Erst gestern erschien der erste Trailer für Dreamworks´ „Shrek“-Spin-Off „Puss In Boots“ (Sie finden Ihn etwas weiter unten) und schon erfreut man uns auch mit dem ersten offiziellen Poster.
Während die „Shrek“-Reihe wohl ein für alle Mal abgehakt sein dürfte, hat der alte Kater noch etwas Leben in sich. Dass Antonio Banderas nun (zumindest stimmlich) in den Mittelpunkt gerückt wird, mag der CGI-Serie wieder etwas Schwung verleihen. Es schadet sicher auch nicht, dass ihm mit Salma Hayek und Zach Galifianakis zwei namhafte und komödiantisch nicht untalentierte Kollegen zur Seite stehen.
Hier die gelungene Synopsis:
Puss in Boots [Der gestiefelte Kater] - er ist einer der beliebtesten Charaktere des Shrek-Universums – erzählt die urkomische und heldenhafte (mutige, verwegene, dreiste) Geschichte von Puss´ (Antonio Banderas) frühen Abenteuern, in deren Verlauf er sich mit dem Superhirn Humpdy Dumpty (Zach Galifianakis) und der gerissenen Kitty (Salma Hayek) zusammentut, um die berühmte Gans zu stehlen, die die goldenen Eier legt.
„Puss In Boots“ läuft erst am 4. November in den USA und am 1. Dezember in Deutschland an.
Hier das berückende Poster (den Trailer finden Sie im Anschluss):
Originaltitel:You Will Meet a Tall Dark Stranger Herstellungsland:USA/ESP 2010 Regie:Woody Allen Drehbuch:Woody Allen Darsteller:Anthony Hopkins, Naomi Watts, Josh Brolin, Freida Pinto, Lucy Punch, Gemma Jones, Pauline Collins, Antonio Banderas, Rupert Frazier, Kelly Harrison, Eleanor Gecks
Wenn in der Eröffnungsszene von Woody Allens neuem Film eine ältliche Geschiedene (Gemma Jones) ein Medium aufsucht, darf man beunruhigt sein. Die wievielte Hellseherin ist das für ihn? Als ihr Ex-Ehemann Alfie (Anthony Hopkins) seiner Tochter Sally und seinem Schwiegersohn Roy (Naomi Watts und Josh Brolin) seine – natürlich! – sehr viel jüngere Verlobte Charmaine (Lucy Punch) vorstellt, begann mein herz zu sinken. Charmaine trägt hautenge Miniröcke und zeigt viel Dekolleté. Sie sieht aus wie die Russ-Meyer-Version von jemandem in einer bestimmten Popgruppe: Viagra Spice. Erwähnte ich schon, dass sie Prostituierte ist?
„Ich sehe den Mann deiner Träume“, Woody Allens 40. Film, ist abgegriffen bis zum Geht-nicht-mehr. Seine Filme kommunizieren immer miteinander. Aber selbst wenn man an ihn mit derselben Nachsicht herangeht wie an seine anderen Werke der letzten Jahre, etwa den extrem überbewerteten Streifen „Match Point“ oder den sträflich unterbewerteten „Cassandras Traum“, muss man konstatieren, dass dem neuen Film an Motiv und Witz mangelt. Alle Charaktere sind frustriert. Sally wünscht sich ein Baby und ihre eigene Galerie und möchte, dass Roy seine Schreiberei aufgibt und sich wieder der Medizin zuwendet. Außerdem möchte sie von ihrem verheirateten Chef (Antonio Banderas) begehrt werden. Roy verzehrt sich nach der kurz vor der Eheschließung stehenden wunderschönen Musikstudentin (Freida Pinto), die gegenüber wohnt.
Die zentralen Themen des Films sind Vertrauen, Betrug, die Wandelbarkeit des Geschicks und die Sterblichkeit. Leider werden wir alle eines Tages einem großen dunklen Mann begegnen. Aber Allen ist zu gut gelaunt, um den Film in düsterere Gefilde zu führen, wo er vermutlich besser gediehen wäre. Roys sexuelle und literarische Verzweiflung ist nicht akut, aber sie ist auch nicht lustig. Allen enthüllt eine Plotwendung, die den Film in einen schwarzhumorigen Thriller hätte verwandeln können. Er setzt stattdessen auf komische Ironie, die so dezent ist, dass man sie kaum noch als komisch wahrnimmt. Es gibt keinerlei Spannungsmomente. Allens kreatives Gummiband hat sich verheddert.
