater noch etwas Leben in sich. Dass Antonio Banderas nun (zumindest stimmlich) in den Mittelpunkt gerückt wird, mag der CGI-Serie wieder etwas Schwung verleihen. Es schadet sicher auch nicht, dass ihm mit Salma Hayek und Zach Galifianakis zwei namhafte und komödiantisch nicht untalentierte Kollegen zur Seite stehen.
Hier die gelungene Synopsis:
Puss in Boots [Der gestiefelte Kater] - er ist einer der beliebtesten Charaktere des Shrek-Universums – erzählt die urkomische und heldenhafte (mutige, verwegene, dreiste) Geschichte von Puss´ (Antonio Banderas) frühen Abenteuern, in deren Verlauf er sich mit dem Superhirn Humpdy Dumpty (Zach Galifianakis) und der gerissenen Kitty (Salma Hayek) zusammentut, um die berühmte Gans zu stehlen, die die goldenen Eier legt.
„Puss In Boots“ läuft erst am 4. November in den USA und am 1. Dezember in Deutschland an.
Hier das berückende Poster (den Trailer finden Sie im Anschluss):
In seiner neuen Komödie verwertet Todd Phillips die Reste von „Hangover“
Originaltitel:Due Date Herstellungsland:USA 2010 Regie:Todd Phillips Drehbuch:Alan R. Cohen, Alan Freedland, Adam Sztykiel, Todd Phillips Darsteller:Robert Downey Jr., Zach Galifianakis, Michelle Monaghan, Jamie Foxx, Juliette Lewis, Danny McBride, RZA, Matt Walsh, Brody Stevens, Mimi Kennedy
„Hangover“ verfügte über ein Budget von $ 35 Millionen, hatte keine großen Stars zu bieten und wurde von einem Mann inszeniert, dessen letzter Film ein Riesenflop war. Es sah also alles andere als gut für diese Komödie aus, aber da sie ziemlich gut war, wurde sie in den USA zum finanziell zehnterfolgreichsten Film des Jahres 2009, der in den USA meistverkauften DVD aller Zeiten, ehe „Avatar“ herauskam, spielte weltweit $ 467 Millionen ein und gewann einen Golden Globe in der Kategorie „Beste Komödie“. Nun, was soll man tun, um an so einen riesigen und unerwarteten Hit anzuschließen? Falls Sie Todd Phillips sind, besteht die Antwort auf diese Frage darin, einige der Dinge zu nehmen, die in „Hangover“ so gut funktionierten, das Baby in einen Hund zu verwandeln, einen schwarzen Mann (Mike Tyson) durch einen anderen (Jamie Foxx) zu ersetzen und dem Ganzen eine große Portion „Planes, Trains and Automobiles“ („Ein Ticket für zwei“) hinzuzufügen. Da ich zu einem gewissen Grad von „Hangover“ besessen bin (es ist meine liebste Komödie von 2009), war es unvermeidlich, dass mir noch einige weitere Dinge auffallen.
Die Frist
In „Hangover“ hatten die Typen bis zur Hochzeit zwei Tage Zeit, ihren Freund zu finden, und in „Stichtag“ muss der Architekt Peter Highman (Robert Downey Jr.) in Los Angeles eintreffen, bevor seine Frau (Michelle Monaghan) das erste gemeinsame Kind zur Welt bringt.
Der Verrückte
Verschiedentlich war zu hören, dass Zach Galifianakis der plötzliche Ruhm, den „Hangover“ ihm bescherte, unangenehm ist. Warum entschied er sich dann, hier im Prinzip genau denselben Charakter noch einmal zu spielen? Ich bin ein wenig verwirrt.
Die Musik
Schon nach den ersten fünf Minuten des Films fand ich es unmöglich, die seltsam bekannt klingende Musik zu ignorieren. Das liegt wahrscheinlich daran, dass Christophe Beck die Musik sowohl für diesen Film als auch für „Hangover“ komponierte, obwohl ich mir kaum vorstellen kann, dass er gebeten wurde, genau dasselbe noch einmal zu machen. (Vielleicht ist es auch nur darauf zurückzuführen, dass er vom Fernsehen – „Buffy the Vampire Slayer“ – kommt, wo immer wieder sehr ähnliche Musikstücke verwendet werden.) Davon abgesehen, ist „Stichtag“ durchsetzt mit Rap-Nummern, was dem Ganzen eine Note und einen Stil verleiht, der „Hangover“ viel zu ähnlich ist, als dass es einem entgehen könnte.
„Stichtag“ ist mit Sicherheit kein origineller Film, aber ich musste immer wieder kichern und bei einigen Szenen sogar laut lachen. Allerdings finden sich auch Gags, die auf geradezu desaströse Weise nach hinten losgehen. (Wenn etwa Downey Jr. einem Kind einen Schlag in die Magengrube versetzt, kann man wirklich nur mehr das Gesicht verziehen.) Für eine Komödie, die in der Kino-Nebensaison läuft, ist „Stichtag“ nicht einmal unlustig, aber alles in allem lässt sich nur sagen, dass der Film immerhin besser ist als „Dinner für Spinner“. Wahrlich hohes Lob.
Dass„Stichtag“ trotz vieler Schwächen und der spätestens ab der unnötigen Szene an der mexikanischen Grenze aufkommenden Langeweile als eine der besten Komödien des Kinojahres 2010 bezeichnet werden kann, ist weniger den Verdiensten des neuesten Streichs des Teams Phillips/Galifianakis zu verdanken als vielmehr dem Umstand, dass Hollywood einfach keine vernünftigen Komödien mehr hervorzubringen vermag.
Es kommt nur äußerst selten vor, dass man noch in der Woche, in der ein Film anläuft, einen neuen Trailer für diesen veröffentlicht. TV-Spots? Sicher. Poster? Warum nicht. Aber einen richtigen Trailer? Das ist seltsam. Zum Glück haben die Produzenten von „Due Date“ [„Stichtag“] ein Schlupfloch gefunden – sie nennen das Filmchen einfach einen Clip.
Auf MySpace wurde dieser so genannte „Restricted Clip“ veröffentlicht, der eben Clip heißt, obwohl er fast zwei Minuten lang ist und aus mehreren Szenen besteht – Sie wissen schon, wie ein Trailer. Musikalisch untermalt von dem Doors-Klassiker „When You´re Strange“, schafft es der „Clip“, an die Heiterkeit der vorangegangenen Trailer anzuschließen, was wahrlich nicht leicht ist. Natürlich werden so kurz vor dem Kinostart einige Gags wiederholt, aber ich denke dass Sie Gefallen daran finden werden, was Zach Galifianakis und sein Hund jede Nacht tun, um einschlafen zu können.