Das Sundance Festival, jener sich um Hollywood drehende Skiausflug, der reiche Leute Jahr für Jahr nach Park City, Utah führt, ist vorüber. Hier sind einige der Filme, die einen Preis einheimsen konnten, darunter eine Dokumentation über Sterbehilfe und ein Science-Fiction-Film.
Der Große Preis der Jury ging an das von Drak Dremus inszenierte Drama „Like Crazy“. In der Hauptrolle dieses Filmes, der von einer Long-Distance-Beziehung handelt, brilliert Felicity Jones, die auch als beste Darstellerin ausgezeichnet wurde. Außerdem spielen jede Menge Briten mit. Britische Darsteller = Filmpreise.
Der Große Preis der Jury in der Kategorie Dokumentation ging an „How To Die In Oregon“, einen HBO-Dokumentarfilm über das Sterbehilfegesetz im Bundesstaat Oregon, die unheilbar kranke Menschen während ihrer letzten Tage begleitet. Also eine Slapstick-Komödie.
Der Spezialpreis der Jury und der Alfred P. Sloan Award gingen an „Another Earth“, einen Science-Fiction-film über „zwei Fremde, die einander am Vorabend der Entdeckung eines Duplikats des Planeten Erde begegnen“. Unheimlich.
Lego-Meister und Filmfanatiker Alex Eylar hat seine außergewöhnlichen Fähigkeiten genutzt, um je eine Szene aus jedem der 10 für den Oscar in der Kategorie „Bester Film“ nominierten Streifen nachzustellen. Wer hätte gedacht, dass Jeff Bridges als kleiner Plastikmann so bedrohlich wirken kann!
(Bitte für Vergrößerung auf die Bilder klicken.)
Falls sie nicht alle Filme erkannt haben sollten, hier die Reihenfolge:
True Grit, Black Swan, The King´s Speech, The Social Network, 127 Hours, The Fighter, The Kids Are All Right, Winter´s Bone, Toy Story 3, Inception
Zuerst ein wenig Geschichtliches: Vor langer, langer Zeit wurden die Oscar-Nominierungen am Vormittag in Hollywood bekanntgegeben und die normalen Menschen schnappten in den Nachrichten und Kultursendungen am Nachmittag und Abend ein bisschen etwas davon auf und/oder konnten am darauf folgenden Tag die vollständige Liste in den Zeitungen nachlesen. (AM NCHSTEN TAG!) Heutzutage werden die Oscar-Nominierungen bekanntgegeben und sofort verkünden Millionen von Websites, dass die Nominierungen bekanntgegeben wurden, Es sind noch nicht einmal 24 Stunden seit der Bekanntgabe vergangen und MIR GEHEN DIE OSCARS BERIETS AUF DIE NERVEN. Das wird schon wieder vergehen.
Die vollständige Liste aller für die Acadamy Awards 2011 Nominierten können Sie hier nachlesen. Bemerkenswert:
* Es ist nach wie vor etwas seltsam und noch dazu dämlich, dass wiederum 10 Filme in der Kategorie „Bester Film“ nominiert sind, weil dadurch nicht nur die Ehre, nominiert zu sein, verringert, sondern auch die Schmach der wenigen Filme, die sich nicht auf der Liste finden, verschlimmert wird. („The Town“ tut mir wirklich leid.) Nachdem das gesagt ist, gut für „Toy Story 3“ und „Winter´s Bone“.
* Gestern früh hätte ich noch gesagt: „Ich möchte nicht, dass ‚The Social Network’ als Bester Film ausgezeichnet wird“. Nun bete ich zu Gott, dass „The Social Network“ gewinnt, damit die Filmgeschichte nicht durch einen Oscar-Gewinner über einen Mann, der sein Stottern überwindet, besudelt wird.
* Banksy ist in der Sparte „Bester Dokumentarfilm“ nominiert.
* Ich möchte Mila Kunis mein aufrichtiges Beileid aussprechen. Sie bleibt jung und schön – also scheiß auf die Academy.
Die den schlechtesten Filmen gewidmete Preisverleihung hat endlich die lange erwarteten Nominierungen für das Kinojahr 2010 bekanntgegeben. Seit heuer gibt es eine zusätzliche Kategorie: Worts Eye-Gouging Mis-Use of 3D. (Etwa: Schlechtester, die Augen beleidigender Einsatz von 3D.) Meine Prognose: „The Last Airbender“ („Die Legende von Aang“) wird de große Abträumer des Abends.