„Ich sehe den Mann deiner Träume“ ist ein Film, den Allen im Schlaf hätte drehen können; dem Ergebnis nach zu urteilen, hat er es wohl auch getan. Der ausgezeichnete Kameramann Vilmos Zsigmond steuert einen leicht chardonnayfarbenen Glanz bei (der wunderbar mit all der gebräunten Haut harmoniert). Aber er vermag das nachlässige Gebaren des Films nicht aufzuwiegen. Die Stimme aus dem Off, die mit einem Zitat aus „Macbeth“ einsetzt, klingt, als wäre sie in einer Badewanne aufgenommen worden. Selbst in einem Durcheinander wie „Vicky Christina Barcelona“ hatte das Schauspiel Energie. Punch hat hier einige gute Momente, fast alle rein körperlich, und Jones wirft ihre Dialogzeilen weg wie eine Frau, die den Müll mit weißen Handschuhen entfernt, aber niemand bringt es zuwege, den dichten Nebel des Films zu durchdringen, nicht einmal Allen selbst.
Dies ist jedoch nicht dieselbe traurige Schmach wie „Whatever works – Liebe sich wer kann“, sein vorheriger Film. Manches in „Ich sehe den Mann deiner Träume“ funktioniert sogar recht gut, nur leider sind diese Momente zu selten. Allen schwindelt sich hier so durch, er scheint mehr zu skizzieren als wirklich zu kreieren. Die Sinnlosigkeit des Lebens ist schon seit Jahrzehnten ein beherrschender Gedanke in Allens Werk. Dieses Mal jedoch wirkt diese Sinnlosigkeit mehr wie ein Mangel in der Umsetzung denn ein existenzialistisches Statement. Man gewinnt nie den Eindruck, dass dieser Film es verdiente, gemacht zu werden. Es ist viel mehr ein Werk der Gewohnheit als der Inspiration.
Fazit:Woody Allen auf Autopilot. Einige Witze und zwei, drei gute darstellerische Leistungen können nicht darüber hinwegtäuschen, dass hier in punkto Ideen schmale Kost angesagt ist. Einer der schwächeren Allen-Filme.
Antonio Banderas sprach noch nicht fließend Englisch als ihn die Macher von „Shrek 2 – Der tollkühne Held kehrt zurück“ im Jahre 2003 anriefen und ihn baten, dem prahlerischen Gestiefelten Kater seine Stimme zu leihen.
„Ich probte damals gerade für ‚Nine’ am Broadway“, erzählte der Schauspieler dem Miami Herald, „und hatte keine Ahnung, wie Animationsfilme gemacht werden. Ich wäre nie auf die Idee gekommen, dass irgendjemand nur meine Stimme nutzen möchte, denn ich konnte noch nicht einmal die Sprache, als ich anfing, in den U.S. zu arbeiten.“
Aber die Besetzung funktionierte so hervorragend, dass der winzige gestreifte Kater mit dem enormen Ego zu einem Publikumsliebling wurde. Nun kehrt er in „Für immer Shrek“auf die Leinwand zurück und die Kinogeher werden bemerken, dass er beträchtlich an Körperfülle zugelegt hat.
Der vierte Shrek-Film mag zwar der letzte sein, aber der Gestiefelte Kater ist so beliebt, dass ihm das Studio seinen eigenen Film gibt, der 2011 in die Kinos kommen soll. Salma Hayek wurde engagiert, um seiner Liebsten, der wunderbaren Kitty Cat, die Stimme zu leihen.
„Ich habe bereits drei Aufnahmesessions hinter mir und habe das gesamte Drehbuch gelesen“, sagte Antonio Banderas über den neuen Film. „Er ist sehr gut, denn er hat nichts ‚Shrek’ gemein. Er ist im Stile der Sergio-Leone-Filme aus den 1960-er Jahren gemacht, mit Split-Screens und allem Drumherum. Der Zuschauer verfolgt das Leben des Gestiefelten Katers von seinen Anfängen als kleines Kätzchen in einem Waisenhaus und sieht, wie er zu dem wurde, den alle kennen und lieben. Und der Film hat nicht so viele Popkultur-Gags wie ‚Shrek’. Es handelt sich vielmehr um ein Heldenepos.“
Banderas glaubt, dass das Geheimnis der Popularität des Charakters in seiner überdimensionierten Stimme mit spanischem Akzent liegt, die so gar nicht zu seiner kleinen Statur und dem britischen Auftreten passt.
„Als ich ins Aufnahmestudio ging, hatten sie noch keine Ahnung, wie der Charakter klingen sollte“, sagte Banderas. „Er war ein sehr kleiner Charakter verglichen mit Shrek und all den anderen, deshalb wollten sie ihm eine winzige Stimme verpassen. Aber ich schlug vor, eine andere Richtung einzuschlagen und ihm eine viel größere, vollere Stimme zu geben – eine, die der Größe seines Körpers nicht einspricht. Dieser Kontrast macht ihn viel lustiger als wenn man versuchen würde, ihn mit der schnurrenden Stimme einer Katze sprechen zu lassen.“
„Den Akzent haben wir nicht vorsätzlich gewählt“, fügte Banderas hinzu. „Der war unvermeidlich. Ich hätte ihn mit Cockney-Akzent sprechen können, aber das hätte nicht glaubwürdig geklungen.“
Obwohl er sich seit „Die Legende des Zorro“ aus dem Jahre 2005 weitgehend von der Leinwand zurückgezogen hat, erlebt Antonio Banderas zurzeit so etwas wie eine Wiederbelebung seiner Karriere. Er spielt Nebenrollen in neuen Projekten von Woody Allen („You Will Meet A Tall Dark Stranger“) und Steven Soderbergh („Knockout“) und er wird für Pedro Almodovar, seinen Regisseur bei „Fessle mich“, für „The Skin I Live In“ vor die Kamera treten. Die Dreharbeiten für diesen Thriller sollen im August in Spanien beginnen.
„Meine Rollen in den Filmen von Woody und Soderbergh sind klein; ich wollte mit ihnen arbeiten und sie kennenlernen und sie bei der Arbeit beobachten, und ich sehe diese Rollen als Investition in die Zukunft“, sagte Banderas. „Mit Pedro ist es ganz anders. Er rief mich direkt an und sagte: ‚Ich habe eine Figur für Dich; wir müssen wieder zusammenarbeiten.’ Ich spiele die Hauptrolle, worüber ich sehr erfreut bin, denn es ist 21 Jahre her, dass wir „Fessle mich“ gemacht haben. Es ist toll, wieder mit einem alten Freund und mit einem Filmemacher, dem ich so vertraue, zu arbeiten.“
Banderas probt auch gerade für eine Wiederaufführung von „Alexis Sorbas“ am Broadway, die im Herbst 2011 Premiere feiern soll. Er verspricht, dass diese Inszenierung „etwas völlig Neues“ sein wird, „das die Leute bisher noch nicht gesehen haben. Wir entstauben nicht nur das Altbekannte, um es noch einmal zu servieren.“
Obwohl er seit rund dreißig Jahren Schauspieler ist, gesteht Banderas, dass er noch immer nervös wird, bevor er auf die Bühne geht.
„Es ist sehr er erschreckend – und es ist jeden Abend aufs Neue erschreckend“, sagte er. „Als ich in ‚Nine’ auftrat, fing ich jeden Abend fünf Minuten vor der Vorstellung an zu zittern. Aber sobald sich der Vorhang hebt, macht man sich an die Arbeit und vergisst alles andere. Auf der Bühne passieren jeden Abend kleine Unfälle und Fehler. Aber wenn man sie in die Arbeit einbezieht, dann merkt das Publikum nichts davon. Solange man nicht in Panik verfällt, ist alles okay. Außer natürlich, es fällt einem ein Scheinwerfer auf den Kopf.“
Am 14.Mai feierten Antonio Banderas und Melanie Griffith, die er kennenlernte, als sie gemeinsam für „Eine Blondine zuviel – Two Much“ in Miami vor der Kamera standen, ihren vierzehnten Hochzeitstag. Im Gegensatz zu vielen anderen prominenten Paaren wurden die beiden bisher nicht zum Futter für die Klatschpresse (von Melanie Griffiths Schönheitsoperationen und Alkoholproblemen einmal abgesehen).