Hier sind die Nominierungen für die Goldene Himbeere:
Schlechtester Film
Der Kautions-Cop (Columbia Pictures/Relativity Media) Die Legende von Aang (Paramount/Nickelodeon Movies) Sex and the City 2 (Warner Bros/New Line/HBO Pictures) Eclipse: Biss zum Abendrot (Summit Entertainment) Beilight: Biss zum Abendbrot (20th Century-Fox/Regency Enterprises)
Schlechtester Schauspieler
Jack Black in „Gulliver's Reisen“ Gerald Butler in „Der Kautions-Cop“ Ashton Kutcher in „Kiss & Kill“ und „Valentinstag“ Taylor Lautner in „Eclipse: Biss zum Abendrot“ und „Valentinstag“ Robert Pattinson in „Remember Me“ und „Eclipse: Biss zum Abendrot“
Schlechteste Schauspielerin
Jennifer Aniston in „Der Kautions-Cop“ und „Umständlich verliebt“ Miley Cyrus in „Mit Dir an meiner Seite“ Die vier „Gal Pals“ (Sarah Jessica Parker, Kim Cattrall, Kristin Davis & Cynthia Nixon) in „Sex and the City 2“ Megan Fox in „Jonah Hex“ Kristen Stewart in „Eclipse: Biss zum Abendrot“
Schlechtester Nebendarsteller
Billy Ray Cyrus in „The Spy Next Door“ George Lopez in „Marmaduke“, „The Spy Next Door“ und „Valentinstag“ Dev Patel in „Die Legende von Aang“ Jackson Rathbone in „Die Legende von Aang“ und „Eclipse: Biss zum Abendrot“ Rob Schneider in „Kindsköpfe“
Schlechteste Nebendarstellerin
Jessica Alba in „The Killer Inside Me“, „ Meine Frau, unsere Kinder und ich“, „Machete“ und „Valentinstag“ Cher in „Burlesque“ Liza Minnelli in „Sex and the City 2“ Nicola Peltz in „Die Legende von Aan g“ Barbra Streisand in „Meine Frau, unsere Kinder und ich“
Schlechtestes Filmpaar/Ensemble
Jennifer Aniston und Gerald Butler in „Der Kautions-Cop“ Josh Brolins Gesicht und Megan Fox' Akzent in „Jonah Hex“ Das gesamte Ensemble von „Die Legende von Aang“ Das gesamte Ensemble von „Sex and the City 2“ Das gesamte Ensemble von „Eclipse: Biss zum Abendrot“
Schlechtestes Prequel, Remake, Rip-off oder Sequel
Kampf der Titanen Die Legende von Aang Sex and the City 2 Eclipse: Biss zum Abendrot Beilight: Biss zum Abendbrot
Schlechtester Regisseur
Jason Friedberg & Aaron Seltzer für „Beilight: Biss zum Abendbrot“ Michael Patrick King für „Sex and the City 2“ M. Night Shyamalan für „Die Legende von Aang“ David Slade für „Eclipse: Biss zum Abendrot“ Sylvester Stallone für „The Expendables“
Schlechtestes Drehbuch
Die Legende von Aang (geschrieben von M. Night Shyamalan, basierend auf der TV-Serie kreiert von Michael Dante DiMartino und Bryan Konietzko) Meine Frau, unsere Kinder und ich (geschrieben von John Hamburg und Larry Stuckey, basierend auf Charakteren kreiert von Greg Glienna und Mary Ruth Clarke) Sex and the City 2 (geschrieben von Michael Patrick King, basierend auf der TV-Serie kreiert von Darren Star) Eclipse: Biss zum Abendrot (Drehbuch von Melissa Rosenberg, basierend auf dem Roman von Stephenie Meyer) Beilight: biss zum Abendbrot (geschrieben von Jason Friedberg & Aaron Seltzer)
Schlechtester, die Augen beleidigender Einsatz von 3D
Cats & Dogs 2: Die Rache der Kitty Galore Kampf der Titanen Die Legende von Aang The Nutcracker in 3D Saw 3D
Weitere Informationen finden Sie auf der offiziellen Razzies-Website.
Vorgestern wurden die Nominierungen für die 68. jährlichen Golden Globes bekanntgegeben, worauf allgemein mit „SAY WHAAAAAAAAAAAAT?!“ (Wie bitte?!) reagiert wurde. Sie mögen mich für verrückt halten, aber ich dachte bisher immer, die Doppel-G-Preise wären so etwas wie eine große Ehre, aber die diesjährigen Nominierungen lassen mich vermuten, dass alle, die da abstimmten, mentale Probleme haben müssen. Selbstverständlich machte auch einiges Sinn („The King´s Speech“, „The Social Network“ sowie „The Fighter“ wurden zu Recht ein paar Mal nominiert und Jennifer Lawrence verdient ebenfalls eine Auszeichnung), aber etliche der Entscheidungen sind unentschuldbar. Sie glauben, ich übertreibe? Dann lesen Sie bitte weiter.
Der Streifen ist nicht nur an den amerikanischen Kinokassen ein Flop, er wurde auch von so ziemlich allen Kritikern verrissen, dennoch hat es diese riesige Zeitverschwendung IRGENDWIE geschafft, insgesamt drei Nominierungen einzuheimsen, und zwar in den Kategorien „Bester Darstellerin in einer Komödie“ (HA!), „Beste Darstellerin in einer Komödie“ (HAHA!) und „Beste Komödie/Bestes Musical“ (ROFL). Haben die Mitglieder der Hollywood Foreign Press Association diesen Film überhaupt schon gesehen?! Hätten sie es, wüssten sie, dass diese ihre Entscheidungen lustiger sind als alles, was „The Tourist“ zu bieten hat. Außerdem hat es den Anschein, als würde diese Herrschaften das Herumgehen in schönen Kleidern für den Höhepunkt komödiantischer Schauspielkunst halten. Oh weh!
Und um diesem Anfall von Wahnsinn sozusagen noch das Sahnehäubchen aufzusetzen, haben sie The Depp auch noch für „Alice im Wunderland“ und den Film selbst in der Kategorie „Beste Komödie/Bestes Musical“ nominiert. Ich bin ein riesiger Fan von Tim Burton, aber selbst ich hasste AIW und konnte den Abspann kaum erwarten. Was soll das?! Das Ganze wird noch durch den Umstand verschlimmert, dass „True Grit“ mit keiner einzigen Nominierung bedacht wurde. Zugegeben, ich habe den Film noch nicht gesehen, aber das ist allerhöchste Blasphemie.
Ich weiß nicht, wie es Ihnen geht, aber ich freue mich schon auf den 16. Jänner, denn dann kann ich mir jedes Mal, wenn irgendein beschissener Film etwas gewinnt, einen hinter die Binde kippen. Und angesichts dieser Nominierungen, wird das wohl oft der Fall sein…
Die Liste mit allen Nominierungen finden Sie hier.