Wen man Antonio Banderas glauben darf, dann ist das Rezept für eine glückliche Beziehung ganz einfach: „Man muss nur an seine Liebe zu seinem Partner glauben.“
Die Midlife-Crisis der Oger ist genauso langweilig wie die der Menschen
Originaltitel:Shrek Forever After Herstellungsland:USA 2010 Regie:Mike Mitchell Drehbuch:Josh Klausner, Darren Lemke Sprecher (Originalfassung):Mike Myers, Eddie Murphy, Cameron Diaz, Antonio Banderas, Julie Andrews, John Cleese, Lake Bell, Jane Lynch
Sie sagen, das ist das Ende, das große Finale. Sie agen, das Shrek-Imperium wird keine weiteren Filme mehr herausbringen, wohl aber Pez-Spender und andere Fanartikel. „Für immer Shrek“ wird als letztes von vier vergnüglichen Leinwandabenteuern mit dem schleimgrünen Oger mit dem klischeehaften schottischen Akzent (natürlich nur im Original) angekündigt. Und wenn man diesen letzten teil sieht, weiß man: Es ist höchst an der Zeit.
Als „Shrek – Der tollkühne Held“ im Jahre 2001 in die Kinos kam, eroberte er das Publikum durch sein schlaues Veralbern konventioneller Märchengeschichten im Sturm. Inspiriert von William Steigs illustriertem Kinderbuch wartete die fröhliche animierte Komödie mit einem mehr als liebenswerten Titelhelden (gesprochen von Mike Myers) auf, der seinen Sumpf verließ, um die Hand und das Herz seiner verfluchten, halb menschlichen Seelenverwandten, der Prinzessin Fiona (Cameron Diaz), zu erringen, wobei ihm ein vorlauter Esel (Eddie Murphy)„hilfreich“ zur Seite stand. Das Resultat war eine erfrischende und furchtlos verdrehte Variante von „Die Schöne und das Biest“ (Fiona wird gänzlich zur Ogerin, sobald sie ihre einzig wahre Liebe findet), in der sich reizende Anspielungen auf so manches liebgewonnene Kinderbuch und viele aktuelle Kulturphänomene fanden. Aber vor allem war der Film lustig.
2004 führte Andrew Adamson, der schon Co-Regisseur des Originals war, die Riege der Drehbuchautoren und Regisseure an, die uns „Shrek 2 – Der tollkühne Held kehrt zurück“ bescherten. Wie die meisten Fortsetzungen vermochte auch diese nicht, in Bezug auf Zauber und Charme mit Teil eins mitzuhalten, aber immerhin gelang es ihr, mit dem erwarteten Sperrfeuer von popkulturellen Insidergags und der Einführung des Gestiefelten Katers (Antonio Banderas) das Publikum leidlich zu unterhalten. Diesmal waren Shrek und Fiona bereits verheiratet, und Shrek stand vor der Herausforderung, charmanter sein zu müssen als Prince Charming, um seine Angetraute nicht zu verlieren.
In „Shrek der Dritte“ war von Zauber und Charme wenig übrig. Dieses lächerliche Sequel aus dem Jahre 2007, inszeniert von zwei Regieneulingen, handelte davon, wie Charming eine Bande von Märchen-„Verlierern“ zusammentrommelt, um das Königreich Weit Weit Weg, das einst von Fionas Vater beherrscht wurde, zurückzuerobern. Das Gute triumphierte wiederum über das Böse – was nicht sonderlich schwer ist, wenn Justin Timberlake den Thron besteigt -, und sobald Ruhe und Ordnung wiederhergestellt wahren, zogen sich Shrek und Fiona in ihren geliebten Sumpf zurück, um eine Familie zu gründen.
Und hier setzt „Für immer Shrek“ ein.
Jetzt, da er berühmt und domestiziert ist, scheint Shrek reif für eine Midlife-Crisis. Er stellt fest, dass Vaterschaft und Ruhm eine äußerst ermüdende Kombination ergeben können: Der Star-Tours-Streitwagen fährt regelmäßig an seinem Haus vorüber. Seine kleinen Drillinge beanspruchen ständige Aufmerksamkeit, was dazu führt, dass er nicht einmal mehr Zeit hat, sich im Sumpf zu suhlen. Und sein einst so gefürchtetes Brüllen? Das ist zu einem beliebten Partygag verkommen.
„Ich bin nur ein netter grüner Witz“, jammert er.
Auftritt des designierten Bösewichts des Films, des manischen, Perücke tragenden Rumpelstilzchens (Walt Dohrn). Dieses schlägt vor, Shrek zum „Oger für einen Tag“ zu machen – das heißt, er kann nach Lust und Laune Schabernack treiben und Leute terrorisieren, ohne bleibende Folgen befürchten zu müssen -, unter der Bedingung, dass ihm der grüne Held einen anderen Tag seines Lebens überlässt. Shrek ahnt jedoch nicht, dass seine Nemesis sich dazu entschließen wird, den Tag, an dem der Oger geboren wurde, für sich zu beanspruchen, wodurch er sämtliche Spuren von Shreks Existenz auslöscht.
Als unser ahnungsloser Held nach seinem freien Tag im Sumpf nach Hause zurückkehrt, findet er nur Leere und ominöse Vorzeichen. Hexen auf Besen machen den Himmel unsicher. Der Esel sowie Shreks übrige Freunde erkennen ihn nicht. Fiona ist eine gesuchte Vogelfreie, die eine Rebellion der Oger anzetteln möchte.
Da in allen Shrek-Filmen eine Aufgabe zu bewältigen ist, überrascht es kaum, dass dieser die altbekannten Charaktere bei dem Versuch, eine Ausstiegsklausel in Rumpelstilzchens verdammtem Vertrag zu finden, durch eine Anzahl von Abenteuern hetzt. Verblüffend ist, wie platt und wenig unterhaltsam diese Abenteuer sind, selbst in 3D.
Drehte sich bei dieser von Dreamworks produzierten Reihe ursprünglich alles darum, die Märchenkonventionen und die Popkultur zu veralbern, scheint man nun nur noch die niedrigsten Erwartungen bedienen zu wollen. In „Für immer Shrek“ gibt es so gut wie nichts, das über das Niveau formelhafter Familienunterhaltung hinausgeht.
„Du bist eine Katz-astrophe“, sagt der Esel zu einem Gestiefelten Kater, de seit seinem letzten Auftritt vor der Kamera ziemlich in die Breite gegangen ist. Und das ist schon einer der besten Gags des Films!
„Für immer Shrek“ wurde von Mike Mitchell („Rent a Man“) inszeniert und von Josh Klausner (er war schon einer der Co-Autoren von „Shrek der Dritte“) und Darren Lemke geschrieben. Sie scheinen die Aufgabe, das letzte Kapitel zu gestalten, wirklich ernst genommen zu haben. Zu ernst. Ihr Film bringt ein Wiedersehen mit nahezu allen Charakteren der Serie – Julie Andrews als die Königin, John Cleese als der König, Cody Cameron als Pinocchio, Regis Philbin als Mabel, etc., etc. -, aber er ist sosehr damit beschäftigt, die Lieblingsgags und –referenzen des Publikums aufleben zu lassen (wie oft können sie „Das zauberhafte Land“ imitieren?), dass er darob ganz vergisst, etwas Neues von bleibendem Wert hinzuzufügen.
Die Spezialeffekte von „Für immer Shrek“ kann man nur als beliebig bezeichnen. In der Nach-„Drachenzähmen leicht gemacht“-Welt muss ein 3D-Film (besonders einer von Dreamworks, dem Studio das auch „Drachenzähmen…“ herausbrachte) mehr als Rauchbomben und magische Spiegel bieten – obwohl diese Dinge ausreichen, überempfindliche Dreikäsehochs zu erschrecken.
Viele von uns werden es auch weiterhin vorziehen, Shrek als den überraschend witzigen Newcomer ohne technischen Schnickschnack in Erinnerung zu behalten. Sollte dies wirklich sein letzter Auftritt sein, dann möge er in Frieden ruhen.
Fazit: „Für immer Shrek“ hat außer dem Wiedersehen mit liebgewonnenen Charakteren so gut wie nichts zu bieten. Eine herbe Enttäuschung.